Archiv für den Monat: August 2018

UKM-Autoren überlassen Bibliothek Belegexemplar


E.Rijcken, O.Obst, D.Bettenworth(r.)

Heute überreichten Prof. Dr. med. Dominik Bettenworth, Bereichsleiter für Chronisch entzündliche Darmerkrankungen der Medizinischen Klinik B für Gastroenterologie und Hepatologie, und Dr. Emile Rijcken, Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, dem Leiter der Zweigbibliothek, Dr. Oliver Obst, ihr neues Lehrbuch Therapie chronisch entzündlicher Darmerkrankungen. Das Buch hat 551 Seiten und wurde herausgegeben von ihnen und den beiden Autoren Norbert Senninger, Münster, und Torsten Kucharzik, Lüneburg.

„In diesem Buch stellen führende Internisten und Chirurgen die Therapie chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa umfassend und handlungsorientiert dar. Sie beschreiben die jeweils spezifischen Aspekte der Behandlung, aber insbesondere auch die Schnittstellen der interdisziplinären Zusammenarbeit, die eine enge Abstimmung zwischen Internisten und Chirurgen erfordert. Die primäre, medikamentöse Therapie wird dem operativen, möglichst darmerhaltenden Vorgehen gegenüber gestellt. Diagnostik, Sondersituationen (z.B. Pouchitis), extraintestinalen Manifestationen und therapieassoziierten Komplikationen sind eigene Kapitel gewidmet. Abgerundet wird das Buch durch Pathogenese und Epidemiologie, Besonderheiten der CED in unterschiedlichen Lebensabschnitten sowie Begleittherapien.“ (de Gruyter)

Das Buch steht unter der Adresse https://www.degruyter.com/view/product/474185?format=EPUB auch online im epub-Format zur Verfügung.


Die Überlassung von Belegexemplaren wird von UKM-Autoren gerne genutzt, da die Bibliothek für die Archivierung und dauerhafte Zugänglichkeit für Studenten und Mitarbeitern sorgt. Die Bibliothek freut sich wiederum, dass sie das Buch nicht kaufen muss, und die eingesparten Mittel in andere Bücher investieren kann.

Foto: de Gruyter

Neues E-Buch : Ärztliche Tätigkeit im 21. Jahrhundert – Profession oder Dienstleistung

Ärztliche Tätigkeit im 21. Jahrhundert

Sebastian Klinke, Martina Kadmon (Hrsg.)
Ärztliche Tätigkeit im 21. Jahrhundert – Profession oder Dienstleistung
Springer
1. Auflage
2018
XIX, 365 Seiten
ISBN 978-3-662-56647-3

Die Beiträge dieses innovativen Lehrbuchs thematisieren professionelles Selbstverständnis, Handlungslogiken, ethische Anforderungen, Rollenkonflikte und Dilemmata von Ärzten und Ärztinnen vor dem Hintergrund sich ändernder Rahmenbedingungen für ärztliche Leistungserbringer. Die zentralen Schlagworte heißen Ökonomisierung, Verbetriebswirtschaftlichung, Budgetprinzip und ordnungspolitischer Wandel.
Erstmals findet so im Rahmen eines Lehrbuchs für das Studium der Humanmedizin eine systematische Betrachtung der Zusammenhänge zwischen Profession, Rollen, ökonomischen und sozialrechtlichen Rahmenbedingungen, ethischen und politischen Anforderungen statt. Aufgezeigt werden daraus resultierende Probleme für die ärztliche Tätigkeit und mögliche Ansatzpunkte für deren Lösung.
Foto und Text: Springer


Alle in der Universität Münster zugänglichen medizinischen Springer e-Books finden Sie in dieser Liste.
Im Buchkatalog der Universitätsbibliothek, kann man ebenfalls nach Online-Büchern suchen.
Zugänglich sind diese Bücher nur im Hochschulnetz der Universität.

EndNote X9 und Webinare zu EndNote

EndNote ist ein vor allen in den STM-Fächern [meint:  Science, Technology, Medicine, also Naturwissenschaften, Technik, Medizin] beliebtes Literaturverwaltungsprogramm.

EndNote X9 enthält optimierte Funktionen zum Teilen von Referenzen und Forschungsergebnissen. Es gibt neue Reference Types, Output Styles wurden aktualisiert und mit Web of Science gibt es eine neue Integration.

  • Es gibt also neue Features für die Zusammenarbeit und die gemeinsame Nutzung  in EndNote X9 wie Library und Group Sharing direkt in EndNote mit „read-only“ oder „read-write“ Zugriff.
  • Mit EndNote X9 erhält man Updates zu den Schlüssel-Zitierstilen wie Chicago, AMA, MLA und APA. Jetzt kann man aus über 7.000 Styles auswählen, um seine Bibliographie und seine Zitate richtig zu formatieren.
  • Man kann nun einen Web of Science Citation Report direkt innerhalb von EndNote X9 generieren und eine Liste mit Zeitschriftenvorschlägen für das Paper, das man schreibt erstellen.

Kostenpflichtige Webinare zu Endnote und Scientific Writing:

13. SEPTEMBER 2018, 10 – 12 Uhr: EndNote Webinar (Deutsch)
Der schnelle Start in EndNote. Zum Nacharbeiten erhalten man die Aufzeichnung des Kurses.
(Details + Anmeldung)

28. SEPTEMBER 2018, 10 – 12 Uhr: Webinar „Scientific Manuscript Writing“ (Deutsch)
Die Masterarbeit ist der erste Schritt zur wissenschaftlichen Karriere. In diesem Webinar lernt man die Gesetze des akademischen Schreibens kennen.
(Details + Anmeldung)

6. NOVEMBER 2018, 12 – 14 Uhr: Webinar „Research Paper schreiben“ (Deutsch)
Sind die Ergebnisse Ihrer Forschung aussagekräftig? Finden Sie Beachtung mit einem Paper, das von der Fachwelt zitiert wird.
(Details + Anmeldung)

Grafik © Alfasoft GmbH

Elf legale Wege an Elsevier-Artikel zu kommen, die nicht in Münster verfügbar sind

Angesichts des vorläufigen Stopps der DEAL-Verhandlungen mit Elsevier (Bericht und FAQ der Unibibliothek) wird die Frage immer kritischer: Wie kommt man an Artikel von Elsevier-Zeitschriften, die vor Ort nicht verfügbar sind? Aus lauter Verzweiflung greifen Wssenschaftler zu rechtlich umstrittenen Schattenbibliotheken, die den Download von Artikeln anbieten. Im Folgenden finden Sie elf legale Wege zu Artikeln, die in Münster nicht verfügbar sind.

Eine Anmerkung: Jede Zeitschrift ist ein Minimonopol. Ein bestimmter Artikel in Lancet wird nur dort publiziert, nirgendwo sonst. Man kann ihn also nur von Elsevier bekommen, von nirgendjemand sonst. Die Preise können also nach Belieben diktiert werden, es gibt keine Wahl. NEJM kostet Bibliotheken statt 300 Euro jetzt 12.000 Euro, JAMA genauso, Lancet genauso, Cell genauso… Diese Profitmaximierung (und das publish or perish) fährt die wissenschaftliche Kommunikation irgendwann gegen die Wand. 200 Institutionen haben gesagt: Wir wollen das nicht – auch auf Kosten einer Nutzungsunterbrechung.

1. Website des Verlags
Auf der Website des Verlags könnte der Artikel als „Hybrid-Open-Access“ immer noch zugänglich sein. Und auch wenn die Bibliothek das Abo gekündigt hat: manchmal vergessen Verlage schlicht und einfach, den Zugang abzuschalten.

2. Google Scholar
Eine Google– oder noch besser Google-Scholar-Suche fördert Artikel zur Oberfläche, die von Drittanbietern (oft den Autoren selber) ins Internet gestellt wurden.

3. PubMedCentral
In PubMed werden verschiedene Artikelversionen verlinkt, darunter der PubMedCentral-Version. PMC bietet 2.000 Zeitschriften nach einer Embargoperiode frei verfügbar an.

4. DOAI / oaDOI
Sie können die digitale Objektkennung (DOI) eines Artikels in den DOAI– und oaDOI-Dienst eingeben, um frei verfügbare Artikel zu lokalisieren. Dabei werden Preprint-Archive, Researchgate und institutionelle Repositorien durchsucht.

5. #icanhazpdf
Twitter-Nutzer können mit dem Hashtag #icanhazpdf und einem Link auf den Artikel anderen Nutzern Ihr Interesse für diesen Artikel anzeigen. Wenn jemand Zugriff hat, kann er Ihnen den Artikel zukommen lassen.

