Rösebeck - Königsgut (A)

In Rösebeck ist lediglich ein Herrscheraufenthalt aus dem Jahr 840 nachzuweisen. Dieser stand in unmittelbarem Zusammenhang mit dem vorangehenden Reichstag in Paderborn und ist als Etappenziel auf dem Rückweg Ludwigs des Deutschen aus Sachsen zum Rhein anzusehen.

Da der Königshof Rösebeck bereits 965 an die Magdeburger Kirche verschenkt wurde, ist ihm anscheinend (zumindest für die nachkarolingische Zeit) keine besondere Bedeutung beizumessen.

Hinweise auf die Lage und Bauten des ehemaligen Königshofes gibt es bislang keine. Der Hof wird aber vermutlich in der Nähe der Kirche zu suchen sein, die auf dessen Grund und Boden vielleicht noch Ende des 10. Jahrhunderts errichtet wurde. Das Mauritius-Patrozinium der Rösebecker Kirche deutet allerdings darauf hin, dass die Kirchengründung erst nach der Schenkung des Hofes 965 an das Bistum Magdeburg erfolgte.  

Christof Spannhoff


Literatur

Boris Bigott, Ludwig der Deutsche und die Reichskirche im Ostfränkischen Reich (826–876), Husum 2002 (Historische Studien 470).

Horst-D. Krus, 1150 Jahre Rösebeck. 840–1990, Borgentreich 1990.

Christof Spannhoff, Art. Rösebeck, in: Die deutschen Königspfalzen. Repertorium der Pfalzen, Königshöfe und übrigen Aufenthaltsorte der Könige im deutschen Reich des Mittelalters, Bd. 7: Westfalen (in Vorbereitung).

Rösebeck TK25