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- Lehrende/r: Chloé Neyret
- Lehrende/r: Clémentine Saucier
Unter dem Begriff Frauenmystik werden volksprachliche Offenbarungs- und Vitentexte subsumiert, die eine körperzentrierte Form von Visionserfahrungen, Askesepraxis und das Streben nach Vervollkommnung beispielhaft an der Figur einer göttlich begnadeten Visionärin vorführen. Dabei bieten die Texte nicht nur einen faszinierenden Einblick in die spirituell überformte ‚Lebenswelt‘ weiblicher Autorinnen des Mittelalters, sondern komplexe literarische Annäherungen an die Sphäre des Göttlichen, die sich letztlich der Versprachlichung entzieht. Das Seminar widmet sich der Untersuchung der literarischen Autorschaftsentwürfe und Erzählverfahren frauenmystischer Viten- und Offenbarungsliteratur des Mittelalters anhand konkreter Textbeispiele (Mechthild von Magdeburg, Margarete Ebner, Christine Ebner, Elsbeth von Oye u.a.). Dabei sollen auch Fragen nach Produktion und Rezeption, nach der christuszentrierten und mit Weiblichkeit konnotierten Form der Spiritualität und Fragen nach religiösen Lebensformen und institutionellen Kontexten diskutiert werden. Texte und Sekundärliteratur werden im Learnweb zur Verfügung gestellt. Voraussetzung der Teilnahme ist die Übernahme eines Referatsthemas, das in der ersten Sitzung verteilt wird.
- Lehrende/r: Simone Kügeler-Race
Im aschkenasischen Raum (Deutschland und Nordfrankreich) entstehen im Hochmittelalter Frauensynagogen und monumentale Ritualbäder. Beide Bauten waren größtenteils für Frauen gedacht und bedienten sich neuer Bautechniken der aufkommenden Gothik. Die (sakralen) Anlagen waren oftmals gehoben ausgestattet und prominent im jüdischen Viertel der Stadt platziert.
Dieses Seminar beschäftigt sich einerseits mit den historisch-sozialen Fragen, warum die jüdischen Gemeinden im 12. und 13. Jahrhundert damit beginnen, in diese neuen Anlagen zu investieren, und dafür auch mit ihrer christlichen Umwelt kollaborieren. Außerdem soll der Frage nachgegangen werden, welche Rollen die Frauen selbst in dieser Entwicklung spielten. Waren Frauen federführend an der Etablierung ihrer eigenen Synagogen beteiligt, und verlangten sie nach neuen repräsentativen Anlagen?
Außerdem sollen auch die religiösen Hintergründe betrachtet werden: die individuelle Frömmigkeit von Frauen, die zu dieser Zeit zunimmt, wie auch rabbinische Ansichten über den weiblichen Körper und körperlicher Reinheit.
- Lehrende/r: Friederike Schöpf
Hatschepsut, Nofretete, Kleopatra – wer kennt nicht diese bedeutenden Frauen aus Ägyptens Geschichte? Doch auch wenn sie nicht Herrscherinnen wurden, konnten viele Frauen im alten Ägypten eine einflussreiche Stellung erreichen. Durch den einzigartigen Quellenreichtum sind uns aber auch Frauen aus den unteren Gesellschaftsschichten bekannt. Wir wollen uns mit den Rollen der Frauen unterschiedlichen Status und quer durch die Geschichte des alten Ägypten und antiken Sudan beschäftigen und dabei sowohl genderanthropologische Theorien als auch konkrete Denkmäler betrachten, die den Zeitraum von etwa 3000 Jahren und verschiedene Kulturstufen umfassen.
