Master of Education für das Lehramt Physik an Gymnasien und Gesamtschulen (GymGe) bzw. Berufskollegs (BK)

Nachdem in den Zwei-Fach-Bachelor-/Bachelor-BK-Studiengängen eine breite fachliche Basis gelegt worden ist, liegt in den entsprechenden Master-Studiengängen mit den Abschlüssen Master of Education GymGe bzw. Master of Education BK der Schwerpunkt auf der fachdidaktischen und schulorientierten Vertiefung. Integriert in den Master-Studiengang ist ein Praxissemester – in der Regel das zweite Semester – in dem die Studierenden erste Erfahrungen im Berufsfeld Schule machen. Das Praxissemester wird vom Institut für Didaktik der Physik gemeinsam mit dem Zentrum für Lehrkräftebildung (ZLB) organisiert.Es wird durch spezielle Lehrveranstaltungen vorbereitet und begleitet. Die Studierenden erwerben somit im Verlauf des Master-Studiums die Sach- und Methodenkompetenz für eine erfolgreiche, adressatenspezifische Unterrichtsplanung und ‑gestaltung.

Die folgende Grafik verdeutlicht den prinzipiellen Studienverlauf:

© FB Physik | Uni Münster

Inhalte der Module:

  • Didaktik der Physik
    In diesem Modul werden die wesentlichen theoretischen und praktischen Grundlagen zur Unterrichtsplanung und -gestaltung in Regelklassen und in Inklusionsklassen gelegt. Zum einen werden vertiefte Einblicke in fachdidaktische Forschung gegeben, zum anderen im Rahmen des Demonstrationspraktikums und der Vorbe-reitung auf das Praxissemester wesentliche Grundlagen für die erfolgreiche eigene Unterrichtspraxis gelegt. In diesem Modul stehen insbesondere bei den praktischen Übungen Themen der Sekundarstufe I im Vordergrund.
  • Projektorientierte Zugänge zur Wissenschafts- und Unterrichtspraxis
    Die Lehrveranstaltungen dieses Moduls zielen einerseits auf erweiterte Methoden-und Medienkompetenz, insbesondere beim Einsatz von Computern im Physikunterricht in den Sekundarstufen I und II. Speziell in der Projektphase stehen anspruchsvollere Themen der Sekundarstufe II im Vordergrund, die einerseits eine Anbindung an aktuelle fachwissenschaftliche Forschung haben sollen, andererseits unter Berücksichtigung von Schülervorstellungen didaktisch rekonstruiert werden sollen.
  • Praxissemester
    Das Praxissemester wird vom Institut für Didaktik der Physik gemeinsam mit dem Zentrum für Lehrkräftebildung (ZLB) organisiert. In der Physik ist das Vorbereitungs- & Begleitseminar "Praxisbezogene Studien im Fach Physik" Pflicht, welches im Wochenwechsel mit dem Seminar "Schulpraktische Vertiefung" aus dem Modul Didaktik der Physik angeboten wird.
    ZLB: https://www.uni-muenster.de/ZLB/praxisphasen/praxissemester2019/index.html
  • DaZ-Modul
    Das Modul Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte (DaZ-Modul) wird vom Centrum für Mehrsprachigkeit & Spracherwerb (CEMES) organisiert. Es besteht aus einer Vorlesung und einem Seminar, für die eine Belegung im ersten Semester bzw. vor dem Praxissemester empfohlen wird. Das Seminar baut auf den Inhalten der Vorlesung auf.
    CEMES: https://www.uni-muenster.de/Cemes/daz_modul/index.html

  • Masterarbeit
    In der Masterarbeit lernen die Studierenden, ein Forschungsprojekt entweder im fachphysikalischen oder fachdidaktischen Bereich selbständig zu bearbeiten, und die Ergebnisse in angemessener Form schriftlich darzustellen. Sie gewinnen dadurch einen Einblick in die wissenschaftliche Arbeitsweise und werden mit den Qualitätsanforderungen an wissenschaftliche Veröffentlichungen vertraut. In einem Vortrag präsentieren sie ihre Arbeit und stellen sich der anschließenden Diskussion. Die Masterarbeit kann in einem der beiden Fächer oder in den Bildungswissenschaften angefertigt werden.

Qualifikationsziele

Ziel der gesamten Ausbildung ist primär die Befähigung, das Fach Physik in den jeweiligen Lehrämtern an öffentlichen und privaten Schulen selbständig auszuüben und einen abwechslungsreichen, qualitativ hochwertigen Unterricht zu gestalten. Als polyvalenter Studiengang befähigt der Zwei-Fach-Bachelor darüber hinaus zu Tätigkeiten in anderen Berufsfeldern oder dient als Voraussetzung zur Aufnahme eines fachlich orientierten Masterstudiums. In Übereinstimmung mit dem von der Kultusministerkonferenz am 21.04.2005 beschlossenen Qualifikationsrahmen für Bachelor- und Masterstudiengänge lassen sich die erworbenen Kompetenzen in die Bereiche „Wissen und Verstehen“ sowie „Können“ gliedern. In den fachphysikalischen Lehrveranstaltungen wird das notwendige Fachwissen verbreitert und exemplarisch vertieft. In den experimentellen und theoretischen Übungen tritt neben den Erwerb des Wissens auch der Erwerb instrumentaler und systemischer Kompetenzen, indem das in Vorlesungen erworbene Wissen auf neue Fragestellungen angewendet und die Ergebnisse kritisch hinterfragt werden müssen. Dasselbe gilt für die fachdidaktischen Lehrveranstaltungen, in denen ebenfalls zunächst Wissen über die Methoden und Hintergründe der Vermittlung physikalischen Inhalte aufgebaut wird und dieses dann zunehmend selbständig in die Entwicklung von Unterrichtsplanung und Demonstrationsexperimenten umgesetzt wird. Das Seminar zur Theorie, Geschichte und Kultur der Naturwissenschaften in allen Bachelor-Studiengängen trägt zur Entwicklung der Fähigkeit bei, wissenschaftliches Denken in den größeren Kontext ethischer und gesellschaftlicher Erkenntnisse zu stellen. Schließlich werden beim Vorrechnen in den Übungen, in Seminarvorträgen und in den Vorträgen zur Bachelor- und Masterarbeit wichtige kommunikative Kompetenzen erworben.

