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Die Lehrveranstaltung befasst sich mit zentralen Klavierkompositionen von Mozart. Im Zentrum stehen die Sonaten und Variationen. Es werden aber auch einige Beispiele der Klavierkammermusik sowie Solokonzerte behandelt. Durch musikalische Analysen und Interpretationsvergleiche soll ein vertiefendes Wissen über Mozarts Tonsprache und kompositorische Eigenheiten vermittelt werden.
- Lehrende/r: Peter Schmitz
"Man wird nicht als Frau geboren, man wird es.” Simone de Beauvoir
Während das biologische Geschlecht in der Regel vor unserer Geburt entsteht, tragen Sozialisierung und gesellschaftliche Strukturen dazu bei, dass wir im Laufe des Lebens Geschlechterrollen und Identitäten einnehmen. Nach der gegenwärtigen Forschung ist Geschlecht als „soziale Konstruktion” zu begreifen. Diese Konstruktion wird in erheblichem Maße von Medien geprägt. Social Media, Unterhaltungsmedien und Berichterstattungen formen und verändern die Wahrnehmung und Erwartungen an das Konstrukt Geschlecht, welches unsere Identität und Verhalten prägt.
Dieses Seminar wird sich mit dem Einfluss von Medien auf Geschlechterdarstellung und -Wahrnehmung aus einer intersektional feministischen Perspektive befassen. Daher werden wir uns nicht nur mit Männlichkeits- und Weiblichkeitsbildern, sondern Darstellungen aller Geschlechteridentitäten befassen. Außerdem beziehen wir unter anderem den Einfluss von Hautfarbe, Migrationsgeschichte und sexueller Orientierung in unsere Diskussionen mit ein. Für die Teilnahme am Seminar braucht ihr kein Vorwissen über diese Themen!
Contentwarnung: Dieses Seminar befasst sich mit sexualisierter Gewalt, Misogynie sowie Rassismus und Homophobie. Wenn ihr euch mit diesen Themen nicht wohlfühlt, möchte ich euch davon abraten, das Seminar zu belegen. Wenn ihr von Diskriminierung im Universitätskontext oder sexualisierter Gewalt betroffen seid, empfehle ich folgende Anlaufstellen:
Frauennotruf Münster: https://www.frauennotruf-muenster.de/
Gleichstellungsbeauftragte: https://www.uni-muenster.de/Kowi/institut/einrichtungen/gleichstellung-am-ifk.html
Eine aktive Teilnahme am Seminar wird vorausgesetzt.
Studienleistung: Aktive Vorbereitung (Lektüre sowie vereinzelt kleinere vorbereitende Aufgaben) und Teilnahme, Referat
Prüfungsleistung: Hausarbeit
- Lehrende/r: Désirée Hammer
Ehemaliger Titel: "Recording und kreative Arbeit im Tonstudio I"
Die Veranstaltung erstreckt sich über zwei Semester:
- Im ersten Semester werden zunächst die Grundlagen der Tonstudiotechnik praktisch in Anwendung gebracht:
Setup eines Tonstudios, grundlegende Bedienung von Mischpulten, Mikrofone und ihre klanglichen Eigenschaften, Gestaltung von akustischer Räumlichkeit mit Stereofonie, Mikrofonierung von menschlicher Stimme, Gitarre, Flügel/Klavier, Drumset.
Die Seminarsitzungen finden im ersten Semester der Lehrveranstaltung freitags von 14:15 bis 15:45 Uhr statt.
An zwei Terminen werden wir um jeweils eine Stunde verlängern (um genug Zeit zu haben, um die Mikrofonierung von Klavier bzw. Drumset zu erarbeiten).
Nachdem alle Teilnehmenden in der Lage sind, das Tonstudio eigenständig in Betrieb zu nehmen, werden im restlichen Semester (inkl. vorlesungsfreier Zeit) eigenständig Tonaufnahmen zu selbstgewählten Songs produziert.
Die Phase der Aufnahme muss bis zum Anfang des zweiten Semesters vollständig abgeschlossen sein. - Im zweiten Semester der Lehrveranstaltung werden die zuvor erstellten Aufnahmen gemischt und dabei die jeweiligen Arbeitsschritte der Postproduktion anhand der individuellen Aufnahmen umgesetzt und in der Gruppe reflektiert.
