Archiv der Kategorie: Datenbanken

AMBOSS Blog: Akute Pankreatitis: ‚Die klinisch schwierigste Frage‘

Die Koordinatorin der neuen DGVS-Leitlinie “Pankreatitis” – Prof. Dr. med. Julia Mayerle – hat im Podcast über die akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse gesprochen. Wann eine ERCP indiziert ist und welche weiteren Empfehlungen nun gelten, lässt sich in diesem Transkript nachlesen.

AMBOSS: Wir wollen direkt in einen beispielhaften Fall einsteigen: Ich bin Assistenzärztin in der Rettungsstelle. Es ist später Samstagnachmittag, ich habe Dienst. Und nun stellt sich eine 42-jährige Patientin bei uns vor mit Bauchschmerzen seit dem Vorabend sowie Übelkeit und Erbrechen. Was könnte mir diese Patientin noch in der Anamnese erzählen, damit ich differenzialdiagnostisch an eine akute Pankreatitis denke?  

Prof. Dr. med. Julia Mayerle: Die Patientin wird Ihnen wahrscheinlich sagen, dass sie an plötzlich einsetzenden, meist gürtelförmigen Oberbauchschmerzen mit Ausstrahlung in den Rücken gelitten hat, die häufig auch mit Erbrechen einhergehen, und dass sie diese Schmerzen, die sie verspürt, noch nie so erlebt hat. Das heißt, sie ist schmerzgekrümmt und es geht ihr wirklich schlecht. Sie ist wahrscheinlich auch eher tachypnoeisch. Sie zieht die Beine an und ist schwer auf der Liege zu halten.

Weiter zum vollständigen Transkript.

Das Lernkarten- und IMPP-Fragenprogramm Amboss von Amboss GmbH für die Vorklinik und Klinik, steht allen Medizinstudierenden für unbegrenztes Kreuzen per Browser bzw. App (iOS und Android) zur Verfügung.

Weitere Infos zu Amboss hier.

 Grafik © Amboss GmbH

Womit wird in Münster gekreuzt? Wechsel von examen online zu Amboss


Die Zahl der gekreuzten Fragen bei examen online Vorklinik nimmt deutlich ab.

Nachdem zum Physikum im Frühjahr 2017 noch kräftig mit examen online vom Thieme-Verlag gekreuzt worden war (knapp 1 Mio. Fragen im Februar), brach die Nutzung im Herbst um bis zu 95% ein und auch in den ersten drei Monaten 2018 konnte keine Erholung der Nutzung festgestellt werden (s. Abb. oben).

Die Gesamtzahl der in den vergangenen Jahren gekreuzten Fragen stieg von rund 3 Mio. in 2011-2014 auf etwas über 4 Mio. in 2015-2017. Dieser Anstieg ging parallel mit dem Angebot von Amboss.

Wie die Zahl der neu hinzugekommenen Nutzer (‚activations‘) bei beiden Services zeigt, steigt die Zahl der Neuregistrierungen 2-3 Monate vor den Prüfungen (s. Abb. oben).

8.558 Dissertationen … und es werden täglich mehr

Die Dissertationen der Medizinischen Fakultät der Universität sind eine wichtige Informationsquelle sowohl für die Einrichtungen als auch für die Doktoranden. Da man in unserem Buchkatalog jedoch nur nach dem Autor oder dem Titel suchen kann, hat die ZB Med in Eigenregie eine spezielle Datenbank der Münsteraner Medizindissertationen der letzten 27 Jahre aufgesetzt, die es ermöglicht auch nach dem Referenten (Doktorvater, Koreferent) und dem Institut/der Klinik zu suchen. Diese Datenbank enthält nun genau 8.558 Doktorarbeiten. In der obigen Grafik sehen Sie die Verteilung nach Promotionsjahr. Bei der Zahl der Dissertationen pro Jahr ist ein Rückgang deutlich zu erkennen: Während 1996 noch 400 Dissertationen abgelegt wurden, ist die Anzahl in den vergangenen zehn Jahren (bis auf 2004 und 2008) immer unter 300 geblieben.

Wenn Sie sich darüber informieren wollen, welche Dissertationen überhaupt in den letzten Jahren an der Medizinischen Fakultät geschrieben wurden, können Sie das Suchformular benutzen. Die Dissertationen, die nicht online über MIAMI zugänglich sind (‚rot‘ hervorgehobener Autor), müssen (mit Angabe der Signatur) an der Leihtheke der ZB Med bestellt werden.