6. Reprint Requests
Eine weitere Option ist (wenn auch manchmal etwas zeitaufwendiger), den entsprechenden Autor zu kontaktieren und ihn um eine Kopie des Artikels zu bitten. Diese Praxis wird von allen großen Verlagen gebilligt.

7. Kollegen fragen, die einen Zugang haben
In der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek finden Sie Institutionen, die auf eine bestimmte Zeitschrift noch Zugriff haben. Die MPG hat zB noch einen Elsevier-Vertrag bis Ende des Jahres. Diese Praxis ist rechtlich im Graubereich, nicht alle Verlage unterstützen dies.

8. Rapidoc
Über die Zweigbibliothek Medizin können Sie den Artikel via Fernleihexpressdienst Rapidoc erhalten.

9. Artikel oder Zeitschrift privat kaufen
Für einen schnellen (aber nicht kostenlosen!) Zugang zu einem Artikel, beißen Sie die Zähne aufeinander und zahlen für den Artikel. Einige Institutionen erstatten Ihnen diese Kosten. Elsevier-Artikel kosten typischerweise $31,50, Lancet Choice kommt mit einem Sparpreis von $49 für 5 Artikel und Cell Press bietet einen read-only Zugang zu allen Cell Press Journals* ab $3,99 an (6 Std, nur HTML). * Cancer Cell, Cell, Cell Chemical Biology, Cell Host & Microbe, Cell Metabolism, Cell Stem Cell, Cell Systems, Current Biology, Developmental Cell, Immunity, Molecular Cell, Neuron und Structure.

Private Abos zu Zeitschriften sind ebenfalls meist zu erhalten und kosten einen Bruchteil der Bibliothekslizenzen.

10. Plugin Kopernio installieren
Wenn Sie vor einer Paywall stehen: Der Browser-Plugin von Kopernio sucht nach lizenzierten aber auch frei verfügbaren PDFs. Gehen Sie zum Artikel und klicken Sie auf das grüne Kopernio-Symbol in der Browserleiste. Unterstützt werden u.a. PubMed, ScienceDirect, Web of Science und Google Scholar. Registrierung erforderlich (u.a. auch wegen der Zuordnung der richtigen Zeitschriftenlizenzen: Benutzen Sie „University of Munster“).

11. Eigene Artikel ins Netz stellen
Zugegebenermassen hilft Ihnen das nicht (zumindest nicht kurzfristig), aber Ihren Kollegen. Mittel- und langfristig könnte durch dieses Green Open Access die Abhängigkeit von Zeitschriftenmonopolen verringert werden. Cell Press erlaubt die Veröffentlichung von pre-refereeing Manuskripten, Elsevier sogar die von pre-print and post-print or publisher’s version/PDF.


Modifiziert nach Björn Brembs und Guus van den Brekel.

Foto: Jameek at photocase.de

Forscher weltweit rufen zu Elsevier-Boykott auf

Diana Kwon fasst in ihrem Artikel Universities in Germany and Sweden Lose Access to Elsevier Journals in The Scientist die aktuelle Situation der Verhandlungen nationaler Konsortien und Elsevier zusammen. Konsortien in Deutschland wie auch in Schweden drängen auf Open-Access-Abonnements mit dem Verlag Elsevier.

Vergangenen Monat verloren rund 300 akademische Einrichtungen in Deutschland und Schweden den Zugang zu neuen Veröffentlichungen in Elsevier-Zeitschriften, weil die Verhandlungen über landesweite Abonnementverträge unterbrochen wurden. Da Artikel aus Elsevier-Zeitschriften  unzugänglich sind, wenden sich Akademiker alternativen Wegen zu, um diese zu erhalten, z.B. über Fernleihdienste, per E-Mail an Autoren, das Auffinden früherer Versionen auf Preprint-Servern oder den Kauf einzelner Arbeiten.  Anders Götherström, Archäologe an der Universität Stockholm: „(…) ich denke, dass wir irgendwann immer noch einen Weg finden werden, die Papiere zu bekommen, die wir wollen.“ [Siehe: Elf Wege an Elsevier-Artikel zu kommen, die nicht in Münster verfügbar sind]

Akademische Bibliothekskonsortien in beiden Ländern drängen auf ein so genanntes Publiziere-und-Lese-Modell, das die Veröffentlichung von Artikeln als Open Access und das Lesen von kostenpflichtigen Artikeln in einer Gebühr vereint.

