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Schriften in alphabetischer Reihenfolge

Aepkers, Frank (Diploamarbeit 2003)       
Mit Deinen Augen – Musiktherapie mit blinden Kindern und Jugendlichen

Ein Großteil blinder Kinder und Jugendlicher weist zum Teil erhebliche Entwicklungsverzögerungen auf. Insbesondere bei von Geburt an blinden Menschen ist die Wahrnehmung des Selbst als Basis für die Kontakt- und Beziehungsfähigkeit durch den Ausfall der Sinnesmodalität des Sehens in vielen Fällen eingeschränkt.
Ziel dieser Arbeit ist es, die individuellen Entwicklungsunterschiede blinder Kinder und Jugendlicher darzustellen und anhand dieser Erkenntnisse die jeweiligen Möglichkeiten einer musiktherapeutischen Behandlung zu erörtern. Auf der Grundlage entwicklungs­psychologischer Erkenntnisse werden mittels der von Karin Schumacher entwickelten Skala zur Einschätzung der Beziehungsqualität die praktischen Erfahrungen in der Arbeit mit insgesamt 9 blinden Kindern und Jugendlichen dokumentiert und reflektiert.
2005 Ausschnitt veröffentlicht in: Musiktherapie in der Schule, hg. Tüpker, Hippel, Laabs. Reichert Verlag
2008 in Buchform beim VDM Verlag
   
Asshauer, Barbara (Diplomarbeit 1996)    
Die therapeutische Beziehung zwischen Distanz und Nähe – dargestellt an Beispielen aus der Musiktherapie

Die Autorin geht der Frage nach, ob es in der therapeutischen Beziehung eine für die Entwicklung der Behandlung optimale „Mitte zwischen Distanz und Nähe“ gibt. Dazu werden im theoretischen Teil die wesentlichen Grundkonzepte der Psychoanalyse untersucht (Übertragung, Gegenübertragung, Widerstand, Deutung, Abstinenz, ...). Im zweiten empirischen Teil werden zwei Behandlungen mit Patientinnen einer psychosomatischen Klinik dargestellt und auf die Fragestellung hin untersucht.
 
Bilecen, Alexandra (Diplomarbeit 2001)     
Zum Leiden von Kindern im Krankenhaus - Auf der Suche nach der Indikation der Musiktherapie
Jedes Kind leidet anders in der Krisensituation Krankenhaus und benötigt individuelle Hilfe. Gemeinsam erleben alle Kinder, daß sie durch die Krankheit und den Krankenhausaufenthalt ein Stüch ihres bisherigen Lebens loslassen und ggf. betrauern müssen. In einer fremden Welt, die ihren Bedürfnissen wenig entspricht, erleben sie die Bedrohung ihrer körperlichen und psychischen Integrität. Die Musiktherapie bietet in dieser Situation in Form von Begleitung und Behandlung dem Kind Orientierungs-, Verarbeitungs- und Stabilisierungsmöglichkeiten. Das Kind kann sich in der Musiktherapie spielerisch von seinen vielfältigen Ängsten befreien. Der drohenden Isolation durch die Tabuisierung und Stigmatisierung von Krankheit und Tod kann der Musiktherapeut durch kommunikationsfördernde Interventionen entgegenwirken.
 
Diersen, Marita  (Diplomarbeit 2002)   
„... und dann löst die Musik ja auch was aus ...“
Darstellung einer Gruppenmusiktherapie unter morphologischen Aspekten
.
In einer kurzen theoretischen Einführung werden die wichtigsten Aspekte der morphologischen Psychologie, der morphologischen Musiktherapie und einige Überlegungen zur Gruppenpsychotherapie beschrieben. Im Zentrum dieser Arbeit steht die Darstellung eines achtwöchigen Gruppenmusiktherapieverlaufs in einer Klinik für Psychotherapie. Anhand der morphologischen Systematik der vier Behandlungsschritte wird der ´Weg´ der Gruppe unter der These „.. und dann löst die Musik ja auch was aus ...“ nachgezeichnet und rekonstruiert. Ein Materialband liefert die Protokolle der Stunden sowie den Fragebogen und die Antworten der Karamnese.
 
Dirks, Sr. Maria M.  (Diplomarbeit 1997)    
Gegenübertragung als hilfreiches Konzept in der Musiktherapie
Im ersten Teil geht es zunächst um das Verständnis von Übertragung und Gegenübertragung in der Psychoanalyse Sigmund Freuds und in der Analytischen Psychologie C.G. Jungs. Die Wandlung und Erweiterung des Übertragungs- bzw. Gegenübertragungsbegriffes wird erläutert an den Konzepten von Anna Freud, Melanie Klein und Heinrich Racker (Objektbeziehungstheorien), Michael Balint und Donald W. Winnicott (zwischen Objektbeziehungstheorien und Selbstpsychologie) und Heinz Kohut (Selbstpsychologie). Auf Parallelen in den Konzepten von Psychoanalyse und Analytischen Psychologie wird immer wieder hingewiesen. Im zweiten Teil wird deutlich, daß in der musiktherapeutischen Improvisation die unbewußten Bereiche er beteiligten Partner miteinander kommunizieren, daß ein Austausch an Emotionen stattfindet, bei dem die Musik als „hilfreicher Dritter“ beteiligt ist. Dies wird in drei ausführlichen Fallstudien konkretisiert. Wesentlich ist auch die Reflexion über Voraussetzungen, die Gegenübertragungen wahrzunehmen und über Kontrollmöglichkeiten, um das Erfahrene ein Stück objektivierbar zu machen.   
 
Douchi, Naoko (Diplomarbeit 2006)   
Zum musiktherapeutischen Praktikum
Was ist die Rolle des Mentors und des Praktikanten im musiktherapeutischen Praktikum? Was erwarten die Mentoren von Praktikanten?Um o.g. Frage zu beantworten, wurde eine schriftliche Befragung (Fragebogen) durchgeführt. Insgesamt beteiligten sich 13 Mentoren und 15 Praktikantinnen an der  Untersuchung. In dieser Arbeit wurden die Ergebnisse qualitativ ausgewertet und dargestellt. Die Rolle des Mentors und des Praktikanten bei dem musiktherapeutischen Praktikum wurde herausgestellt.
 
Drewer, Martin, DR.  (Diplomarbeit 1998)   
Gestalt – Ästhetik – Musiktherapie.  
Argumente zur wissenschaftlichen Grundlegung von Musiktherapie als Psychotherapie

Diese Arbeit setzt sich mit wesentlichen Ansätzen zur Bedeutung sinnlich-ästhetischer Wahrnehmung und künstlerischer Produktion auseinander (u.a. Gestaltpsychologie, Psychoanalyse, konstruktivistische und systemische Ansätze, Morphologie). Der Autor zeigt, daß eine konsequente Reflexion aktueller aturwissenschaftlicher  Konzepte (u.a. Chaostheorie, Selbstorganisation, Synergetik) zu einer nachhaltigen Umorientierung im Bereich der Psychotherapieforschung führen müßte. Auf dieser Grundlage werden zum einen Berührungspunkte der wissenschaftlichen Fundierung der Integrativen und Morphologischen Musiktherapie herausgearbeitet. Zum anderen werden die allgemeinen Gründe für die Notwendigkeit therapeutischer Arbeit mit den Künsten aufgezeigt, durch die der Diskurs um die Wissenschaftlichkeit kunsttherapeutischer Verfahren durch erkenntnistheoretische Grundlagen bereichert wird.
2000 in Buchform beim Lit-Verlag (vergriffen)

Esch, Anke (2007)
Konzeptentwicklung einer Musiktherapie mit depressiven Älteren
In dem Forschungsprojekt zur Musiktherapie mit depressiven Älteren wird eine Beobachtungsphase der aktuellen gruppenpsychotherapeutischen Arbeit ausgewertet. Es kristallisieren sich folgende Aspekte heraus: Verhalten, Erleben, Gestaltungskompetenz, sowie weiterführende Anknüpfungspunkte. Sie zeigen, wie Begebenheiten im Verlauf Bedeutung bekommen und geben Hinweise auf Entwicklungsaspekte dieser musiktherapeutischen Behandlung.
Keywords: Musiktherapie mit depressiven Älteren, musiktherapeutische Gruppenarbeit, Depression im Alter, lebensgeschichtlich Bedeutungszusammenhänge, musiktherapeutisches Behandlungskonzept für depressiven Ältere.
*Morphologischer Forschungsbericht, Rendsburg* 
 
Erhardt, verh. Klären, Cornelia (Diplomarbeit 2003)    
Hunger nach Weniger.
Vergleichende Untersuchung musiktherapeutischer Erstimprovisationen magersüchtiger Patienten

Hunger nach Weniger – ein paradoxer Titel einer Diplomarbeit, die sich mit der Erkrankung Anorexia nervosa beschäftigt, die ihrerseits Paradoxes enthält. Die Magersucht kann einerseits als eine öffentliche Krankheit betrachtet werden, da das geringe Gewicht meist deutlich auffällt. Dennoch scheinen viele Aspekte der Erkrankung noch nicht vollständig geklärt zu sein. In dieser Arbeit wird mithilfe einer morphologischen Untersuchungsmethode untersucht, ob sich Ähnlichkeiten in musiktherapeutischen Erstimprovisationen. Als Grundlage werden zunächst das Krankheitsbild aus medizinischer Sicht sowie verschiedene Erklärungsansätze dargestellt. Es schließt sich ein Überblick über die Möglichkeiten der musiktherapeutischen Behandlung an. Im letzten Teil der Arbeit erfolgen Darstellung und Diskussion der Untersuchungsergebnisse. Es konnte gezeigt werden, dass ein Zusammenhang zwischen musikalischen Ausdruck und der Erkrankung besteht.  
 
Giesbertz, Anja (Diplomarbeit 2001)    
„Wenn wir dann nach Hause gehen, dann singen wir...“ 
Zum Erleben des Chorsingens – Eine Untersuchung mit Kindern

„Wie erleben 8-11jährige Chorkinder ihr Singen und im Besonderen das gemeinschaftliche Singen im Chor?“ lautet die der Arbeit zu Grunde liegende Kernfrage. Um dieses Erleben mit all seinen Facetten und Potentialen genauer unter die Lupe zu nehmen, wurden mit 53 Chorkindern Interviews durchgeführt, während deren Eltern an einer Fragebogenuntersuchung zur Ergänzung des Interviewmaterials teilnahmen. Die Auswertung und Interpretation der Ergebnisse ist sowohl vor einem pädagogischen als auch therapeutischen Hintergrund zu sehen. Da die Probanden zweier Chorgruppen entstammen, die in etwa nach dem gleichen Konzept arbeiten, ist die Untersuchung zwar nicht repräsentativ, gibt aber Aufschluss über das positive Zusammenwirken eines „elementaren Grundbedürfnisses“, dem Singen, und gemeinschaftsfördernder Gruppenprozesse sowie verschiedener pädagogischer, präventiver und therapeutischer Einflüsse.
 
Grigoryan, Manya (Diplomarbeit 2005)   
Zusammenspiel von Klang und Wort. Eine Gegenüberstellung von Improvisation und Gespräch im Musiktherapieprozess
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Vergleich der Improvisation bzw. der Musik innerhalb des Musiktherapieprozesses. Wie funktionieren die Musik- und Sprachmedien während des Therapieprozesses? Wie ist die Wechselwirkung zwischen diesen beiden Ausdrucksmedien? Inwiefern können sie sich wechselseitig unterstützen? Wie entsteht die Interaktion im verbalen und musikalisch nonverbalen Wechselspiel? An diese Fragen anknüpfend, wird es sich vor den im Mittelpunkt der Arbeit stehenden dreier klinischer Fälle zunächst mit theoretischen Grundlagen von Sprache und Musik beschäftigt. Alle drei Fallbeispiele schildern die Vielfältigkeit der verbalen und musikalischen Ausdrucks- und Interaktionsmöglichkeiten, die innerhalb des Musiktherapieprozesses stattfinden. Die Gegenüberstellungen der Gespräche und Improvisationen schildern hier eine erstaunliche Vielfältigkeit dieser zwei Hauptkomponenten des Therapieprozesses. Im Blickpunkt der Überlegungen zeigt sich das jeweils unterschiedliche Verhältnis der beiden Kommunikationsmittel. 
 