In der Kategorie Promotion/Habilitation unseres Wissenswikis finden Sie weitere Informationen zum Thema, u.a. wie Sie Münsteraner Dissertationen vor 1990 oder alle deutschen Dissertationen seit 1913 finden können.

656 Dissertationen (8%) wurden übrigens an externen Einrichtungen wie nicht-medizinischen Fakutltäten oder den Krankenhäusern in der Umgebung abgelegt, davon alleine 54 an der Chirurgischen Abteilung des akademischen Lehrkrankenhauses Marienhospital Euskirchen und 12 am Nephrologischen Zentrum Emsland. Eine Liste finden Sie hier:

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Amboss: Alle Physikums-Fragen Frühjahr ’17 sind online

Die Generalprobe für alle, die im August ihr Examen schreiben. Die Multiple-Choice-Fragen wurden intensiv auseinandergenommen und die Kommentierungen zu jeder Antwortmöglichkeit heiß diskutiert, bis sicher war, dass nun aus jeder einzelnen der größtmögliche Lerneffekt erzielt werden kann.

Das Frühjahr 2017-Physikum ist natürlich mit im Physikums-Lernplan verankert, so dass es auch über die Individuellen Sitzungen aufgerufen werden kann (nicht vergessen: Vorklinik-Modus aktivieren).

Amboss ist ein Lernkarten- und IMPP-Fragenprogramm von Miamed für die Vorklinik und Klinik, das allen Medizinstudierenden vom 1.1.-31.12.2017 via Campuslizenz für unbegrenztes Kreuzen per Browser bzw. App (iOS und Android) zur Verfügung steht.

Die Anleitung zur Freischaltung der Campuslizenz findet sich hier.

Grafik: © Miamed GmbH

2017 gibt es eine Campuslizenz für Amboss

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Soeben erreicht uns die Nachricht, dass – vorbehaltlich der Zustimmung durch das Rektorat – unser Antrag genehmigt wurde, die Campuslizenz für Amboss zu verlängern. Damit wird Amboss allen Medizinstudierenden vom 1.1.-31.12.2017 für unbegrenztes Kreuzen im Browser und als App zur Verfügung stehen.

Amboss ist ein Lernkarten- und IMPP-Fragenprogramm von Miamed für die Vorklinik und Klinik, das per Browser bzw. App (iOS und Android) benutzt werden kann.

Projekt easystudium stellt Amboss zur Verfügung

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Amboss ist ein klinisches Lernkarten- und IMPP-Fragenprogramm von Miamed, das per Browser bzw. App (iOS und Android) benutzt werden kann. Die easystudium-Teilnehmer aus den klinischen Semestern erhalten automatisch einen Freischaltcode für Amboss von der Zweigbibliothek zugeschickt. Diese Code ist gültig bis Ende 2015 und erlaubt unbegrenzten Zugriff auf die Lernkarten sowie das Kreuzen von 500 Fragen im Monat.

Bitte beachten Sie: Nur die Teilnehmer am Projekt easystudium bekommen einen kostenlosen Freischaltcode von der Bibliothek – und nur diejenigen aus den klinischen Semestern. Sie können sich aber nachträglich unter dieser Adresse für easystudium anmelden. Wir werden uns dann bei Ihnen melden, sobald wir Sie in das Projekt aufnehmen.

Impact Faktoren 2013 (Release 2014) nun auch mit Klasseneinteilung


Zeitlicher Verlauf der Impact Faktoren für das Journal NEJM (Anklicken zum Vergrössern)

Die Impact Faktoren 2013 für über 8.474 Zeitschriften stehen ab sofort (zusätzlich zu dem Web-Angebot) auch unter der gewohnten Adresse https://www.uni-muenster.de/ZBMed/zeitschriften/impact/ zur Verfügung. Im Gegensatz zur Suche beim „original“ Journal of Citation Reports zeigt Ihnen diese Webseite den Verlauf der Impact Faktoren seit 1994 (s.o.) und vor allem die Klasseneinteilung der Journale (wichtig für die Habilitation).


Klasseneinteilung der Category Anesthesiology (Klicken zum Vergrössern)

Die obige Tabelle zeigt drei zusätzliche Parameter an, die für Sie interessant sein könnten:

  • 5 Year Impact Factor: Wie oft Artikel aus den letzten 5 Jahren in 2013 zitiert wurden.
  • Eigenfactor: Eine kostenfreie Alternative zu der Thomson Reuters Zitierungsdatenbank „Journal Citation Reports“, die auch die Zitierungen durch Zeitungen etc. bewertet. Nicht korrigiert gegen Artikelzahl.
  • Article Influence: Eigenfactor dividiert durch die Anzahl der Artikel einer Zeitschrift, ist somit vergleichbar mit dem Impact Factor.

