„Imperium der Götter“

Clusterwissenschaftler an Ausstellung in Karlsruhe beteiligt

News-ausstellung-imperium Der Goetter

Ausstellung „Imperium der Götter. Isis – Mithras – Christus. Kulte und Religionen im Römischen Reich“

© Badisches Landesmuseum Karlsruhe

An der ersten umfassenden und vergleichenden Ausstellung orientalischer Kulte und Religionen sind die Altertumswissenschaftler Prof. Dr. Engelbert Winter und Dr. Michael Blömer vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ beteiligt. Die Schau mit dem Titel „Imperium der Götter. Isis – Mithras – Christus. Kulte und Religionen im Römischen Reich“ wird am 16. November im Badischen Landesmuseum Karlsruhe eröffnet. Hochkarätige Leihgaben aus renommierten europäischen Museen – darunter einzigartige Skulpturen und Fresken aus Neapel, Rom und dem Vatikan – zeigen den Bilderreichtum der Kulte und ihrer Gottheiten.

Prof. Winter, zugleich Mitglied des wissenschaftlichen Beirates der Ausstellung, und Dr. Michael Blömer haben für die Ausstellung an der Präsentation der sogenannten orientalischen Kulte im Römischen Reich mitgewirkt. „Insbesondere haben wir die Ergebnisse der aktuellen Ausgrabungen im Zentralheiligtum des Iuppiter Dolichenus in der Südosttürkei in das Ausstellungskonzept integriert“, so Prof. Winter. Dabei seien auch laufende Forschungen zum Kult dieses Gottes berücksichtigt worden. Mitglieder des Exzellenzclusters haben mehrere Beiträge für den Katalog zur Ausstellung verfasst. Zudem ist ein Film zu den archäologischen Untersuchungen der Forschungsstelle Asia Minor in Doliche Teil des Multimedia-Guides, der zentrale Themen der Ausstellung anschaulich vermittelt.

Vielfalt der religiösen Entwicklungen

Die Ausstellung zeigt, welche Bedeutung Religion im römischen Weltreich besaß. Im Leben der Römer, die sich selbst für die „religiösesten aller Sterblichen“ hielten, waren Kult und Religion allgegenwärtig und ein wesentlicher Bestandteil ihrer Identität. Mit der Expansion Roms zu einem Weltreich und der Begegnung mit anderen Kulturen entwickelte sich eine Vielfalt religiöser Verhältnisse – ein Nebeneinander von Göttern und Kulten, die einander beeinflussten. „Neue“ oder „fremde“ Gottheiten ergänzten im Laufe der Zeit auch die Götterwelt um Jupiter, Juno und Minerva. Zu diesen gehörten der aus der Stadt Doliche in Syrien stammende Iuppiter Dolichenus, der als „unbesiegbare Sonne“ verehrte Lichtgott Mithras und die ägyptische Isis. Neben diesen orientalischen Kulten erschienen zudem zwei Religionen östlichen Ursprungs im Römischen Reich: das Judentum und das Christentum. Aktuelle Forschungsergebnisse eröffnen neue Perspektiven auf diese Vielfalt der religiösen Entwicklungen im Römischen Reich.

Prof. Dr. Engelbert Winter und Dr. Michael Blömer forschen am Exzellenzcluster im Projekt B2-20 Mediale Repräsentation und „religiöser Markt“: Sichtbarkeit, Selbstdarstellung und Rezeption syrischer Kulte im Westen des Imperium Romanum. (Badisches Landesmuseum Karlsruhe/bhe)

Ausstellung „Imperium der Götter. Isis – Mithras – Christus. Kulte und Religionen im Römischen Reich“

16. November 2013 bis 18. Mai 2014
Badisches Landesmuseum Karlsruhe
Schloss Karlsruhe
Schlossbezirk 10
76131 Karlsruhe