Aktuelles

Spielräume der Musiktherapie

Rosemarie Tüpker (Hg.)   

Wie kann Musiktherapie dazu beitragen, Spielräume zu schaffen und zu bewahren? Wie kann sie sich mit ihren spezifischen Spielmöglichkeiten beteiligen an der Behandlung seelischen Leids und an der Gestaltung des Miteinanders in Krisen, Krankheiten und schwer zu tragenden Erfahrungen? Die Beiträge dieses Buches bewegen diese Fragen vor dem Hintergrund unterschiedlicher Praxiserfahrungen: der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, mit Erwachsenen in Psychosomatik und Psychiatrie, in der Arbeit mit Paaren, mit alten, behinderten und sterbenden Menschen. Dabei kommen unterschiedliche musiktherapeutische Methoden und verschiedene tiefenpsychologische Konzepte zu Wort. Ergänzend enthält der Band einen Rückblick auf die Studiengänge Musiktherapie an der Universität Münster.
 
Beiträge von Thomas Adam, Susanne Bauer, Katharina Nowack, Erika Menebröcker & Anne-Katrin Jordan, Barbara Keller, Martin Lenz, Ruth Liesert, Sandra Lutz Hochreutener Oliver Paul, Heike Plitt, Sabine Rachl, Bernd Reichert, Oliver Schöndube, Eva Terbuyken-Röhm und Rosemarie Tüpker

Reichert-Verlag Wiesbaden 2019, 24,90
Weitere Infos


Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der anderen Künstlerischen Therapie ist Februar 2020 erschienen:

Teilnehmende Beobachtung in Kunst und Therapie

Reihe: Wissenschaftliche Grundlagen der Künstlerischen Therapien, Band 8
herausgegeben von Harald Gruber, Peter Sinapius, Gabriele Schmid, Rosemarie Tüpker
ISBN: 9783750282575


Durch Musik zur Sprache

Für den 5.  Zertifikatslehrgangs  "Durch Musik zur Sprache" sind keine Anmeldungen mehr möglich.  Eine Voranmeldung für den Kurs 6 ist ab 1. März 202 möglich. Interessierte wenden sich bitte an  Frau Kerger  ( 0251/83-21707) von der WWU-Weiterbildung. 


Alumni

Für ehemaligen Studierenden, Lehrenden und FreundInnen der Musiktherapie Münster wurde eine Mailadresse geschaffen, durch die der Kontakt untereinander aufrecht erhalten werden kann. Wer sich daran beteiligen möchte, schreibe dies bitte an: Musiktherapie-Muenster@gmx.de

Der so entstehende Mailverteiler  versteht sich als Netzwerk für den wechselseitigen Kontakt.


Promotionsstudiengang Musiktherapie. Dr. phil.

Doktorandenkolloquium

Freitag. 24. Juli bis Samstag 25. Juli 2020 online per ZOOM-

Sprechstunde

Prof. Dr. R. Tüpker, nach Absprache, derzeit telefonisch oder über ZOOM
Bitte anmelden

In den Masterstudiengang 'Klinische Musiktherapie' wurden seit dem Wintersemester 2015/2016 keine Studierenden mehr eingeschrieben. Dieser Studiengang ist eingestellt. Selbstverständlich können alle Studierenden, die sich derzeit im Masterprogramm befinden, ihr Studium ordnungsgemäß abschließen und den Grad eines 'Master of Arts Klinische Musiktherapie' erwerben.

Eine Einschreibung zum Promotionsstudiengang Musiktherpie war letztmalig zum SS 2018 möglich.


Wo ist denn .... geblieben ?

Es gibt oben eine neue Abteilung Archiv. Dort werden nach und nach Unterlagen und Dokumente eingestellt.

Die Prüfungensunterlagen und Akten aus der Zeit des Diplomstudiengangs Musiktherapie und des Master Klinische Musiktherapie wurden dem Universitätsarchiv  übergeben.