Die Seminarsitzungen finden im zweiten Semester blockweise an Samstagen zwischen 10:00 Uhr und 14:00 Uhr statt.
- Lehrende/r: Christoph Sapp
Die Veranstaltung erstreckt sich über zwei Semester:
- Im ersten Semester werden zunächst die Grundlagen der Tonstudiotechnik praktisch in Anwendung gebracht:
Setup eines Tonstudios, grundlegende Bedienung von Mischpulten, Mikrofone und ihre klanglichen Eigenschaften, Gestaltung von akustischer Räumlichkeit mit Stereofonie, Mikrofonierung von menschlicher Stimme, Gitarre, Flügel/Klavier, Drumset.
Die Seminarsitzungen finden im ersten Semester der Lehrveranstaltung freitags von 10:15 bis 11:45 Uhr statt.
An zwei Terminen starten wir bereits um 9:00 Uhr (um genug Zeit zu haben, um die Mikrofonierung von Klavier bzw. Drumset zu erarbeiten).
Nachdem alle Teilnehmenden in der Lage sind, das Tonstudio eigenständig in Betrieb zu nehmen, werden im restlichen Semester (inkl. vorlesungsfreier Zeit) eigenständig Tonaufnahmen zu selbstgewählten Songs produziert.
Die Phase der Aufnahme muss bis zum Anfang des zweiten Semesters vollständig abgeschlossen sein. - Im zweiten Semester der Lehrveranstaltung werden die zuvor erstellten Aufnahmen gemischt und dabei die jeweiligen Arbeitsschritte der Postproduktion anhand der individuellen Aufnahmen umgesetzt und in der Gruppe reflektiert.
Die Seminarsitzungen finden im zweiten Semester blockweise an Samstagen zwischen 10:00 Uhr und 14:00 Uhr statt.
- Lehrende/r: Christoph Sapp
- Lehrende/r: Michael Custodis
Fortsetzung der Vorlesung Musikwissenschaft 2. Die Vorlesung beschäftigt sich mit der Musik ab 1600 bis zur musikalischen Epoche der "Empfindsamkeit".
- Lehrende/r: Torsten Mario Augenstein
- Lehrende/r: Lennart Doering
- Lehrende/r: Tobias Eierhoff
- Lehrende/r: Ora Hazak
- Lehrende/r: Philipp Köster
- Lehrende/r: Jörg Kudla
- Lehrende/r: Jannik van Werde
- Lehrende/r: Rainer Waadt
- Lehrende/r: Stefan Weinl
Auf 50 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Eine Schule ohne Lehrkräfte ist undenkbar. Mittlerweile gehören aber auch weitere Fachkräfte (z. B. der Sonderpädagogik, der Sozialarbeit oder Erzieher*innen) zu den sog. multiprofessionellen Teams an Schulen. Durch gesellschaftliche Wandlungsprozesse und (in Folge dessen) bildungspolitische Reformen entstehen so veränderte Ansprüche an Schule und entsprechend Herausforderungen für das Bildungspersonal.
Im Seminar werden wir uns dem Bildungssystem Deutschlands mit Fokus auf dem Schulsystem widmen, bevor wir uns mit den verschiedenen (pädagogischen) Berufsgruppen befassen, die mit dem Schulsystem verbunden sind bzw. in ihm tätig sind. Es soll dabei vor allem ein Blick auf Potenziale und Chancen geschärft werden und auf Basis von empirischen Befunden Gelingensbedingungen der Zusammenarbeit identifiziert werden.
- Lehrende/r: Jörg Holle
- Lehrende/r: Chiara Kolthof
Auf 50 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Eine Schule ohne Lehrkräfte ist undenkbar. Mittlerweile gehören aber auch weitere Fachkräfte (z. B. der Sonderpädagogik, der Sozialarbeit oder Erzieher*innen) zu den sog. multiprofessionellen Teams an Schulen. Durch gesellschaftliche Wandlungsprozesse und (in Folge dessen) bildungspolitische Reformen entstehen so veränderte Ansprüche an Schule und entsprechend Herausforderungen für das Bildungspersonal.
Im Seminar werden wir uns dem Bildungssystem Deutschlands mit Fokus auf dem Schulsystem widmen, bevor wir uns mit den verschiedenen (pädagogischen) Berufsgruppen befassen, die mit dem Schulsystem verbunden sind bzw. in ihm tätig sind. Es soll dabei vor allem ein Blick auf Potenziale und Chancen geschärft werden und auf Basis von empirischen Befunden Gelingensbedingungen der Zusammenarbeit identifiziert werden.
