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- Lehrende/r: Konstantin Liebrand
- Lehrende/r: Peter Oestmann
Zentrales Ziel des Seminars ist das Verfassen einer Hausarbeit zur Grammatik des Deutschen. Dafür bearbeiten die Studierenden Problemfälle der Wortartendefinition (z. B. welche Wortart hat eigentlich „meinetwegen?“). Die Studierenden problematisieren ihr Wissen aus der Grammatikübung und erarbeiten sich teilweise in Eigenregie wesentliche Teile einer grammatischen Analyse (Wortartentests, relevante Literatur, etc.).
- Lehrende/r: David Benedikt Wirthmüller
Zentrales Ziel des Seminars ist das Verfassen einer Hausarbeit zur Grammatik des Deutschen. Dafür bearbeiten die Studierenden Problemfälle der Wortartendefinition (z. B. welche Wortart hat eigentlich „meinetwegen?“). Die Studierenden problematisieren Ihr Wissen aus der Grammatikübung und erarbeiten sich teilweise in Eigenregie wesentliche Teile einer grammatischen Analyse (Wortartentests, relevante Literatur, etc.).
- Lehrende/r: David Benedikt Wirthmüller
- Lehrende/r: Katerina Stathi
Kursbeschreibung
Traditionell werden für das Deutsche fünf Satztypen angenommen (vgl. Duden 2009: 888ff.): Aussagesatz (Deklarativsatz), Fragesatz (Interrogativsatz), Ausrufesatz (Exklamativsatz), Wunschsatz (Desiderativsatz) und Aufforderungssatz. Betrachtet man jedoch Gebrauchsdaten, stellt man eine Vielzahl anderer Satztypen fest, die vor allem in der gesprochenen Sprache häufig sind, aber keinem dieser Satztypen eindeutig zugeordnet werden können. Beispiele sind: Alle mal herhören! – Stillgestanden! –Echt cool, der Typ! – Peter und Arzt? – Wen sie wohl einlädt? Solche Äußerungen werden traditionell als „Satzäquivalente” bzw. „satzwertige Ausdrücke” (vgl. Duden 2009: 893f.) bezeichnet und als periphere Erscheinungen der Grammatik behandelt. Ein solcher Ansatz wird jedoch weder der Gebrauchshäufigkeit noch der Systematik solcher Strukturen gerecht.
In diesem Seminar werden wir solche „satzwertigen Ausdrücke” in den Mittelpunkt rücken und uns fragen, wie sie im Rahmen einer grammatischen Theorie angemessen beschrieben werden können. Dabei soll die Konstruktionsgrammatik als ein mögliches – aber nicht als einziges – Modell im Vordergrund stehen. Traditionelle Begriffe wie „Äußerung” und „Ellipse” werden ebenfalls thematisiert. Authentische Gebrauchsdaten aus Korpora des Deutschen werden dabei die empirische Grundlage unserer Überlegungen bilden.
Lernziele
Nach dem Besuch des Seminars …
- kennen Studierende die wichtigsten Satztypen des Deutschen und ihre spezifischen Merkmale.
- können Studierende die Problematik des Satzbegriffs und die Probleme der Beschreibung und Klassifikation von Satztypen erläutern.
- können Studierende verschiedene Ansätze zur Beschreibung von Satztypen vergleichen und kritisch evaluieren.
- können Studierende mindestens einen Ansatz zur Beschreibung von Satztypen auf Sprachdaten anwenden.
- Lehrende/r: Katerina Stathi
- Lehrende/r: Max Leonard Alsmann
- Lehrende/r: Max Leonard Alsmann
Das Seminar gibt einen Überblick über die ökonomischen, politischen, rechtlichen und technischen Besonderheiten des deutschen Mediensystems. Ferner wird schlaglichtartig zu spezifischen Mediensystemen in anderen Ländern der Erde Bezug genommen. Diese Grundlagenkenntnisse sollen dazu befähigen, Entwicklungen innerhalb der Medienöffentlichkeit(en) kompetent zu analysieren und einzuordnen.
Im ersten Teil des Seminars werden Grundlagen des deutschen Mediensystems entlang spezifischer Themenbereiche erarbeitet und anhand gegenwärtiger Herausforderungen reflektiert. Dazu gehören u.a.:
- Regulierung von Sozialen Medien ohne Gefährdung der Meinungsfreiheit
- Spannungsfelder zwischen Publikumsorientierung und Bildungsauftrag
- Auswirkungen der Digitalisierung auf Geschäftsmodelle (z.B. Plattformisierung des Journalismus)
- Kennzeichnung von Werbung in Sozialen Medien
- Datenmacht der IT-Konzerne
Im zweiten Teil des Seminars werden ergänzend Besonderheiten und Entwicklungen ausgewählter internationaler Mediensysteme thematisiert, wie zum Beispiel Aspekte der Zensur in China oder der Wandel nordafrikanischer Mediensysteme während des Arabischen Frühlings.