Gries, Daniela (Diplomarbeit 2003)    
Auch Kind sein dürfen  - Musiktherapie als Lebenshilfe für Kinder psychisch kranker Eltern
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Situation der Kinder psychisch kranker Eltern. Es werden die Theorien von Donald Wood Winnicott und John Bowlby in Hinblick auf die Mutter-Kind-Beziehung untersucht. Des Weiteren findet sich eine Darstellung der Situation der Kinder, im Besonderen die Belastung und deren Folgen. Im Hinblick auf die musiktherapeutische Arbeit mit den Kindern wird die Bedeutung des Spiels, sowohl entwicklungspsychologisch als auch musiktherapeutisch beschrieben. Die praktische Bedeutung der Musiktherapie zeigt sich anhand von Falldarstellungen, die im Rahmen der Arbeit innerhalb des Projektes „Kolibri“ an der Westfälischen Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie in Lengerich durchgeführt wurden. An die Diplomarbeit schließen sich Maßnahmen im Hinblick auf die präventive Arbeit mit Kindern psychisch kranker Eltern an.  
 
Grünberg, Ramona   (Diplomarbeit 2005)       
 „Hast du mich wach gesungen?“
Exemplarische Darstellung einer Gruppenmusiktherapie im Altenheim unter Berücksichtigung ihrer Anwendungsmöglichkeiten und Grenzen
.
In der vorliegenden Diplomarbeit soll, unter Berücksichtigung theoretischer Ausführungen zur Sozialpsychologie und der Gruppenpsychotherapie, untersucht werden, welche gruppendynamischen Prozesse in der musiktherapeutischen Fallgruppe im Altenheim stattfinden, und ob es sich dabei um eine Gruppenpsychotherapie handelt. Dabei werden zunächst die drei Instanzen Patient, Therapeut und Musiktherapie und ihre Beeinflussung durch das musiktherapeutische Setting und die Institution untersucht. Zum besseren Verständnis der besonderen Situation des alten Menschen im Altenheim werden die drei Krankheitsbilder Demenz, Depression und Altersschwerhörigkeit und mögliche therapeutische Interventionen erläutert und zusammengefasst. 
 
Güting, Astrid (Diplomarbeit 2005)     
Musik in der Trauerarbeit
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche Rolle Musik für die Verarbeitung von Verlusterlebnissen spielen kann, wobei die Trauer Erwachsener im Mittelpunkt steht. Der theoretische Teil setzt sich mit verschiedenen Sichtweisen der Trauer und Modellen des Trauerverlaufs auseinander. Außerdem werden Grundlagen der Trauerbegleitung vorgestellt und diskutiert, welche Möglichkeiten Musiktherapie für dieses Arbeitsfeld bietet.
Im praktischen Teil der Arbeit wird eine von der Autorin durchgeführte Befragung von betroffenen Menschen zum Umgang mit Musik während der Zeit der Trauer präsentiert. Aus den Ergebnissen werden Rückschlüsse auf die Einsatzmöglichkeiten von Musik in der Trauerbegleitung gezogen. Als konkretes Beispiel für eine musiktherapeutische Trauerbegleitung folgt die Beschreibung des Verlaufs einer musiktherapeutischen Trauergruppe. 

Haase, Julia (Diplomarbeit 2008)
Musiktherapie und Sonderpädagogik – ein Vergleich ausgewählter Aspekte
Diese Arbeit beschäftigt sich mit einem Vergleich von Musiktherapie und Sonderpädagogik. Ziel ist es die Gemeinsamkeiten der beiden Disziplinen herauszustellen und damit die Möglichkeit der Integration psychotherapeutisch orientierter Musiktherapie in die Sonderschule zu bestärken. Es werden die Aspekte Menschenbild bzw. Sichtweise von Behinderung und Krankheit, Therapiebegriff, Zielgruppe – Indikation – Behandlungsauftrag, Arbeitsweise bzw. Methodik, Rolle des Therapeuten und des Lehrers und Ziele jeweils für die Musiktherapie und die Sonderpädagogik dargestellt und anschließend verglichen. Um einen Bezug zur aktuellen Situation herzustellen wird die Arbeit durch zwei Interviews mit Musiktherapeuten an Sonderschulen ergänzt. Des Weiteren enthält sie einen Entwurf eines Informationsblattes zur Musiktherapie für Sonderpädagogen.
   
Hippel, Natatalie (Diplomarbeit 2002)      
Die Suche hinter der Sucht – Vergleichende psychologische Untersuchung der musikalischen Erstimprovisationen von Drogenabhängigen
Nach einigen einleitenden Gedanken und Überlegungen zum Thema geht es im ersten Kapitel um die Phänomene Rausch und Sucht im kulturellen Kontext. Neben einer kurzen Erläuterung einiger Begriffe, die ebenfalls veränderte Bewußtseinszustände beschreiben, wird die enge Verbindung zwischen der Menschheit und Drogen aufgezeigt. Dabei soll ein Blick in die Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts verdeutlichen, wie stark die Sehnsucht vieler Schriftsteller war, ihre Schaffenskraft mit Hilfe von Rauschmitteln zu steigern. Im zweiten Kapitel werden einige Theorien zur Erklärung von Suchtverhalten aus der psychoanalytischen Sichtweise dargelegt. Neben den frühen psychoanalytischen Ansätzen werden ich- und strukturpsychologische, selbstpsychologische und objektpsychologische Sichtweisen der Sucht dargestellt. Die zwanghafte Dimension des Drogenkonsums in seiner Psychodynamik wird anhand der Theorie von Wurmser  aufgezeigt. Das dritte Kapitel hinterfragt die enge Verbindung von Musik und Drogen. Kapitel vier widmet sich der Musiktherapie bei Suchterkrankten. Dabei wird die Frage nach der Rolle des Musiktherapeuten und der Frage nach der Indikation oder Kontraindikation von Musiktherapie bei Süchtigen nachgegangen. Das fünfte Kapitel umfasst die Untersuchung und den Vergleich von vier Erstimprovisationen von Drogenabhängigen. Die zugrundeliegende Bezugswissenschaft ist die Morphologische Psychologie (Salber), als Untersuchungsverfahren dient das Verfahren der ‚Beschreibung und Rekonstruktion (Tüpker). Am Ende des Kapitels werden die seelischen Konstruktionen miteinander verglichen. In dem letzten Kapitel wird das Thema „Die Sucht hinter der Sucht“ wieder aufgegriffen, indem noch einmal der seelischen Suchbewegung in und hinter der Sucht nachgegangen wird.  
 
Hoffmeier, Anette (Diplomarbeit 2005)    
Musiktherapie in der Frühförderung
Die Arbeit befasst sich zunächst mit der Frühförderung im Allgemeinen, bevor sie sich dem Bereich der Musiktherapie in der Frühförderung zuwendet. Hier wird der Einsatz von Musik in der einschlägigen Literatur zur Frühförderung erörtert. Daran schließt sich eine ausführliche Darstellung und Einordnung der musikalischen Fachliteratur aus dem Bereich der Frühförderung an. Angaben zum Einsatz von Instrumenten und der Stimme runden diesen Teil ab.Im Praxisteil, der eine eineinhalbjährige Musiktherapie mit einem erheblich entwicklungsgestörten Kind mit schwerer zerebraler Mehrfachbehinderung beschreibt und reflektiert, wird zunächst das Kontaktebenen-Modell von Anne Steen Møller, ein Modell zur Darstellung musiktherapeutischer Prozesse in der Arbeit mit stark entwicklungsgestörten Patienten, vorgestellt, auf das innerhalb der sich daran anschließenden Beschreibung des Fallbeispiels Bezug genommen wird.  

Hülsmann, Monika  (Diplomarbeit 2002)    
Vergleichende Untersuchung von zwei morphologischen Beschreibungsverfahren
In der Diplomarbeit werden zwei morphologische Beschreibungsverfahren der Musiktherapie vergleichend untersucht, zum einen das Untersuchungsverfahren der ‚Beschreibung und Rekonstruktion’ nach Tüpker, zum anderen die Systematik des ‚Vier-Versionen-Modells’ in Anwendung auf Gruppenmusiktherapie nach Grootaers. Es werden die Grundzüge der Morphologischen Musiktherapie aufgezeigt, schwerpunktmäßig die diagnostische Untersuchungsmethodik anhand der beiden Beschreibungsverfahren. Die nach diesen Verfahren erhobenen Beschreibungstexte werden mit Hilfe von Vergleichskriterien qualitativ und quantitativ analysiert, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszustellen.  
 
Iristay, Kerstin (Diplomarbeit 2005)     
„Eine Handvoll Leben“ – Musiktherapie mit Frühgeborenen
Bei einer Frühgeburt werden Mutter und Kind zur Unzeit voneinander getrennt. Zu früh verliert das Kind alles an Vertrautem, nicht zuletzt die akustische intrauterine Umgebung, die für seine Entwicklung ein große Bedeutung innehat. Durch die Behandlung eines Musiktherapeuten können Klänge an das Frühgeborene herangetragen werden, die die fehlende intrauterine Stimulation ein Stück weit kompensieren, die dem Kind Geborgenheit und Sicherheit vermitteln, die seinen physiologischen Zustand regulieren und seine Hirnreifung positiv beeinflussen. Das Einbeziehen der Mutter und ihrer Stimme in die Musiktherapie schafft eine Verbindung zu Bekanntem, da das Kind die Stimme seiner Mutter bereits im Mutterleib hörte. Auf diese Weise kann die Mutter, die angesichts der Frühgeburt selbst sehr belastet ist, im Bindungsaufbau zu ihrem frühgeborenen Kind unterstützt werden.
Diese Diplomarbeit beschreibt neben klinischen, psychologischen und musiktherapeutischen Hintergründen zum Thema Frühgeburt vier Fallbeispiele einer individuell auf jedes Kind abgestimmten musiktherapeutischen Behandlung Frühgeborener und deren Eltern, die sich auf einer neonatologischen Intensivstation über ein halbes Jahr lang erstreckte.
 
Ivanov, Ivan Milushev (Diplomarbeit 2007)   
Alt sein in der Fremde – Musiktherapie mit einer an Demenz erkrankten Iranerin
Die vorliegende Arbeit setzt Alter, Demenz, Institutionalisierung und Fremdheit miteinander in Verbindung. Es wird erläutert, welche psychologischen Auswirkungen Migration nach sich zieht; ein Hauptaugenmerk liegt auf der Migration von Iranern. Anhand einer Fallstudie mit einer an Demenz erkrankten hochaltrigen Iranerin, die einzelmusiktherapeutisch behandelt wird, werden Folgerungen für die Musiktherapie gezogen: Musiktherapie überwindet Fremdheit auf verschiedenen Ebenen – dies umso mehr, je mehr sie individuell und kulturell angepasst ist.
 
Jorden, Juliane  (Diplomarbeit 1997)    
Depressive Erkrankungen und ihre Behandlungsmöglichkeiten in der Musiktherapie
Der erste Teil der Arbeit setzt sich mit der Psychodynamik, Klassifikation und Therapie depressiver Erkrankungen auseinander. Tiefenpsychologische Depressionstheorien - vorwiegend von St. Mentzos, G. Benedetti, S. Arieti und J. Bemporad - werden dargestellt, Gemeinsamkeiten herausgearbeitet und abschließend deren Überlegungen zur Psychotherapie depressiv Erkrankter referiert. Vor diesem Hintergrund werden drei Fallbeispiele der ktiven, psychodynamisch orientierter Musiktherapie - zwei aus der Literatur, eins aus der eigenen Arbeit - ausführlich dargestellt und analysiert, sowie Ergebnisse formuliert. Der letzte Teil stellt Möglichkeiten rezeptiver Musiktherapieformen mit depressiven PatientInnen vor, u.a. Ansätze aus der verhaltenstherapeutischen oder regulativen Musiktherapie. 