Das deutsche Projekt DEAL, das rund 200 Universitäten und Forschungszentren vertritt, und das schwedische Bibsam-Konsortium, dem 85 Institutionen angehören, stehen seit 2016 in Verhandlungen mit Elsevier. Noch ohne Vereinbarung kündigte Bibsam letzten Monat an, seine Verträge mit Elsevier nicht zu verlängern – und als die Abonnements am 1. Juli ausliefen, konnten Akademiker an schwedischen Institutionen nicht mehr auf neue Artikel in den Zeitschriften des Verlags zugreifen. Rund 60 Universitäten und Forschungszentren haben ihre Abonnements Ende 2016 beendet, und bis Anfang diesen Jahres haben sich rund 200 Institutionen von dem Verlag getrennt. Bis Anfang Juli war der Zugang zu Elsevierzeitschriften während der Verhandlungen gegeben. (Siehe: Verhandlungen von DEAL und Elsevier unterbrochen]

  • Josef Pfeilschifter, Pharmakologe und Toxikologe an der Goethe-Universität Frankfurt, äussert sich besorgt über den Verlust des Zugangs zu Elseviers Zeitschriften an seiner Institution. „Für Lebenswissenschaftler und Mediziner sind Elseviertitel wichtige Zeitschriften, zu denen wir Zugang haben müssen.“
  • Christopher Kyba, Postdoc am Deutschen Forschungszentrum für Geowissenschaften hat beschlossen, Peer-Review-Anfragen von Elseviers Zeitschriften abzulehnen, „Ich stimme dem zu, was [DEAL] zu tun versucht, und das ist eine konkrete Sache, die ich tun kann.“
  • Elias Jarlebring, Mathematiker am KTH Royal Institute of Technology in Schweden, sagt: „In vielen Fällen gibt es mehr als eine Zeitschrift, die Sie in Betracht ziehen könnten, und ich werde sicherlich eher in einer Nicht-Elsevier-Zeitschrift als in einer Elsevier-Zeitschrift veröffentlichen.“
  • Eiko Fried, Professor für Klinische Psychologie an der Universität Leiden, twitterte „Please consider boycotting Elsevier — as authors, reviewers, and editors — in solidarity with  german & swedish  students and academics who currently no access to papers from Elsevier journals. This is an unparalleled and outrageous situation. Also, check out the Wikipedia site on Elsevier — here a screenshot of the actual table of contents, with a few minor annotations. Finally, a plug for a recent blog post in which I describe issues with academic publishing in psychology (incl. Elsevier). We really need to make our voices heard now: scientific publishing as an economic enterprise does not serve science.“
  • Anne Templeton, Sozialpsychologin an der Universität Edinburgh, ruft per Twitter zu einem Boykott von Elsevier auf: „I withdrew an article from an Elsevier journal and sent a letter explaining this was due to Elsevier’s treatment of academic institutions in Sweden and Germany. I received a response from the Exec Publisher, so the messages of the boycott are being heard. Please do the same!“

Der Verlag Elsevier hat erklärt, dass er „offen ist für konstruktive Gespräche, um eine nachhaltige nationale Lösung zu finden“, sowohl in Deutschland als auch in Schweden.

Weitere Informationen

AMBOSS und Thieme examen online: Eingeschränkter Zugriff auf die Fragen der 1. ÄP

Während den Prüfungszeiten der 1. ÄP vom 21.08.2018-22.08.2018 von 08:30-15:00 Uhr ist der Zugriff auf AMBOSS und Thieme examen online Vorklinik auf Wunsch des IMPP gesperrt. Vor und nach den Prüfungen können Sie das E-learning-Angebot wie gewohnt nutzen, die Lernkarten und Klinik-Fragen sind regulär erreichbar.

19.August : Welttag der humanitären Hilfe

Heute wird der „Welttag der humanitären Hilfe“ begangen. Dieser Tag wird jedes Jahr zum Gedenken an die Toten und Verletzten des Anschlages auf das UN-Hauptquartier in Bagdad am 19. August 2003 begangen. Damals wurden 22 UN-Mitarbeiter getötet und über 100 verletzt.

