Akziseorte in Westfalen

In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstanden im preußischen Westfalen zahlreiche neue Städte. Den ehemaligen Dörfern, Flecken und Wigbolden hatte der Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. städtische Rechte verliehen. Damit war die Einführung der „Akzise“ verbunden, einer Verbrauchssteuer, die auf alle nur erdenklichen Güter des täglichen Bedarfs gezahlt werden musste. Aufgrund ihrer Erhebung an den Stadttoren und Mauerdurchlässen galt die Akzise lediglich in Städten. Da in den westfälischen Landesteilen Preußens aber bis dato kaum urbane Zentren existierten, hätte sich die Akzise für die Staatskasse kaum gelohnt. Also erklärte der Monarch mehrere Orte zu Städten, um dort diese Steuer einziehen zu können. Die derart privilegierten Ortschaften werden in der historischen Forschung als „Akzisestädte“ bezeichnet. In der interaktiven Karte zu den „Akziseorten in Westfalen“ werden wesentliche Daten zu den einzelnen Städten geboten, etwa zur Entwicklung der Einwohnerschaft oder der Steuerleistung.

Dieser Link führt zur Seite des Forschungsprojektes von Sebastian Schröder

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