- Lehrende/r: Jörg Holle
Musikgeschichte im Überblick wird so gehandhabt, dass ein konzentrierter Durchgang durch die Epochen (Barock, Klassik, Romantik, Spätromantik bis zur Zwölftonmusik) im ersten Semester stattfindet. Da die Musikgeschichte unendlich reichhaltig ist, gibt es nach dem einsemestrigen Pflichtkurs vertiefende Seminare zu musikgeschichtlichen Themen ab dem zweiten Semester.
- Lehrende/r: Markus Giljohann
- Lehrende/r: Rita Elizabeth Maricocchi
Im Vergleich zu anderen Themen, wo Musik eine Verbindung z.B. mit Film, Bühne oder Literatur eingeht, wird die Bedeutung von Musik im Hörspiel seltener untersucht. Dabei bietet die Verschmelzung von akustischem Gestalten und literarischem Erzählen außergewöhnliche Möglichkeiten, denen sich das Seminar am Beispiel deutschsprachiger musikbezogener Hörspielproduktionen ausführlich widmen wird. Das Seminar wird so sowohl literatur- als auch musikwissenschaftliche Herangehensweisen an das Hörspiel und seine akustischen Formen des Erzählens erproben und dabei als interdisziplinäre Veranstaltung (zusammen mit der Musikwissenschaft) auch jeweils Fragen fachspezifischer Grenzen und Erweiterungen ausloten.
- Lehrende/r: Michael Custodis
- Lehrende/r: Britta Herrmann
Im Vergleich zu anderen Themen, wo Musik eine Verbindung z.B. mit Film, Bühne oder Literatur eingeht, wird die Bedeutung von Musik im Hörspiel seltener untersucht. Dabei bietet die Verschmelzung von akustischem Gestalten und literarischem Erzählen außergewöhnliche Möglichkeiten, denen sich das Seminar am Beispiel deutschsprachiger musikbezogener Hörspielproduktionen ausführlich widmen wird. Das Seminar wird so sowohl literatur- als auch musikwissenschaftliche Herangehensweisen an das Hörspiel und seine akustischen Formen des Erzählens erproben und dabei als interdisziplinäre Vernstaltung auch jeweils Fragen fachspezifischer Grenzen und Erweiterungen ausloten.
- Lehrende/r: Michael Custodis
- Lehrende/r: Britta Herrmann
- Lehrende/r: Michael Custodis
Die Lehrveranstaltung widmet sich der Kategorie des Unheimlichen in der Musik. Anhand von Fallbeispielen sollen verschiedene stilistische Mittel und Gestaltungs-optionen bei der Erzeugung von Schrecken diskutiert werden. Das Seminar möchte einen Bogen von der Barockzeit bis in die Moderne schlagen. Musikalische Gattungen wie Oper, Kunstlied und Sinfonische Dichtung sind dabei ebenso relevant wie der Film.
- Lehrende/r: Peter Schmitz
- Lehrende/r: Ralf Martin Jäger
- Lehrende/r: Benjamin Sturm
»Mystik« ist offenbar Mode“, beobachtete der Jesuit Paul Mommaers 1979. Man plädiert in dieser Zeit beherzt für eine „demokratisierte Mystik“ (Dorothee Sölle), die jedem Menschen ein mystisches Potential zutraut. Tatsächlich blüht etwa ab den 1920er Jahren das Interesse an Mystik beträchtlich auf – nach beinahe 200 Jahren des Verschweigens, in denen galt: „Mystik ist etwas Gefährliches!“ (Volker Leppin). Erste Lehrstühle für mystische Theologie entstehen, Denker wie William James und Michel de Certeau SJ entwickeln je auf ihre Weise Metatheorien des Mystik. In der Dynamik dieses renouveau mystique wird die Erfahrung Gottes wieder zu einem Thema der Theologie – gegen eine Engführung des Christseins auf Moral und Dogma und gegen ein einseitig rationalistisches Paradigma seit der Aufklärung.