- Lehrende/r: Angelika Lohwasser
Im Laufe des 21. Jahrhunderts haben Nachrichtendienste in westlichen Demokratien einen radikalen, wenn auch weitgehend unfreiwilligen Wandel erlebt. In der Welt der Intelligence scheinen Geheimnistuerei und Abschottung nach außen nunmehr der Vergangenheit anzugehören. So hat der einst geheimnis- und mythenumrankte Bundesnachrichtendienst (BND) jüngst in Berlin ein „Besucherzentrum“ eröffnet, welches mittlerweile Spontanbesuche zulässt und Bürgerinnen und Bürgern „ein klares und transparentes Bild“ nachrichtendienstlicher Tätigkeit vermitteln möchte. In den USA informiert dagegen die legendäre National Security Agency (NSA) bereits seit geraumer Zeit im eigenen, frei zugänglichen Podcast über den Alltag ihrer MitarbeiterInnen, vergangene Operationen und Stellenausschreibungen. Doch welche historischen Vorgänge haben zu diesem (Selbst-)Darstellungswandel von Nachrichtendiensten beigetragen? Welchen Platz nahmen letztere über das letzte Jahrhundert in Staat, Gesellschaft und Forschung ein? Und können BND, BfV, CIA, FBI und co. in dieser Hinsicht tatsächlich als unverzichtbare Fremdkörper moderner Demokratien bezeichnet werden?
Die Übung rückt die sich kontinuierlich verändernden Wechselbeziehungen zwischen Nachrichtendiensten und westlichen Demokratien des 20. Jahrhunderts in den Mittelpunkt, wobei sie insbesondere auf Ansätze aus den Intelligence Studies, der Behörden- und Organisationsforschung sowie der Mediengeschichte und der Kulturgeschichte der Politik zurückgreift. Im Laufe der Kompaktveranstaltung sollen Nachrichtendienste unter Berücksichtigung aktueller Forschungsdebatten einerseits als organische Bestandteile eines nationalen Ganzen analysiert und diskutiert, andererseits aber auch als eigenständige Akteure in ihrer globalen und transnationalen Dimension betrachtet werden. Dafür wird unter anderem die Frage von nachrichtendienstlichen Quellen und deren Potential für die Geschichtswissenschaften zentral sein.
Eine Vorbesprechung wird am 27.6.2025 stattfinden.
- Lehrende/r: Sarah Anna-Maria Lias Ceide
Im Seminar werden zentrale Analysekategorien der Kulturanthropologie am Beispiel der Lektüre ausgewählter Texte von Sigmund Freud, Norbert Elias und Pierre Bourdieu diskutiert. Im Zentrum stehen die aufeinander verweisenden Konzepte von Sublimierung, Affektkontrolle, Zivilisation und Distinktion.
Studierende erbringen als Studienleistung ein Referat (30 Minuten); als Prüfungsleistung eine schriftliche Hausarbeit (12–15 Seiten).
- Lehrende/r: Timo Luks
Auf 50 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
In diesem Seminar betrachten wir zwei unterschiedliche Zugänge auf das Thema Kindheit und frühe Bildung: die Frühpädagogik als praxisorientierte Gestaltung der frühkindlichen Betreuung und Bildung sowie die Kindheitstheorie als theoretische Reflexion über das gesellschaftliche Bild von Kindheit. Zu Beginn des Seminars werden wir die zentralen Begriffe und Grundannahmen beider Perspektiven erarbeiten und uns mit den Denkweisen und Zielen der Frühpädagogik sowie der Kindheitstheorie vertraut machen. Dazu nutzen wir Texte von Expert:innen wie Gerd E. Schäfer für die Frühpädagogik und Michael-Sebastian Honig für die Kindheitstheorie, um ein solides theoretisches Fundament zu schaffen. Daraufhin werden wir zentrale Konzepte beider Perspektiven erarbeiten, anhand von Fallstudien analysieren, wie kindheitstheoretische Annahmen die Gestaltung von Frühpädagogik beeinflussen sowie Kontroversen rund um beide Zugänge untersuchen.
- Lehrende/r: Laura Katharina Haase
Vom 31. März bis 3. April 2025 bietet das Centrum für Geschichte und Kultur des östlichen Mittelmeerraums (GKM) wieder eine Frühlingsschule "Manuskriptkulturen" an.
Wir werden uns dieses Mal dem Thema unter der Fragestellung "Digitales Manuskript?!" nähern. Es sind ExpertInnen aus Münster, Hamburg, Frankfurt und Basel eingeladen, die zu den Feldern "Erschließen", "Edieren" sowie "Übersetzen" referieren und Einblick in ihr Forschungsmaterial geben.
In den Nachmittagsblöcken führen die MitarbeiterInnen des SCDH (Service Center for Digital Humanities) in das Arbeiten mit TEI ein. TEI, die Text Encoding Initiative, hat Richtlinien für die Kodierung maschinenlesbarer Texte entwickelt, die für die Geistes- und Sozialwissenschaften von Interesse sind. Es ist daher ein grundlegendes Tool für alle, die mit Manuskripten arbeiten.
