ActSustainably


Wie gelangen wir vom Wissen über den Rückgang der Biodiversität hin zu einem systemischen Wandel?
Um dem globalen Rückgang der Biodiversität entgegenzuwirken, sucht das internationale Forschungsprojekt ActSustainably nach den wirksamsten Hebelpunkten („leverage points“) für einen gesellschaftlichen und institutionellen Wandel hin zu nachhaltigerem Handeln.
Eurasische Grasländer
Die eurasischen Grasländer gehören zu den größten terrestrischen Ökosystemen der Erde, sind jedoch durch Industrialisierung, die Ausweitung der Landwirtschaft und politische Veränderungen massiv bedroht. In exemplarischen Forschungsgebieten in Österreich/Südtirol, Dänemark, Ungarn und Kasachstan werden die komplexen Ursachen des Biodiversitätsverlusts sowie die zugrunde liegenden Governance-Dynamiken untersucht.
Interdisziplinärer Ansatz
ActSustainably verfolgt einen interdisziplinären Ansatz und vereint Erkenntnisse aus der Sozialanthropologie, den Wirtschaftswissenschaften, der Landschaftsplanung, der Ökologie, der Ökosystemforschung und der Fernerkundung. Diese Integration, kombiniert mit systemischem Denken sowie qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden, ermöglicht es uns zu verstehen, wie Institutionen, soziale Normen und vielfältige Wertvorstellungen zu einer nachhaltigen Zukunft der eurasischen Grasländer beitragen können.
Strategische Module
Das Projekt ist in vier strategische Arbeitspakete unterteilt:
WP1: Analyse historischer und aktueller Landnutzungstreiber und deren Auswirkungen auf die Biodiversität.
WP2: Untersuchung formaler Governance-Strukturen und institutioneller Rahmenbedingungen.
WP3: Erforschung informeller sozialer Normen und öffentlicher Werte, die das Ressourcenmanagement beeinflussen.
WP4: Synthese der Ergebnisse zur Entwicklung umsetzbarer, biodiversitätsfördernder Transformationspfade.
Das erste Arbeitspaket (WP1) wird gemeinsam von der Universität Münster und der Universität Kopenhagen geleitet.
Projektlaufzeit: 01.03.2026 - 28.02.2029
Netzwerk Koordination
Katharina Gugerell , Department für Landschaft, Wasser und Infrastruktur, Institut für Landschaftsplanung, BOKU University, Wien, Österreich
Netzwerk Partner:
BOKU University, Department für Landschaft, Wasser und Infrastruktur, Institut für Landschaftsplanung, Wien, Österreich
Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), Life Sciences und Facility Management, Institut für Umwelt und Naturliche Ressourcen, Wädenswil, Schweiz
Aarhus University, Department of Environmental Science, Aarhus, Dänemark
Universität Zürich, Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft, Zürich, Schweiz
HUN-REN Centre for Ecological Research, Institute of Ecology and Botany, Budapest, Hungary
Nazarbayev University, Graduate School of Public Policy, Astana, Kazakhstan
Universität Münster, Institut für Landschaftsökologie, Arbeitsgruppe Biodiversitäts und Ökosystemforschung, Münster, Deutschland
Finanzielle Förderung:

