Archiv für den Tag: 29. Feb. 2012

Alle 1.166 Online-Bücher von Springer von 2005 bis heute

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Desideratum: Eindeutige Identifikation von Autoren

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Bei jeder Recherche in PubMed, in Scopus oder anderen Literaturdatenbanken kommt man an einem entscheidenden Punkt oft nicht weiter: Autoren, die einen verbreiteten Namen tragen wie Müller oder Kim oder Smith, lassen sich nicht eindeutig identifizieren, d.h. bei der Suche wird man mit allen Medizinern zugemüllt, die Müller W., Kim Y. oder Smith K. heissen und nicht nur dem Kardiologen aus Frankfurt, dem Onkologen aus Seoul oder dem Pädiater aus Boston, den man eigentlich sucht. Doch dies trifft beileibe nicht nur auf Allerweltsnamen zu, denn die Zahl an Autoren steigt rasant: In den STM-Fächern wird sie auf 7 Mio. geschätzt mit einer Zuwachsrate von 200.000 pro Jahr, über alle Fachgebiete rechnet man mit 20 Mio. Autoren bei 600.000 Neuzugängen jährlich.

Eine eindeutige Identifikation von Autoren, mittels einer weltweit singulären ID, ist also ein echtes Desiderat und wäre ein großer Fortschritt, nicht nur für die Suchenden, sondern auch für die Autoren selber: Ihre Publikationen liessen sich unproblematisch finden und an einer Stelle zusammenführen, was Visualisierung von Co-Autorschaften und Ermittlung von Bewertungen wie Impact-, Eigen– oder H-Indexen erleichtert.

Bei der Unzahl an fachlichen, nationalen, internationalen und kommerziellen Ansätzen für Autoren-IDs (oder PAI = Persistent Author Identification) verliert man schnell den Überblick, was für einen persönlich wirklich wichtig und nützlich ist. Angesichts des Werberummels mancher Firmen drängt sich ja der Gedanke auf, man würde von der Entwicklung abgehängt, wenn man sich nicht schnellstens eine ID in jedem dieser Systeme sichern würde.

Ganz so schlimm ist es jedoch nicht, wie Helge Steenweg in seinem gut geschriebenen Artikel Eindeutige Autoren-Identifikation – (PAI – Persistent Author Identification) – Versuch einer Annäherung (Abi-Technik 30(4)240-251; 40$) resümiert. Neben einer Beschreibung der bisherigen Ansätze gibt er einen Ausblick auf die neue ORCID-Initiative, die bei der Zusammenführung der bisherigen Identifikatoren eine große Bedeutung zukommen wird.

Bestehende Ansätze für Autor Identifikationen:

  • arXiv.org Author-ID
  • Nationale Personennamendatei (PND)
  • Digital Autor Identification (DAI)
  • Names-Project (JISC, UK)
  • WorldCat Identities
  • Virtual International Authority File (VIAF)
  • International Standard Name Identifier (ISNI)
  • Microsoft Academic Search
  • ProQuest COS Scholaruniverse
  • ResearcherID (Thomson Reuters, Web of Science)
  • ScopusID (Elsevier, Scopus)
  • ORCID (Open Resource and Contributor ID, Wikipedia-Eintrag)

Foto: ResearcherID/Web of Science Citation Map

Die neuen Impact Faktoren 2010 sind da

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Die Impact Faktoren 2010 stehen ab sofort unter http://isiknowledge.com/JCR/ zur Verfügung. Es sind auch die Impact Faktoren der Social Sciences Titel enthalten. Zusätzlich zu den Impact Faktoren werden der „5-Jahres-Impact Faktor“, der „Eigenfactor Score“ und der „Article Impact Score“ jeder Zeitschrift angezeigt.

Neu ist der Journal Self Cites, der die Selbstzitierungen und ihren Anteil am Impact Faktor analysiert sowie Rank-in-Category: das Ranking einer Zeitschrift innerhalb der Subject Category. Letzteres wird durch den Impact Factor box plot visualisiert, siehe unten für das NEJM:

nejm

Alle Titel mit Impact Faktor finden sie unter http://researchanalytics.thomsonreuters.com/m/pdfs/jcr-full-titles2010_cs5.pdf.

Interessant:
In den letzten drei Jahren wurden mehr als 1.600 Zeitschriften neu zum Web of Science hinzugefügt. Etliche dieser Titel haben auch einen Impact Faktor bekommen (PDF-Liste).