Kästner, Dorothea (Diplomarbeit 2009)
"Kindern die Welt erklären" - mit Musik
Morphologische Betrachtungen zur Entwicklungsförderung in einer Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe

Die Arbeit thematisiert Grenzen und Möglichkeiten musiktherapeutischer Arbeit innerhalb der Gegebenheiten des  pädagogisch ausgerichteten Umfelds  eines Kinderheims: Einsatzmöglichkeiten, Wirkungen, die Bandbreite einer Vernetzung von Kunst, speziell Musik, Pädagogik und Therapie. Dabei wird der  parallel zum Studium beginnende  Prozess der  Erweiterung  des Blickwinkels  - der "Gestaltwandel" - der pädagogischen und  musikalischen Arbeit der Autorin hin zu musiktherapeutischen Schwerpunkten  beschrieben und reflektiert. Nach einer Darstellung verschiedener musiktherapeutischer Ansätze, die für die Arbeit in einer Einrichtung der  Kinder-und Jugendhilfe  relevant sind, wird der Fokus auf die Musiktherapie nach dem morphologisch orientierten  Modell gelegt, wie es in der "Forschungsgruppe zur Morphologie und Musiktherapie"  von Weymann, Tüpker, Weber und Grootaers - aufbauend auf die Morphologische Psychologie nach Wilhelm Salber  - entwickelt wurde, da sich diese innerhalb der speziellen Situation "Gestaltkomplex Kinderheim" als besonders praktikabel erwiesen hatte. Im praktischen Teil wird die Umsetzung vor dem  theoretischen Hintergrund der Grundlagen und methodischen Vorgehensweisen innerhalb der Tätigkeit der Autorin über einen Ablauf von ca. zweieinhalb Jahren beschrieben.  Die Grenzen und Möglichkeiten des Balanceaktes zwischen pädagogischem und therapeutischem Denken innerhalb der organisatorischen Rahmenbedingungen eines solchen  Arbeitsfeldes und die hierfür unerlässliche Flexibilität im Rollenverhalten - einer permanenten Verschiebung von Figur und Hintergrund - werden in einen morphologisch-psychologischen Zusammenhang gestellt.
Schlagworte: Gestalt und Verwandlung, Versionen, Gestaltfaktoren, Beschreibung und Rekonstruktion, Vier Behandlungsschritte: Leiden-Können, Methodisch-Werden,  Anders-Werden, Bewerkstelligen
* Diplomarbeit des Studiengangs Musiktherapie der Universität der Künste Berlin*

Kammer, Silke (Diplomarbeit 2005)
Musiktherapie mit einem autistischen Mädchen
In einem Theorieteil wird zunächst das Krankheitsbild des autistischen Syndroms zusammenfassend dargestellt. Im Zusammenhang mit der Ätiologie wird dabei auch auf Erkenntnisse der Entwicklungspsychologie und Ansichten der Psychoanalyse eingegangen. Im anschließenden Praxisteil wird die Musiktherapie mit Martina beschrieben. Der Verlauf der Therapie wird anschließend mit dem EBQ-Instrument nach Schumacheranalysiert. Schließlich erfolgt der Vorschlag einer neuen Auswertung für die EBQ in Form einer Quantifizierung, deren Grundlage die Ratingscales von Nordoff  und Robbins waren. Mit dieser neuen Methode kann der Verlauf der Therapie unter Zuhilfenahme eines Tabellenkalkulationsprogramms (z.B. MS Excel) graphisch dargestellt werden. 
 
Keller, Barbara (Diplomarbeit 2003)               
„ Musik auf Rädern “ - Ambulante Musiktherapie in der häuslichen Alten- und Krankenpflege
Die Arbeit beschreibt in einem theoretischen und einem praktischen Teil, aus welchen Gründen eine ambulante Musiktherapie als ergänzendes Dienstleistungsangebot der häuslichen Alten- und Krankenpflege realisiert werden könnte und sollte. Es wird dargestellt, dass aufgrund der Einengung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs von Seiten des Gesetzgebers die Leistungen der ambulanten Pflegedienste hauptsächlich auf grundpflegerische und hauswirtschaftliche Hilfen begrenzt sind. Für den Bereich der seelischen Pflege wird eine Versorgungslücke festgestellt. Anhand von unterschiedlichen Konzepten verschiedener Musiktherapeuten aus der Arbeit mit alten Menschen und vier eigenen Fallberichten der Autorin aus einer zweimonatigen musiktherapeutischen Arbeit in der ambulanten Pflege wird aufgezeigt, in welcher Weise das Angebot Musiktherapie diese Versorgungslücke zu füllen vermag.
 
Kersting, Carmen  (Diplomarbeit 2002)    
Musik gegen Angst? Musiktherapie bei Patienten mit Ängsten
In dieser Arbeit wird das Phänomen Angst in der Musiktherapie beleuchtet. Zunächst werden aus der musiktherapeutischen Literatur die Wirkungsweisen und die Rolle der Musik im Hinblick auf Angst dargestellt. Einen wichtigen Teil bilden dann die Auswertungen empirischer Untersuchungen. Aus Fragebögen an MusiktherapiestudentInnen entnimmt die Autorin u.a. Antworten zur Rolle der Musik bei Ängsten im Alltag und aus Erfahrungsberichten von Musiktherapeuten Aspekte zum Phänomen und Umgang mit Nagst in der Therapie. Schließlich wird das Bild durch eigene Praktikumserfahrungen vervollständigt. Die Beobachtung einer Gruppenmusiktherapie, an der Patienten mit Angststörungen teilnahmen, führt zu weiteren Kristallisationen bezüglich der Thematik.    

Kilian, Marie (Masterarbeit 2002)
Das Bild der Musiktherapie in der medizinischen Literatur – eine Datenbank-Recherche
Diese Studie wurde durchgeführt, um ein Bild von der Rolle der Musiktherapie in der medizinischen Literatur zu erhalten. Dazu wurde eine Recherche in den medizinischen Datenbanken Pubmed, Medline, Psyndex, gms und Deutsches Ärzteblatt mit dem Begriff „Musiktherapie“ in Kombination mit Schmerz, Psychosomatik,  Psychiatrie, Demenz, Depression, Neurologie und Pädiatrie durchgeführt. Insgesamt wurden 297 Einträge  ermittelt. Die Ergebnisse wurden quantitativ und qualitativ analysiert. Obwohl die Begriffe Musiktherapie und Musikmedizin verschiedene Entitäten sind, wurden sie in den Artikeln häufig synonym verwendet. Musik wird in der Medizin oft ohne eine Berücksichtigung der zugrunde liegenden Therapeuten-Patienten-Beziehung  eingesetzt. Eine Änderung der Einstellung ist notwenig.
Schlüsselwörter: Musiktherapie, Musikmedizin, Psychosomatik, Demenz, Schmerz, Kinder- und Jugendpsychiatrie.

This study was conducted to get a picture of the role of music therapy in current medical science. Therefore, a research was conducted in the medical databases pubmed, medline, psyndex, gms and Deutsches Ärzteblatt using the term “music therapy” in combination with pain, psychosomatic, psychiatry, dementia, depression, neurology and pediatric. Overall, 297 entries were determined. The results were analyzed in a quantitative and qualitative matter. Although being different entities, the terms music therapy and medical music were used synonymously in these articles, with music therapy being described mainly as music disregarding the underlying therapist-patient-relationship. Hence, an attitude change is necessary.
Keywords: music therapy, music medicine, psychosomatic medicine, dementia, pain, child and adolescent psychiatry.
 
Kloss, Maja (Diplomarbeit 2004)    
Musiktherapie mit depressiven Kindern und Jugendlichen
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern Musiktherapie geeignet ist, depressive oder suizidale Kinder und Jugendliche bei der Bewältigung ihrer Probleme zu unterstützen. Zunächst werden Depression und Suizidalität im Kindes- und Jugendalter in einem jeweils eigenen Kapitel behandelt. Nach einem allgemeinen Überblick über musiktherapeutische Behandlungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen bildet die Untersuchung von Falldarstellungen den Schwerpunkt der Arbeit. 14 Fallberichte von Musiktherapien mit depressiven oder suizidalen Kindern und Jugendlichen werden anhand eines Fragenkatalogs ausgewertet. Zum Schluss werden Teile aus einzelnen Fallberichten wiedergegeben, in denen das musiktherapeutische Geschehen besonders gut nachzuvollziehen ist.   


Kranz, Tobias (Masterarbeit 2012)
Älterwerden im Orchester - eine tiefenpsychologische Untersuchung
Der wachsende Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung ist eine der größten Herausforderungen unserer Gesellschaft. Innerhalb der kommenden fünfzehn Jahren wird die Gruppe der Orchestermusiker im Alter über fünfzig Jahren bei bis zu fünfzig Prozent liegen. Dieser Gruppe wendet sich die Arbeit anhand von zehn Interviews zu. Am Beginn werden relevante Studien sowohl zur Psychologie des Älterwerdens als auch zu den spezifischen Bedingungen der Arbeit im Orchester vorgestellt. In der anschließenden Untersuchung geht der Autor den psychologischen Hintergründe des Älterwerdens von Orchestermusikern auf Grundlage des morphologischen Tiefeninterviews nach. Die Ergebnisse jedes Interviews werden anhand der morphologischen Gestaltfaktoren ausgewertet, zu einem Gesamtbild verdichtet und anschließend auf das Material rückbezogen.

Growing old in the orchestra - a deep psychological study
The growing percentage of older people in the total population is one of the greatest challenges of our society. Over the course of the next fifteen years, the number of orchestra musicians above the age of 50 will rise to up to fifty percent. This thesis paper addresses that group in the form of ten interviews. It starts with an introduction to studies relevant both to the psychology of ageing and the specific work conditions in an orchestra. This is followed by an analysis of the psychological background of ageing orchestra musicians on the basis of morphological depth interviews. The results of each interview will be evaluated on the basis of morphological gestalt factors, forming a bigger picture to be transferred back onto the subject matter.
 
Krapf, Jana (Diplomarbeit 2001)    
Auf den Schmerz hören. Vergleichende psychologische Untersuchung der musikalischen Erstimprovisationen von chronischen Schmerzpatienten
Ziel der Arbeit ist die Untersuchung der seelischen Gestalt zwölf chronischer Schmerzpatienten nach Ähnlichkeiten. Dazu stehen zunächst, nach begrifflichen Grundlegungen zum Schmerz und Darstellung des aktuellen Forschungsstands, psychologische Theorien zum Schmerz als wichtiger Bezugspunkt im Zentrum. Untersuchungsgegenstand ist, ausgehend vom morphologischen Verständnis, die musiktherapeutische Improvisation als seelische Formenbildung. Die Auswertung des Materials vollzieht sich, vor dem Hintergrund eines morphologischen Untersuchungsverfahren, auf zwei Ebenen: 1. Untersuchung der Formenbildung der Improvisation in Form der musikalischen Merkmale, 2. Wirkungsgestalt der Improvisationen in Form von Beschreibungstexten. Als Konsequenzen werden Ansatzpunkte musiktherapeutischer Behandlung skizziert.
 
Krückeberg, Wibke (Diplomarbeit 2001)    
Zum Beginn musiktherapeutischer Behandlungen
Wie beginnen musiktherapeutische Behandlungen und durch welche Merkmale zeichnet sich die Einheit „Behandlungsbeginn“ aus? An Fallstudien, die eine musiktherapeutische Behandlung mit erwachsenen Patienten beschreiben, ist untersucht worden, welche Phänomene und Vorgehensweisen in bezug auf die Anfangsphase musiktherapeutischer Behandlungen vorhanden sind. Einen weiteren Untersuchungsgegenstand stellt das Material dar, welches sich die Autorin durch eine schriftliche Befragung von Musiktherapeuten zu dieser Thematik erworben hat. Insgesamt beinhaltet die Arbeit eine Beschreibung der Phänomene des Behandlungsbeginns und ihrer Zusammenhänge und trifft eine Aussage darüber, wie diese Situation in der Praxis gehandhabt wird.  