Leistungsnachweis: Von den Teilnehmer*innen wird neben aktiver Mitarbeit und vorbereitender Lektüre die Bearbeitung kleinerer Übungsaufgaben gefordert.
Prüfungsleistung: Klausur
- Lehrende/r: Stephan Niemand
Antiultramontanismus, Antiklerikalismus, Kirchenfeindlichkeit und Antijesuitismus waren seit der Französischen Revolution Phänomene von wachsender säkularer Bedeutung. Zugleich ist auch der Katholizismus ein Produkt religionspolitischer Bewegungen und gezielter Strategien seit dem frühen 19. Jahrhundert, als er eine radikale Umgestaltung erfuhr, indem er sich gen Rom ausrichtete, papstfrömmiger wurde, sich ultramontanisierte und uniformierte, sich aber auch gegen den transnationalen Antiultramontanismus und Antiklerikalismus zu wehren hatte. Diese komplexen Zusammenhänge werden in diesem Seminar diskutiert und auf begriffs- wie ideen- und sozialgeschichtlicher Ebene vertieft. Das Buch von Lisa Dittrich sollte in der ersten Sitzung gelesen sein, damit wir rasch in die Diskussion einsteigen können.
- Lehrende/r: Olaf Blaschke
Ziel des Kurses ist es, die grundlegenden grammatikalischen Strukturen und Phänomene der deutschen Sprache zu erarbeiten und deren Verwendung in alltagsrelevanten Situationen einzuüben. Der Kurs bietet den TeilnehmerInnen somit die Möglichkeit, sprachliche Mittel für eine erfolgreiche (mündliche und schriftliche) Kommunikation in unterschiedlichen Bereichen zu erlernen. Zu den wichtigsten Themen gehören: Deklination, Konjugation, Satzbau. Je nach Bedürfnis der KursteilnehmerInnen werden am Anfang des Kurses Schwerpunkte festgelegt.
Beginn: 25.04.2022
Mo 16-18 Uhr | Bispinghof 2B, BB 402
Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme und Klausur
- Lehrende/r: Alexander Rüther
Bemerkung: Die Lehrveranstaltung findet als Blockveranstaltung statt. Die genauen Termine werden noch kommuniziert.
Sport und Medien sind eng miteinander verbunden. Insbesondere für Vereine, die sich als Sportmarke etablieren wollen, ist die Frage nach dem medialen Erscheinungsbild entscheidend. Die WWU Baskets sind ein Basketballteam, welches sich speziell über seine Nähe zur Uni Münster definiert. In Kooperation mit den WWU Baskets geht das Seminar Fragen nach der Bekanntheit des Vereins in der Stadt und darüber hinaus nach, untersucht die mediale Präsenz der Baskets und speziell die Kommunikation via Social Media. In kleinen Teams werden Forschungsprojekte zu unterschiedlichen Aspekten konzipiert, durchgeführt und die Ergebnisse dann bei den WWU Baskets präsentiert. Zur Analyse dieser Schwerpunkte sind verschiedene Methoden denkbar: standardisierte Befragungen genauso wie Leitfadeninterviews oder Beobachtungen. Im Seminar können ausgewählte Methoden zur Datenerhebung und -auswertung ‚live‘ erprobt werden.
Das Seminar ist Teil des Moduls Forschungspraxis. Die Teilnehmer*innen führen im Rahmen des Seminars eigene Forschungsprojekte im Forschungsfeld Sportkommunikation durch. Während des Semesters finden hierzu drei bis vier Blockterminen statt. Hier werden theoretische Ansätze, Methoden und Forschungsdesigns diskutiert und mit Partner*innen bei den WWU Baskets abgestimmt und fokussiert. In einer Feldphase werden die Forschungsprojekte praktisch umgesetzt. Die Ergebnisse der Forschungsprojekte sollen im Anschluss an die Feldphase präsentiert und in Projektberichten schriftlich aufbereitet werden.
Die Termine für die Blockveranstaltungen werden mit den Seminarteilnehmer*innen abgestimmt. In diesen Sitzungen werden einerseits die Forschungsprojekte vorbereitet; andererseits werden alle organisatorischen Fragen geklärt.