Für nicht wenige Zeitgenossinnen und Zeitgenossen des 21. Jahrhunderts sind die Mystikerinnen und Mystiker, die in dieser Epoche situiert sind, bis heute eine Inspirationsquelle. Seismographisch haben sie die sich ankündigenden tektonischen Verschiebungen gespürt. Zugleich haben sie eine Spur gelegt, wie die „alte Mystik“, die sie meist gelesen hatten, zu übersetzen und fruchtbar zu machen wäre. So wurden sie zu Vordenkerinnen und Vordenkern – mit ihrer Sensibilität für
- einen glaubenden Lebensvollzug jenseits der bergenden Selbstverständlichkeit eines christlich-kirchlichen Milieus,
- die Rede von der Gottespräsenz angesichts eines gewandelten Weltbilds,
- ein Menschenbild, das sich nicht im homo faber (der Mensch als Macher) und im animal laborans (der Mensch als Arbeitstier) erschöpft,
- die Verbindung von Mystik und sozial-politischer Verantwortung,
- die lernende Öffnung gegenüber nicht-christlichem Denken …
Das Hauptseminar wird zunächst systematisch das Phänomen Mystik in Blick nehmen und dann jeweils mit einer Einführung und der Lektüre exemplarischer Texte eine Tuchfühlung mit konkreten Gestalten aufnehmen, die im 20. Jahrhundert dieses Vordenken verkörpern, so etwa Madeleine Delbrêl, Etty Hillesum, Simone Weil, Mutter Teresa, Carl Albrecht, Thomas Merton, Pierre Teilhard de Chardin und Dag Hammarskjöld.
- Lehrende/r: Michael Höffner
Im Seminar geht es uns um die Frage des Zusammenhangs zwischen anthropologischen Vorstellungen des „fehlerhaften Menschen“ (Martina Heßler) und den gesellschaftlichen Folgen, die sich daraus ergeben, wenn wir durch die Brille dieser Vorstellungen auf die technische Entwicklung und die technologischen Phänomene unserer Zeit blicken. Hierzu verfolgen wir zunächst entlang der vier technologischen Paradigmen Maschinisierung – Automatisierung – Computerisierung – Digitalisierung, welche Auffassungen über den Menschen als Grundlage für die Entwicklung bestimmter Technologien vorherrschen. Die Ausgangsposition des Seminars bildet dabei die „Negative Anthropologie“ (Günther Anders). Ihr liegt die Annahme zugrunde, dass der Mensch von Natur aus mangelhaft ausgestattet und auf Technik als Mittel zum Ausgleich der menschlichen Mängel angewiesen ist. Aus einer solchen Sichtweise resultieren gesellschaftliche Folgen, denen wir uns im Seminar mit der Frage nach den menschlichen Begrenzungen und wie diese normativ verhandelt werden, widmen. Wir wollen verstehen, weshalb die Rede vom Mängelwesen Mensch so wirkmächtig ist, dass sie bis hin zu technologischen Optimierungsbestrebungen, wie im Transhumanismus, eine tiefgreifende Transformation des Menschen zum Ziel hat. Soziologisch interessiert uns in diesem Zusammenhang besonders das Verhältnis zwischen Normalität und Perfektion.
- Lehrende/r: Carsten Ohlrogge
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Grundlage dieses Seminars wird die mit „Der Nihilismus. Entstehung – Wesen – Überwindung“ betitelte Niederschrift einer Vorlesung sein, die Helmut Thielicke 1950 in Berlin und Tübingen hielt. Sie ist überschrieben mit „Der deutschen Jugend als helfendes Wort“. Einerseits stellt sie einen Versuch der Erklärung dar, wie es zu den Gräuel des 3. Reiches kommen konnte, andererseits zeigt sie einen Weg auf, um ähnliche Gräuel in Zukunft zu verunmöglichen. Thielicke diagnostiziert dem nationalsozialistischen Regime und der breiten Masse der Deutschen einen „chiffrierten“ Nihilismus. Seine Analyse ist dabei bestechend aktuell: So thematisiert er unter anderem die Stellung der Wahrheit im medial geführten gesellschaftlichen Diskurs, eine Infiltrierung der Masse durch „synthetische Religionspräparate“ und Kritiklosigkeit der Masse. Wir werden im Seminar Thielickes Gedankengänge nachvollziehen und ergründen, inwiefern sie auf die heutige Zeit übertragen werden können. |
- Lehrende/r: Timo Dresenkamp
Das Seminar beschäftigt sich mit der Frage, wie sich die religiöse Landschaft in Europa und in den USA in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat und welcher individuelle und gesellschaftliche Stellenwert der Religion heute zukommt. Neben christlich-kirchlich verfassten Formen des Religiösen sollen dabei auch „alternative“ und nicht-christliche Erscheinungsformen in den Blick genommen werden. Dabei geht es nicht nur um die bloße Beschreibung des Geschehens, sondern auch um das Auffinden von übergreifenden bzw. spezifischen Mustern und Bestimmungsgründen.
