
Im Namen von RefWorks möchte die ULB Münster auf folgende Online-Schulungen am Dienstag und Donnerstag dieser Woche sowie Ende Juni hinweisen.

Im Namen von RefWorks möchte die ULB Münster auf folgende Online-Schulungen am Dienstag und Donnerstag dieser Woche sowie Ende Juni hinweisen.

In den letzten Tagen gab es einen regelrechten Hype um die neue Suchmaschine WolframAlpha. Alles mögliche wurde ihr angedichtet und von ihr erwartet – ein Zeichen einer beginnenden Google-Überdrüßigkeit? Nun ist sie raus und die ersten Benutzerberichte und Tests trudeln ein. Dr. Thomas Stamm aus der Kieferorthopädie hat sich einmal die Mühe gemacht, WolframAlpha genauer zu testen. Er kommt zu einem sehr ernüchternden Ergebnis:
Die rechnende Wissensmaschine WolframAlpha hat in den vergangenen Wochen für erhebliches Aufsehen gesorgt. Schon vor dem Start wurde sie als „Google-Killer“ bezeichnet und auch die Präsentation von Stephen Wolfram am Berkman Center for Internet & Society at Harvard University liess die Forscher-Herzen höher schlagen. Seit gestern ist WolframAlpha online und ich habe die computational knowledge engine mit aktuellen Forschungsfragen gefüttert.
Die erste Frage bezog sich auf eine Hausarbeit meines Sohnes zum Thema Lebensmittelchemie: Die Funktion des Eidotters und des Eiklars. Ergebnis: 1. Wolfram Alpha versteht kaum deutsch, obwohl er mit deutschen Städtenamen wenig Probleme hat. Auch die Eingabe von „function chemistry yolk“ quittiert die Maschine mit „Wolfram Alpha isn’t sure what to do with your input.“ Bei „yolk“ findet sich dann aber doch „food“ und „ingredient“. Die zweite Frage bezog sich auf mein Fachgebiet, die Kieferorthopädie. Leider wurden auch hier alle Fragen mit „Wolfram Alpha isn’t sure what to do with your input.“ beantwortet, doch rudimentäre Kenntnisse über die Berufsgruppe hat die Maschine. „Oral health“ ist ihr ebenfalls unbekannt, doch bei „oral“ lokalisiert sie einen Ort in Kazakhstan.
Fazit: Mit meinem Test liege ich klar unter den (teils ebenfalls enttäuschenden) Ergebnissen von Technology Review. Die Kieferorthopädie scheint keinen Schwerpunkt bei Wolfram Alpha zu haben, wie beispielsweise Physik oder Ingenieurwesen, daher muss ich weiterhin brav googlen. Vielleicht profitieren andere medizinische Fachdisziplinen mehr von Wolfram Alpha. Weitere Erfahrungsberichte währen höchst interessant. Vielleicht hängt aber auch alles von der Art der Fragen ab. Aus dem Science Fiction Genre weiss man ja, dass solche „Super Engines“ echte „Sensibelchen“ sind und man für eine korrekte Fragestellung bereits >80% der Antwort wissen muss.

Das medizinische Lexikon von Zetkin/Schaldach – ein Standardwerk der Medizin steht nun in der 16., neubearbeiteten Auflage 2005 auf imedo.de online kostenfrei zur Verfügung.
Das Lexikon von Maxim Zetkin und Herbert Schaldach ist seit mehr als fünfzig Jahren ein bewährtes Standardwerk in der Welt der Medizin. Für alle, die beruflich über medizinische Themen Bescheid wissen müssen und für mündige Patienten bietet diese Enzyklopädie der gesamten Medizin umfassende und verständlich formulierte Informationen zur medizinischen und technischen Entwicklung, die heute relevant sind. In diesem Kompendium der Medizin werden nicht nur Krankheiten und Verletzungen behandelt, sondern ebenso ein Überblick über klinische Geräte und Werkzeuge, über Maßnahmen und Therapien, psychische und und physische Eigenschaften des Menschen gegeben.
Sie finden den Zetkin/Schaldach auch als ein Bestandteil unserer großen Online-Lexikon Salerno, allerdings in der 15. Auflage. Salerno bietet mit 120.000 Stichwörtern 2,4-mal soviel wie der Zetkin/Schaldach

Das Literature Selection Technical Review Committee der National Library of Medicine der USA hat wieder getagt und 46 neue Zeitschriftentitel in Medline, den Olymp der medizinischen Literaturdatenbankwesens, befördert. Spätestens mit Heft Nr.1, 2009, werden Zeitschriften mit illustren Namen von African journal of psychiatry über American journal of men’s health und Anais brasileiros de dermatologia bis zu Targeted oncology und Zoo biology von Medline neu indexiert, d.h. demnächst in PubMed zu finden sein. Neben je einer Zeitschrift in portugiesisch, spanisch und türkisch Titeln sind alle übrigen 43 Titel in Englisch. Deutschsprachige Journale waren bei dieser Runde nicht dabei.
Weitere Informationen über die Indexierungspraxis der NLM finden Sie in unserem WissensWiki-Artikel PubMedZeitschriftenAuswahl.
Auf der Startseite von PubMed PubMed finden Sie neue Links zur Schweinegrippe.
Weitere Hintergrundinformationen und Nachrichten finden Sie u.a. im Weblog von Vicky Grant, der Medizinbibliotherkarin der UB Sheffield.