Kratochvil, Luisa (Masterarbeit 2011)
Frühkindliche Ängste in Ravels ‚L`Enfant et les Sortilèges' - eine psychoanalytische und musikalische Untersuchung -
Den Ausgangspunkt der Masterarbeit bildet der Artikel ‚Frühe bzw. Frühkindliche Ängste im Spiegel künstlerischer Darstellung' der Psychoanalytikerin Melanie Klein (aus den Jahren 1929 bzw. 1931). Auf Grundlage dessen wurden zunächst einige kleinianische Konzepte sowie die Theorie der paranoid-schizoiden und der depressiven Position erklärt. Des Weiteren beinhaltet der Artikel Kleins eine Interpretation der Handlungsgeschichte zu Ravels Oper ‚L`Enfant et les Sortilèges'. Da Klein in ihren Ausführungen aber von einer musikalischen Analyse bzw. Interpretation absieht, wird dieses im zweiten Teil der Masterarbeit nachgeholt. Neben einer klassischen Untersuchung der musikalischen Parameter, werden einige Szenen der Oper unter Berücksichtigung des kleinianischen Denkansatzes interpretiert.

Early Childhood Fears in Ravels "L`Enfant et les Sortilèges" - A Psychoanalytic and Musical Analysis -
The starting point of this paper ist the article "Frühe bzw. Frühkindliche Ängste im Spiegel künstlerischer Darstellung" written by the psycoanalyst Melanie Klein during 1929 and accordingly 1931. Based  on that you got an explanation of some  concepts by Melanie Klein, the theory of the "paranoid- schizoid" and the depressive situation. Furthermore Klein's article contains an interpretation of Ravel's opera " L`enfant et les sortilèges".  Since Klein did not work a musical analysis or interpretation you can read about it in the second part of this paper. Besides a classical analysis of the musical parameter, you can find an interpretation of some sequences of the opera under the consideration of Klein's approach.

Laabs, Friedemann (Diplomarbeit 2002)              
Improvisieren mit Kindern an einer Sonderschule für Erziehungshilfe – Möglichkeiten und Grenzen des therapeutischen Zugangs
Die Arbeit versuch aus allgemeinen Überlegungen zur Improvisation ein therapeutisches (Selbst-)Verständnis der improvisatorischen Arbeit mit Kindern an einer Schule für Erziehungshilfe zu begründen. Hierbei werden die Begriffe der ´Erziehungsschwierigkeit´ und der ´Verhaltensstörung´ kritisch hinterfragt, indem sonderpädagogische, psychologische und musiktherapeutische Gesichtspunkte aufeinander bezogen und diskutiert werden, um zu einer praktischen Perspektive zu gelangen. Anhand von Falldarstellungen skizziert der Autor ausgewählte Handlungsfelder, in denen die Improvisation mit Kindern an der Sonderschule zum Einsatz kommen kann, mit ihren Möglichkeiten und Grenzen. Der integrative Unterricht (´gemeinsame Unterricht´), Projekte und eigenständige Therapieangebote (z.B. über Fördervereine der Schulen) bieten nach dieser Darstellung die größten musiktherapeutischen Möglichkeiten. Anhand eines Fragebogens, der sich an andere Schulen für Erziehungshilfe wendet, werden die eigenen Erfahrungen mit der Improvisation an Schulen mit anderen Erfahrungen in Beziehung gesetzt.
2005: Ausschnitte veröffentlicht in: Musiktherapie in der Schule, hg, Tüpker, Hippel, Laabs. Reichert Verlag
 
Laus, Serena (Diplomarbeit 1998)    
Untersuchung zur Motivation des Musizierens am Beispiel von Laienmusikern
Erörtert werden zunächst die grundlegenden Begriffe der Motivation und des Spiels. Dabei wird vor allem der Aspekt Musik und Spiel berücksichtigt. Den empirischen Teil bildet die Auswertung von 12 Interviews mit Laienmusikern anhand eines selbstentwickelten Fragebogens.  
 
Langer, Susanne (Diplomarbeit 2010)
Musiktherapie mit palliativmedizinisch betreuten Patienten eines Krankenhauses
Die Diplomarbeit „Musiktherapie mit palliativmedizinisch betreuten Patienten eines Krankenhauses“ befasst sich zunächst mit verschiedenen Aspekten der Palliativmedizin (Historisches, Definitionen, Gesellschaftliche Positionen, Ziele und Prinzipien, Psychische Erkrankungen), bevor Unterschiede und deren Konsequenzen in den Institutionen Palliativstation und Hospiz dargestellt werden. Musiktherapeutische Eindrücke werden anhand bestehender Literatur vorgestellt. Theoretische Grundlage dieser Arbeit bildet die psychoanalytische Selbstpsychologie erweitert durch die Motivationssysteme nach Lichtenberg et al. Anhand von Typisierungen
werden gleichgeartete Fälle zusammengefasst und Regelmäßigkeiten erstellt, die im Anschluss in ausführlichen Falldarstellungen diskutiert werden.

Lenz, Martin  (Diplomarbeit 1994)          
Musik und Kontakt. Grundlagen und Modelle usiksozialtherapeutischer Gruppenimprovisation
Musik-Sozialtherapie wird als ein Zweig im Konzept der Kreativen Sozialtherapie beschrieben, begründet und von anderen therapeutischen Ansätzen abgegrenzt. Neben der Skizzierung der theoretischen Grundlagen, der Anwendungsgebiete, der Diagnose- und Behandlungsverfahren in der Musik-Sozialtherapie werden in einem umfangreichen Teil Improvisationsmodelle in Form von Spielanleitungen beschrieben. Unterschieden werden dabei phasenspezifische, thematische, situative, entspannende und intermediale Improvisationen sowie Kompositionen. Einem eigenen therapeutischen Phasenmodell folgend, werden jeweils Chancen einer Improvisationssituation bedacht, dann das eigentliche Spiel selbst skizziert, um abschließend die damit gemachten Erfahrungen zu umreißen.  
1996 veröffentlicht in Lenz; Tüpker: Wege zur musiktherapeutischen Improvisation (vergriffen)

Menebröcker, Erika & Jordan, Anne-Katrin (2011)
Beobachtungsbogen zum sozial-emotionalen Entwicklungsstand und Sprechverhalten des Kindes
Der Beobachtungsbogen wurde im Rahmen des Projektes "Durch Musik zur Sprache" entwickelt und mit einer Stichprobe von ca. 150 Kindern im Alter von 6 bis 10 Jahren validiert. Er diente als Pre-/ Post-Instrument, sodass sich mithilfe des Bogens eine Entwicklung abbilden lässt. Der Bogen ist in zehn Unterbereiche gegliedert: Kontaktfähigkeit, Selbstbehauptung, Stressregulierung, Sprechfreude und Sprechsicherheit, Mut zum Nachfragen, Aufgabenverständnis, Arbeitsverhalten, Artikulation/ Wortschatz/ Grammatik, Sprechstimme und weitere Auffälligkeiten in der Sprache. 
Der Beobachtungsbogen kann sowohl zur Beurteilung des sozial-emotionalen Entwicklungsstandes, als auch zur Einschätzung des Sprechverhaltens von Kindern eingesetzt werden. Primär beziehen sich die verschiedenen Items auf eine Beobachtung des  schulischen Verhaltens. In leicht modifizierter Form ist der Bogen aber auch bei der Beobachtung eines Kindes in jeder Art von Kindergruppe einsetzbar.
Evaluationsinstrument aus dem Projekt 'Durch Musik zur Sprache"

Menebröcker, Erika  (Diplomarbeit 2001)      
Musiktherapeutische Förderangebote in der Grundschule – Allgemeine Begründung, Erfahrungen aus der Praxis und konzeptuelle Überlegungen
Musiktherapeutische Förderangebote können an Schulen hilfreiche Maßnahmen für Schüler mit emotionalen und sozialen Problemen darstellen. Da der Raum für ein therapeutisches Arbeiten an Schulen bisher noch nicht eindeutig definiert ist, wird in einem allgemeinen Begründungsteil dieser Arbeit zunächst aufgezeigt, warum es aus heutiger Sicht sinnvoll erscheint, therapeutische Angebote ins System der Grundschule zu integrieren. Einen Schwerpunkt bildet hier ein von mir durchgeführte Lehrerbefragung, die sich als Bedarfsanalyse aus Lehrersicht verstehen läßt. Die zusammengefaßten Erfahrungen von zehn befragten Musiktherapeuten vermitteln ein Bild von den Möglichkeiten und Grenzen musiktherapeutischer Angebote innerhalb der Schulpraxis. In einem letzten Teil werden aufbauend auf den vorangegangenen Ergebnissen konzeptionelle Überlegungen entwickelt, wie sich musiktherapeutische Förderangebote in der Schule möglicherweise realisieren lassen.
2005 Ergebnisse veröffentlicht in: Musiktherapie in der Schule, hg. Tüpker, Hippel, Laabs. Reichert Verlag

Mevert, Romuald  (Diplomarbeit 1997)
Musiktherapeutische Zugangswege zu gehörlosen Kindern und Jugendlichen
Die von dem Autor durchgeführte Untersuchung musiktherapeutischer Zugangswege zu gehörlosen Kindern und Jugendlichen fand in zwei Phasen statt. In der ersten Phase der Datenerhebung besuchte der Autor drei gehörlose Mädchen in einer Einrichtung und führte eine Befragung durch. In der zweiten Phase studierte er die Literatur, wertete die Befragungsergebnisse aus. Dabei hatte er anfangs keinen Zugang zu Ergebnissen, auf die er sich stützen konnte, vielmehr akzeptierte er einen offenen Ausgang der Untersuchung. Dazu gehörte auch das Risiko, keine musiktherapeutischen Zugangswege zu finden, was sich im Nachhinein jedoch nicht bestätigte. Erst zu Beginn der zweiten Phase hatte sich ein schärfer umrissenes Bild von musiktherapeutischen Möglichkeiten in der Therapie Gehörloser formiert, welches durch die Auseinandersetzung mit der Gehörlosenproblematik in der Literatur noch klarer wurde. Durch Gespräche mit Bekannten und Falldarstellungen, die von musiktherapeutischen Erfahrungen mit Kindern (u.a. geistig behinderte, mutistische und autistische) handelten, erweiterte sich dieses Bild. Der hier gefundene methodische Zugang legt weniger Gewicht auf Gespräche oder en Gebrauch von Musikinstrumenten und betont stattdessen die Interaktion im gemeinsamen Spiel. Dieser Ansatz eignet sich in besonderem Maße für die therapeutische Arbeit mit gehörlosen Kindern, sollte aber auch bei jugendlichen Gehörlosen in Betracht gezogen werden. Ein Gehörloser sagte dem Autor in einem Interview, Gehörlose seien „Augen-Menschen“. Diese Aussage stütze die eigene Erfahrung des Autors, daß die visuelle Komponente von allen Sinnesreizen die wichtigste Position innerhalb der Therapie Gehörloser einnimmt. Unbedingt zu verfolgen ist weiterhin die Bereitstellung körperlicher Ausdrucksmöglichkeiten im Spiel, im Tanz oder auch beim Musizieren. Musiktherapeutische Zugangswege zu gehörlosen Kindern und Jugendlichen sind möglich und können sehr vielfältig sein. Musikalische Medien werden jedoch immer nur eines von vielen Hilfsmitteln der im Zentrum der Therapie stehenden Beziehung sein.
 
Minasarova, Inna (Diplomarbeit 2004)     
Musiktherapie in einem anthroposophischen Krankenhaus
Die Diplomarbeit beinhaltet einen theoretische und einen praktischen Teil.
Kapitel 2 stellt die Grundlagen der anthroposophischen Medizin dar. Die einzelnen Unterpunkte des Kapitels 2 behandeln die für die Entwicklung der anthroposophischen Medizin und anthroposophischen Musiktherapie relevanten Theorien von Rudolf Steiner. In Kapitel 3 stelle ich die mögliche praktische Umsetzung dieser Grundlagen in der medizinischen Praxis dar. Im vierten Kapitel gehe ich auf die historische und theoretische Entwicklung der anthroposophischen Musiktherapie ein und versuche in Kapitel 5 durch die Darstellung der praktischen musiktherapeutischen Arbeit die theoretischen Grundlagen der anthroposophischen Musiktherapie zu verdeutlichen. Abschließend beschäftige ich mich mit der Notwendigkeit der Integration der Musiktherapie in allgemeinen medizinischen Einrichtungen. 
 
