Griechischer Urtext in sprachkräftiger Übersetzung

Cluster-Wissenschaftler Prof. Dr. Hermut Löhr arbeitet an Durchsicht der Luther-Bibel mit

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Prof. Dr. Hermut Löhr arbeitet bei der Durchsicht der Luther-Bibel mit. 

© upm/Sauer

Prof. Dr. Hermut Löhr, Evangelischer Theologe und Clusterwissenschaftler, arbeitet an einer neuen, durchgesehenen Fassung der Luther-Bibel mit. Noch vor dem 500. Jahrestag der Reformation im Jahr 2017 soll diese erscheinen – so hat es der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) beschlossen. Neun Wissenschaftler aus ganz Deutschland beschäftigen sich für dieses Projekt mit dem Neuen Testament. Einer von ihnen ist Prof. Löhr, der am Exzellenzcluster das Forschungsprojekt A9 „Der Dekalog als religiöser, ethischer und politischer Basis-Text“ leitet

„Es geht nicht um eine völlige Neufassung der Luther-Bibel“, erklärt der Neutestamentler, „sondern darum, die seit der letzten Revision 1984 gewonnenen textkritischen und exegetischen Einsichten behutsam einzuarbeiten. Gerade die uns wichtige Treue zum griechischen Urtext gibt also den Anstoß zur Überarbeitung. Gleichzeitig soll aber der besondere Charakter der so sprachkräftigen Übersetzung Luthers voll und ganz erhalten bleiben – eine spannende Aufgabe.“

Der Rat der EKD hat für die Durchsicht der Luther-Bibel einen Lenkungsausschuss unter der Leitung von Landesbischof i. R. Dr. Christoph Kähler eingesetzt, dem unter anderem Wissenschaftler aus den Bereichen Exegese, Praktische Theologie, Liturgik und Germanistik angehören. Hauptkoordinator für die Arbeit am Alten Testament ist Prof. Dr. Christoph Levin aus München, für das Neue Testament Prof. Dr. Jens Schröter aus Berlin und für die Apokryphen Prof. Dr. Martin Rösel aus Rostock. (upm/bhe)