Da die humanitäre Hlfe im besten Fall interdisziplinär arbeitet, gibt es Bücher zu diesen Thema in verschiedenen Bibliotheken der WWU.

Die Zweigbibliothek Medizin hat u. a. dieses Ebook im Bestand

Dictionary of Disaster Medicine and Humanitarian Relief

Gunn, S. William :
Dictionary of Disaster Medicine and Humanitarian Relief
Springer
2nd ed.
231 Seiten
ISBN 978-1-461-44445-9

The 2nd edition of the Dictionary of Disaster Medicine and Humanitarian Relief is an essential and practical reference for all those who work in humanitarian relief. This new, expanded edition presents more than 3000 definitions and acronyms covering the entire multidisciplinary scope of disaster medicine and humanitarian relief, as well as new fields such as climate change and bioterrorism. As natural disasters, humanitarian emergencies, and infectious disease epidemics increase in frequency and seriousness, this book is an important reference to assist international relief workers communicate with each other and with the media.

The author has served as both the director of Emergency Humanitarian Operations of the World Health Organization, as well as the WHO’s chief of scientific terminology.

As the Director-General Emeritus of the World Health Organization says in the Foreword, „This new expanded edition comes as a timely essential aid against the growing threats of inhuman violence and destructive disasters.“
Foto und Text: Springer

Im Gegensatz zu unseren übrigen E-Books, die eine unbegrenzte Nutzung erlauben, kann dieser Titel jedoch nur von einem Nutzer gleichzeitig aufgerufen und sofort am Bildschirm gelesen werden. Lediglich zum Herunterladen, Annotieren und Verwalten muß man sich bei EbookCentral registrieren.

Alle in der Universität Münster zugänglichen medizinischen Springer e-Books finden Sie in dieser Liste.
Im Buchkatalog der Universitätsbibliothek, kann man ebenfalls nach Online-Büchern suchen.
Zugänglich sind diese Bücher nur im Hochschulnetz der Universität.

 

Wir feiern acht Jahre Tablet-Kurzausleihe

Heute jährt sich zum achten Mal die Tablet-Kurzausleihe. Demnach werden bereits seit dem 17.08.2010 Tablets an unsere Nutzer ausgegeben. Damit wurde in unserer Bibliothek der Grundstein gelegt, Tablets in die Lehre in Münster einzubeziehen.

Am Anfang profitierten insbesondere Ärzte und Wissenschaftler von diesem Angebot. Zunächst betrug die Ausleihfrist eine Woche, diese wurde später, nachdem die erste Welle neugieriger Nutzer abgeebbt war, auf zwei Wochen verlängert.

Mittlerweile nutzen das Institut für Ausbildung und Studienangelegenheiten der Medizinischen Fakultät (IfAS) und der Arbeitsbereich Allgemeinmedizin (ABAM) stets 1-2 Mal pro Jahr im Rahmen von Kursen ebenfalls iPads, die den Rest des Jahres bei uns Obdach finden.

Mittlerweile leihen hauptsächlich unsere Studenten die Tablets aus. Zu den beliebtesten Geräten gehören weiterhin die iPads und iPads Pro. Aber auch Android Geräte und das Surface Pro werden recht häufig ausgeliehen. So können insbesondere Studenten, die kein eigenes Tablet besitzen, die Apps wie eRef, Visible Body und insbesondere die zwei Apps von Amboss nutzen.

Unser Ziel ist es, unseren Studierenden zum einen das Lernen mit unseren digitalen Angeboten zu ermöglichen, aber auch Nutzer für diese Medien zu begeistern. Viele Studenten leihen sich auch erst einmal ein Gerät aus, um es auszuprobieren. Auf Dauer schaffen sich viele Studenten auch ein eigenes Tablets an.

Bereits dieses Jahr haben wir circa 220 Mal die Geräte im Rahmen der Kurzausleihe ausgeliehen. Hochgerechnet über die sieben Jahre und inklusive der Ausleihvorgänge von IfAS, ABAM und easystudium kommen so schnell über 4.000 Mal zusammen.

Viele Nutzer geben uns positives Feedback und bestärken uns darin diesen Service weiterhin anzubieten.