Mömesheim, Elke (Diplomarbeit 1999)   
„Wer verschweigt das letzte Wort?“ – Vergleichende Untersuchung von Beschreibungstexten aus der Morphologischen Musiktherapie
Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit einer Anzahl von Beschreibungen musiktherapeutischer Improvisationen aus Arbeiten verschiedener AutorInnen, die eine Umsetzung des Verfahrens der ‘Beschreibung und Rekonstruktion’ (Morphologische Musiktherapie) darstellen. Die Texte werden mit Hilfe literaturwissenschaftlicher Methoden nach formalen und inhaltlichen Kriterien untersucht und auf ihren Standort im therapeutischen Kontext hin befragt. An verschiedenen Ansatzpunkten erfolgt eine Stellungnahme zu Fragen der Umsetzung des Verfahrens ‘Beschreibung und Rekonstruktion’ in den vorliegenden schriftlichen Arbeiten.  
 
Mönter, Ulrike  (Diplomarbeit 1998)      
Das Gespräch in der Musiktherapie
Die dargestellte Untersuchung geht der Frage nach, welche spezifischen Funktionen dem Gespräch innerhalb der Handlungseinheit einer Musiktherapie-Sitzung zukommen, welche Logik ihm innewohnt und welche seelischen Formenbildungen mit ihm einhergehen. Zu diesem Zweck wurden zwölf Musiktherapeuten interviewt, die acht unterschiedliche Richtungen in der Musiktherapie vertreten. Ihre Aussagen wurden in Form einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet und zu vier Typen verdichtet. Als wissenschaftliches Bezugssystem dient die morphologische Psychologie. 
2000 Prämiert mit dem Johannes Th. Eschen Förderpreis.
2002 Auszüge veröffentlicht in Musiktherapeutische Umschau, 2002/1  

Mutter, verh. Klomki, Stephanie (Diplomarbeit 2003)    
Die Rolle der Musiktherapie im Behandlungskonzept der geriatrischen Rehabilitation
In der Arbeit geht es um den Einsatz der Musiktherapie in der geriatrischen Rehabilitation. Gemäß dem Grundsatz ,Rehabilitation vor Pflege’ zielt die Behandlung der alten Menschen auf Wiederherstellung und Erhaltung größtmöglicher Selbstständigkeit im Alltag und Reintegration in die gewohnte Umgebung. Zunächst werden geriatrische Rehabilitationsklinik und die dort vorkommenden Krankheitsbilder ausführlich dargestellt. Dann folgt eine Übersicht über verschiedene klinikinterne Behandlungskonzepte, die die Autorin von diversen Kliniken erbeten und bekommen hat. Die Behandlung im ,multidisziplinären Team’ wird hier beschrieben. Im darauffolgenden Teil werden musiktherapeutische Ansätze mit alten Menschen dargestellt und auf die Rehabilitation übertragen. An einem Fallbeispiel wird dies deutlich. Diese Bausteine werden dann zu einem Konzeptentwurf für die musiktherapeutische Behandlung in der geriatrischen Rehabilitationsklinik zusammengefasst.    

Nolte, Annegret (Masterarbeit 2011)
Musiktherapeutische Kompetenzförderung in der Schule  
Musiktherapeutische Kompetenzförderung in der Schule ist als eine Kooperation zwischen schulpsychologischem Dienst und Schule ein Modellprojekt, das als Ziel hat, Kinder und Jugendliche, bei der Selbstentfaltung ihrer Selbst- und Sozialkompetenzen zu unterstützen. Damit ist es ein institutionelles Angebot, Kinder und Jugendliche bei Problemen aufzufangen und ihnen ein inneres Anders-Werden zu ermöglichen, um äußere Auswege aus eingefahrenen Situationen zu finden. Gleichzeitig arbeitet Musiktherapeutische Kompetenzförderung ressourcenorientiert, dient der Bewusstmachung des eigenen Kompetenzpotentials und kann somit als Instrument des Coachings u.a. zur Berufsfindung eingesetzt werden. Im Rahmen der Inklusion stellt Musiktherapeutische Kompetenzförderung eine begleitende Maßnahme dar, um gruppendynamische Probleme der Lerngruppen aufzufangen. Die institutionelle Einbindung von Musiktherapie in das deutsche Schulsystem ist administrativ und politisch möglich, wenn Musiktherapeutische Kompetenzförderung in seinem Ziel der Entfaltung von Selbst- und Sozialkompetenzen der Bildung zugeordnet wird. In diesem Kontext erfolgt eine wissenschaftliche Auseinandersetzung des Begriffs Kompetenz sowohl in seiner schulpädagogischen Verwendung als auch in seiner Erweiterung auf psychologische und musiktherapeutische Implikationen. Anhand von vier Falldarstellungen verhaltensauffälliger Kinder im Setting der Einzeltherapie wird die therapeutische Arbeit dargestellt, die sich in musiktherapeutische Anamnese, Formulierung des Förderauftrags und Musiktherapeutische Kompetenzförderung auffächert. Die jeweiligen Förderaufträge entstehen aus der symptomatischen Beschreibung der Verhaltensauffälligkeiten, welche in den Musiktherapeutischen Erstsitzungen mittels Squiggle-Spiel nach D.W. Winnicott und freier Improvisation in ihrer psychodynamischen Struktur morphologisch erfasst werden. Dabei ermöglicht die Anbindung an die Entwicklungsaspekte Bindung, emotionale Regulation, Aufmerksamkeit, Selbst, soziales Handeln, verbale Kommunikation, Beziehung, Konflikt die konkrete Formulierung des Förderauftrags. Die Arbeitsweise folgt der tiefenpsychologisch und morphologisch orientierten Musiktherapie, die Prozesse werden über die vier Behandlungsschritte Leiden-Können, Methodisch-Werden, Anders-Werden, Bewerkstelligen dokumentiert.

Music Therapy-Based Social Skills and Emotional Competency Training in Schools
Promoting therapy oriented musical skills at school is,  as a cooperation between  learners aimed psychological  service and the school itself, a project model aiming to provide due support to kids and teenagers in their self development process as well as in their own personality enhancing and their social skills development. In so doing stands an institutional offer shaped to “capture” and monitor kids and teenagers going thru phases of problems. Such an offer is also intend to enable them to develop new alternatives for their inner-self expansion in order to possess the behavioural capacity to find alone their ways out of habitual al situations they usually experience. Enhancing skills thru therapy based music performs simultaneously resources oriented impact, helps build self consciousness of one’s competence potential, and can consequently be used as a coaching instrument among others, in the profession finding process. Referring to the inclusion frame work, music based therapy aimed to promote skills evidences a parallel property of capturing problems pertaining to the group dynamic of the trainees groups. In the German school system, the he institutional connecting of music based therapy is administratively and politically feasible, if the goal of skills promotion thru music based therapy is directly attached to the self- and the social skills development instead of being it to usual health system. In this context raises a scientific debate raises about the concept of “competence” (or skills), and thus in its school pedagogical use as wells as in its enlargement to the inferred implications in the areas of psychology and musical therapy. In setting (implementing) the individual therapy, the therapeutic performance will be evidenced throughout four factual cases of teenagers with deviation impacted behaviour, and then blossoms in music based therapeutic Anamnesis, conception of personal promotion program  content and objectives, as well as in music based skills enhancement therapy. The individual personal promotion programs stem from the symptomatic description of behavioural deviations, which will be morphologically identified in the earliest music based therapy sessions, and thus thru   “Squiggle- Game” according to D. W. Winicott, and also thru free improvisation in their psycho dynamical structure. In this process, the connection to the development aspects enables affinity, emotional regulation, attention, Self, social action, verbal communication, relationship, conflict, and make possible the formulation of the mission of the promotion program. The job description (working profile) follows  a deep psychological and morphological oriented music based therapy, while the processes will be evidenced throughout a four steps therapy, namely: ability to suffer, being methodical, ability to change, becoming a doer (ability for implementation).

Nowack, Katharina (Masterarbeit 2012)
Wer bin ich, wenn ich mich verliere? Auf der Suche nach dem Selbst in der Musiktherapie mit einer an Demenz erkrankten Dame
In dieser Masterarbeit soll das Selbst demenzkranker Menschen genauer betrachtet und untersucht werden. Den theoretischen Bezugsrahmen bietet die Selbstpsychologie nach Heinz Kohut, sowie Ergänzungen nach Donald W. Winnicott und Daniel Stern. Nachdem psychologische Aspekte der Demenz beleuchtet und auf bereits vorhandene Literatur zu dem Thema Selbstpsychologie, Demenz, Musiktherapie eingegangen wurde, soll eine Falldarstellung der Musiktherapie mit einer an Demenz erkrankten Dame folgen. Aus einer Verbindung des theoretischen Bezugsrahmens und der Falldarstellung ergeben sich vier Thesen zu dem Selbst demenzkranker Menschen, aus denen wiederum Möglichkeiten und Grenzen der Musiktherapie abgeleitet werden können.


Who Am I When I Am Loosing Myself? Looking for the Self in the Music Therapy with a Woman Suffering from Dementia
In this master thesis the Self of dementiated people shall be observed and analyzed. The theoretical background represents the Self psychology of Heinz Kohut, and also ideas and concepts of Donald W. Winnicott and Daniel Stern. After discussing psychological aspects of dementia and analyzing literature focussing on Self psychology, dementia and music therapy, a case study of the music therapy with a woman suffering from dementia shall be presented. Connecting the theoretical background and the case study, four thesis of the Self of dementiated people are formulated. Finally, possibilities and constraints of the music therapy with dementiated people from a self psychological point of view shall be discussed.

 
O’Kennedy Keil, Christina (Diplomarbeit 2004)    
Einblicke in die musiktherapeutische Arbeit mit schwer gestörten Patienten
In der vorliegenden Arbeit versuche ich meine Eindrücke als Musiktherapeutin in einer psychiatrischen Station für Persönlichkeitsstörungen darzulegen. Im ersten Teil meiner Arbeit stelle ich das störungsspezifische Behandlungskonzept der Station vor und die Problematik, die eine kognitiv behaviorale Therapie in Kombination mit der psychoanalytisch orientierten Musiktherapie bereitet. Im zweiten Teil beschreibe ich hilfreiche Konzepte aus der Objektbeziehungstheorie, die sich als bedeutsam für meine musiktherapeutische Arbeit erwiesen haben. Im dritten Teil werden Fallbeispiele aus dem musiktherapeutischen Alltag beschrieben. In meinen Darstellungen betone ich pathologische Objektbeziehungen, primitive Abwehrmechanismen sowie die Verwendung der Gegenübertragung als Werkzeug zum Verstehen innerer Abläufe im Patienten.  
 
Paduch, Isabell  (Diplomarbeit 2002)        
Musik als Erfahrungs- und Gestaltungsraum – Bericht über ein Musikprojekt „Der Seelenvogel“ mit Kindergartenkindern
Die vorliegende Arbeit stellt ein Musikprojekt vor, welches unter dem Namen „Der Seelenvogel“ mit zehn Kindern im Alter von 4 bis 6 Jahren in einem Kindergarten durchgeführt wurde. Der Inhalt des gleichnamigen Buches mit Text von Michael Snunit und Bildern von Na´ama Golomb wurde zur geplanten Grundlage und zum Namen des Projekts. Das Konzept umfasste Musizieren (Improvisationen, Singen und Vertonung von Liedern), Musikhören in Verbindung mit Malen oder Entspannungsübungen (Phantasiereisen und Massagen) sowie Spielaktionen (Wahrnehmungs- und Bewegungsspiele). All dieses sollte unter Einbeziehung des erwähnten Buches den Kindern, die zwei- und mehrsprachig aufwachsen, die Möglichkeit bieten, Musik und Spiele im Rahmen einer Struktur frei zu gestalten, um ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen.
Prämiert mit dem Johannes Th. Eschen Förderpreis.
2004 Prämiert mit dem Johannes Th. Eschen Förderpreis.
2005 Ausschnitt veröffentlicht in: Musiktherapie in der Schule, hg. Tüpker, Hippel, Laabs, Reichert-Verlag sowie in: Musiktherapeutische Umschau 2005/2
 
Papp, Gabriela (Diplomarbeit 2003)     
Musik am Ende des Tunnels. Musiktherapie in der neurologischen Frührehabilitation
Die vorliegende Arbeit handelt vom Einsatz  der Musiktherapie in der medizinischen Frührehabilitation neurologisch geschädigter Menschen, die einen Unfall, einen Schlaganfall oder ein ähnlich tiefgreifendes Akutereignis erlitten haben. Neben einer ausführlichen Darstellung neurologischer Krankheitsbilder werden musiktherapeutische Methoden und Möglichkeiten dargestellt. Anhand vier eigener Fallbeispiele gelangt die Autorin zu einem Überblick über die musiktherapeutische Arbeit in der neurologischen Frührehabilitation. Musik wird als nonverbales, das Eigene und Erinnerbare hervorgehoben, das den Kranken aus seinem Tunnel herauszuführen vermag.
  