Literatur:
Birkner, T. & Nölleke, D. (2016). Soccer Players and Their Media-related Behavior: A Contribution on the Mediatization of Sports. Communication & Sport, 4(4), 367-384. https://doi.org/10.1177/2167479515588719
Dohle, M., Vowe, G., Wodtke, C. (2009). 2 Millimeter Unterschied: Eine Inhaltsanalyse von Regeländerungen zur Überprüfung von Mediatisierungstendenzen im Sport. In Beck, D., Kolb, S. (Eds.), Sport & Medien. Aktuelle Befunde mit Blick auf die Schweiz (pp. 159–178). Zürich, Switzerland: Rüegger Verlag.
Heinecke, S. (2014). Fit fürs Fernsehen? Die Medialisierung des Spitzensports als Kampf um Gold und Sendezeit. Köln: Herbert von Halem Verlag.
Meyen, M. (2014). Medialisierung des deutschen Spitzensports. Eine Fallstudie zur Anpassung von sozialen Funktionssystemen an die Handlungslogik der Massenmedien. Medien & Kommunikationswissenschaft, 62, 377–394.
Nölleke, D. & Birkner, T. (2019). Bypassing traditional media by social media? Why and how professional volleyball players use platforms such as Facebook, Twitter, and Instagram. Studies in Communication and Media (SCM), 8(3), 287-310.
Studienleistungen:
Projektpräsentationen und Kurzreferate
Prüfungsleistung:
Projektbericht
- Lehrende/r: Thomas Birkner
- Lehrende/r: Thorsten Quandt
Das Sportspiel Volleyball stellt gerade an Kinder häufig zu hohe technische, koordinative und wahrnehmungsbezogene Anforderungen. In der Veranstaltung werden daher grundschulgerechte Vermittlungsmöglichteiten entwickelt, erprobt und refektiert. Zur Vorbereitung emphehlen sich die Broschüren zum Volleyball in der Schule des Deutschen Volleyball-Verbandes.
- Lehrende/r: Nils Kaufmann
Computerspiele sind im Laufe der letzten Jahrzehnte wichtiger Bestandteil des Alltags von Jugendlichen wie Erwachsenen geworden; fast die Hälfte der Deutschen spielt regelmäßig am PC, Handy und/oder Konsole. Ein nicht geringer Teil der Spiele hat ein historisches Setting oder thematisiert direkt historische Ereignisse, weshalb angenommen werden kann, dass das Medium die Vorstellungen der Spielenden von Geschichte beeinflusst. Im ersten Teil der Übung werden theoretische Ansätze zur Beschreibung und Analyse der Darstellung von Geschichte in Computerspielen aus Perspektive der Geschichtsdidaktik und Geschichtswissenschaft sowie der Game Studies vorgestellt. Im zweiten Teil der Übung analysieren wir auf Basis dieser Ansätze konkrete Spiele und diskutieren darauf aufbauend mögliche Konsequenzen für das historische Lernen. Der letzte Teil der Übung widmet sich der Geschichte des Mediums selbst und nimmt die Entwicklung der Computerspiele aus technik- und kulturgeschichtlicher Perspektive in den Blick.
Grundlegende Kenntnisse über aktuelle und historische Computerspiele sind für die Teilnahme von Vorteil, aber nicht Voraussetzung.
- Lehrende/r: Christian Winklhöfer
Bis zum Zweiten Weltkrieg war der Dreißigjährige Krieg der blutigste Konflikt der deutschen Geschichte gewesen, der die Bevölkerung des Heiligen Römischen Reiches um ca. ein Drittel reduzierte. Nicht nur die Staatenkonkurrenz hatte den Krieg verursacht, sondern vor allem die Spaltungen zwischen unterschiedlichen Glaubensrichtungen sowie zwischen ständisch fundierten Herrschaftssystemen und monokratischen Politiktendenzen, die später mit dem Schlagwort "Absolutismus" etikettiert wurden, wirkten brandbeschleunigend. Verschiedene Konfliktebenen verschränkten sich miteinander, was einen früheren Frieden verhinderte, der gleichwohl mehrfach angestrebt worden war. Das Hauptseminar setzt Kriegsgründe, Kriegspraktiken, Friedensbestrebungen und das Leiden der machtunterworfenen Menschen – sowohl der Soldaten als auch der Zivilisten – in ein Verhältnis, um den Konflikt und seine Beilegung aus unterschiedlichen Perspektiven wahrnehmen zu können.
