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Top beim Hochschulranking - Studierende und Ehemalige loben Medizinbibliothek


Stolz verweist Dr. Oliver Obst, Leiter der Zweigbibliothek Medizin, auf die Tabellen und Grafiken vor sich. Mit tippendem Finger deutet er auf die entscheidenden Stellen auf dem Hochglanzpapier der „Stern”-Sonderausgabe „Campus und Karriere” aus dem Jahr 2003. Bereits eine im April letzten Jahres vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) durchgeführte Umfrage von Studierenden ergab die Bestnote für die Zweigbibliothek Medizin in Münster. Damit konnte sie sich gegen 36 Hochschulen aus dem gesamten Bundesgebiet durchsetzen. Lediglich die Uni Greifswald erhielt eine geringfügig bessere Benotung, allerdings für die Leistungen und Angebote der gesamten dortigen Unibibliothek. „Offenbar sind wir von allen vergleichbaren Bibliotheken in Deutschland die bei den Studierenden beliebteste”, so Obst, „Dieses Ergebnis belohnt unsere jahrelangen Bemühungen um bessere und bedarfsgerechte Angebote”.
Die Zahlen der Studierendenbefragung werden bestätigt von einer neuen Umfrage des CHE vom Juni 2004. Hierbei wurden 5000 Humanmedizin-Absolventen, die sich gerade approbiert hatten, befragt. Im Ergebnis findet sich die Humanmedizin in Münster in der Spitzengruppe von acht Hochschulorten wieder, an denen die angehenden Medizinerinnen und Mediziner nach Einschätzung der Befragten am besten auf die Berufswelt vorbereitet werden. Erfreulich für alle Bibliothekarinnen und Bibliothekare: Hinter Aspekten wie „Zugang zu Praktika” und „Organisation von Prüfungen” werden die Ausstattungen der Medizinbibliotheken als drittbeste bewertet (Diagr. 1).


Diagramm 1:
Bewertung verschiedener Aspekte des Studiums:
Der Zugang zu Praktika, die Organisation der Prüfungen und
die Ausstattung der Bibliothek wurden am besten bewertet.

 


Diagramm 2:
Ausstattung und Bestand der Bibliotheken: Münster
belegt hinter Köln den zweiten Platz in Deutschland

Überdurchschnittlich gut fielen die Noten dabei für die Medizinbibliotheken in Aachen, Düsseldorf, Freiburg, Hannover, Heidelberg, Mannheim, Jena, Köln, Magdeburg, LMU München, Münster, Tübingen und Ulm aus (Diagr. 2).
Das gute Abschneiden seiner Biblio­thek hat für Obst nachvollziehbare Gründe, die vor allem beim Angebot elektronischer Medien zu finden sind. Von allen Medizinbibliotheken in NRW bietet die Zweigbibliothek Medizin die meisten elektronischen Zeitschriften an und sorgt so für einen schnellen und hochqualitativen Zugang zu wissenschaftlichen Fachartikeln. Elektronische Bücher bilden mittlerweile ein zweites Standbein der elektronischen Angebotspalette. Vor allem die Onlinebücher des Thieme-Verlags sind gleichermaßen begeistert bei Studierenden und Wissenschaftlern aufgenommen worden. Schon nach kurzer Zeit wurde die Nutzung gedruckter Titel teilweise übertroffen. Das Geheimnis des Erfolges liegt, so Obst, in der Art der Verbreitung: In digitaler Form vorliegende Ressourcen und Informationsquellen werden über das Hochschulnetz angeboten und sind so an jedem vernetzten Arbeitsplatz leicht zugänglich - und neuerdings sogar über PDAs in der Kitteltasche.
Zur Verabschiedung deutet Oliver Obst aber noch einmal tippend auf das Papier der jüngsten CHE-Studie. „Ja, und übrigens:”, bemerkt er mit verschmitztem Lächeln, „Absolventen aus Münster verdienen am meisten”.• kayss

Weitere Infos: http://www.dashochschulranking.de/


 


Dieser Aufsatz ist erschienen in der Zeitschrift  med information.


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 aktualisiert: 2004-09-16