

Im Oktober 2026 entstand im Rahmen des Forschungsprojekts „PERFORM – Performing Provenance“ die neue Filmarbeit „UN SERPENT AU MUSÉE“ des kamerunischen Performancekünstlers und Choreografen Zora Snake. Ausgangspunkt und Schauplatz der künstlerischen Auseinandersetzung ist das ehemalige Missionsmuseum „Forum der Völker“ in Werl, dessen ethnografische Sammlung mit rund 15.000 Objekten 2025 an den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) überging.
Die im Kontext franziskanischer Missionstätigkeit und durch spätere Erwerbungen zusammengetragenen Bestände werfen vielfältige Fragen nach kolonialen Verflechtungen, den historischen Bedingungen des Sammelns und ungeklärten Provenienzen auf. Zora Snake begegnet dem Ort in seiner Performance körperlich und im unmittelbaren Dialog mit den Räumen und Objekten des Museums. Seine künstlerische Arbeit verbindet zeitgenössischen Tanz und Performance mit Fragen nach kultureller Erinnerung, Widerstand und dem Fortwirken kolonialer Machtverhältnisse. Die Kamera begleitet diese Begegnung und hält fest, wie der Künstler sich dem Ort und seiner Geschichte durch Bewegung nähert. So eröffnet die Filmarbeit neue Perspektiven auf das Museum und den Umgang mit seinem kulturellen Erbe.
„UN SERPENT AU MUSÉE“ wird erstmals am 10. November 2026 im Rahmen des Symposiums „TRANCEcolonial. Performing Provenance – Art, Memory and Colonial Resonances“ im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster präsentiert.