Pfefferle, Ursula (Diplomarbeit 2003)       
„Behutsam will ich dir begegnen“. Musiktherapie im Hospiz
Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz von Musiktherapie in der Begleitung sterbender Menschen. Ausgehend von einer sorgfältigen Analyse der körperlichen, sozialen und psychologischen Dimension des Sterbens werden Bedürfnisse Sterbender zusammengestellt und die Möglichkeiten der Begleitung und des Dialogs aufgezeigt. Das Hospiz als Institution mit ihren Möglichkeiten und Grenzen wird dargestellt. Danach berichtet die Autorin über ihre praktische Tätigkeit in einem Hospiz in Münster. Ihre Ergebnisse, in 9 Hypothesen formuliert, werden in den Zusammenhang von Literatur über Musiktherapie mit sterbenden Menschen gebracht. Bachs Motette „Komm, Jesu, komm“ (BWV 229) unterzieht die Autorin einer Analyse und Interpretation. Auf der Suche nach Antworten auf das Problem des Sterbens und des Todes dient Bachs Musik als Quelle weiterer Einblicke, die auf musiktherapeutische Begleitung sterbender Menschen werden können.
2004 Prämiert mit dem Johannes Th. Eschen Förderpreis.
2005 Auszüge veröffentlicht in Musiktherapeutische Umschau 2005/1

Pohl, Martina (Masterarbeit 2011)
Gedanken zur Burnout-Prävention bei Studierenden – ein musiktherapeutischer Versuch

Der Begriff Burnout hat berufsübergreifend einen hohen Grad an Aktualität erreicht. Diese Arbeit betrachtet daher das Phänomen Burnout aus verschiedenen Perspektiven. Neben allgemeinen Theorien liegt die psychodynamische Sicht zum Thema Burnout im Fokus, ebenso  Stressoren- und Ressourcenmodelle, die burnout-begünstigend wirken. Diese Betrachtungen führen zu Überlegungen einer Burnout-Prävention bei Studierenden. Um eine Brücke zu schlagen von theoretischen Überlegungen zum Thema Burnout und einer praktischen Burnout-Prävention hält die Arbeit es zunächst für nötig, sich mit musiktherapeutisch orientierten Ideen zu den Bereichen Burnout, Prävention und Coaching auseinanderzusetzen. Aufgrund dieser Betrachtungen wird ein erster musiktherapeutischer Versuch unternommen im Rahmen der Konzipierung und Durchführung eines Seminars zur Burnout-Prävention bei Studierenden mit Hilfe musiktherapeutischer Methoden.

Reflections on ways to prevent student burnout – and an attempt by means of music therapy
The term “burnout” is meanwhile a prevailing issue in numerous professions. This master’s thesis considers the phenomenon”burnout” from different perspectives. Besides general theories it focuses on psychodynamic views on burnout as well as on models of stressors and resources which promote burnout in students. These reflections lead to a deliberation on burnout prevention for students. In order to bridge theoretical analyses of burnout and practical burnout prevention, it is deemed necessary in this master’s thesis to initially look into concepts orientated to music therapy in the domains of burnout, prevention and coaching.Based on these reflections, a first attempt is being undertaken applying music therapy within the framework of conceptual design of a seminar which is then conducted,  using music therapy methods for burnout prevention with students.


Ratzel, Elke  (Diplomarbeit 1997)    
Leben mit Krebs – Musiktherapie als Beitrag zur psychosozialen Begleitung Krebskranker
Die Autorin geht zunächst auf die subjektive Bedeutung der Krebserkrankung für Betroffene ein, um den betroffenen Menschen mit seinen individuellen Vorstellungen und Erfahrungen in den Mittelpunkt zu rücken, da nur auf dieser Grundlage sinnvolle psychosoziale Begleitung erfolgen kann. Vor diesem Hintergrund werden einige wichtige Aspekte der Entwicklung und des derzeitigen Standes der Psychoonkologie in Deutschland beleuchtet. In den folgenden zwei Kapiteln wird aufgezeigt, welchen Beitrag die Musiktherapie in der Begleitung Krebskranker leisten kann. Dabei beschäftigt sich die Autorin zunächst mit der Frage, was das Phänomen ‘Krebs’ psychologisch bedeutet. Ihre Hypothese ist dabei, daß sich die beschriebenen psychischen Qualitäten der Erkrankung nicht nur bei PatientInnen, sondern auch bei deren Behandelnden abbilden. Durch die Untersuchung dieser Fragestellung mit einer Methode aus der morphologischen Musiktherapie nähert sich die Autorin dem Phänomen musiktherapeutisch an. Danach werden vor dem Hintergrund der bisherigen Entwicklung musiktherapeutischen Arbeitens sowie der vorhandenen Literatur Möglichkeiten und Grenzen der Musiktherapie in der Onkologie diskutiert.   

Reich, Urte (Diplomarbeit 2009)

Handlungsspielraum Musik.Morphologische Untersuchung des Verlaufs einer Gruppenmusiktherapie in einer psychosomatischen Klinik

Nach einer Darstellung des allgemeinen psycho- und musiktherapeutischen Verständnisses der Autorin und der Auseinandersetzung mit den Hintergründen der Morphologischen Musiktherapie handelt der Kern dieser Arbeit von den Geschehnissen innerhalb der Gruppenmusiktherapie in einer psychosomatischen Klinik für Erwachsene. Das Arbeitsfeld sowie die einzelnen Patienten werden vorgestellt. Ein Verlaufsprotokoll über drei Monate gibt Aufschluss über Prozesse und Dynamik innerhalb der Gruppe. Anhand von vier Einzelfällen und einem Gruppenbeispiel wird - aus dem anfangs beschriebenen morphologischen Blickwinkel - analysiert, welchen Nutzen, Wert und Sinn die Musik und die Musiktherapie für die Patienten hat.

* Diplomarbeit des Studiengangs Musiktherapie der Universität der Künste Berlin*


Risthaus, Ursula (Diplomarbeit 2002)   
Montessori-Pädagogik und Musiktherapie
Anhand der Beschreibung einiger die Montessori-Pädagogik definierender Schlagworte wie „Vorbereitete Umgebung“, „Freie Wahl“, „Sensible Perioden“, „Kind als Baumeister des Lebens“ und „Hilf mir, es selbst zu tun“ wird aufgezeigt, dass genau diese Pädagogik eine gute „vorbereitete Pädagogik“ für die Musiktherapie an Schulen ist. Sie bietet das Umfeld, in dem Musiktherapie innerhalb der Pädagogik nicht als etwas völlig Artfremdes wirkt, sondern sich, indem sie Gedanken der Montessori-Pädagogik aufgreift und fortentwickelt, mit neuem Schwerpunkt nahtlos einfügt.  

Rust, Carstem (Diplomarbeit 2008)
Musiktherapie für Menschen mit MS – Vier Therapieverläufe
Eine psychotherapeutisch verstandene Musiktherapie erweist sich in der Behandlung von Menschen, die unter Multipler Sklerose leiden, als förderlich für die Krankheits-verarbeitung und Lebensbewältigung Mit wichtigen Parametern der Selbstpsycho-logie wie z.B. dem Selbstobjekt, der Selbstobjektübertragung, dem Narzissmus und der Empathie nähert sich die Diplomarbeit in den Fallbeispielen einer musik-therapeutischen Behandlung schwer körperlich erkrankter Menschen unter psychodynamischen Gesichtspunkten. Es gelingt ein Verstehen von therapeutischen Prozessen und Phänomene sowie ein Handeln, bei denen/dem Musik und Sprache sich abwechselnd innerhalb der therapeutischen Beziehung als stützend für das Selbstgefüge der Patienten erweisen. 
 
Schmutte, Michael   (Diplomarbeit 2002)               
Supervision in der Musiktherapie – Erlebensweisen, Erfahrungen und Einschätzungen von Supervisanden
Nach einem kürzeren Rückblick in die Geschichte allgemeiner Supervision werden die psychoanalytischen Grundlagen psychotherapeutisch orientierter Supervision skizziert. Im Folgenden werden die noch ganz junge Geschichte von Musiktherapie und Supervision geschildert und musiktherapeutische Techniken beschrieben, die in die Supervision Einzug gehalten haben. Im Zentrum der Arbeit steht eine Fragebogen-Untersuchung mit 56 MusiktherapeutInnen, die 34 Fragen zu ihren Supervisionserfahrungen und -erlebnissen auf quantitative und qualitative Weise beantworten. Aufgrund der Antworten lassen sich Kriterien guter musiktherapeutischer Supervision aus Sicht von Supervisanden benennen und Bedingungen aufstellen, allen 45 Fragebögen.
 
Schneberger-Nowitzki, Susanne (Diplomarbeit 2001)      
Die Anwendbarkeit von Musiktherapie in Abhängigkeit vom Fortschreiten dementieller Erkrankungen
In dieser Arbeit versucht die Autorin eine Verbindung zwischen dem klientenzentrierten, entwicklungspsychologischen Validationsanstz der Naomi Feil und der musiktherapeutischen Arbeit herzustellen. Anhand von Fallbeispielen wird deutlich, daß trotz offensichtlicher psychisch/intellektueller Einschränkungen, Musiktherapie auch in späteren Stadien der Demenzerkrankungen anwendbar ist und u.a. als Mittel der Kommunikation dienen kann. Voraussetzung hierbei ist, daß der Therapeut sich auf die jeweilige Kommunikationsebene der Erkrankten empathisch einlassen kann. Nicht kognitive Prozesse, sondern die situative Verarbeitung von Emotionen stehen bei der Arbeit mir demenzkranken, alten Menschen im Vordergrund.  
 
Schöndube, Oliver (Diplomarbeit 2003)    
sehend hören – Untersuchung zum Zusammenwirken von Musik und Gebärdensprache
Um sich auszudrücken, ohne sprechen zu können, stellt die Gebärdensprache eine besondere Möglichkeit gehörloser Menschen dar. Diese nun für Hörende mit Musik zu verknüpfen, ergibt die Grundlage der hier dargestellten Untersuchung. Nach einem grundlegenden theoretischen Abriss und einer Darstellung des methodischen Vorgehens, wird das Zusammenwirken von Musik und Gebärdensprache mittels Tiefeninterviews und Erlebensbeschreibungen untersucht. Der Untersuchung liegt das Chorstück „Prayer of St. Francis“ zugrunde. Dabei werden Aufführende nach ihren Empfindungen, Erfahrungen und Eindrücken befragt. Zuschauer bzw. Zuhörer beschreiben ebenfalls, wie sie das Stück empfunden haben.
Es wird der Frage nachgegangen inwieweit der Umgang mit Musik und Gebärdensprache im Alltagsbezug und damit elbstbehandlungsprozess des Seelischen wirkt. Dabei wird eine Wirksamkeit von Musik und Gebärdensprache sowie eine Bereicherung der Lebensweise deutlich. Emotionen können dargestellt und reguliert werden und ein kreatives Potential wird zur Verfügung gestellt, das zur eigenen Gesunderhaltung dienen kann.
Schlagworte: Musik – Gebärdensprache – Tiefeninterview – Erlebensbeschreibungen
  
Schütt, Marion (Diplomarbeit 2005)   
Auf der Suche nach den verlorenen Klängen.
Vergleichende psychologische Untersuchung der Improvisationen von demenziell Erkrankten

Der Krankheitsverlauf einer demenziellen Erkrankung ist durch einen zunehmenden Verlust auf vielen Ebenen gekennzeichnet. Die Ursachen einer demenziellen Erkrankung sind immer noch unklar, obwohl die neurophysiologischen Vorgänge des Krankheitsbildes mittlerweile sehr gut erforscht sind.
Diese Arbeit rückt  musiktherapeutische Improvisationen demenziell Erkrankter ins Blickfeld, um Prozesse der seelischen Gestaltbildung zu erforschen.  Schwerpunkt der Arbeit bildet eine auf dem morphologischen Verfahren der „Beschreibung und Rekonstruktion“ basierende Untersuchung der musiktherapeutischen Improvisationen von demenziell Erkrankten. Zwölf Improvisationen werden im Hinblick auf Ähnlichkeiten in der Formenbildung und in der Wirkungsgestalt analysiert. Musiktherapeutische Ansätze werden im Rahmen der Untersuchungsergebnisse diskutiert.
 