Prof. Heiner Greten, ehem. Direktor der Medizinischen Klinik I des UKM Hamburg-Eppendorf, hat in der FAZ vom 13. Mai 2009 (Seite N5) einen Aufsatz mit dem Titel geschrieben: „Die Zukunft der klinischen Forschung ist gefährdet: Für einen Mediziner gibt es heute in Deutschland kaum noch Anreize, sich am Fortschritt der wissenschaftlichen Erkenntnis zu beteiligen“.
Ein Oberarzt, der wissenschaftlich tätig ist, verdient 40% weniger als sein ausschließlich mit Patienten befasster Kollege. Es ist nicht schwer zu urteilen, wofür sich deutsche Ärzte entscheiden: fürs Auswandern oder gegen die Forschung.
Es schlägt ein 5-Punkte-Programm zur Behebung der Schlechterstellung von forschenden Ärzte vor:
Der Artikel kann bei der Bibliothek bestellt werden.

Das Literaturverwaltungsprogramm RefWorks kommt jetzt auch mit einer Version für Smartphones. Refworks Mobile ist aber leider noch überhaupt nicht ausgereift, weder ist vernünftiges Suchen/Browsen in großen Datenbeständen möglich, noch sind die URLs anklickbar.
Nature weekly – neben Science die wichtigste Wissenschaftszeitschrift der Welt – publiziert jährlich rund 900 Artikel aus allen Fachgebieten. 25 fachwissenschaftliche Editoren entscheiden über die 10.000 eingereichten Artikel. Sie lehnen 65% sofort ab, die restlichen 35% gehen zu den Referees. Schlußendlich werden 8-9% akzeptiert. Bei den Tocherzeitschriften Nature monthlies und Nature reviews sieht es nicht viel anders aus, teilweise sind die Ablehnungsraten aber etwas moderater. Eine Publikation in Nature gilt als wissenschaftlicher Ritterschlag und bahnt den Weg für eine akademische Karriere, was nicht nur an den exorbitant hohen Impact Faktoren liegt.
Im Folgenden will ich einige der wichtigsten Kernpunkte der Fragestellung „Wie publiziere ich in Nature?“ vorstellen. Im Wesentlichen handelt es sich um einen Zusammenfassung von aktuellen Vorträgen dreier hauptamtlicher Nature-Editoren: Philip Campbell, Nature’s Editor in Chief, Leslie Sage, Nature-Editor Physical Sciences, und Oliver Graydon, Editor Nature Photonics, zu denen der Bibliotheksleiter aufgrund seiner Berufung ins Bibliothekskommittee von Nature Zugang hatte.
Zunächst gibt Nature einige allgemeine Statements und Ratschläge: Ein hervorragendes Paper basiert auf 3 Dingen: „thoughtful research, thorough preparation, and logical eposition“. Am meisten gelesen wird der Abstract, also gilt es diesem besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Der Abstract sollte ein, zwei generelle Aussagen zur Orientierung enthalten, natürlich die Resultate und Methoden kurz aber präzise beschreiben, ein, zwei Hauptschlüsse auflisten und vor allem die erzielten Fortschritte benennen: „Why this is significant for colleagues to read“.
Dann die Abbildungen: Sie erzählen oft die „full story“ und sollten deshalb eine logisch korrekte Reihenfolge haben, „data-rich“ sein (alle Datenpunkte zeigen, statt nur Mean und SD) und klar beschriftet sein. Darüber hinaus gilt: „main text for main data“. ‚Data not shown‘ ist ein absolutes no-go. „Supplemental figures“ haben nichts im Artikel verloren und können in der Online-Version erscheinen.
Egal, was der Referee sagt, die letztendliche Entscheidung liegt immer beim Editor. Es gibt vier Optionen:
Folgende Hauptgründe gibt es für eine Ablehnung:
Die Bibliothek wünscht Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Publikation!

