

Konkurrierende Rollenentwürfe in adligen Haus- und Familienbüchern in der Stadt des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit
Über das Projekt
Das Projekt untersuchte anhand städtischer Familiengeschichtsschreibung des 14. bis 17. Jahrhunderts die – männlich geprägte – Konstruktion von Standeslegitimation und Prestigebildung städtischer Eliten. Methodisch schloss sich das Vorhaben an die Forschung zum städtischen Adel an, die zeigen konnte, dass neben ökonomischem Kapital und politischer Macht vor allem auch soziales Prestige und persönliche Ehre wesentliche Bedingungen für den Zugang wie für die Sicherung der Herrschaft in der Stadt waren. In dieser Sicht waren spezifische Geschlechterrollen keine unveränderliche gesellschaftliche Formation, sondern ein historisches Ergebnis sozialer und kultureller Konstruktion.
Projektlaufzeit
2001 – 2004
Projektteam
Projektleitung
Prof. Dr. Peter Johanek
Projektmitarbeitende
Dr. Birgit Studt
Publikationen
Birgit Studt (Hg.), Haus- und Familienbücher in der städtischen Gesellschaft des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit (Städteforschung A 69), Köln/Weimar/Wien 2007.
Dies., Haus- und Familienbücher, in: Quellenkunde der Habsburgermonarchie (16.–18. Jahrhundert). Ein exemplarisches Handbuch, hg. v. Josef Pauser/Martin Scheutz/ Thomas Winkelbauer, Wien u.a. 2004, S. 753–766.
Dies., Helden und Heilige. Männlichkeitsentwürfe im frühen und hohen Mittelalter, in: Historische Zeitschrift 276 (2003), S. 1–36.