Um sowohl Quellentexte zu studieren als auch historiographische Bewertungen in zeitlich freierer Gestaltung zu vergleichen, wurde die Form des Blockseminars gewählt. Zur Vorinformation und Vergabe von Referatsthemen findet eine Vorbesprechung statt:
Fr, 8. April 2022, 12.00 Uhr s.t., Raum NN
Die Teilnahme der Vorbesprechung ist obligatorisch.
Bei Verhinderung kann die Themenvergabe per Sprechstunde erfolgen. Absprachen sind möglich über das Sekretariat II (Kirsten Sander, Tel. 0251 / 83-24315) oder über E-Mail
- Lehrende/r: Johannes Arndt
Die Planung, Durchführung und Reflexion von Gedenkstättenfahrten und Besuchen von historischen Erinnerungsorten gehört zu den zentralen Aufgabenbereichen von Geschichtslehrpersonen. Gleichwohl sind Ansätze einer Gedenkstättendidaktik bislang rar und Geschichtsstudierende verfügen zumeist nur über eigene Teilnehmererfahrungen. Anliegen des Hauptseminars mit anschließender Exkursion ist es daher, die Funktion von Gedenkstätten als historischen Lernorten zu systematisieren sowie zentrale Kompetenzen für die Planung, Durchführung und Nachbereitung von Gedenkstättenfahrten zu vermitteln – und zwar durch theoretische Grundlegung, durch kategoriengeleitete Analyse von historischen Lernorten, Ausstellungen und gedenkstättenpädagogischen Angeboten sowie durch Gespräche mit Ausstellungsmachern und Gedenkstättenpädagogen vor Ort.
Die Veranstaltung ist ein von der Stiftung Aufarbeitung gefördertes Kooperationsprojekt zwischen der Villa ten Hompel, Berliner Erinnerungs- und Gedenkstätten zur deutsch-deutschen Geschichte sowie der Universität Jena. Mit dem Seminarangebot sollen neue Wege der Lehrerbildung zur Förderung von Gedenkstättenkompetenz beschritten und gemeinsam mit Studierenden diskutiert und entwickelt werden.
Das Hauptseminar ist zweigeteilt. Im semesterbegleitenden Seminar werden die theoretischen Grundlagen erarbeitet sowie am Fallbeispiel des Münsteraner Geschichtsortes „Villa ten Hompel“ Fragestellungen für die Exkursion entwickelt. Die viertägige Exkursion gemeinsam mit Studierenden der Universität Jena bietet dann die Gelegenheit, die Ausstellungen und Bildungsangebote der Gedenkstätte Berliner Mauer, der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde sowie der Stasiunterlagenbehörde in Gruppenarbeit zu analysieren, zu erproben und mit Experten vor Ort zu diskutieren sowie Konzepte zur Vor- und Nachbereitung von Gedenkstättenbesuchen zu entwickeln.
Organisatorische Hinweise: Die Auftaktsitzung findet am Di., den 12.04.2022, 8.00-10.00 Uhr statt.
Die Berlin-Exkursion ist für den 18.07. – 21.07. 2022 geplant.
- Lehrende/r: Saskia Handro
- Lehrende/r: Felix Ostermann
- Lehrende/r: Christian Winklhöfer
Nachdem Graf Rudolf von Habsburg im Jahr 1273 zum König des römisch-deutschen Reiches gewählt worden war, beschwerte sich sein größter Konkurrent, König Ottokar von Böhmen, schriftlich bei Papst Gregor X. über die Wahl des „wenig geeigneten Grafen“ (comitem minus ydoneum). Diesen Seitenhieb auf die mangelnde Eignung des neuen Königs und dessen vermeintlich schwache Machtbasis hat die Forschung bereits als propagandistische Zuspitzung identifiziert, da der Habsburger schon zu diesem Zeitpunkt zu den mächtigsten Fürsten im Südwesten des Reiches zählte. Mit der Königswahl Rudolfs betraten die Habsburger allerdings die große Bühne der Reichspolitik und bildeten fortan einen Grundpfeiler der spätmittelalterlichen Geschichte. Mit der Wahl des Habsburgers Albrecht II. im Jahr 1438 etablierte sich die Dynastie dann gar auf Jahrhunderte als Herrscherdynastie des Heiligen Römischen Reiches.
Ziel der Veranstaltung ist es, die Geschichte der Habsburger im Spätmittelalter anhand verschiedenartiger geschichtswissenschaftlicher Zugriffe und Betrachtungsebenen gemeinsam zu erarbeiten. Über das Thema hinaus bietet das Seminar eine Einführung in die Grundbegriffe und Arbeitstechniken der mediävistischen Forschung, stellt deren wichtigste Hilfsmittel vor und macht mit der (systematischen) Recherche und Lektüre von Forschungsliteratur vertraut.