Wir berichteten über die Berufung des Leiters der ZB Med in das Bibliothekskommittee der Nature Publishing Group (die u.a. Nature, Nature Medicine und 35 weitere „Nature-branded“ Titel herausgibt). Nature-Managing Director Steven Inchchoombe ließ es sich nicht nehmen, auf der ersten Sitzung des Library Committees persönlich mit den Bibliothekaren, die aus aller Welt nach New York gekommen waren, zu diskutieren. Die Themen war breit gestreut. Es ging um neue Publikationsinitiativen von Nature (Nature Chemistry, Nature Climate Change), neue Web2.0-Werkzeuge für Forscher und eine generelle Ausweitung der technischen Möglichkeiten (Nature-PDFs kommen über das epub-Format auf SmartPhones wie das iPhone). und Es wurde bekannt gegeben, dass die Nature Clinical Practice Reihe nun in Nature Reviews umbenannt wird, um diese acht Titel noch einmal etwas herauszuheben. Einige der Verlagsziele (Sichtbarkeit, Impact Faktor, Verbreitung) waren bisher offensichtlich nicht erreicht worden.
Die ersten positiven Resultate der Lobbyarbeit: Inchcoombe betonte, dass Verlage und Bibliotheken in einem Boot sitzen würden. Beiden ginge es um die Förderung der Forschung und die Nachhaltigkeit/Stabilität des Gesamtsystems. Nature würde keinesfalls seine Zeitschriften weiter so stark wie in der Vergangenheit (wo es öfter 20%-Preissteigerungen gegeben hatte) verteuern. Angesichts der Wirtschaftskrise würde ein „Price Cap“ von 7% greifen oder sogar noch weniger. Drüber hinaus stellte Nature auf Nachfrage einige interne Informationen zu dem Thema Wie publiziere ich in Nature zur Verfügung.

Im neuesten Hochschulranking des CHE belegt die Zweigbibliothek Medizin zum dritten Mal nach 2004 einen Spitzenplatz, wie auch Dekanat und Klinikum berichteten. In der Bewertung der Bibliotheksausstattung* gaben die Studierenden der Medizin der Bibliothek die Note von 1,5 – keine andere Medizinbibliothek in Deutschland weist eine derartige Spitzenbewertung auf.
Belegte die ZB Med 2004 mit einer Bewertung von 1,9 nur den 2.Platz hinter Köln, so überholte sie diese bereits zwei Jahre später mit einer Note von 1,6. Dieses Jahr bestätigte sie ihre Vorrangstellung in Deutschland mit einer nochmals verbesserten Note von 1,5.
Die erstklassigen Beurteilungen kommen nicht von ungefähr. In den letzten Jahren haben sich Leitung und Mitarbeiter der Zweigbibliothek kontinuierlich bemüht, den Wünschen und Bedürfnissen der Studierenden gerecht zu werden. Zudem hat das Engagement der Fachschaften Medizin für die Bibliothek (siehe Taskforce BiFa) zu dem guten Abschneiden maßgeblich beigetragen.
Damit diese seit kurzem stark verbesserten Bibliotheken jedoch weiterhin auf die Plätze verwiesen werden können, arbeitet die ZB Med bereits an den nächsten Verbesserungen: So sind die Möbel für den neuen „Ruheraum“ schon bestellt. Dieser Raum wird demnächst dazu einladen, zwischen der Lernerei auch mal kurz abzuschalten und aufzutanken. Eine Trenntüre zwischen Rondell und Wintergarten wird ebenfalls für mehr Ruhe in dem hinteren Bereich der Bibliothek sorgen. Eine Ausweitung der Öffnungszeiten bis 24 Uhr ist geplant und wurde von der zuständigen Kommission für die Vergabe von Studienbeiträgen bereits positiv begutachtet.
PS: Bei dem seperaten Ranking nach Zahl der Computerarbeitsplätze in der Bibliothek wurden veraltete Zahlen zugrunde gelegt. Den Leuten beim CHE ist es offensichtlich entgangen, dass seit Oktober 2006 die Computerarbeitsplätze der ZB Med stark ausgeweitet wurden. Rechnet man mit den aktuellen Zahlen (58 PCs auf 2.874 Studierende), dann steht auch hier die ZB Med in Deutschland an erster Stelle – ansonsten wären die guten Noten der Studierenden für die Bibliotheksausstattung ja auch gar nicht zu erklären.
* Bibliotheksausstattung: Auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 6 (sehr schlecht) bewerteten die Studierende u.a. die Verfügbarkeit der im Studium benötigten Literatur, den Bestand an Büchern und Fachzeitschriften, die Benutzerberatung, die Möglichkeiten zur Literaturrecherche, die Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen in den Bibliotheken sowie die Öffnungs- und Ausleihzeiten.

Thomson Reuters ist Produzent der Impact Faktoren und Anbieter einiger der wichtigsten Datenbanken weltweit (BIOSIS, JCR (Impact Faktoren), Web of Science, Zoological Record).
Thomson beschränkt sich aber nicht nur auf den Verkauf der Datenbanken, sondern offeriert auch eine umfangreiche Liste an entsprechenden Online-Trainingskursen. Während BIOSIS und Zoological Record als Nationallizenzen über die Firma Ovid lizenziert sind, ist das Web of Science und JCR original von Thomson – hier lohnt sich das Training also doppelt! Außer, Sie benutzen bei den Impact Faktoren nicht den Citrix-Zugang zur Original-CD sondern die geniale einfache Impact Faktor-Suche der ZB Med… Die Live-Trainingskurse starten wieder Anfang Mai (per WebEx), aber es gibt auch tonnenweise aufgezeichnete Kurse und sonstiges Trainingsmaterial.