Der Kurs richtet sich an Studierende, deren Abschlussarbeit von Ulrich Hamenstädt betreut wird/ werden soll. Insbesondere die Bachelor-Arbeit bringt oftmals die Herausforderung mit sich, zum ersten Mal eine benotete, wissenschaftliche Arbeit in einem größeren Rahmen zu verfassen. An dieser Stelle kommt es darauf an, inhaltliche und methodische Kenntnisse miteinander zu verbinden und auf einen empirischen Fall anzuwenden. Dies bedeutet, dass Wissen aus dem ganzen Studium und aus unterschiedlichen Kursen abgerufen und angewandt werden muss. Dieser Kurs bereitet die Studierenden gezielt darauf vor, diese Aufgabe zu bewältigen und leitet sie dazu an, in wechselseitiger Interaktion mit anderen Studierenden das eigene Projekt weiterzuentwickeln. Im Kurs werden den Teilnehmer_innen zentrale Texte zum Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten vorgestellt, die gemeinsam in der Gruppe erarbeitet werden. Ziel des Kurses ist es, ein Exposé zu dem jeweiligen Projekt auszuarbeiten. Hierbei soll eine konkrete Fragestellung entwickelt werden, um die Idee der Arbeit in ein bearbeitbares Projekt zu verwandeln. Das Thema der Abschlussarbeit soll klar eingegrenzt werden. Schließlich ist die Präzisierung von Theorie und Empirie ein weiteres, zentrales Element der Abschlussarbeit, an welchem wir arbeiten werden. Im Wesentlichen konzentriert sich der Kurs auf die Beantwortung von sieben Fragen, die im Laufe des Verfassens einer Abschlussarbeit von zentraler Bedeutung sind: • Die Frage der Größe: Was ist ein bearbeitbares Thema und was nicht? • Die Frage der Fragestellung: Wie sieht eine angemessene Fragestellung aus und wie formuliere ich diese? • Die Frage der Methode: Welche Methode für welche Fragestellung? • Die Frage der Literatur: Was ist geeignete Literatur und wie viele Texte sind notwendig? • Die Frage des Schreibens: Wie organisiere ich meinen Schreibprozess effizient? • Die Frage der Bewertung: Welche Anforderungen werden an meine Abschlussarbeit gestellt? • Die Frage des Abschlusses: Wann mache ich einen Punkt hinter meine Arbeit?

Kurs im HIS-LSF

Semester: ST 2026
ePortfolio: No

Mit dem Namen Karl Marx werden unterschiedlichste Assoziationen geweckt. Nicht zuletzt durch die Blockkonfrontation des Kalten Krieges und die Teilung Deutschlands ist der Marxismus (was auch immer das ist…) und damit auch Marx in ein schlechtes Licht geraten. Wir müssen uns in der Politikwissenschaft jedoch vor Augen führen, dass international der Marxismus den Status einer politikwissenschaftlichen Großtheorie hat. Insbesondere im anglo-amerikanischen Raum beziehen sich eine Großzahl von Politikwissenschaftlerinnen und Politikwissenschaftler auf Marx und spätestens seit Thomas Pikettys „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ finden sich auch in Kontinentaleuropa wieder zentrale Anknüpfungspunkte an diesen Denker. Dies bedeutet, dass Politikwissenschaftlerinnen und Politikwissenschaftler etwas über Karl Marx und seine Ideen wissen sollten. Dieser Kurs wird einen Zugang anbieten. Neben dem Kontext der Entstehung von Marx‘ Ideen, wird der Kurs sich mit Primärtexten und Sekundarquellen auseinandersetzten. Nicht zuletzt sollen aktuelle Anwendungen diskutiert werden. Perspektivisch soll es für den Kurs eine inhaltliche Fortsetzung im darauffolgenden WiSe geben (Marx als Ökonom). Am Kurs kann aus Interesse teilgenommen werden, aber es können selbstverständlich auch Leistungspunkte erworben werden. Als Studienleistung muss neben der Anwesenheit ein Referat gehalten werden. Eine Prüfungsleistung erfordert zusätzlich eine Hausarbeit. Hinweise: Die nötigen Unterlagen für den Kurs werden über das LearnWeb bereitgestellt. Die Teilnahme am Seminar setzt die Bereitschaft voraus, sich aktiv in die Veranstaltung einzubringen und auch in Lern- und Arbeitsgruppen mitzuarbeiten. Politikwissenschaft ist ein Lesestudium! Für die Teilnahme am Kurs wird die Bereitschaft zum Lesen der notwendigen Texte vorausgesetzt. Die Teilnahme am Seminar setzt die Bereitschaft voraus, sich aktiv in die Veranstaltung einzubringen. Hierzu gehört auch die körperliche Anwesenheit. Die Referatsvergabe findet zu Beginn des Kurses statt.