Foto: UKM/Fotozentrale

UpToDate Advanced: Webinar am 21.08.2018

UpToDate®Advanced ist eine evidenzbasierte Lösung  zur Unterstützung der klinischen Entscheidungsfindung mit dynamischen und interaktiven Algorithmen sowie Labor-Monografien.  Ärzte können so interaktiv und auf den jeweiligen Patienten abgestimmt ihre klinischen Entscheidungen am Point-of-Care  treffen.

UpToDate Advanced umfasst:

  • UpToDate® Pathways – Behandlungspfade als interaktive Algorithmen, die Ärzte unterstützen, die besten Entscheidungen für ihre Patienten zu treffen – unter Berücksichtigung der aktuellen Evidenz, klinischer Erfahrung und patientenspezifischer Faktoren..
  • Lab Interpretation – Monografien und Algorithmen, die eine schnelle und präzise  Auswertung abnormaler Laborergebnisse ermöglichen.

Das Webinar zu UpToDate Advanced findet am Dienstag, den 21.August um 13.00 – 13.30 Uhr in deutscher Sprache statt.
Sollten Sie aus terminlichen Gründen nicht an dem Webinar teilnehmen können, so registrieren Sie sich trotzdem, so erhalten Sie den Link zum Webinar und können das aufgezeichnete Webinar zu einem beliebigen Zeitpunkt ansehen.

Logo © Wolters Kluwer

 

Website der ZB Med jetzt auch auf Englisch

Die Website der ZBMed ist jetzt auch auf Englisch verfügbar. Ähnlich wie schon beim Auftritt der ULB-Zentralbibliothek wurde hierfür eine Auswahl der wichtigsten Seiten getroffen, die dann bei einer externen Übersetzerin in Auftrag gegeben wurden. In der bestehenden Struktur des ZBMed-Auftritts haben wir diese Seiten dann so umgesetzt, dass man oben rechts die Sprache wechseln kann; wo keine Übersetzung vorliegt, wird auch kein Wechsel-Link angeboten.

Schauen Sie es sich gerne mal an!

[Autor: Frau Jenny Exner, ULB]

Foto: Lukiyanov a Natalia frenta @ Shutterstock

UKM beliebtestes Universitätsklinikum für das Praktische Jahr

Beim internationalen PJ-Ranking (www.pj-ranking.de) steht das UKM mit einer Benotung von 1,61 zur Zeit auf Platz 68 von 201 Krankenhäusern (mit mindestens 10 Bewertungen in den letzten 3 Jahren). Damit ist das UKM das beliebteste deutsche Universitätsklinikum. Auffällig ist der Unterschied in der Bewertung für die Stimmung (1,51) und die Lehre (2,35). Von den Münsteraner Krankenhäusern liegt nur das Clemens (knapp) vor dem UKM, Raphaelsklinik und St. Franziskus folgen auf hinteren Plätzen.

In der Inneren Medizin liegt das UKM mit einer Gesamtbeurteilung von 1,36 sogar auf Platz 31, in der Chirurgie (ein eher schlecht benotetes PJ-Fach) allerdings mit einer Note von 2,37 nur auf Platz 132.

Foto: Screenshot PJ-Ranking

Studie „Diagnose-Apps im PJ“: 4. Resümee

Praktisches Jahr
Das PJ ist ein besonderer Abschnitt der medizinischen Ausbildung. Er stellt eine Zäsur dar, weil der Studierende zum ersten Mal als „ärztliche/r Mitarbeiter/in“ in die Krankenversorgung eingebunden ist. Die Einübung praktischer Fahigkeiten („Entrustable professional activities“) kann im Pflegepraktikum, in der Famulatur oder in Studienhospital und Limette simuliert werden, im PJ wird aber aus Simulation Ernst. In den Interviews wurde von den PJlern immer wieder die Wichtigkkeit betont, sich dem Workflow des jeweiligen Settings anzupassen, seinen (nützlichen) Platz im medizinischen Team zu finden und die übertragenen Aufgaben effizient zu erledigen. Neben medizinischen Kenntnissen werden dazu vor allem Kommunikation, Selbstorganisation und Zeitplanung benötigt.