An einem Tag ist eine Exkursion in das Technische Zentrum des Landesarchivs NRW sowie das LWL-Archivamt für Westfalen geplant. Beide Institutionen haben ihre Standorte hier in Münster, so dass diese mit dem Fahrrad oder dem Bus erreichbar sind.
Weitere Informationen sind auf der Website der Frühlingsschule zu finden: https://www.uni-muenster.de/centrumgkm/forschung/fruehlingsschule/
- Lehrende/r: Jan Horstmann
- Lehrende/r: Monnica Klöckener
- Lehrende/r: Christian Lück
- Lehrende/r: Nikola Moustakis
- Lehrende/r: Immanuel Normann
- Lehrende/r: Paraskevi Toma
- Lehrende/r: Benjamin Weber
- Lehrende/r: Mara Burger
- Lehrende/r: Jan vom Brocke
- Lehrende/r: Dominik Krüßmann
In dieser Veranstaltung werden die in der Vorlesung des „Einführung in die Ägyptologie“ (GM 1.1) erworbenen Kenntnisse vertieft. Die Teilnehmer:innen sollen sich ein Grundgerüst der ägyptischen Topographie, Geschichte und der materiellen Hinterlassenschaften des Alten Ägypten erarbeiten. Gleichzeitig sollen sie sich aber auch über die Problematik der einzelnen Quellengattungen bewusst werden. Darüber hinaus sollen sie eine Routine im Umgang mit den ihnen bereits bekannten Standardwerken und weiterer ägyptologischer Fachliteratur entwickeln.
- Lehrende/r: Angelika Lohwasser
Dieser Kurs wird verschiedene Perspektiven des Fußballs beleuchten. Dazu gehört das wissenschaftliche Arbeiten in relevanten Themenbereichen des Fußballs (Vororientierung, Handlungsschnelligkeit, Performance Analysis, etc.), die Auseinandersetzung mit den pädagogisch-didaktischen Herausforderungen des Unterrichtens von Fußball in der Schule und die Vermittlung grundlegender technischer sowie taktischer Fertigkeiten.
Ziel des Kurses ist es theoretisch Erarbeitetes in der Praxis vielfältig zu erleben, zu reflektieren und zu kritisieren.
Zudem soll den Studierenden die Möglichkeit geboten werden an vertiefenden Fußballangeboten (Stadionbesuche, Trainingsbeobachtungen, etc.). zum Selbstkostenanteil an zusätzlichen Terminen teilzunehmen. Näheres dazu wird in der ersten Seminarstunde besprochen.
Zur Sicherstellung eines sportmotorischen Grundniveaus in der Sportart Fußball ist zum Bestehen des Kurses (Kursteilnahme ohne Prüfungsleistung) die Teilnahme an der abschließenden Praxisprüfung in allen Teilelementen (Mindestanforderung "bestehen": Note 4,0) verpflichtend!
- Lehrende/r: Dominik Krüßmann
Dieser Kurs wird verschiedene Perspektiven des Fußballs beleuchten. Dazu gehört das wissenschaftliche Arbeiten in relevanten Themenbereichen des Fußballs (Vororientierung, Handlungsschnelligkeit, Performance Analysis, etc.), die Auseinandersetzung mit den pädagogisch-didaktischen Herausforderungen des Unterrichtens von Fußball in der Schule und die Vermittlung grundlegender technischer sowie taktischer Fertigkeiten.
Ziel des Kurses ist es theoretisch Erarbeitetes in der Praxis vielfältig zu erleben, zu reflektieren und zu kritisieren.
Zudem soll den Studierenden die Möglichkeit geboten werden an vertiefenden Fußballangeboten (Stadionbesuche, Trainingsbeobachtungen, etc.). zum Selbstkostenanteil an zusätzlichen Terminen teilzunehmen. Näheres dazu wird in der ersten Seminarstunde besprochen.
Zur Sicherstellung eines sportmotorischen Grundniveaus in der Sportart Fußball ist zum Bestehen des Kurses (Kursteilnahme ohne Prüfungsleistung) die Teilnahme an der abschließenden Praxisprüfung in allen Teilelementen (Mindestanforderung "bestehen": Note 4,0) verpflichtend!