Für Interessierte am Thema Musiktherapie in der Schule gibt es jetzt endlich eine Ansprechpartnerin: Frau Dr. Anne-Kathrin Jordan. Damit lässt sich die Idee eines Netzwerkes  vielleicht umsetzen. Melden Sie sich dort, wenn Sie sich gerne daran beteiligen möchten.

Neuerscheinungen aus dem Institut

Katharina Nowack: Mit offenen Ohren. Wahrnehmung und Gestaltung auditiver Milieus in Einrichtungen für Menschen mit Demenz
Diese Dissertation geht den Fragen nach, wie sich das auditive Milieu auf drei Wohnbereichen für Menschen mit Demenz gestaltet, wie es positiv umgestaltet werden kann und welche Auswirkungen dies für Bewohner und Mitarbeiter hat. Vor einem theoretischen Hintergrund u.a. der psychologischen Morphologie nach Wilhelm Salber und dem auditiven Milieu nach Jan Sonntag fand in einem Prä-Post-Design eine Mixed-Methods-Untersuchung statt, bestehend aus Lautstärke- und Nachhallzeitmessungen, Klangprotokoll- und Fragebogenerhebungen der Mitarbeiter, Dementia-Care-Mapping-Beobachtungen der Bewohner mit Demenz sowie Untersuchungen der Atmosphäre durch Atmosphärenbeschreibungen. Es zeigte sich, dass die Bewohner äußerst differenziert auf Lautstärke und Klänge reagierten und dass die Kombination aus Fortbildungen für die Mitarbeiter zur Sensibilisierung, technischen Veränderungen auf den Wohnbereichen und Schalldämpfungsmaßnahmen am effektivsten war, um das auditive Milieu positiv umzugestalten.
Readbox Unipress, Münster 2018. Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster: Reihe XVIII ; Bd. 9
420 Seiten, 29,90 Euro. ISBN 978-3-8405-0187-6
online verfügbar ULB Münster

Timo Hoppert: In verwandelter Gestalt. Schamanische Zeremonie und musiktherapeutische Heilkunst am Beispiel der Gongtherapie
Die Dissertation behandelt im ersten Abschnitt (Theorie und Praxis) die Grundlagen des Einsatzes von außergewöhnlichen Bewusstseinszuständen (ABZ) in der Psychotherapie. Hierbei findet eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Bedeutung und dem Gebrauch von ABZ in der Musikpsychotherapie statt, die als kulturhistorisches Äquivalent der Gegenwart zur traditionellen schamanischen Zeremonie gelten kann. Dies wird anhand einer vergleichenden Untersuchung zwischen einer exemplarischen schamanischen Zeremonie und der Gongtherapie verdeutlicht. Im zweiten Abschnitt (Forschung) werden mehrwöchige klinische Fallverläufe der Gongtherapie untersucht und psychologisch rekonstruiert. Ein zweiter Untersuchungsschritt dient dazu, zusätzlich zu den fünf methodisch operationalisierten Längsschnittuntersuchungen die Gemeinsamkeiten der Patientenerfahrungen im Querschnitt zu erläutern. Dadurch konnte ein überindividuelles Wirkgefüge der Gongtherapie aufgedeckt und mit vielfältigen Beispielen exemplifiziert werden.
Readbox Unipress. Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster: Reihe XVIII ; Bd. 7., Münster 2018
450 Seiten, 38,20 €. ISBN 978-3-8405-0181-4
Online verfügbar ULB Münster

