Musikalisches Exil

© WWU, Peter Wattendorff/privat

Michael Quante, Philosoph und Professor am Philosophischen Seminar der WWU, und Peter von Wienhardt, Pianist und Professor an der Musikhochschule der WWU laden am Freitag, dem 27. Januar, um 19:30 Uhr zum musikalisch-philosophischen Zwiegespräch in die Musikhochschule ein.

Die Reihe der Beispiele von widrigen Lebensläufen, in denen Künstlerinnen und Künstler das Schicksal des Exils auferlegt bekamen, ist lang: „Das Kapital“ wurde in England geschrieben, Heinrich Heine schickt seine Überlegungen „Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland“ von Paris aus 1834 in die Welt, und Walter Benjamins Passagenwerk muss in den 1930er Jahren ebendort versteckt werden. Richard Wagners Exil in Zürich, nachdem er in Sachsen steckbrieflich gesucht wurde, Sergei Prokofjews vom Stalinismus verursachtes Exil, der in den USA herausragende Werke schrieb, Isang Yuns Schicksal als nordkoreanischer Komponist, aber auch Franz Schuberts inneres Exil.

Für Künstler*innen und Philosoph*innen gleichermaßen wird das Exil zur aufgezwungenen Lebensform, die auf vielfältige Weise ihre Werke prägt. Das Zwiegespräch richtet die Scheinwerfer auf dieses ebenso alte wie hochaktuelle Thema und lädt das Publikum zum Mitdenken und Mitfühlen ein. Für den Konzertbesuch wird das Tragen einer FFP2- oder OP-Maske empfohlen, der Eintritt ist frei.