- Lehrende/r: Dominik Krüßmann
Die große Diversität von Kindern eines Jahrgangs ist eines der Hauptmerkmale des heutigen Mathematikunterrichts geworden. Wie Lehrerinnen und Lehrer mit dieser komplexen wie auch sensiblen Thematik angemessen umgehen können, soll im Seminar anhand der Spezifik mathematisch interessierter und begabter Kinder in verschiedenen Altersbereichen erörtert werden. Schwerpunkte der Sitzungen sind das Kennenlernen verschiedener Begabungsmodelle, Auseinandersetzungen mit unterschiedlichen Diagnose- und Förderansätzen, Fallstudien zu mathematisch begabten Kindern sowie die Erarbeitung konkreter Fördermaßnahmen. Ein enger Praxisbezug wird auch dadurch realisiert, dass die Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmer im Projekt "Matheasse" im MaZ hospitieren können.
Im Rahmen dieses Seminars „Fördern und Differenzieren im Mathematikunterricht der Grundschule: Besonderheiten mathematisch begabter Kinder” biete ich die Betreuung von 6 Bachelorarbeiten an, in denen Sie sich unter verschiedenen Fragestellungen intensiver mit der Diagnose und Förderung mathematisch begabter Kinder auseinandersetzen können. WICHTIG: Wenn Sie eine Bachelorarbeit zu diesem Thema schreiben möchten, müssen Sie sich für das Seminar „Fördern und Differenzieren im Mathematikunterricht der Grundschule: Besonderheiten mathematisch begabter Kinder (mit Bachelorarbeit)” anmelden.
Im Anschluss an dieses Seminar bietet es sich an, im Master das Seminar „Spezielle Fragen der Diagnose und Förderung: Förderung mathematisch begabter Kinder im MaZ” zu belegen, da Sie hier Ihre Vorerfahrungen konkret in der praktischen Arbeit mit Kindern anwenden können.
- Lehrende/r: Nina Berlinger
Die große Leistungsheterogenität von Kindern und Jugendlichen eines Jahrgangs ist eines der Hauptmerkmale des Mathematikunterrichts. Wie Lehrkräfte mit dieser komplexen wie auch sensiblen Thematik angemessen umgehen können, soll im Seminar anhand von Ansätzen für einen potenzialorientierten und begabungsförderlichen Mathematikunterricht erarbeitet werden. Schwerpunkte der Sitzungen sind das Kennenlernen und Entwickeln von substanziellen Lernumgebungen, verschiedenen Differenzierungsformen und Begabungsmodellen sowie der Erarbeitung konkreter Fördermaßnahmen. Dabei wird stets mitgedacht, welches Potenzial Ansätze aus dem Kontext von „Bildung für nachhaltige Entwicklung” für einen begabungsfördernden Mathematikunterricht bieten können.
Im Rahmen dieses Seminars biete ich die Betreuung von 10 Bachelorarbeiten an, in denen Sie sich unter verschiedenen Fragestellungen intensiver mit dem Thema des Seminars auseinandersetzen können. WICHTIG: Wenn Sie eine Bachelorarbeit zu diesem Thema schreiben möchten, müssen Sie sich für das Seminar „Fördern und Differenzieren im Mathematikunterricht: Besonderheiten mathematisch begabter Kinder und Jugendlicher (mit Bachelorarbeit)” anmelden.
Ein enger Praxisbezug wird auch dadurch realisiert, dass die Teilnehmenden im Projekt "Matheasse" im MaZ hospitieren können.
- Lehrende/r: Nadine Ehrlich
Diese Übung richtet sich an zukünftige Lehrpersonen oder andere Berufe, in denen eine verantwortlich ausgeübte Führung wichtig ist. Dabei ist nicht das Ziel, die eigenen Vorstellungen möglichst umfassend gegen die Gruppe durchzusetzen. Ziel ist es, so zu führen, dass die anderen gerne folgen. Ein solcher Führungsstil ist demokratisch, aufmerksam und empathisch und traut den Schüler*innen Eigenverantwortung zu. Er bietet einen Raum, in dem sich die Schüler*innen entwickeln können. Dies erfordert Klarheit und ein hohes Maß an innerer Stärke.