Bitte denken Sie daran, dass die Impact Faktoren der Social Sciences Titel nur unter isiknowledge zu finden sind.

Neue Datenbank: International Guideline Library

Die International Guideline Library (I-G-L) enthält mehr als 6.400 Guidelines, Evidence Reports und verwandte Dokumente

Die I-G-L wird erstellt vom Guidelines International Network, gegründet 2002. Das deutsche Büro von G-I-N ist im Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin, Berlin.

G-I-N ist der größte weltweit tätige Zusammenschluss von Organisationen und Gesundheitswissenschaftlern, die sich für die Entwicklung und Nutzung von Leitlinien zugunsten evidenzbasierter Gesundheits– und Patientenversorgung einsetzen. Das Guidelines International Network besteht seit 2002 und zählt fast 100 Organisationen und viele Experten aus 46 Staaten aller Kontinente zu seinen Mitgliedern. G-I-N sieht seine Mission darin zwischen allen internationalen Arbeitsgruppen, die Leitlinien entwickeln, adaptieren und implementieren, die Arbeit und Zusammenarbeit anzuleiten, zu stärken und zu unterstützen. (mehr / PDF)

Ein Beispiel für eine aktualisierte (bzw. neue) Leitlinie im letzten Monat ist z.B. Screening for Prostate Cancer: A Guidance Statement from the Clinical Guidelines Committee of the American College of Physicians.

Neue Datenbank: Dermatology online with Interactive Technology

DOIT (Dermatology online with Interactive Technology) ist eine ineraktive, systematische und Fall-basierte, mehrsprachige online e-Learning Plattform für Studierende der Medizin. Ihre modulare Struktur folgt dem physiologischen stufenweisen Lernprozess mit Lernen, Üben, Testen mit Lernspielen, Feedback und Wiederholung mit kurzen Podcasts sowie Zugang zu Unterlagen der Heim-Universität.

Die kostenlose Anmeldung für Studierende erfolgt über http://www.cyberderm.net/home/registration.html. Die Universität muss sich zuvor kostenlos bei DOIT anmelden, dann wird sie in die Liste der Universitäten im Anmeldeformular aufgenommen. Die WWU ist bereits angemeldet.

ULB-Katalogdaten als „Linked Open Data“ freigegeben

Die Universitäts- und Landesbibliothek meldet mit Datum vom 28.02.2012:

Die ULB Münster hat die Daten ihres Katalogs zur uneingeschränkten Weiterverwendung freigegeben. Die etwa 3,4 Millionen Datensätze umfassen einen Großteil der wissenschaftlichen Literatur im Bibliothekssystem der Uni Münster, einschließlich der Verknüpfungen zu den dort verfügbaren elektronischen Volltexten. Die Daten werden als „Linked Open Data“ und unter der „Creative Commons Zero“-Lizenz veröffentlicht. Für die Abfrage und die Verknüpfung der Katalogdaten ergeben sich hierdurch neue Möglichkeiten. So können Wissenschaft und Forschung, aber auch Programmierer und Tüftler auf Grundlage dieser Daten ohne weitere Einschränkungen neue Anwendungen sowie Recherche- und Auswertungsinstrumente entwickeln.

Mit der Freigabe der Daten des ULB-Katalogs unterstützt die ULB Münster nachdrücklich den freien Zugang zu wissenschaftlicher Information und liegt damit voll auf dem Kurs der WWU Münster. Im Rahmen der Initiative LODUM (Linked Open Data University of Münster) unterstützt die Hochschule als erste Universität in Deutschland zentral die Erforschung und Nutzung dieser Technologie. „Für uns ist die Veröffentlichung der Katalogdaten daher auch nur der erste Schritt“, betont Dr. Beate Tröger, Direktorin der ULB. Die Bibliothek will ihre Angebote in diesem Bereich kontinuierlich ausbauen und optimieren.

Ähnlich wie bei der bekannteren „Open Access“-Initiative, für die sich die ULB bereits seit vielen Jahren engagiert, steht auch beim „Linked Open Data“-Konzept der Gedanke des freien weltweiten Austauschs von Literatur und Informationen im Zentrum. Während es aber bei „Open Access“ um die publizierten wissenschaftlichen Informationen selbst geht, dreht sich bei der bibliothekarischen Datenfreigabe alles um Informationen über Informationen. „Die sogenannten „Metadaten“ gehören von je her zum Kerngeschäft von Bibliotheken“, erklärt Jörg Lorenz, Leiter des Dezernats Digitale Dienste. Ohne Daten dieser Art sei es schlicht unmöglich, durch die immer größer werdende Informationsflut hindurch an wissenschaftlich relevante Veröffentlichungen zu gelangen.