Für den erfolgreichen Abschluss des Seminars sind die regelmäßige und aktive Teilnahme, die Übernahme eines Kurzreferats, das Bestehen der Abschlussklausur sowie das Verfassen einer schriftlichen Ausarbeitung (10-15 Seiten) erforderlich.
- Lehrende/r: Christopher Folkens
Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts beschränkte sich der Tourismus im Ostalpenraum weitgehend auf die Beherbung von Reisenden, die vor allem Durchreisende waren oder die allenfalls die Städte und Kurorte aufsuchten. Erst seit der Mitte des Jahrhunderts entstand in Deutschland und den Ländern der Habsburgermonarchie eine zunächst bürgerliche alpine Bewegung, die sich in der Gründung des Österreichischen und Deutschen Alpenvereins manifestierte und deren - freilich nicht primäres Ziel es war, die Bereisung der Alpen zu erleichtern. Die Erschießung der Gebirgsregionen durch Hütten- und Wegebau un nicht zuletzt auch durch die kartographische Aneignung ging einher mit einem Ausbau der touristischen Infrastruktur in den Tälern, der durch den Eisenbahnbau zusätzliche Impulse erhielt, sowie mit einer allmählich einsetzenden und sich rasch beschleunigenden touristischen Inszenierung durch lokale bzw. regionale Vereine und Entscheidungsträger.
In der Lektüreübung soll die Entstehung und Entwicklung der touristischen Infrastruktur ebenso untersucht werden wie die sich wandelnde gegenseitige Wahrnehmung von EInheimischen und Fremden. Darüber hnaus wird der Blick auf die Herausbildung touristischer Images gerichtet.
- Lehrende/r: Thomas Tippach
In diesem HS werden am Beispiel des Französischen sprachliche Formen betrachtet, die ihre Referenz erst durch den Bezug zum situativen oder sprachlichen Kontext erlangen. Neben den Zeit- und Ortsadverbialen (ici, demain etc.) gehören hierzu u.a. die Personalpronomina (moi, il, lui etc.) und die Demonstrativa (z.b. celui-là, ces gens-là) als sehr häufig gebrauchte Formen. Anhand von gesprochenen und geschriebenen Texten unterschiedlicher Konzeption, darunter auch aktuellen literarischen Texten und Videodokumenten, werden die einzelnen Typen der Deixis (incl. der Anaphora) und deren Ausdrücke im Französischen analysiert. Besonderes Augenmerk liegt auf dem systematischen Vergleich mit dem Deutschen, etwa bei der Verwendung von Demonstrativum und definitem Artikel (ceN vs leN).
Anmeldung über HISLSF. Begrenzte Teilnehmerzahl.
- Lehrende/r: Sara Kristina Roters
- Lehrende/r: Georgia Veldre-Gerner
Seit Jahren wüten Debatten über die Angemessenheit des Humboldt-Forums in Berlin als Ausstellungsort für außereuropäische ethnographische Sammlungen. Das Humboldt-Forum ist einer von vielen kulturellen Orten Deutschlands, wo Objekte aus der deutschen Kolonialzeit oder aus kolonialen Kontexten gesammelt und ausgestellt werden. In diesem Seminar werden die Debatten um Restitution, die schon seit Jahrzehnen geführt werden, analysiert und kontextualisiert. Im Fokus werden neben den Sammlungen des Humboldt-Forums verschiedene kleine Sammlungen in Westfalen-Lippe stehen, um die kolonialen bzw. imperialen Spuren und Strukturen in den verschiedenen Arten von Museen und Sammlungen sichtbar zu machen.
- Lehrende/r: Felicity Jensz
Dieser Kurs richtet sich an Studierende, die bereits Grundkenntnisse der grammatischen Strukturen der deutschen Sprache erworben haben und sich in Situationen des alltäglichen Lebens verständlich ausdrücken können. Darauf aufbauend soll die Kommunikationsfähigkeit in Situationen des Alltags verbessert werden. Wesentlich für deren Erwerb ist ein Wechsel von strukturorientierten Übungen und deren situative Anwendung. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Lesen sprachlich einfacher Texte und dem Schreiben kleinerer Texte, deren Sprache, Form und Struktur den Texten in authentischen Situationen nahekommen soll.
