Eine historische Illustration eines Paares in Renaissance-Gewandung. Links steht ein bärtiger Mann mit schwarzem Barett, pelzverbrämtem Mantel und prunkvollen Goldketten, der ein Paar Handschuhe hält. Rechts ist eine Frau in einem dunklen Kleid mit weißem Kragen und Puffärmeln zu sehen, die einen Apfel in der Hand hält. Im unteren Bildbereich sind zwei heraldische Wappen angedeutet, während im Hintergrund bunte Banner wehen.
Männlichkeit in der Stadt
© Universität Münster

Konkurrierende Rollenentwürfe in adligen Haus- und Familienbüchern in der Stadt des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit

  • Über das Projekt

    Das Projekt untersuchte anhand städtischer Familiengeschichtsschreibung des 14. bis 17. Jahrhunderts die – männlich geprägte – Konstruktion von Standeslegitimation und Prestigebildung städtischer Eliten. Methodisch schloss sich das Vorhaben an die Forschung zum städtischen Adel an, die zeigen konnte, dass neben ökonomischem Kapital und politischer Macht vor allem auch soziales Prestige und persönliche Ehre wesentliche Bedingungen für den Zugang wie für die Sicherung der Herrschaft in der Stadt waren. In dieser Sicht waren spezifische Geschlechterrollen keine unveränderliche gesellschaftliche Formation, sondern ein historisches Ergebnis sozialer und kultureller Konstruktion.

  • Projektlaufzeit

    2001 – 2004

  • Projektteam

    Projektleitung

    Prof. Dr. Peter Johanek

    Projektmitarbeitende

    Dr. Birgit Studt

Publikationen

Birgit Studt (Hg.), Haus- und Familienbücher in der städtischen Gesellschaft des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit (Städteforschung A 69), Köln/Weimar/Wien 2007.

Dies., Haus- und Familienbücher, in: Quellenkunde der Habsburgermonarchie (16.–18. Jahrhundert). Ein exemplarisches Handbuch, hg. v. Josef Pauser/Martin Scheutz/ Thomas Winkelbauer, Wien u.a. 2004, S. 753–766.

Dies., Helden und Heilige. Männlichkeitsentwürfe im frühen und hohen Mittelalter, in: Historische Zeitschrift 276 (2003), S. 1–36.