Setting
In einer Studie stellte die Zweigbibliothek Medizin 12 PJlern neun Apps zur Verfügung, um die medizinische Entscheidungsfindung im PJ zu erleichtern. Darunter waren Diagnose-Apps wie Diagnosaurus DDx, Isabel DDx und VisualDx, aber auch Infosysteme wie Amboss oder UpToDate. Wir wollten herausfinden, welche Programme die Entscheidungsfindung bei Diagnose und Therapie im PJ besonders gut unterstützen. Die Studie lief von Mai 2017 bis April 2018. Sie wurde über eine geschlossene Facebook-Gruppe administriert und mit zwei Umfragen zu Beginn und Ende der Studie sowie standardisierten Interviews evaluiert.

Ergebnis
Lediglich zwei Ressourcen wurden während des PJ regelmässig genutzt. Das war zum einen Amboss, das Lern- und Prüfungsportal Amboss des Startup Miamed, und zum anderen UpToDate, das marktbeherrschende Clinical Decision System. Im Gegensatz zu diesen beiden Tools erwiesen sich Bücher, Klinikleitfäden oder Expertensysteme für die Differentialdiagnose als zweite Wahl. Bücher wurden ungerne benutzt, die Diagnosetools waren unzureichend, die DDx-Programme waren nicht trennscharf, Diagnosen wurden nicht zuverlässig gefunden.

Nach Amboss waren Google und Kollegen die am häufigsten genutzten Informationsquellen. Anleitungen der Klinik und hoch evidenz-basierte Quellen wie Leitlinien wurden weniger oft genutzt.

Das PJ änderte die Einstellung der Studierenden zu den Informationsressourcen in erheblichem Masse: So erlebte z.B. PubMed einen Beliebtheitszuwachs um 84%, was wie folgt begründet wurde: „Mit PubMed muss man eben etwas arbeiten, dafür kann man aber eine sehr große Bandbreite an verschiedenen Informationen zum selben Thema bekommen. Zum Vergleichen gut, und wenn man z.B. zu einem Thema den aktuellen Wissensstand haben möchte.“

Amboss
Die mit Abstand sowohl meistgenutzte als auch zufriedenstellendste Ressource waren die Kollegen, dicht gefolgt von Amboss. Die Hintergrundinformationen aus den Interviews zeigten, dass im PJ-Alltag oft die Schnelligkeit einer Informationsquelle ausschlaggebend ist. Amboss ist übersichtlich aufgebaut, die Information gut gebündelt und strukturiert, so dass die benötigten Informationen sehr schnell gefunden werden können. Die große Erfahrung der PJler im Umgang mit Amboss aus der Examensvorbereitung macht die Suche leicht, intuitiv, einfach. Ein oft genanntes Anwendungsszenario ist, dass bei der Anamnese die Amboss-App – auf dem „unauffällig“ neben der Patientenakte plaziertem Smartphone – die ersten Hinweise liefert, was bei einer möglichen Diagnose zu beachten ist, welche weiteren Labortest und Untersuchungen angezeigt sind.

UpToDate
UpToDate stellte Die zweitbeste Ressource dar. Es wurde gerne bei spezielleren Fragestellungen zu Rate gezogen (oft auch nach der Arbeit). Im Vergleich zu Amboss lieferte es konkretere und detaillierte Handlungsanweisungen für die klinische Tätigkeit, und wurde als bestens recherchierte Zusammenstellung medizinischen Wissens mit Verbindung zur Primärliteratur hochgeschätzt.

Wichtiger als Amboss waren nur die Kollegen, d.h. meist die anleitenden Assistenzärzte. Ein hilfsbereiter Arztkollege ist Gold wert und macht das PJ zu einem Erfolg, wie in den Interviews immer wieder betont wurde.

Resümee
Generell waren die PJler sehr zufrieden mit der Studie und der Möglichkeit, sich aus den angebotenen Apps die 2,3 besten heraussuchen zu können. Vielfach wurden auch Erfolgserlebnisse berichtet – sei es, dass man mithilfe der zur Verfügung gestellten Resourcen auch schwierige Diagnosen stellen konnte, wie etwa eine kutane Leishmaniose, sei es, dass man kurz vor eine OP oder Visite sich noch schnell Fakten anlesen und damit beim Chefarzt Punkte sammeln konnte.

Als Konsequenz aus der Studie wird die Bibliothek allen PJlern Amboss und UpToDate zur Verfügung stellen und eine Zusammenstellung „bewährter PJ-Ressourcen“ erarbeiten.

Weitere Beiträge und Ergebnisse

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