- Lehrende/r: Thomas Böcker
Dieser Kurs richtet sich an Studierende, die bereits Grundkenntnisse der grammatischen Strukturen der deutschen Sprache erworben haben und sich in Situationen des alltäglichen Lebens verständlich ausdrücken können. Darauf aufbauend soll die Kommunikationsfähigkeit in Situationen des Alltags verbessert werden. Wesentlich für deren Erwerb ist ein Wechsel von strukturorientierten Übungen und deren situative Anwendung. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Lesen sprachlich einfacher Texte und dem Schreiben kleinerer Texte, deren Sprache, Form und Struktur den Texten in authentischen Situationen nahekommen soll.
Beginn: 20.04.2022
Mo 14:00-15:30 Uhr | Georgskommende 33, Cont BH2
Mi 14:00-15:30 Uhr | Bahnhofstr. 8-10, R2
Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme und Klausur
Literatur:
Gearbeitet wird mit dem Lehrwerk „Motive, Kompaktkurs DaF A2“ des Hueber Verlags, Lektionen 9-13. Das Arbeits- und Kursbuch sollte von den TeilnehmerInnen angeschafft werden.
- Lehrende/r: Alexander Rüther
- Lehrende/r: Svenja Völkert
Die 2015 ausgerufene „Flüchtlingskrise” wurde als „größte Herausforderung seit der deutschen Einheit” (Heiko Maas) beschrieben. Auch wenn sich die mediale Aufmerksamkeit deutlich relativiert hat, bleibt das Thema Asyl- und Flüchtlingspolitik angesichts der weltweit über 80 Mio. Menschen, die laut UNHCR „unfreiwillig” migrieren, weit oben auf der politischen Agenda.
Statt aber zu Fragen, ob die Geflüchteten dem „Standort Deutschland” eher nutzen oder schaden, ist es das Ziel dieses Standardkurses, grundsätzlich zu klären, worin diese Krise eigentlich besteht: Wessen Krise ist eigentlich gemeint? Was sind die ökonomischen und politischen Fluchtursachen? Wie reagieren die maßgeblichen Akteure des Politikfeldes darauf? Und schließlich: Welche politikwissenschaftlichen Schlüsse können aus den vielschichtigen Diskursen über das deutsche Asylsystem gezogen werden?
Studienleistung
- regelmäßige, aktive Teilnahme
- max. 20-min. wiss. Vortrag, der deutlich über die Reproduktion der Pflichtlektüre hinaus geht
Prüfungsleistung
- Die Prüfungsleistung wird durch eine 90-minütige Abschlussklausur erbracht. Die Klausur findet für beide Kurse am Freitag, den 08. Juli 2022 (10-12 Uhr) statt.
Einführende Literatur
Huisken, Freerk (2016): abgehauen. eingelagert aufgefischt durchsortiert abgewehrt eingebaut. neue deutsche flüchtlingspolitik. Hamburg.
Luft, Stefan/Schimany, Peter (Hrsg.) (2014): 20 Jahre Asylkompromiss. Bilanz und Perspektiven. Bielefeld.
Learnweb
Die Pflichtlektüre wird in einem für beide Termine gemeinsam genutzten Learnweb-Kurs zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wird das Learnweb genutzt, um Präsentationsfolien, Handouts und weitere aktuelle bzw. thematisch passende Materialien zur Verfügung zu stellen.
Die Abschlussklausur findet am 08.07.2022, 10-12 Uhr, statt.
Die Nachschreibeklausur findet am N.N., statt.
- Lehrende/r: Hendrik Meyer
Seit einigen Jahren mehren sich die Stimmen in Feuilleton und Wissenschaft, die die Literatur stärker auf ethische Haltung und Positionen verpflichtet sehen wollen – oder gerade diese bedauern, weil man um die ästhetische Autonomie fürchtet. Vor dem Hintergrund einer Vielzahl gesellschaftlicher Konfliktszenarien und Problemkomplexe gewinnt dieser Streit Kontur: Egal ob Zunahme rechtsextremer Strömungen, rasante Verschärfung sozialer Ungleichheit, Neu- bzw. Erstverhandlungen rassistischer wie kolonialer Erbschaften der deutschen Geschichte, Demokratiemüdigkeit, Identitätspolitik(en), Cancel Culture oder ökologische Verheerungen, es lässt sich schwer leugnen, dass der deutschsprachigen Literatur ein umfassendes Themenfeld ethischer Reflexionen vorliegt.
Anhand von vier (kürzeren) Romanen und Essays will das Seminar diesen literaturhistorisch alten Streit zwischen Ethik und Ästhetik anhand aktueller gesellschaftlicher Konfliktfelder aufgreifen und diskutieren, wie gegenwärtige ethische Fragestellungen ästhetisch verhandelt werden.