Ruth Liesert: Vom Symptom zum Gefühl. Guided Imagery and Music für stationäre Psychosomatik
Ausgangspunkt dieser Dissertation ist ein Überblick über Entstehung und Verbreitung der Psychotherapiemethode GIM (Guided Imagery and Music), die für die Selbsterfahrung psychisch gesunder Menschen gedacht ist. Ausführlich werden die einzelnen Elemente einer GIM-Stunde mit ihren verschiedenen praxeologischen Aspekten beleuchtet. In einem Mittelteil wird eine von der Autorin entwickelte Modifikation „GIM für stationäre Psychosomatik“ und ihr klinisches Umfeld vorgestellt. Diese Modifikation unterstützt die Patienten darin, positive und negative Affekte wahrzunehmen und zu bewältigen. Eine abschließende qualitative Studie geht anhand von vier Musiktherapieprozessen der Frage nach, ob GIM für stationäre Psychosomatik die mentalisierte Affektivität von Patienten verbessern kann. Mit Überlegungen zu Wechselwirkungen von GIM für stationäre Psychosomatik und Bindungserleben sowie der Fähigkeit der mentalisierten Affektivität wird die Wirksamkeit der Methode erklärt.
Readbox Unipress. Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster: Reihe XVIII ; Bd. 6. , Münster 2018
777 Seiten, 49,90 €. ISBN 978-3-8405-0179-1
Online verfügbar ULB Münster

Rosemarie Tüpker, Harald Gruber (Hrsg:) Spezifisches und Unspezifisches in den Künstlerischen Therapien. (Wissenschaftliche Grundlagen der Künstlerischen Therapien, Band 6)
Künstlerisch-therapeutische Prozesse zeichnen sich durch ihre Nicht-Planbarkeit und Offenheit aus. Sie beziehen sich auf den einzelnen Menschen und seine Ressourcen. In den Künstlerischen Therapien sind es oft individuelle Konstellationen, besondere Momente in der therapeutischen Beziehung wie in der Begegnung mit den künstlerischen Medien, die Veränderungen in Gang setzen können. Dies stellt die Forschung vor besondere Herausforderungen und lässt sich mit standardisierten Studiendesigns kaum erfassen.
In den Beiträgen dieses Buches steht der Diskurs zum Spezifischen und Unspezifischen in den Künstlerischen Therapien und ihrer Erforschung im Mittelpunkt. Der Frage nach der Besonderheit der Künstlerischen Therapien und den Möglichkeiten ihrer wissenschaftlichen Erfassung wird aus theoretischen, empirischen und fallbezogenen Perspektiven nachgegangen, ohne dass der Anspruch auf Vollständigkeit erhoben wird.
Das Buch möchte anregen, sich den aktuell geführten Diskussionen zu stellen und zugleich zu prüfen, welche Rahmenbedingungen und Methoden für dieses Feld angemessen und geeignet sind. Es ist gegliedert in einen Teil allgemeiner theoretischer Reflexionen und in einen Teil mit Beispielen aus der kunsttherapeutischen und musiktherapeutischen Praxis.
Mit Beiträgen von Michael Ganß, Harald Gruber, Alexandra Hopf, Sabine Koch und Lily Martin, Christoph Kolb, Jürgen Kriz, Heike Plitt und Rosemarie Tüpker.
Schlagworte: Kunsttherapie, Künstlerische Therapien, Musiktherapie, Psychotherapieforschung, Kunsttherapieforschung
HPP University Press, Hamburg, Potsdam, Berlin 2017
Seiten, 24 €  ISBN: 978-3-7450-8826-7


Thomas Adam: Singende Trommeln. Musiktherapie im Altenwohnheim
Ausgangspunkt der Arbeit ist ein dreimonatiges Projekt, bei dem die freie Gruppenimprovisation auf Rhythmusinstrumenten im Altenwohnheim erprobt wurde. Das Buch beinhaltet sowohl den detaillierten Verlauf des Projekts als auch die theoretischen Grundlagen, die zu einem besseren Verständnis desselbigen beitragen. Hierzu gehört ein Überblick über die Besonderheiten der Rahmentrommel als zentrales Instrument, die Bedeutung des Musizierens im Altenwohnheim, insbesondere unter Berücksichtigung der rhythmischen Komponente sowie grundlegende Beobachtungen und Überlegungen, die darauf abzielen, den Einfluss eines wechselseitigen Resonanzgeschehens in der therapeutischen Arbeit mit älteren Menschen herauszuarbeiten.Dr. Ludwig 2016: Reichert Verlag, Wiesbaden 2016
96 Seiten, 19,80 €  ISBN: 978-3-954-90185-2


