Hybrid-Bildgebung mit PET/MRT – Hochleistungsgerät am UKM kombiniert zwei Körperscan-Methoden

Cells in Motion – der Audiopodcast | Folge 8

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Die Magnetresonanztomographie (MRT) kann besonders weiches Gewebe gut visualisieren, also zum Beispiel das Herz oder einen Tumor. Die Positronen-Emissions-Tomografie (PET) zeigt dann, wie aktiv dieser Tumor ist.
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  • Für die Installation des neuen Scanners waren umfangreiche Baumaßnahmen notwendig. Das Universitätsklinikum musste in der Außenwand des Gebäudes einen Durchbruch schaffen.
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  • Nur auf diesem Weg konnte das Gerät in die Räumlichkeiten der Klinik für Nuklearmedizin gelangen. Dort existierten bereits die notwendigen Voraussetzungen für den Strahlenschutz.
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  • Das PET/MRT auf dem Weg zu seinem neuen Zuhause. Wegen der MRT-Komponente musste das UKM die Räume zusätzlich gegen magnetische Wellen abschirmen.
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  • Das hybride PET/MRT-Gerät am Universitätsklinikum Münster (UKM) ist voll einsatzbereit. Hier schickt der Arzt Dr. Alexis Vrachimis (Nuklearmedizin) eine Patientin zum Scan in die "Röhre".
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  • Für ein kombiniertes Gerät braucht man verschiedene Expertisen: (v.l.n.r.) Prof. Dr. Walter Heindel (Radiologie), Prof. Dr. Michael Schäfers (Nuklearmedizin), Dr. Thomas Allkemper (Radiologie) und Dr. Lars Stegger (Nuklearmedizin).
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  • Um das Potenzial des neuen Scanners voll auszunutzen, bilden die Münsteraner nicht nur Ärzte speziell aus, sie forschen auch an Methoden, die die Bildqualität der Scans verbessern sollen.
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Um aus einem Verdacht auf Krebs oder andere schwere Krankheiten eine Diagnose machen zu können und den Behandlungserfolg zu analysieren, ist es hilfreich, in den menschlichen Körper hineinzublicken. Bildgebende Verfahren sind aus dem klinischen Alltag nicht mehr wegzudenken. Jedes einzelne der etablierten Verfahren hat unterschiedliche Stärken.

Das Universitätsklinikum Münster (UKM) setzt seit kurzem ein Hybridgerät ein, das es in dieser Form nur sechsmal in Deutschland gibt: das PET/MRT. Es kombiniert die Stärken der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und der Magnetresonanztherapie (MRT). Vor dem Einsatz dieses Hochleistungs-Scanners musste zunächst eine Art „Käfig“ geschaffen werden, der die starken Magnetwellen der MRT-Komponente abschirmt. Von den Besonderheiten des kombinierten Verfahrens berichtet im Audiopodcast  Prof. Dr. Michael Schäfers, Leiter der Klinik für Nuklearmedizin, Co-Koordinator des Exzellenzclusters „Cells in Motion“ und Sprecher des Sonderforschungsbereichs 656 in Münster. Die Kombination der beiden Verfahren bringt zwei Fachgebiete näher zusammen: Die Nuklearmediziner um Prof. Michael Schäfers und die Radiologen um Prof. Dr. Walter Heindel im UKM blicken gemeinsam auf die Bilder des PET/MRTs. Gemeinsam wollen sie das Potenzial von PET/MRT voll ausschöpfen.

Pressemitteilung des UKM