Leseliste:
Ingo Schulze: Die rechtschaffenen Mörder, Roman, Fischer, Frankfurt am Main 2020, ISBN 978-3-10-390001-9
Monika Maron: Munin oder Chaos im Kopf, Roman, S. Fischer, Frankfurt am Main 2018, ISBN 978-3-10-048840-4
Lukas Bärfuss: Koala, Roman. Wallstein, Göttingen 2014, ISBN 978-3-8353-0653-0
Deniz Ohde: Streulicht, Roman. Suhrkamp, Berlin 2020, ISBN 978-3-518-42963-1
- Lehrende/r: Manuel Förderer
- Lehrende/r: Antje Dammel
- Lehrende/r: Theresa Schweden
Migrant*in, Bürger*in mit Migrationshintergrund, Einwander*in der dritten Generation, Spätaussiedler*in: In Analysen und Berichten zum Bereich Migration und Integration wird oft über die verschiedenen Generationen von Einwander*innen und ihren Nachkommen gesprochen. Doch wie unterscheiden sich die Generationen voneinander und was hat das für eine Auswirkung auf die Teilhabe von Migrant*innen in der deutschen Einwanderungsgesellschaft?
Diese und weitere Fragestellungen werden wir in diesem forschungsorientierten Bachelorseminar untersuchen. Zur Beantwortung der Fragestellungen werden Sie in Gruppen Interviewpartner*innen suchen, einen Interviewleitfaden erstellen, ein Interview führen, dies transkribieren und auswerten (Studienleistung). Am Ende des Forschungsprozesses werden Sie die Ergebnisse als Gruppenarbeit in einem umfassenden Forschungsbericht dokumentieren. (Prüfungsleistung).
Der Kurs richtet sich an Studierende, die bereits über Grundkenntnisse der Datenerhebung und -Auswertung verfügen.
- Lehrende/r: Julia Henn
Das Seminar ist die Fortsetzung aus dem WS 2021/2022. Es ist auch für Studierende geeignet, die neu in das Thema einsteigen wollen.
Zeitgenössische, figürliche Plastik im öffentlichen Raum hat den Ruf des Konventionellen, bestenfalls Klassischen. Von Michelangelos David auf der Piazze della Signoria in Florenz bis zur 1:1 Replik von Hans-Peter Feldmann vor dem Lehmbruck-Museum in Duisburg spannt sich ein großer Bogen. Rodins dramatisch aufgeladene Bürger von Calais schaffen ein Mahnmal, das zugleich höchste künstlerische Qualitäten aufweist, während viele figürliche Werke der 1950er Jahre im deutschen Sprachraum eine Gratwanderung zwischen künstlerischem Anspruch und gegenständlicher Wiedererkennbarkeit vollführen (Gerhard Marcks). Eine verhaltene Abstraktion des Figürlichen vollzieht der seinerzeit überaus populäre Henry Moore mit vielen Werken im öffentlichen Raum in Deutschland. Interessant sind die „politischen“ Werke von Alfred Hrdlicka (Engels-Mahnmal in Wuppertal) oder auch Fritz Cremers Buchenwald-Denkmal aber auch der ironische Ansatz von Guillaume Bijl.
Das Seminar behandelt anhand von Beispielen aus der Moderne und der zeitgenössischen Kunst die Möglichkeit figürlicher Plastik im öffentlichen Raum in Gegenwart und Zukunft. Zugleich werden die Grundprinzipien des Medium Plastik/Bildhauerei/Skulptur in Beziehung zum öffentlichen Raum behandelt.
- Lehrende/r: Ferdinand Ullrich
Die intermedialen Beziehungen zwischen der Literatur und dem Film sind vielfältig; das Phänomen der Verfilmung literarischer Werke bildet nur den naheliegendsten Fall. Literatur selbst kann filmisch erzählen, sich also medial inspirieren lassen. Filme können ihrerseits literarische Erzählweisen adaptieren. Literatur vermag vom Film erzählen ebenso wie der Film von der Literatur. Es besteht die Möglichkeit, dass Film und Literatur motivisch und intertextuell aufeinander verweisen. Und oft gehen diese unterschiedlichen Spielarten auch noch miteinander einher. Das Seminar wird dieses komplexe Beziehungsgeflecht anhand einschlägiger Beispiele aus der deutschen, aber auch internationalen Literatur- und Filmgeschichte systematisch auseinanderlegen.
Die Blocksitzung wird am Ende des Semesters stattfinden. Eine konkrete Terminfestlegung erfolgt in einer Vorbesprechung, zu der die Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer im April per Learnweb eingeladen werden.