Die Teilnehmer*innen probieren sich in einem sicheren Rahmen in verschiedenen Rollen aus, sie führen und sie folgen. Dadurch entwickeln sie Erfahrungswissen über sich selbst, die Beziehungsgestaltung und die Wirkungen des Auftretens und der inneren Haltung. Sie lernen andere Perspektiven und Wahrnehmungen kennen und wie sie diese berücksichtigen können. Fehler sind dabei selbstverständliche und positiv anregende Teile des Erkenntnisprozesses.
Methodisch arbeiten wir mit Mitteln der Rhetorik, der Sprecherziehung und der Theaterimprovisation.
Sollte es nicht möglich sein, diese Übung in Präsenz durchzuführen, wird stattdessen online ein anderes Thema zur Kommunikation mit Schüler*innen angeboten.
- Lehrende/r: Heike Appel
Hans Magnus Enzensberger war einer der ersten, die Grimmelshausens Courasche positiv als Anarchistin bewerteten. Während die Courasche einerseits als allegorische Gestalt der Acedia, als „Frau Welt“ oder als Hexe gesehen und anagogisch mit der Hure von Babylon verglichen wird, zeichnet die in Gender-Kategorien denkende Literaturwissenschaft das Bild einer sich emanzipierenden Frau in misogyner Gesellschaft. So stehen aktuelle (!) moraltheologische Verurteilungen dieser Romanfigur neben Ansätzen, die von der ersten sich selbst thematisierenden starken Frau in der Geschichte der neueren deutschen Literatur sprechen. Wir werden Grimmelshausens Roman einer intensiven Lektüre unterziehen und ihn dabei in den Kontext seines simplicianischen 10-Bücher-Zyklus stellen, zudem einen Bogen schlagen zum „Rathstübl Plutonis“, in dem Grimmelshausen die Figur weitererzählt. So wird sich ein spannender Blick in die Literatur der frühen Neuzeit ergeben, der die Themen Religion, Gewalt, Geschlecht und Recht in den Mittelpunkt stellt.
Anzuschaffen und bis Semesterbeginn zu lesen ist: Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen: Courasche / Springinsfeld / Wunderbarliches Vogelnest I–II / Rathstübel Plutonis. Text und Kommentar, herausgegeben von Dieter Breuer. Frankfurt am Main: Deutscher Klassiker Verlag 2007. [Taschenbuchausgabe, 10 €].
Buchvorschläge zur Einführung: Volker Meid: Grimmelshausen. Ditzingen: Reclam 2011. Dieter Breuer: Grimmelshausen-Handbuch. München: Fink 1999. [Beides antiquarisch].
- Lehrende/r: Ortwin Lämke
Der Gerichtsprozess dient dem Drama als naheliegende Struktur: Beide gründen auf Rede und Gegenrede, basieren auf der Performanz gesprochener Sprache und in der Tragödie löst eine Schuld (harmatía) des Helden, die im Drama vor Gericht verhandelt wird (z.B. Orests Mord an der eigenen Mutter), die Katastrophe aus. Schiller schreibt: „Die Gerichtsbarkeit der Bühne fängt an, wo das Gebiet der weltlichen Gesetze sich endigt.“ Dieses Diktum scheint gerade für Gerichtsdramen zu gelten.
In diesem Seminar werden wir das Motiv des Gerichtsprozesses im Drama durch die Literaturgeschichte verfolgen, angefangen bei Aischylos' Orestie über Heinrich von Kleists Der zerbrochne Krug, Peter Weiss' Die Ermittlung und weiteren Dramen bis zum postdramatischen Theater der Gegenwart, z.B. Die Moskauer Prozesse von Milo Rau.
- Lehrende/r: Kerstin Wilhelms
- Lehrende/r: Johannes Becker
- Lehrende/r: Katharina Huesmann
Up until today, women remain underrepresented in political offices. According to the United Nations, the global average of female parliamentarians is approximately 27%, and only 30 countries are led by women. Issues that are particularly important to female voters often play a subordinate role in political decision-making. In this seminar, we will first engage in an empirical investigation into the possible causes of gender inequality in politics. This will include examining the influence of norms that are sometimes passed down through generations. Following this, we will address various forms of gender discrimination in political institutions, while also considering the effectiveness of tools designed to reduce gender inequality.