Kurs im HIS-LSF

Semester: ST 2026
ePortfolio: No

Das vertiefende Bachelorseminar widmet sich den Zusammenhängen von Geschlechterverhältnissen, Flucht und Asyl. Wir untersuchen, wie vergeschlechtlichte politische Machtverhältnisse auf geflüchtete Menschen wirken und wie ihre Erfahrungen in rechtlichen, sozialen und politischen Kontexten sichtbar oder unsichtbar gemacht werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der eigenständigen Analyse der Teilnehmenden: Das Seminar ist forschungsorientiert und nutzt studentisches Forschen als didaktischen Ansatz. Dafür setzen wir uns mit ausgewählten qualitativen Methoden wie Interviews und Inhaltsanalysen sowie mit Forschungsethik auseinander. In Kleingruppen bearbeiten Studierende Fallstudien, reflektieren forschungsethische Belange und ihre eigenen Positionalitäten und stellen dann Ergebnisse vor. Dadurch erweitern Teilnehmende methodische sowie analytische Kompetenzen und eignen sich ein tieferes Verständnis für die komplexen politischen Dynamiken von Geschlecht und Flucht an. Triggerwarnung: Im Bachelorseminar befassen wir uns mit sensiblen Fragen zu Geschlechterverhältnissen in der Asylpolitik, darunter vergeschlechtlichte politische Machtverhältnisse, geschlechtsspezifische Gewalt und Diskriminierung. Die Auseinandersetzung mit diesen Themen kann für Seminarteilnehmende belastend, herausfordernd oder triggernd sein. Bitte zögern Sie nicht, bei Bedarf das Gespräch mit der Dozentin zu suchen. Leistungsnachweise: • Studienleistung: regelmäßige, aktive Teilnahme sowie wissenschaftlicher Vortrag • Prüfungsleistung: Hausarbeit

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Semester: ST 2026
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Was bedeutet Krieg, Konflikt und Frieden? Wie können gewaltsame Konflikte bearbeitet und Frieden gefördert werden? Welche Rollen spielen Geschlechterverhältnisse? Entlang dieser und weiterer Fragen bietet das Standardseminar eine grundlegende Einführung in Theorien, Konzepte und Fragestellungen der Friedens- und Konfliktforschung. Wir beschäftigen uns zunächst mit zentralen Begriffen wie Frieden, Konflikt, Gewalt und Sicherheit und wenden uns anschließend konkreten Anwendungsfeldern wie Transitional Justice, Friedensförderung, -schaffung und -erhaltung zu. Darauf aufbauend vertiefen wir Diskussionen, indem wir aktuelle Phänomene wie Klimakonflikte, konfliktbedingte Flucht und Cybersicherheit behandeln. Im Seminar gehen wir über eurozentrische und androzentrische Schwerpunktsetzungen hinaus und nehmen postkoloniale wie auch vergeschlechtlichte Perspektiven in den Blick. Triggerwarnung: Im Standardseminar konzentrieren wir uns auf sensible Themen wie sexualisierter Kriegsgewalt und Menschenrechtsverletzungen. Die Auseinandersetzung mit diesen Themen kann für Seminarteilnehmende belastend, herausfordernd oder triggernd sein. Bitte zögern Sie nicht, bei Bedarf das Gespräch mit der Dozentin zu suchen. Leistungsnachweise: • Studienleistung: regelmäßige, aktive Teilnahme sowie wissenschaftlicher Vortrag • Prüfungsleistung: Hausarbeit

Kurs im HIS-LSF

Semester: ST 2026
ePortfolio: No

Das Kolloquium dient der Begleitung von Studierenden bei ihrer Vorbereitung des Exposés und der Abschlussarbeit und bietet Raum für Diskussionen. Hierfür gehen wir auf die Anforderungen einer Abschlussarbeit sowie Grundlagen politikwissenschaftlicher Forschung ein. Wir besprechen unter anderem die Arbeitsplanung und -organisation, die Konkretisierung des Forschungsgegenstandes und der Forschungsfrage, das Forschungsdesign, qualitative Methoden und forschungsethische Standards, die Verbindung von Theorie und Empirie sowie die Struktur einer Abschlussarbeit. Teilnehmende stellen ihre Fortschritte vor und können aufkommende Fragen und mögliche Herausforderungen gemeinsam reflektieren. Alle Studierenden, die ihre Abschlussarbeit bei Ulrike Krause schreiben, sollten am Kolloquium teilnehmen.

Kurs im HIS-LSF

Semester: ST 2026
ePortfolio: No

In dem Lektüreseminar beschäftigen wir uns mit aktuellen Fragen und Debatten in der politikwissenschaftlichen Geschlechterforschung über Flucht und Asyl. Hierfür setzen wir uns mit Grundlagenliteratur sowie theoretischen und empirischen Texten (deutsch- und englischsprachig) zu feministischen, postkoloniale, queeren und intersektionalen Perspektiven auseinander. Triggerwarnung: Im Lektüreseminar konzentrieren wir uns auf sensible Themen zu Geschlechterverhältnissen in der Asylpolitik, darunter geschlechtsspezifische Gewalt, Diskriminierung und Machtverhältnisse im globalen Schutzsystem. Die Auseinandersetzung mit diesen Themen kann für Seminarteilnehmende belastend, herausfordernd oder triggernd sein. Bitte zögern Sie nicht, bei Bedarf das Gespräch mit der Dozentin zu suchen. Leistungsnachweise: • Studienleistung: regelmäßige Teilnahme und aktive Mitwirkung im Seminar, Lektüre und Vorstellung von wissenschaftlicher Literatur • Prüfungsleistung: Hausarbeit (Analyse des Forschungsstandes zu einem seminarrelevanten Thema)

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Semester: ST 2026
ePortfolio: No