Zwei deutschsprachige Zeitschriften (Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin und Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie) wurden wegen „exceptionally high self citation rate“ aus der Impact Faktor-Liste ausgeschlossen.

Unter den 20 Zeitschriften mit dem höchsten Impact Faktor sind 9 von Nature, 5 von diversen Fachgesellschaften und je 2 von Annual reviews, Elsevier und Wiley.


Unter der gewohnten Adresse https://www.uni-muenster.de/ZBMed/zeitschriften/impact/ finden Sie zur Zeit nur die Impact Faktoren 1994-2009. Wir werden die 2010er IFs zeitnah einarbeiten.

Herzlich willkommen, liebes Severo Ochoa-Semester!

prezi

Die Zweigbibliothek Medizin der Medizinischen Fakultät begrüßt Sie herzlich in Münster! Im Erstsemester-Info (PDF) finden Sie alles, was Sie für den Start ins Studentenleben brauchen – jedenfalls bibliotheksseitig. Wir tun alles, um Ihnen bei den ersten Schritten behilflich zu sein. Die meisten Fragen lassen sich per Email (info@zbmed.ms), Telefon (0251-83/58560) oder an Leihstelle und Auskunft (Domagkstraße 9) sicher leicht klären.

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Die Aktivierung Ihrer neuen Studierendenkarte als ULB-Benutzungsausweis können Sie online vornehmen. Sie erhalten eine Nachricht an Ihre WWU-E-Mail-Adresse, wenn die Aktivierung erfolgt ist und Sie Ihre Studierendenkarte als ULB-Benutzungsausweis einsetzen können. Wenn Sie Ihre Studierendenkarte nicht online aktivieren möchten, sondern in der Bibliothek, dann ist das auch problemlos möglich. Bringen Sie bitte dazu einen amtlichen Lichtbildausweis (Personalausweis, Reisepass) mit. Ausführlichere Informationen finden Sie hier.

Spezielle Angebote der Bibliothek für Studierende finden Sie ebenso auf unserer Homepage wie die Erstsemestereinführung. Wir wünschen Ihnen einen guten Studienbeginn!

Ihr Bibliotheksteam

7,56 Millionen Volltexte in PubMed

Greg Klee-Globe Staff Photo Illustration

Mit heutigem Datum stehen Ihnen mehr als 7,5 Mio. Volltextartikel in PubMed zur Verfügung – genau 7.559.398. Von diesen Artikeln wurden 5,85 Mio. von der Zweigbibliothek Medizin lizenziert (als Universitäts- oder National-Lizenz) und weitere 1,7 Mio. stehen als Open Access oder Embargo-Zeitschrift frei zur Verfügung. Dies entspricht ca. 37% aller PubMed-Zitate.

Zusätzlich sind hundertausende weitere Volltext-Artikel von der Bibliothek lizenziert, aber aus folgenden Gründen nicht in PubMed nachgewiesen:

  • Die Zeitschrift wird nicht von PubMed indexiert (deutschsprachige oder ältere als 1945)
  • Die Zeitschrift liefert PubMed keine Volltext-Links
  • Die Volltext-Links in PubMed zeigen auf eine nicht lizenzierte Version der Zeitschrift

Denken Sie also immer daran, dass Sie sich nicht nur auf den orangen Volltext-Button in PubMed verlassen können, sondern zusätzlich noch unser Zeitschriftenverzeichnis konsultieren!


PubMed umfasst über 20 Millionen Zitate für biomedizinische Literatur aus Medline, biowissenschaftlichen Zeitschriften und Online-Büchern. Die Zitate und Abstracts aus PubMed erfassen die Bereiche Medizin, Krankenpflege, Zahnmedizin, Veterinärmedizin, Gesundheitswesen und vorklinische Fachgebiete. PubMed bietet auch Links zu relevanten Websites und zu den anderen NCBI-Ressourcen wie z.B. Gen- oder Proteindatenbanken. PubMed ist eine kostenfreie Datenbank, die vom National Center for Biotechnology Information (NCBI) der US National Library of Medicine (National Institutes of Health) betrieben wird.