Schwarz, Monika (Diplomarbeit 2003)    
Das Leben um neue Klangfarben bereichern – Vom Umgang mit Defiziten in psychoanalytischen und musiktherapeutischen Behandlungen
Ausgangspunkt dieser Arbeit war die Metapher des therapeutischen Nachnährens. Da es für diese Metapher jedoch keine fachliche Definition gibt, wurde der Begriff des Defizits gewählt – im Sinne eines Mangels, einer Entbehrung. Die Arbeit gliedert sich in drei Teile:
Teil I orientiert sich an der Fragestellung: Was braucht der Mensch zu seiner Entwicklung? Hierbei dienen folgende Theorien als Grundlage: die pränatale Psychologie, die psychoanalytischen Phasen (oral, anal, phallisch) und weitere Aspekte der Objektbeziehungstheorien und der neueren Säuglingsforschung (Bindung; Containment; Affect Attunement; Selbst-Wirksamkeit).
In Teil II wird der Frage nachgegangen, wie psychoanalytische Behandlungen mit Erscheinungsformen von Entbehrung und den daraus entstehenden Wünschen und Bedürfnissen umgehen. Im Zentrum der Betrachtung standen: Freud, Ferenczi, Balint, Sechehaye, Moser, Vietinghoff-Scheel.
Teil III beschäftigt sich mit musiktherapeutischen Behandlungen – zunächst in Abgrenzung zur rein verbalen Therapie; anschließend mit übergeordneten Gesichtspunkten aus verschiedenen Fallberichten.
 
Signerski, Heike (Diplomarbeit 2004)               
Zur Bedeutung der Gitarre in der Musiktherapie
Im Rahmen dieser Diplomarbeit werden spezifische Charakteristika der Gitarre aufgezeigt und im Hinblick auf die Chancen der Gitarre in der musiktherapeutischen Arbeit hinterfragt. Neben Ausführungen zum Vibrations- und Materialempfinden, den psychologischen Aspekten der Schlag- und Zupfbewegung sowie der Haltung der Gitarre, werden mit Hilfe von drei unterschiedlichen Untersuchungen Rückschlüsse auf den Symbolgehalt der Gitarre gezogen. Im Mittelpunkt steht ferner die Frage, inwiefern die Gitarre Objektfunktionen einnehmen kann. Anhand von verschiedenen Fallbeispielen zum Gebrauch der Gitarre in der Musiktherapie werden schließlich die in den vorherigen Kapiteln angeführten Ausführungen veranschaulicht und weitergeführt.
 
Spehr, Andrea  (Diplomarbeit 2002)     
Pädagogik in der Therapie? – Kindermusiktherapien im Vergleich
In dieser Arbeit wird der Frage nachgegangen, inwieweit bedeutende Kinderpsychotherapeuten und Kindermusiktherapeuten in ihren Therapien pädagogischen Maßnahmen Raum geben und welchen Stellenwert sie diesen zumessen. Zur Beantwortung dieser Frage werden im Vorfeld die Technik Anna Freuds, die Frühanalyse nach Melanie Klein, die deutungsfreie Spieltherapie Hans Zulligers und die nicht-direktive Spieltherapie nach Virginia M. Axline vorgstellt. Der Hauptteil dieser Arbeit beschreibt vorherrschende Kindermusiktherapien – die Schöpferische Musiktherapie, die Orff-Musiktherapie, die Musiktherapie nach Brückner/Mederacke/Ulbrich, die psychoanalytisch-orientierte Musiktherapie sowie die Morphologische Musiktherapie – und die jeweilige Rolle der Therapeuten. Anhand von Beispielen werden pädagogische und therapeutische Elemente dieser Musiktherapien hervorgehoben. Ein weiterer Teil skizziert musiktherapeutisches Arbeiten mit Kindern in pädagogischen Institutionen und zeigt damit verbundene
Vorteile und Probleme auf.  
       
Sproten, Petra  (Diplomarbeit 2003)        
Von Rappern und singenden Burgfräuleins - Musiktherapeutische Förderung in einer Realschule 
Die Arbeit beschreibt theoretische Vorüberlegungen und die praktische Umsetzung eines musiktherapeutischen Förderkonzepts für jugendliche Schülerinnen und Schüler. – Als Grundlage für die praktische Arbeit mit einer Schülerin und zwei Schülern dienen: die Beschreibung der Jugendzeit als einer „besonderen“ Lebensphase, eine allgemeine Darstellung des schulischen Rahmens der Förderung und grundsätzliche musiktherapeutische Überlegungen.
2005 Ausschnitt veröffentlicht in Musiktherapie in der Schule, hg. Tüpker, Hippel, Laabs, Reichert Verlag
 
Stark, Andreas  (Diplomarbeit 1999)               
Die neuere hermeneutische Debatte in der Psychotherapie und deren Bedeutung für die Musiktherapie
Die Arbeit ist ein Versuch, die wichtigsten Argumente der neueren Hermeneutikdebatte in der Psychotherapie zusammenzufassen. Grundlegend hierfür sind die Arbeiten von Jürgen Habermas, Paul Ricoeur und Alfred Lorenzer. Thema ist die Bedeutung des Verstehens für den psychotherapeutischen Prozeß und die daraus folgenden Konsequenzen für Forschung und Praxis. Die Debatte wird bis zu neueren, zeitgenössischen Publikationen weiterverfolgt. Ein Bezug zu vergleichbaren Problemen und Diskussionen der Musiktherapie wird hergestellt.
 
Steudemann, Katrin (Diplomarbeit 2005)
„... und niemand wagte hineinzugehen ...“ – eine Falldarstellung aus der Musiktherapie im Austausch mit dem Märchen “Rapunzel“ aus tiefenpsychologischer Sicht
Im Mittelpunkt der Arbeit steht der Austausch eines Therapieverlaufs einer Patientin mit dem Märchen „Rapunzel“ aus morphologischer Sicht. Dabei kommt das morphologische Untersuchungsverfahren zur Anwendung. Die Darstellung des Therapieverlaufs erfolgt anhand der vier Behandlungsschritte. Das M. „Rapunzel“ wird unter verschiedenen Blickwinkeln, zum einen anhand der Märchenanalyse von Salber zum anderen anhand der Deutungen nach Drewermann und Tarr betrachtet. Ausgehend von den Wegbereitern für den Einsatz von Märchen in psychoanalytischen Therapien, Freud, Jung, Adler und ihren Schulen sowie von der Märchenanalyse Salber, werden Ansätze für den Einsatz von Märchen in der analytisch orientierten Musiktherapie aufgezeigt. Die Sichtung der veröffentlichten Therapieverläufe ergab, dass darin „Rapunzel“ in der Musiktherapie nicht eingesetzt wurde. 
 
Stroemer, Ricklef  (Diplomarbeit 1996)    
Umgang mit Träumen in der Musiktherapie
Die Arbeit steht im Zeichen einer Bestandsaufnahme von Möglichkeiten einer Traum-Verarbeitung in den verschiedenen musiktherapeutischen Methoden. Es geht dabei nicht nur um einen Entwurf von Übersichten mit der Fragestellung, welche Möglichkeiten es in der jeweiligen musiktherapeutischen Vorgehensweise gibt. Es geht zudem um die Wechselbeziehung von Geschichte der Traum-Deutung und Verständnis zur Traumerzählung, die sich in der Geschichte des psychologischen Denkens in der Antike bis hin zur Psychoanalyse niederschlagen und die den jeweiligen psychologischen Bezugsrahmen der musiktherapeutischen Methode prägen. Der Autor stellt anhand der in der Literatur aufgefundenen Abhandlungen die musiktherapeutische Traum-Verarbeitung nach den unterschiedlichen Ansätzen von Frank Grootaers, Isabelle Frohne-Hagemann, Gertrud Loos, Gertrud Orff und Hildemarie Streich vor. Dabei wird jeweils die Traumerzählung (soweit vorhanden), das jeweilige Setting, der psychologische Kontext dargelegt und eine auf die Traum-Verarbeitung bezogene metaphorische Betrachtung ausgearbeitet. Dem Autor ist es wichtig herauszustellen, daß in dieser Thematik die Improvisation - als notwendiges ‘Thema’ der Musiktherapie schlechthin - zu ihrer medialen Leistung eine mediatorische Funktion erhält, indem durch das Vermittelnde, Unterstützende die Wandlung zum Überbrückenden, Übersetzenden sichtbar wird.  
 
Strohal, Kattrin (Diplomarbeit 2006)   
Musik als Ausdrucksraum - Ein musiktherapeutisches Förderangebot für stille Kinder im Schulalltag
Diese Arbeit widmet sich Schülern, die im Schulalltag von Lehrern als auffallend unauffällig beschrieben werden. Mit stillen Grundschulkindern wird ein musiktherapeutisches Förderangebot in Form eines Projektes durchgeführt, welches Raum für Ausdruck und Entfaltung bieten möchte. Im Anschluss an die Darstellung des Verlaufes und der Auswertung des Projektes, wird auf verschiedene Aspekte des Einsatzes von Musiktherapie in der Regelschule eingegangen. Abschluss bildet ein Konzeptentwurf, der für die musiktherapeutische Arbeit an Grundschulen entwickelt wird.
 
Stutzer, verh. Lichte, Henning (Diplomarbeit 1999)           
 Empirische Untersuchung zur Arbeitssituation und beruflicher Zufriedenheit von Musiktherapeuten
Die vorliegende Arbeit befaßt sich mit Durchführung und Auswertung einer Befragung zu den Arbeitsbedingungen und zur beruflichen Zufriedenheit von Musiktherapeuten. Von 266 angeschriebenen Absolvent(inn)en der Musiktherapie-Diplomstudiengänge in Berlin (HdK), Hamburg (HfM), Heidelberg (FH) du Münster/W. (Uni) wurden 148 auswertbare Fragebögen zurückgeschickt. Die Ergebnisse zeigen, daß die Arbeitsbedingungen von Musiktherapeut(inn)en in vieler Hinsicht verbesserungsfähig und nur in wenigen Fällen optimal sind. Dies scheint die berufliche Zufriedenheit zu beeinträchtigen. Die Mehrheit der Teilnehmer an dieser Untersuchung glaubt nicht oder nur teilweise, ihre persönliche beruflichen Ziele auf der derzeitigen Arbeitsstelle erreichen zu können. Die Gründe hierfür sind offenbar weniger in der musiktherapeutischen Arbeit an sich, sondern vielmehr in den Rahmenbedingungen zu suchen, die sich z.B. durch die Institution und die Art der Zusammenarbeit mit Kollegen ergeben.  
Auszüge veröffentlicht in: Musiktherapeutische Umschau, 2000, 3

Thiele (verh. Nordmann), Angela (Diplomarbeit 2000)   
Märchen können verwandeln –
Märchen in Psychotherapie und Musiktherapie unter Berücksichtigung der morphologischen Psychologie

Die Arbeit versucht, nach einer theoretischen Betrachtung des Märchens, seinen Einsatz in verschiedensten Richtungen der Psychotherapie und Musiktherapie darzustellen. Die Verwendung von Märchen und Musik wird mit Hilfe der gegenseitigen Befruchtung und Ergänzung beider Symbolwelten begründet. In der Formenvielfalt des therapeutischen Umgangs mit Märchen wird ein Qualitätskriterium deutlich. Ein individueller Zugriff des Patienten gegenüber dem Märchen und ein lebendiger Austausch mit seinen Symbolen sollte ermöglicht werden. Die Musik kann dies bei einem ebensolchen individuellen Zugang intensivieren und bietet dem Therapeuten vertiefende Hinweise zum Seelischen des Patienten. Auch die Morphologische Musiktherapie entwickelte hierfür beeindruckende Verwandlungswege.
 