Ein Gesamtabzug des ULB-Katalogs kann heruntergeladen werden, die Daten liegen in dem Format RDF/ISO2709 vor.

Direkt genutzt werden können die Daten über LODUM (http://data.uni-muenster.de/) oder: http://lobid.org, einen Service des Hochschulbibliothekszentrum des Landes NRW.

Weitere Informationen:

LODUM
Creative Commons Zero

Foto (c): dannywilde – Fotolia.com

Mit disco ins Buch hinein schauen

disco

Wie berichtet sucht die Metasuchmaschine disco in nur einer Anfrage gleichzeitig nach über 3,5 Mio. Büchern, über 200 Mio. Artikeln und über 100.000 Zeitschriften.

Seit Freitag letzter Woche kann man mit disco tiefer in ein Buch hineinschauen. Man kann nun außer Autoren, Titel und Verlag auch Inhaltsverzeichnisse durchsuchen! Dies ermöglicht das so genannte Catalogue Enrichment, mit dem 240.000 Inhaltsverzeichnisse von Büchern unseres Bestands erfaßt wurden. Das Projekt läuft seit Herbst 2005 an der USB Köln und der ZB MED und hatte 180.000 Inhaltsverzeichnisse retrospektiv gescannt und mit einer OCR-Schrifterkennung bearbeitet. Seit Januar 2006 scannt das HBZ Köln gemeinsam mit fünf Partnerbibliotheken sämtliche Neuerwerbungen. Da die ZB Med Köln eine der fünf Bibliotheken ist, stehen für fast alle unsere Bücher Inhaltsverzeichnisse ab dem Jahr 2000 zur Verfügung.

Der Text aus den digitalisierten Inhaltsverzeichnissen wurde dann in disco suchbar gemacht. Suchtreffer in den Inhaltsverzeichnissen werden im Tabreiter „Details“ dargestellt und soweit möglich farblich hervorgehoben. Weiterhin findet man neben dem Details-Tabreiter einen Link „Inhaltsverzeichnis“, der im neuen Fenster zum vollständigen Inhaltsverzeichnis im pdf Format führt.

Beispiel

Eine Suche nach „Hugo Van Aken“ findet nun nicht nur zahlreiche Bücher und Zeitschriftenartikel mit dem Autor „van Aken“, sondern das Buch „Neurochirurgie“ von Dag Moskopp und Hans Arnold, in dem Prof. Van Aken zusammen mit Frank Hinder das Kapitel 3.1 „Grundzüge der Neuroanästhesie und Neurointensivmedizin“ geschrieben hat (s. Abb. unten). Vor Freitag letzter Woche wäre dieses Kapitel nicht zu finden gewesen: Doch mit der jetzigen, kühnen Neuerung ist der Beitrag von Prof. van Aken dem Orkus des Vergessens entrissen worden!

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Foto: jovino at flickr

Cochrane Journal Club

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Die Bibliothek der Medizinischen Fakultät Mannheim macht uns auf den Journal Club der Cochrane Library aufmerksam:

Sie wollen nicht länger nach Artikeln recherchieren, die Sie beim nächsten “Journal Club” vorstellen können? Der Cochrane Journal Club ist ein Angebot der [[http://medbib.klinikum.uni-muenster.de/wiki/CochraneLibrary Cochrane Library]] mit allen wichtigen Informationen, um einen Artikel auf Ihrer nächsten Teamsitzung vorstellen und diskutieren zu können.

Der kostenlose Cochrane Journal Club erscheint monatlich und richtet sich an Kliniker, Studierende und Wissenschaftlerinnen. Das Angebot umfasst die Besprechung eines aktuellen Cochrane Reviews mit:

  • Hintergrundinformationen
  • einem Podcast, der die wichtigsten Fakten zusammenfasst
  • möglichen Diskussionsfragen
  • einer PowerPoint-Präsentation mit den wichtigsten Bildern und Tabellen zum Herunterladen
  • der Möglichkeit, den Autoren des Reviews Fragen zu stellen

Bitte beachten Sie, dass ab 2010 die zentrale Cochrane-Datenbank der Systematischen Übersichtsartikel (Cochrane Database of Systematic Reviews) nicht mehr vierteljährlich aktualisiert wird, sondern monatlich!

Dank eines Deutschlandweiten Konsortiums ist die Cochrane Library nun direkt beim Anbieter zugänglich unter der Adresse:

www.thecochranelibrary.com