Eine spätmittelalterliche Buchmalerei, die eine Versammlung von Männern an einem Tisch zeigt. In der Mitte thront ein Mann in einem blauen Gewand, der ein aufgeschlagenes Buch hält. Er ist von Ratsherren oder Gelehrten in historischen Gewändern und Kappen umgeben. Der Tisch ist mit einem grünen Tuch bedeckt, auf dem Schreibutensilien liegen. Die Szene ist von dekorativen Schriftbändern mit französischem Text gerahmt.
Ratswahl in Europa
© Universität Münster

Zahl, Tag und Stuhl

Ritual und Zeremonial der Ratswahl in Europa (12.–16. Jh.)
  • Über das Projekt

    Das Projekt wurde durch die Fritz Thyssen Stiftung gefördert und unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Johanek und der Mitarbeit durch Prof. Dr. Dietrich Poeck von 1998 bis 2000 am IStG bearbeitet.

    Ziel des Forschungsvorhabens war es, die Ratswahl hinsichtlich ihrer Universalien zu betrachten, welche in allen Typen von Stadtverfassungen anzutreffen waren: Die Zahl der Ratsherren, der Tag der Wahl und die Einsetzung des/der Bürgermeister(s) in das Ratsgestühl. Die Rituale und das Zeremonial im Umfeld der Ratswahl wurden hinsichtlich Ausgestaltung und Funktion vergleichend untersucht. Zeitlich wie räumlich orientierte sich die Untersuchung zwischen dem 12. und 16. Jh. in Europa, besonders Frankreich, das Reich, der Hanseraum sowie England. Die Untersuchung von Ritual und Zeremonial der Ratswahl fügt sich nahtlos ein in den Forschungstrend, vermehrt symbolische Kommunikation – gerade in bürgerlichen Ritualen – zu untersuchen.

  • Projektlaufzeit

    1998 – 2000

  • Projektteam

    Projektleitung

    Prof. Dr. Peter Johanek

    Projektmitarbeitende

    Prof. Dr. Dietrich Poeck

Publikation

Dietrich Poeck, Rituale der Ratswahl. Zeichen und Zeremoniell der Ratssetzung in Europa (12.–18. Jh.) (Städteforschung A 60), Köln/Weimar/Wien 2003.