- Lehrende/r: Kai Sina
In diesem Seminar werden Sie darauf vorbereitet, Förderunterricht in Deutsch als Zweitsprache (DaZ) oder Fremdsprache (DaF) an Grundschulen, verschiedenen Schultypen der Sek. I sowie Berufskollegs zu erteilen. Die Unterrichtstätigkeit wird mit 15,- Euro pro Unterrichtsstunde vergütet. Darüber hinaus erhalten Sie ein Zertifikat, das die erworbenen theoretischen und praktischen Kompetenzen bescheinigt. Die Lehrtätigkeit kann als Berufsfeldpraktikum angerechnet werden.
Seminarinhalte:
- Ein- und mehrsprachiger Spracherwerb
- Sprachwissenschaftliche Grundlagen
- Grundlagen der Sprachdiagnostik
- Didaktik des Deutschen als Zweit- und Fremdsprache
- Sprachfördermöglichkeiten in Kleingruppen
Seminartermine: Voraussichtlich sieben Freitagnachmittage (14-18 Uhr) innerhalb des Semesters. Die ersten drei Sitzungen finden am 8. April, 22. April und 29. April statt.
Anrechnung: Das Vorbereitungsseminar können Sie sich in allen sprachwissenschaftlichen und sprachdidaktischen Modulen des BA-2-Fach, BA HRSGe und BA G (ausgenommen Grundlagenmodule) anrechnen lassen. Der Förderunterricht kann zudem als Berufsfeldpraktikum angerechnet werden.
Im Masterstudium dient das Seminar Ihrer eigenen Qualifikation. Es wird Ihnen zusammen mit der Tätigkeit als Förderlehrkraft zertifiziert.
Voraussetzungen: Sie sollten mindestens im dritten Fachsemester Bachelor Germanistik bzw. Lehramt Deutsch sein und die Grundlagenmodule abgeschlossen haben. Studierende des Zertifikatsstudiums DaF sind ebenfalls willkommen.
Verpflichtung: Sie nehmen während des Sommersemesters am Vorbereitungsseminar teil und werden mit Beginn des Schuljahres 2022/23, d.h. ca. ab Ende August/Anfang September 2022 als Förderlehrkraft an einer Schule in den Kreisen Coesfeld oder Warendorf tätig sein. Sie verpflichten sich für ein ganzes Schuljahr vier Stunden pro Woche DaZ-Förderunterricht in Kleingruppen von 2-6 Schüler/innen zu erteilen. Dabei werden Sie von der Seminarleiterin begleitet.
Anmeldung: Bei Interesse melden Sie sich bitte im Projektbüro (mercator.projekt@uni-muenster.de) mit folgenden Angaben: Name, Matrikel-Nr., Studiengang und –fächer, Semesterzahl, Emailadresse.
Für weitere Informationen siehe Projekthomepage.
- Lehrende/r: Darleen Herbst
- Lehrende/r: Sabina Schroeter-Brauss
- Lehrende/r: Silvia Vogelsang
- Lehrende/r: Luisa Wellems
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sind nur wenige Frauen wegen ihrer Tätigkeit als KZ-Aufseherinnen verurteilt worden, während die Mehrheit von ihnen ungestraft davongekommen ist. Erst seit wenigen Jahren geraten aufgrund eines Urteils des Bundesgerichtshofes von 2016 und einer damit einhergehenden Neubewertung des Straftatbestandes „Beihilfe zum Mord“ auch sogenannte „Schreibtischtäterinnen“ wie die frühere KZ-Sekretärin Irmgard F. in den Blick der deutschen Justiz und Öffentlichkeit. Der Großteil der „arischen“ Frauen – vorwiegend Hausfrauen und Mütter – gilt jedoch nach wie vor als unpolitisch, machtlos und damit unbedeutend für die NS-Geschichte. In dem Proseminar richten wir den Blick auf die vielfältigen Lebensumstände und Biographien von Frauen im Nationalsozialismus – Opfer und Täterinnen, Widerstandskämpferinnen und Mitläuferinnen – um ein besseres Verständnis von ihren jeweils spezifischen Handlungsräumen und ihrer Schuldfähigkeit, aber auch ihrer ganz unterschiedlich gearteten Unterdrückung und Verfolgung zu erhalten. Auf diese Weise wird das Zusammenwirken von „Rasse“, Klasse und Geschlecht zum Dreh- und Angelpunkt für das Verständnis der NS-Zeit. Im propädeutischen Teil werden Sie die grundlegenden Theorien, Methoden und Hilfsmittel der neueren Geschichte kennenlernen und mit Bezug zum Thema des Proseminars erproben.
- Lehrende/r: Kerstin Dembsky