Tönnies, Friederike  (Diplomarbeit 2002)                 
Erstimprovisationen von Borderline-Patienten – eine vergleichende musikalisch-psychologische Untersuchung
In einem theoretischen Teil werden die medizinisch-psychiatrische und psychoanalytisch-psychodynamische Sichtweise des Borderline-Syndroms dargestellt: Symptome und diagnostische Kriterien, charakteristische Übertragungs- und Gegenübertragungskonstellationen, borderline-typische Abwehrmechanismen, das Borderline-Syndrom aus Sicht der Objektbeziehungstheorie und der neuen Säuglingsforschung sowie genetische Aspekte. Im Mittelpunkt des empirischen Teils steht die vergleichende Auswertung von zehn Erstimprovisationen von Borderline-Patienten. Methodisch basiert die Untersuchung auf einem qualitativen Forschungsansatz und auf dem morphologischen Verfahren der „Beschreibung und Rekonstruktion“. Ziel ist es, trotz der Vielfältigkeit des medizinischen Krankheitsbildes nach charakteristischen Merkmalen im musikalischen Ausdruck zu suchen und zu prüfen, inwieweit Rückschlüsse auf Gemeinsamkeiten der seelischen Gestaltbildung möglich sind.

Tonn, Charikla (Diplomarbeit 2010)
Das Bild der Hysterie in der Oper
Sowohl die Hysterie als auch die Oper sind zwei Bereiche, die große Faszination auslösen. Daher werden in der hier vorliegenden Arbeit beide Bereiche näher betrachtet und miteinander in Bezug gesetzt. Diese Verknüpfung liegt nahe, weil die Oper eine wahre Fundgrube für hysterische Phänomene darzustellen  scheint. Allerdings stellt sich dabei die Frage, wie diese Annahme zustande kommt. Um welches Bild der Hysterie geht es, wenn die Oper das Zuhause der Hysterie ist? Um darauf eine Antwort finden zu können, setzt sich die Arbeit zuerst mit dem Krankheitsbild der Hysterie auseinander, um ein klares Verständnis der Hysterie zu gewinnen. Mit dem fundierten Wissen über das Krankheitsbild beginnt dann die Suche nach dem Hysterischen in der Oper. Die Konzentration dabei liegt auf Wolfgang Amadeus Mozart und seinen Opern Così fan tutte und Die Zauberflöte. Anhand der Figur der Dorabella (Così fan tutte) mit ihrer Arie Smanie implacabili che m'agitate und der Figur der Königin der Nacht (Die Zauberflöte) mit ihrer Arie der Hölle Rache kocht in meinem Herzen wird das Phänomen der Hysterie in der Oper exemplarisch untersucht. Das Bild der Hysterie in der Oper wird dabei mit Bezug auf das Krankheitsbild herausgearbeitet. Die Auseinandersetzungen werden verdeutlichen, dass sowohl der Hysterie als auch der Oper nicht nur eine gewisse Faszination innewohnt, sondern beide etwas Weiteres auslösen: Je mehr man sich mit ihnen auseinander setzt, desto beeindruckender werden sie.


Tüpker, Rosemarie (Habilitation 2005)
Neu: jetzt alle Schriften der Habilitation als  kostenloses Download
Musiktherapie in Praxis, Forschung und Lehre.
Band 1: Beiträge zur Psychologie der Musik

mit folgenden andernorts veröffentlichten Einzelartikeln
  -  Musik – eine Zaubermacht? Kritische Untersuchung
     zur Bedeutung der Musik im Märchen
  -  Zum Musikbegriff der musiktherapeutischen Improvisation
  -  Wo ist die Musik, wenn wir sie nicht hören?
  -  Selbstpsychologie und Musiktherapie
  -  Musikhören als Gestalt
Band 2:  Beiträge zur Theorie und Praxeologie der Musiktherapie

mit folgenden andernorts veröffentlichten Einzelartikeln
  -  Musiktherapie in der Psychosomatik
  -  Vergewaltigung und sexueller Mißbrauch. Kein Thema für die Musiktherapie?
  -  Musik und Sprache als Mittel in psychologischer Behandlung und Forschung
  -  Zur Bedeutung künstlerischer Formenbildung in der Musiktherapie
  -  Musiktherapie: Hören und Verstehen
  -  Blickpunkt Musiktherapie: Tötungsphantasien heute und 'Euthanasie'
      im 'Dritten Reich'
  -  Nichts ist ohne Grund. Musiktherapie bei funktionellen Störungen
  -  Musiktherapie als Erweiterung des Behandlungsangebotes oder:
     Warum braucht die Psychiatrie die Kunst? 
  -  Morphologisch orientierte Musiktherapie
  -  Musik bis ins hohe Alter
  -  Musiktherapeutische Konzepte mit alten Menschen
  -  Einigung in Differenz. Zum Behandlungsauftrag der Musiktherapie
Band 3:  Beiträge zur Forschungsmethodik und Wissenschaftstheorie

mit folgenden andernorts veröffentlichten Einzelartikeln
  -  Wissenschaftlichkeit in kunsttherapeutischer Forschung
  -  Leitfaden zur Protokollierung musiktherapeutischer Behandlungen
  -  Forschen oder Heilen. Kritische Betrachtungen zum herrschenden
     Forschungsparadigma
  -  Morphological Research (mit Eckhard Weymann)
Band 4:  Beiträge zur Lehre

mit folgenden andernorts veröffentlichten Einzelartikeln
  -  Supervision im Erleben von Studierenden der Musiktherapie
  -  Supervision als Unterrichtsfach in der musiktherapeutischen Ausbildung
  -  Reflexion seelischer Verhältnisse in der musikalischen Improvisation
  -  Lehrmusiktherapie im veränderten Berufsfeld
Band 5: Lexikonartikel
(gibt es jeweils kostenlos dazu)
  -  Musiktherapie  (mit Manfred Kühn)
  -  Leiden-Können
  -  Methodisch-Werden
  -  Anders-Werden
  -  Bewerkstelligen
  -  Forschungsmethodik
  -  Sexueller Mißbrauch


Uchida, Hiromi (Diplomarbeit 2004)    
Interkultureller Vergleich von Gruppenmusiktherapie in Japan und Deutschland
In dieser Arbeit werden die unterschiedlichen methodischen Vorgänge der interkulturellen musiktherapeutischen Konzepte im Rahmen der Gruppenmusiktherapie in Japan und Deutschland untersucht. Im ersten Teil handelt sich um die Grundlage der allgemeinen Gruppentherapie. Im zweiten Teil werden die jeweiligen theoretischen Grundlagen und Gruppenfallbeispiele, bei der in Deutschland angewandten Musiktherapie, insbesondere psychoanalytische-, morphologische- und Nordoff-Robbins Musiktherapie erwähnt. Im dritten Teil wird über den Umgang mit der Musiktherapie in Japan geschrieben. Dabei werden die Überlegungen des Musik- und Musiktherapiebegriffes, geschichtlicher Überblick der japanischen Musiktherapie und einige besondere Konzepte, Fallbeispiele genannt, abschließend betrachtet. 

Weyers, Daria (Diplomarbeit 2006)    
Musiktherapie für Kinder mit ADHS
Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern Musiktherapie sinnvoll in der Behandlung von Kindern mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) eingesetzt werden kann. Um die Komplexität der ADHS darzustellen, wird zunächst das Störungsbild der ADHS in Hinblick auf den Entwicklungsverlauf, symptomatische und ätiologische Besonderheiten sowie mögliche Therapiemaßnahmen beleuchtet. Des Weiteren werden musiktherapeutische Möglichkeiten vorgestellt, die in der Literatur zu finden sind. Vor dem Hintergrund dargelegter Ansätze aus der Literatur wird die musiktherapeutische Arbeit mit zwei Kindern mit der Diagnose ADHS vorgestellt. Um einen umfassenden Eindruck zu vermitteln, werden beide Therapieverläufe vollständig skizziert, reflektiert  und anschließend gegenübergestellt.  
 
Witte, Mechthild (Diplomarbeit 1994)   
Psychologische Untersuchung zur Ausdrucksbildung beim Singen
Empirische Untersuchung der Ausdrucksbildung beim Singen, die mit Hilfe von qualitativen Interviews und ihrer Auswertung anhand der 6 Gestaltfaktoren aus der morphologischen Psychologie durchgeführt wurde. Vorangestellt ist die Bearbeitung einer Literaturauswahl zum Thema aus den Bereichen der Gesangskunst, der Gesangslehre und der Musiktherapie. Eine Zusammenfassung der 8 Interviews ist als Anhang beigefügt.  

Zänker, Isabell (Diplomarbeit 2007)  
Untersuchung der musikalischen Interaktion mit Menschen, die von Aphasie betroffen sind
Ausgangspunkt dieser Diplomarbeit ist ein zweimonatiges musiktherapeutisches Forschungsprojekt an einer Klinik für Neurologische Rehabilitation, die den Behandlungsschwerpunkt "Aphasie" hat. Die aus diesem Projekt eigens gesammelten
musiktherapeutischen Erfahrungen mit aphasischen Menschen,führt die Autorin ausführlich anhand von zwei Fallbeispielen im praktischen Teil dieser Arbeit aus. Dabei stellt sie zwei Patienten, die jeweils an einem anderen Aphasiesyndrom, der amnestischen und der globalen Aphasie, leiden, einander gegenüber. Hierbei beleuchtet die Autorin das musikalische Interaktionsverhalten dieser Patienten mit Hilfe von ausgewählten Improvisationen, welche in jeweils drei Therapieeinheiten entstanden sind. Diese Improvisationsbeispiele sollen dem Leser zunächst einen Einblick in die musiktherapeutische Arbeit mit diesen Menschen geben und zugleich eine gute Entwicklung ihres interaktiven Verhaltens veranschaulichen. Im theoretischen Teil wird das Thema "Aphasie" aus medizinischer, psychologischer und linguistischer Sicht erläutert. Die Autorin schenkt hierbei der Linguistik ihre größte Aufmerksamkeit, da die positive Entwicklung wissenschaftlicher Forschung zum Thema "Aphasie" im Wesentlichen dieser zu verdanken ist. Abschließend werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der musikalischen Interaktion mit diesen Menschen beider Aphasiesyndrome herausgearbeitet.
 
Ziegner, Monique (Diplomarbeit 2006)   
War das eine Lachen? - Untersuchung zur Wirksamkeit von Musiktherapie am Beispiel eines fünfjährigen Mädchens im Wachkoma
In dieser Arbeit wird anhand einer Skala der neuropsychologischen Diagnostik versucht, die Wirksamkeit von Musiktherapie nachzuweisen. Evaluiert werden Videoaufnahmen der Musiktherapie mit Clara, einem fünfjährigem Mädchen im Wachkoma. Im ersten Teil werden theoretische Hintergründe zum Begriff der Wirksamkeit, zu medizinischen und gesellschaftlichen Aspekten und zur musiktherapeutischen Arbeit in diesem Bereich beleuchtet. Daran schließt sich die Falldarstellung und Untersuchung mit der „Loewenstein Communication Scale“ an. In der Schlussbetrachtung werden kritische Fragen bezüglich der Forschungsmethodik aufgeworfen.
 
Ziova, Konstantina (Diplomarbeit 2004)    
Opfer der Gewalt – Grundlagen zur Behandlung kriegstraumatisierter Kinder
Über Jahrhunderte hinweg wurden die Menschen immer mit Kriegen und ihren schrecklichen Erlebnissen konfrontiert. Kinder, die sich in der Entwicklung befinden, müssen besonders in einem Krieg leiden. Millionen von Kindern müssen mit den schauderhaften Erinnerungen des Krieges, die Traumata verursachen, weiterleben. Musiktherapie kann diese Erinnerungen und das Leid der Kinder lindern. Durch die Musik, die ein kreatives, strukturiertes, vorsprachliches und uraltes Mittel ist, hat sie diese Fähigkeit: Den Kindern zu helfen, ihre Traumata zu überwinden und wieder Lebensfreude zu schenken.  
 

 

 


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