Foto: Greg Klee-Globe

American Medical Association: Journals Backfile Collection

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Mit finanzieller Unterstützung durch das Dekanat konnte die Zweigbibliothek Medizin folgende Zeitschriften-Archive der American Medical Association erwerben:

Archives of dermatology
1.1920 – 133.1997

Archives of family medicine
1.1992 – 9.2001

Archives of general psychiatry
1.1959 – 54.1997

Archives of internal medicine
1.1908 – 157.1997

Archives of neurology / früher AMA Archives of Neurology (and psychiatry)
1.1919 – 81.1959 und 1.1959 – 54.1997, ab 55.1998 als Lizenz

Archives of ophthalmology
1.1929 – 115.1997

Archives of otolaryngology – head & neck surgery
1.1925 – 123.1997

Archives of pediatrics and adolescent medicine / früher (American) Journal of diseases in children
1.1919 – 147.1993, 148.1994 – 151.1997, ab 152.1998 als Lizenz

Archives of surgery
1.1920 – 132.1997

Journal of the American Medical Association : JAMA
1.1883 – 278.1997, ab 279.1998 als Lizenz

Sowohl in der EZB als auch in PubMed sind diese Bestände bereits verlinkt.

UpToDate: Version 18.2 online

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Die klinische Reviews-Datenbank UpToDate wurde aktualisiert und steht nun in der Version 18.2 zur Verfügung.

Bitte beachten Sie: UpToDate steht nicht mehr unter der alten Adresse utdol.com oder uptodate.com zur Verfügung, sondern nur noch unter http://www.uptodate.com/online.

Die folgenden Fachgebieten werden abgedeckt: Adult Primary Care, Allergy, Cardiovascular Medicine, Critical Care, Dermatology (new!), Diabetes, Emergency Medicine, Endocrinology, Family Medicine, Gastroenterology, Gynecology, Hematology, Hepatology, Hypertension, Immunology, Infectious Diseases, Internal Medicine, Nephrology, Neurology, Obstetrics, Oncology, Pediatrics, Psychiatry (new!), Pulmonology, Rheumatology, Sleep Medicine, Surgery, and Women’s Health. Darüber hinaus stellt UpToDate Drug und Patient Information sowie Calculators (Konversionstabellen und Umrechnungstools) zur Verfügung.

45% aller Übersichtsarbeiten werden alle vier Monate aktualisiert, eine Auswahl finden Sie in den Informationen über die neuesten Änderungen.

Im Bereich „Practice changing UpDates“ werden neue Empfehlungen und Updates besprochen, die sehr wahrscheinlich die bisher übliche klinische Praxis ändern werden. Diese Konzepte sind auch in den What’s New Themen enthalten und werden dort im Detail diskutiert.

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Suchtipp: UpTodate “hat einen neuen Button eingeführt. „Back to Search Results“ macht es einfacher, vom Review wieder zu den Suchergebnissen zurückzukommen.

In den nächsten 6-9 Monaten wird UpToDate übrigens die Verteilung via DVD einstellen. Es wird dann nur noch Online zu abonnieren sein.

Rapidoc per Smartphone

Unser neuer Artikelbestellservice Rapidoc ist nun auch auf Smartphones verfügbar. Da die zugrundeliegenden Abfragen von der ZB Med mit den flexiblen Werkzeugen PHP/MySQL verwaltet werden, war die Anpassung an die kleinere Displaygröße problemlos möglich. Die entsprechende Bestellseite finden Sie auf der Mobilen Webseite der ZB Med (zbmed.ms/m) unter dem Menüpunkt Medien oder direkt unter zbmed.ms/m/resources/artikel.html.

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Zur Vergrößerung auf die Screenshots klicken

Auf dem iPhone kann für die Rapidoc-Bestellseite sogar ein Lesezeichen für den Homebildschirm hinzugefügt werden (s.u.), was den direkten Zugriff auf diese Seite ermöglicht.

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20 Mio. Artikel: PubMed geht nun zurück bis 1947

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Als die ursprüngliche Datenbank – damals noch unter dem Namen MEDLINE (Index MEDicus onLINE) – im Jahr 1971 debütierte, enthielt es ausschließlich Zitate auf Zeitschriftenartikel nach 1966. Zwanzig Jahre später, in den 90er, begann der Hersteller – die National Library of Medicine – jedoch mit der retrospektiven Erfassung älterer Zeitschriftenliteratur; so konnten z.B. mehr als 307.000 Zitierungen aus den Jahren 1964 und 1965 auf einen Schlag vom Kölner DIMDI übernommen werden (die NLM selber hatte diese Zitate längst gelöscht). PubMed bewegt sich seitdem stetig rückwärts in der Zeit.