- Lehrende/r: Dorian Ludwinski
- Lehrende/r: Olaf Müller
- Lehrende/r: Piesie Akwasi Gyimah Asuako
- Lehrende/r: Jessica Coenen
- Lehrende/r: Evelin Dunkel
- Lehrende/r: Levent Tezcan
Im Fach Deutsch werden nicht nur Klassiker der Literaturgeschichte behandelt, sondern auch aktuell erscheinende literarische Texte. Was spricht für die Behandlung von Gegenwartsliteratur im Deutschunterricht? Welche Herausforderungen bringt die Behandlung von Gegenwartsmedien im Unterricht mit sich? Welche Textauswahlkriterien sind maßgeblich, wenn wir zugleich die gesellschaftliche Diversität in Blick haben?
In dem Seminar werden wir uns Literatur und Medien aus der Gegenwart für die Sek. I und die Sek. II widmen und
- sachanalytische Perspektiven
- didaktische Reflexionen
- methodische Überlegungen
Folgende Gegenstände sind geplant:
- Sek 1: Susan Kreller – Schneeriese (2016), Sekundarstufe I (dazu behandeln wir auch Unterrichthandreichungen für unterschiedliche Schularten, die wir kritisch bewerten)
- Sek 1: Hörspiel „Wo die Freiheit wächst“ (2020)
- Sek 2: Westfalia – fiktiver Podcast (2023)
Wir werden im Seminar mit diesen drei Gegenständen jeweils die Schritte der Unterrichtsplanung einüben und darüber diskutieren, inwiefern diese Gegenstände Diversität aufgreifen oder sich für diversitätsorientierte Reflexionen eignen.
Welche Überlegungen können im literaturdidaktischen Kontext relevant werden, wenn der Anspruch formuliert wird, Literatur interpretieren zu 'können' und gegebenenfalls Interpretationskompetenzen fördern zu wollen? Und wie ist dabei das Verstehen von Literatur zusammenzudenken mit literarischer Erfahrung? Ausgehend von diesen Fragen nimmt das Seminar sowohl spezifische Anforderungen, Gratifikationen und Ziele in den Blick, die mit dem Umgang mit und der Interpretation von erzählender Literatur - in unserem Seminar speziell mit Novellen - verbunden sein können, als auch fachliche und literaturdidaktische Konsequenzen, die sich mit Blick auf schulischen Literaturunterricht ergeben.
Vorbereitend für die ersten Seminarsitzungen ist die Lektüre der folgenden beiden Beiträge empfehlenswert:
Zabka, Thomas (2021): Interpretieren als Handeln – literaturdidaktische Reflexionen. In: ide. Informationen zur Deutschdidaktik 45, H. 1, S. 22-32; ders. (2022): Interpretieren. In: KinderundJugendmedien.de. Wissenschaftliches Portal für Kindermedien und Jugendmedien. https://www.kinderundjugendmedien.de/fachdidaktik/6599-interpretation
Sie werden rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn auf der Grundlage der Teilnehmerliste in den Learnweb-Kurs zur Veranstaltung eingeschrieben (keine Selbsteinschreibung). Von dort aus erhalten Sie weitere Informationen und Literaturhinweise.