The seminar is based on English-language readings, primarily international empirical research articles. Prior knowledge of quantitative methods is advantageous; otherwise, a willingness to engage with quantitative research is beneficial.
- Lehrende/r: Mirko Finn Wegemann
In dem Seminar beschäftigen wir uns mit der Bedeutung von Geschlecht in der globalen Asylpolitik. Wir nähern uns der globalen Asylpolitik aus regimetheoretischer Perspektive und eruieren zunächst ihre Genese und zentralen Merkmale. Darauf aufbauend gehen wir auf die Entwicklung völkerrechtlicher und regionaler Schutznormen ein und diskutieren sie aus feministischer, queerer und postkolonialer Perspektive. Im Folgenden wenden wir uns der Rolle von internationalen Organisationen zu und analysieren ihre Schutzpolicies. In Kleingruppen widmen wir uns ausgewählten Policies und untersuchen Strategien zum Schutz vor Gewaltgefahren sowie Konzepte für Empowerment und Resilienz. Zusätzlich zu den Schwerpunktsetzungen reflektieren wir so, wie vergeschlechtlichte Labels und Kategorien geschaffen werden und welche Folgen sie für geflüchtete Menschen entfalten.
Anhand von Diskussionen, Präsentationen und Analysen in Kleingruppen zielt das Seminar darauf ab, dass sich Studierende fundierte Kenntnisse über die Relevanz von Geschlechterverhältnissen in der globalen Asylpolitik aneignen und sich kritisch mit feministischen, queeren und postkolonialen Positionen auseinandersetzen.
Leistungsnachweise:
Studienleistungen:
- Lektüre wissenschaftlicher Literatur
- regelmäßige Teilnahme und aktive Mitwirkung im Seminar
- Präsentationen
- Arbeit in Kleingruppen
Prüfungsleistungen:
- Hausarbeit
- Lehrende/r: Ulrike Krause
Das einwöchige Praktikum findet in der vorlesungsfreien Zeit des Sommersemesters statt. Zur genauen Terminplanung vgl. Mitteilungen im Institut für Biochemie bzw. auf http://www.uni-muenster.de/Chemie.bc/teaching/bc-labc-GKBCBSc.html. Die Vorbesprechung findet im Rahmen der Vorlesung BC-I von Prof. Rentmeister statt.
- Lehrende/r: Nicolas Vincent Cornelissen
- Lehrende/r: Wolfgang Dörner
- Lehrende/r: Daniel Kümmel
- Lehrende/r: Julian Heitkötter
Il corso si propone di fornire un’introduzione esaustiva a Giovanni Boccaccio e alla sua opera, con particolare riguardo per il suo ‘capolavoro narrativo’, il Decameron. Le/Gli studenti verranno guidate/-i nella lettura e nel commento di un’antologia di testi, attraverso percorsi tematici utili a evidenziare i caratteri fondamentali del genere letterario della novella e a ricostruirne il percorso di codificazione.
- Lehrende/r: Luca Tonin
Auf 50 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Das Seminar vermittelt grundlegende Kenntnisse der gesellschaftlichen Bedingungen von Bildung und Erziehung. Im Fokus der Diskussionen stehen soziale, politische, und kulturelle Aspekte von Bildungs-, Erziehungs- und Sozialisationsprozessen. In einem zweiten Teil der Veranstaltung werden Fragen nach dem Stellenwert von gesellschaftlichen Veränderungen erläutert und im Hinblick auf ihre Implikationen für erziehungswissenschaftliche Forschung sowie pädagogische Praxis diskutiert. Die Themen des Seminars können mit den Stichworten Migration, Globalisierung, Wissensgesellschaft und Bildungsgerechtigkeit umschrieben werden.
- Lehrende/r: Katrina Sofie Ikier
- Lehrende/r: Monique Nagel-Angermann
- Lehrende/r: Lirim Selmani
- Lehrende/r: Britta Riederer von Paar
- Lehrende/r: Isabell Sander
Einführung in das Akkadische, die vom 3.–1. Jahrtausend v. Chr. am weitesten verbreitete (semitische) Keilschriftsprache des alten Vorderasien (Grammatik, System der Keilschrift und altbabylonische bzw. neuassyrische Keilschriftzeichen).
- Lehrende/r: Ludek Vacín