Mit der jüngsten Ergänzung von 60.000 Artikelzitaten aus dem Jahre 1947 enthält PubMed nun mehr als 20 Millionen Records aus 63 Jahren Indizierung biomedizinischer Fachliteratur.

Die NLM kommentiert dieses erneuten Meilenstein stolz:

Harry Truman was President, gas cost 15 cents a gallon, the transistor was invented, and internationally renowned surgeon Dr. Michael DeBakey was publishing articles on the US Army’s World War II experience with battle injuries, military surgery, and the use of streptomycin therapy. Citations to these and more than 60,000 other articles indexed in the 1947 Current List of Medical Literature (CLML) are now available in the National Library of Medicine® (NLM®) MEDLINE®/PubMed database.

Elsevier entscheidet: Keine Bibliotheksausleihe für neue mediscript-Auflage

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Wie der ein oder andere bereits erfahren hat, wechselt der mediscript-Herausgeber Elsevier das Format dieser beliebten Prüfungsanwendung: Statt einer kopiergeschützten CD, die sich überall installieren ließ, wird die neue DVD des Hammerexamens nicht mehr ausleihbar sein. Dies betrifft nicht nur Münster, sondern alle Bibliotheken.

Technischer Hintergrund: Die neuen Auflagen von Hammerexamen (28. Januar) und Physikum (Mitte Juni) müssen per Online-Freischaltung aktiviert werden und sind dann nur noch an einem PC benutzbar. Eine Ausleihe wäre damit ein Geschenk für den ersten Student, für alle nachfolgenden Ausleiher wäre die DVD unbrauchbar geworden. Im Gegensatz dazu können die alten Auflagen weiterhin bei uns ausgeliehen werden.

In einer Stellungnahme von Elsevier wird deutlich, dass der Verlag wirtschaftliche Einbußen durch unerlaubtes Kopieren und Weitergeben der CD (und Bibliotheksausleihen?) nicht länger hinnehmen wollte. Der Kopierschutz war dazu offensichtlich nicht verläßlich genug bzw. führte zu Computerabstürzen. So hat man sich dazu entschlossen, die neue DVD mit einem Onlineschlüssel an einen und nur einen PC zu binden.

Elsevier hatte bereits mit dem StudentConsult-Modell bibliotheks-inkompatible Medien eingeführt. Auch die E-Lehrbuch-Lösung von Elsevier verhindert mit einer straffen DRM-Inhaltssicherung eher die Nutzung, als dass es sie fördert.

Resultat: Es gibt keine Garantie mehr, sich alle gängigen Werke in der Bibliothek ausleihen zu können. Man muss also wieder selber tiefer in die Taschen greifen. Wenn Sie das nicht unkommentiert hinnehmen wollen, können Sie Ihre Meinung der Geschäftsführung von Elsevier Deutschland unter gf@elsevier.de gerne mitteilen…

Die institutionellen Portallösungen á la Springer Das Erste, Thieme examen online und (demnächst auch wohl) Elsevier könnten eine Lösung sein, sind aber nicht aus dem normalen Etat der Bibliothek zu finanzieren.

Medical iPhone Apps cont.

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Anlässlich der kurz bevor stehenden Höchstgrenze von 100.000 Apps für das iPhone möchte ich an dieser Stelle gerne den Beitrag vom 28.09.09 fortsetzen. Das Muscle Head and Neck System von 3D4Medical.com ist nicht nur für Studierende der Zahnmedizin ein must have. Die 3D Grafiken haben die bekannte Qualität und sind ein wahrer Augenschmauss. Dieses iPhone App ist für eine begrenzte Zeit kostenlos und soll auf die Pro-Version hinweisen, die allerdings 15,99 Euro kostet. Bisher läuft es seit 14 Tagen ohne Einschränkung.

Impact Faktoren in der mobilen Version der ZB Med Webseite

Dr. Stupp aus der Augenheilkunde machte uns heute dankenswerterweise auf einen Fehler im Abfrageskript der Impact Faktoren in der mobilen Version der ZB Med Webseite aufmerksam, der dazu führte, dass in der Anzeige der Subject Categories nur jede zweite Zeitschrift aufgeführt wurde. Wir haben den Fehler sofort behoben und bitten um Entschuldigung für etwaige zwischenzeitliche Unannehmlichkeiten.