- Lehrende/r: Ilonka Zimmer
Wissenschaft wird zuweilen als ein rein deskriptives Unterfangen verstanden: Sie beschreibt, wie die Dinge sind, während Fragen danach, wie die Dinge sein sollen, in andere Teilbereiche unseres Lebens fallen. So weit, so ungut. Denn in der Wissenschaftsphilosophie besteht mittlerweile weitgehend Einigkeit darüber, dass Normativität sich nicht vollständig aus den Wissenschaften ausklammern lässt. Aber welche Rolle(n) spielt Normativität in den Wissenschaften genau? Im Fokus des Seminars stehen vier grobe Antwortoptionen auf diese Frage. Diese Antwortoptionen verorten Normativität (1) in den epistemischen und nicht-epistemischen Werten, welche die Forschungspraxis prägen; (2) in der Wissenschaftssprache; (3) in den intellektuellen Tugenden und Lastern der Forschenden; sowie (4) in den sozialen Normen innerhalb der Wissenschaft als Institution. Wir werden uns diese vier Antwortoptionen anhand einer Auswahl aktueller Texte genauer anschauen und dabei auch die Frage diskutieren, inwiefern sich mögliche Querverbindungen zwischen diesen Antwortoptionen abzeichnen. Ziel des Seminars ist es, ein differenzierteres und umfassenderes Verständnis von den normativen Aspekten wissenschaftlicher Praxis zu entwickeln. Wichtiger Hinweis zu mündlichen Prüfungen: BA-Studierende, die im A-Modul zu Themen, die sich aus dem Seminar ergeben, eine Gruppenprüfung ablegen wollen, haben während der vorlesungsfreien Zeit die Gelegenheit, die Prüfungen in ihren AGs vorzubereiten. Mündliche Prüfungen finden nach dem Blockseminar im März oder April statt.
- Lehrende/r: Jochen Müller
Mittelalterliche Kunst wird oft mit religiösen Darstellungen in Verbindung gebracht. Das ist sicher richtig. Doch wie wurde die Natur im Mittelalter dargestellt? Gab es damals Landschaftsdarstellungen? Gab es Bilder von Menschen, Tieren und Pflanzen, und wie sahen diese aus? Spielten (bestimmte) Tiere und Pflanzen eine besondere Rolle in religiösen Bildern, und gab es auch nicht religiöse Bilder der Fauna und Flora? Das Seminar befasst sich mit Darstellungen von Pflanzen, Tieren und Menschen im Mittelalter und gibt einen Einblick in welt- und wenig bekannte Darstellungen der Natur sowie in die Vielfalt der Bildtypen. Es möchte zeigen, dass ein Verständnis mittelalterlicher Kunst als rein religiöser Kunst dieser Epoche nicht gerecht wird. Zu den besprochenen Themen gehören unter anderem das berühmte Falkenbuch Friedrich II., mittelalterliche Landkarten, die weltbekannten Carmina Burana, Bestiarien usw. Das Seminar wird sich auch mit Fragen des Naturalismus in den Kunstwerken sowie mit der kunsthistorischen Methodik befassen.
Als Vorbereitung für das Seminar wird insbesondere die Lektüre von Dilg, Givens und Pächt (s. Auswahlbibliografie) empfohlen.
- Lehrende/r: Dominic Olariu
Die Kommunikationswissenschaft beschäftigt sich theoretisch und empirisch mit Normen (z.B. journalistische Berufsnormen, Qualitätsmaßstäbe) und Werten (z.B. ethische Fragestellungen) der Praxis der Kommunikations- und Medienberufe, also ihres Forschungsgegenstands. Aber muss die Kommunikationswissenschaft dann auch selbst normativ sein? Oder wird sie es automatisch, weil man über Normen nicht normfrei sprechen und forschen kann? Kann die Kommunikationswissenschaft etwas zu normativen Diskursen in der Praxis beitragen? Seit vor etwa 100 Jahren der Soziologe Max Weber den Streit um die sogenannte Werturteilsfreiheit von (Sozial-)Wissenschaften entfacht hat, sind solche Fragestellungen stark umstritten. Mehr noch: Welche Merkmale hat eine Kommunikationswissenschaft, die sich in praktische Normfragen einmischt? Ist sie konservativ oder (gesellschafts-)kritisch?
Im Seminar sollen sowohl theoretische als auch praktische Fragen diskutiert werden. Theoretisch ist zunächst zu klären, was Normen überhaupt sind, ob Wissenschaft werturteilsfrei sein kann bzw. welches Verständnis hinter einer werturteilsfreien vs. normativen Wissenschaft steht. In praktischer Hinsicht werden wir uns mit dem Netzwerk „Kritische Kommunikationswissenschaft” beschäftigen, mit einer breit angelegten Studie zur Normativität in der Kommunikationswissenschaft sowie mit Fallbeispielen, wo die Kommunikationswissenschaft selbst normativ argumentiert bzw. sich in normative Diskurse einmischt. Dazu gehört auch das (medien- oder allgemeinpolitische) Engagement einzelner Kommunikationswissenschaftler*innen als public intellectuals.