Christof Kolb: Die Kultivierung der Klangproduktion am Beispiel der Ensemblestücke in der Musiktherapie. Darstellung einer Kurzbehandlung aus dem Bereich der psychosomatischen Rehabilitation. 

Diese Studie sucht nach der Verwandlungsrichtung (Kultivierung), die sich innerhalb einer Gruppenstunde in der Behandlung der gemeinsamen Klangproduktion eines Laienensembles in der psychosomatischen Rehabilitation vollzieht. Das spontane und regellose Spiel birgt ursprüngliche Züge in sich. Der Schatz dieser einfachen Handlungen wird geborgen durch ihre schrittweise sprachliche Rekonstruktion. Die Wirkungsanalyse dieser Produktionen gelingt, indem die Phänomene sich aus sich selbst heraus verstehen und erklären (Immanenz). Die in elf Fallbeispielen herausgehobenen seelischen Formenbildungen lassen sich in sechs Übergangsstrukturen typisieren. Dadurch nimmt diese Morphologie Abstand vom Krankheitsbegriff und akzentuiert eine kunstanaloge Behandlung seelischer Störungen. Die Praxis dieser Musiktherapie unterscheidet sich von deren adjuvantischen Zuordnungen in der stationären Psychosomatik. Paradoxerweise gelingt es sie dadurch erfolgreich im institutionellen Zusammenhang zu verorten.

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe XVIII, Band 5. Verlag MV Wissenschaft, Münster 2016
434 Seiten, 24,80 €, ISBN 978-3-840-50146-3
Online verfügbar ULB Uni-Münster


Neu im Bestellservice: Dort finden Sie auch die abstracts dieser Arbeiten

  • Anja Chlebowitz (2017): Momente der Stille in der Musiktherapie
  • Hüttig, Maria (2017): Gehört werden. Der Nutzen der Musiktherapie innerhalb eines heilpädagogischen Horts.
  • Thießen, Rahel (2017):  „Musik kann viele Gefühle!“ - Über das Erleben und Verbalisieren von Emotionen im Rahmen musikimaginativer Methoden bei einem Jugendlichen mit Autismus-Spektrum-Störung.
  • Jens Zernott (2017): "Ganz schon still, wenn Ende ist". Begleitete zur Stille bei Menschen mit Demenz.
  • Dr. Susann Kobus (2017): Musik verbindet. Familienzentrierte Musiktherapie in der Neonatologie.
  • Pilipp Steinke: Bist Du stumm oder bin ich taub? Begegnung und Interaktion mit schwer mehrfach behinderten Erwachsenen in der Musiktherapie. (2016)
  • Ruth Cröpelin: Spielen dürfen. Musiktherapie mit einem vierjährigen Mädchen auf einer onkologischen Station. (2016)
  • Alina Janine Slegers: Singen und Resilienz. Eine psychologische Untersuchung. (2016)
  • Johanna Espeter: Musiktherapie in Grundschule und Musikschule – zur Notwendigkeit therapeutischer Angebote und eine Einzelfallbeschreibung. (2016)
  • Vera Weinbrenner: Den Spielraum erweitern – Instrumente in der aktiven Musiktherapie für Menschen mit schweren Behinderungen (2016). (Im Anhang: Konstruktionen von Karen Thoms)
  • Heike Katharina Maria Hund: Elternarbeit in der Musiktherapie. (2016)
  • Gustav von Blanckenburg: „Ein Farbklecks im Klinikalltag“ .(2016)