Im Masterstudium steht die Befähigung zum Lehramt im Vordergrund. Aufbauend auf dem Fachwissen aus dem Zwei-Fach-Bachelor-Studium bzw. Bachelor BK haben sich die Studierenden lehramtsspezifische Kompetenzen angeeignet. Sie beherrschen die Methoden und die wesentlichen theoretischen Grundlagen der Unterrichtsplanung und -gestaltung. Sie verfügen über die Voraussetzung für differenzierte fachdidaktische Studien. Sie sind für das Aufspüren physikalischer Sachverhalte in außerphysikalischen Kontexten sensibilisiert. Diese können sie fachlich durchdringen und auf typische Lernschwierigkeiten hin analysieren. Darauf aufbauend sind sie in der Lage, diese Sachverhalte für den Unterricht zu elementarisieren. Sie können eigenständig komplexe Zusammenhänge der neueren Physik adressatenspezifisch und anschlussfähig vereinfachen, illustrieren und auf konkreten Physikunterricht bezogen darstellen. Sie verfügen über Kenntnisse und Fertigkeiten im schulorientierten Experimentieren sowie über die Handhabung und die Einsatzmöglichkeiten einer schultypischen Gerätesammlung. Sie sind mit realistischen Anforderungen des Experiments als Erkenntnismethode der Physik vertraut. Sie sind dazu in der Lage, theoriegeleitete Erkundungen im Handlungsfeld Schule zu planen, durchzuführen und auszuwerten. Im Praxissemester haben die Studierenden das Arbeitsfeld Schule kennen gelernt und sich kommunikative Kompetenzen im Umgang zwischen Lehrenden und Schülerinnen und Schülern sowohl im regulären als auch im inklusionsorientierten Unterricht angeeignet.

Detaillierte Modulbeschreibungen finden Sie als Anhang in den Prüfungsordnungen des Master of Education GymGe- bzw. Master of Education BK-Studiengangs Physik.

Bewerbung und Zulassungsverfahren:

Zum Master of Education-Studium kann zugelassen werden, wer ein einschlägiges Bachelor-Studiums an einer deutschen Universität mit einer Regelstudienzeit von mindestens sechs Semestern abgeschlossen hat. Einschlägig ist ein Bachelor-Studium, das
  • ein Studium jedes Fachs/Lernbereichs innerhalb des angestrebten Master-Studiengangs
  • ein Studium der Bildungswissenschaften
  • ein Orientierungspraktikum
  • ein schulisches oder außerschulische Berufsfeldpraktikum

einschließt.

Der Antrag auf Zulassung zum Master of Education ist von Bewerbern aus Deutschland und EU/EWR-Staaten für das Wintersemester bis zum 15.07. und für das Sommersemester bis zum 15.01. des jeweiligen Jahres beim Studierendensekretariat der Universität Münster zu stellen. Für Bewerber aus Nicht-EU/EWR-Staaten endet die Bewerbungsfrist am 30.11. (für das Sommersemester im folgenden Jahr) und am 31.05. (für das folgende Wintersemester).

Zum Bewerbungsportal für den Master-Studiengang kommen Sie hier.

Weitere Informationen:

Prüfungsordnung Master (GymGe) - Studienbeginn ab WS 2026/27

Prüfungsordnung Master (GymGe) - Studienbeginn ab WS 2023/24 (Lesefassung)

Prüfungsordnung Master (GymGe) - gültig ab WS 2021/22 (Lesefassung)

Prüfungsordnung Master (GymGe) - Studienbeginn ab SS 2021
(nur nach Abschluss des Bachelorstudiengangs nach der PO vom 05.06.2018)

Prüfungsordnung Master (GymGe) vom WS 2018/19 (Lesefassung)
(Studienbeginn vor SS 2021 oder Abschluss nach Bachelor PO vom 14.12.2011)


Prüfungsordung Master (BK) - Studienbeginn ab WS 2026/27 (Lesefassung)

Prüfungsordung Master (BK) - Studienbeginn ab WS 2023/24 (Lesefassung)

Prüfungsordnung Master (BK) - gültig ab WS 2021/22 (Lesefassung)

Prüfungsordnung Master (BK) - Studienbeginn ab SS 2021
(nur nach Abschluss des Bachelorstudiengangs nach der PO vom 05.06.2018)

Prüfungsordnung Master (BK) vom WS 2018/19 (Lesefassung)
(Studienbeginn vor SS 2021 oder Abschluss nach Bachelor PO vom 14.12.2011)


Zulassungsordnung zum Master of Education

Info Master of Education GymGe Physik der Zentralen Studienberatung (ZSB)

Info Master of Education BK Physik der Zentralen Studienberatung (ZSB)

Informationen zu den Praxisphasen auf den Seiten des Zentrums für Lehrerbildung


Archiv mit alten Prüfungsordnungen