Studienleistung: Referat
Prüfungsleistung: Hausarbeit
- Lehrende/r: Armin Scholl
Nominalphrasen sind syntaktische Einheiten unterhalb der Satzebene. Sprachübergreifend zeigt sich eine erstaunliche Vielfalt hinsichtlich ihrer internen Struktur, morphosyntaktischen Merkmale und semantischen Funktionen. In diesem Seminar widmen wir uns den grundlegenden nominalen Kategorien, die in der Beschreibung von Nominalphrasen typischerweise berücksichtigt werden: Kasus, Numerus, Genus, Determination, Possession, und Modifikation.
Im Mittelpunkt steht die sprachvergleichende Perspektive: Wie werden diese Kategorien in verschiedenen Sprachfamilien realisiert? Welche typologischen Gemeinsamkeiten und Unterschiede lassen sich beobachten? Welche universellen Tendenzen finden sich in der Struktur von Nominalphrasen? Neben der Lektüre einschlägiger Fachtexte arbeiten wir auch mit konkreten Sprachdaten. Ziel ist es, einerseits ein strukturelles Verständnis nominaler Kategorien zu entwickeln und andererseits analytische Werkzeuge zur Beschreibung nominaler Syntax zu erwerben.
Das Seminar richtet sich an motivierte Masterstudierende mit Interesse an sprachvergleichender Grammatik, Sprachtypologie und morphosyntaktischer Analyse. Die Bereitschaft zur Arbeit mit Daten aus verschiedenen, auch weniger bekannten Sprachen wird vorausgesetzt. Kenntnisse in linguistischer Terminologie sowie Grundbegriffe der morphosyntaktischen Analyse werden erwartet.
- Lehrende/r: Alexander Zahrer
Nonlinearities are among the most important fundamental phenomena in nature. As different as these phenomena are, they arise from a few basic rules of self-organisation and structure formation. Filigree and fractal forms, regular or chaotic patterns emerge from simple individual parts. The emergence of such new self-organized structures is based on the interaction of individual elements in a complex system and creates new, so-called emergent properties. Properties of the whole that are more than the sum of its parts. Under the term "Nonlinear Science", complex, nonlinear phenomena are therefore among the pioneering cross-sectional topics of current research. Nonlinearities are also currently becoming immensely important for new applications in which material structuring or information transfer can be generated and controlled by nonlinearities. The seminar will focus on phenomena from the fields of magnetism and nonlinear and quantum optics, as these are also of extraordinary importance for current research areas such as nanophysics, data storage and optical technologies. The focus of the seminar topics is on experimentally accessible phenomena and their fundamental mechanisms of formation.
Nichtlinearitäten gehören zu den wichtigsten fundamentalen Phänomenen in der Natur. So unterschiedlich diese Erscheinungen sind, sie entstehen aus wenigen Grundregeln der Selbstorganisation und Strukturbildung. Aus einfachen Einzelteilen entstehen filigrane und fraktale Formen, regelmäßige oder chaotische Muster. Die Entstehung solcher neuer selbstorganisierter Strukturen basiert auf dem Zusammenwirken einzelner Elemente in einem komplexen System und erzeugt neuartige, sogenannte emergente Eigenschaften. Eigenschaften des Ganzen, die mehr sind als die Summe seiner Teile. Unter dem Begriff "Nonlinear Science" gehören komplexe, nichtlineare Phänomene daher zu den wegweisenden Querschnittthemen aktueller Forschung. Nichtlinearitäten werden derzeit zudem immens wichtig für neue Anwendungen, in denen Materialstukturierung oder Informationsübertragung durch Nichtlinearitäten erzeugt und gesteuert werden kann.
Im Seminar sollen Phänomene aus den Bereichen des Magnetismus und der nichtlinearen Optik und Quantenoptik im Vordergrund stehen, da diese auch für aktuelle Forschungsbereiche wie Nanophysik, Datenspeicherung und optische Technologien von außerordentlicher Bedeutung sind. Der Schwerpunkt der Seminarthemen liegt dabei auf den experimentell zugänglichen Phänomenen und deren grundlegende Entstehungsmechanismen.
- Lehrende/r: Vladislav Demidov
- Lehrende/r: Sergej Demokritov
- Lehrende/r: Carsten Fallnich
- Lehrende/r: Jörg Imbrock
- Lehrende/r: Heiko Wagner