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    Wie beschleunigt der Klimawandel das Artensterben?

    Artikel mit Prof. Dr. Caroline Müller über Auswirkungen des Klimawandels auf Tiere und Pflanzen
     
    Prof. Dr. Caroline Müller leitet die Arbeitsgruppe Chemische Ökologie an der Fakultät für Biologie
    © Universität Bielefeld - S. Jonek

    Steigende Temperaturen und zunehmende Dürreperioden verändern Lebensbedingungen von Tieren und Pflanzen. Nahrungsketten brechen zusammen und Arten sterben aus – mit Folgen für das gesamte Ökosystem. „Der Klimawandel führt dazu, dass Populationen zurückgehen und Tierarten im Extremfall aussterben“, sagt Professorin Dr. Caroline Müller von der Universität Bielefeld. Die Wissenschaftlerin leitet die Arbeitsgruppe Chemische Ökologie an der Fakultät für Biologie. „Studien zeigen, dass bei einer Erderwärmung von 1,5 Grad das Aussterberisiko von Tieren und Pflanzen um 4 Prozent steigt – bei einer Erwärmung von 3 Grad aber schon auf 26 Prozent.“

    Artikel der Universität Bielefeld

    InChangE vergibt 5 Individualisation Fellowships

    InChangE vergibt 5 Individualisation Fellowships
    © JICE

    Die Universitäten Münster und Bielefeld erforschen in dem vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW geförderten Verbundprojekts "Individualisierung in Changing Environments" (InChangE) Ursachen, Mechanismen und Auswirkungen von Individualisierung in sich ändernden UmWelten im interdisziplinären Diskurs von Natur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften. In dem Verbundprojekt vertreten sind die Fachrichtungen Biologie, Philosophie, Soziologie, Ökonomie, Psychologie, Geoinformatik, Psychiatrie und Gesundheitswissenschaften.

    Um exzellente Nachwuchsforscher:innen bei der Entwicklung ihrer eigenen unabhängigen Forschung zu unterstützen, vergeben die Universität Bielefeld und die Universität Münster insgesamt fünf Individualisation Fellowships (18 Monate, E14 TV-L, 100 %) für externe Nachwuchsforscher:innen. Die ausgeschriebenen Positionen ermöglichen den erfolgreichen Kandidat:innen die Möglichkeit, ihre eigene Forschung im Feld der interdisziplinären Individualisierungsforschung zu entwickeln und eine Bewerbung für eigene Forschungsmittel vorzubereiten.

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    InChangE Summer School

    Relevance of different life phases for individualisation
     
    Teilnhehmende der InChange Summer School 2022
    © JICE – Tobias Zimmermann

    Individuelle Unterschiede gibt es nicht nur beim Menschen, sondern bei allen Lebewesen. Aber wann und wie entstehen sie im Laufe des Lebens? Vom 20. bis zum 23. September brachte die InChangE Summer School 2022 Promovierende und Postdocs zusammen, um diesen Fragen in einem interdisziplinären Diskurs zwischen Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften nachzugehen. Gemeinsam mit eingeladenen Referent:innen beleuchteten die Teilnehmer:innen in Impulsvorträgen, Gruppenarbeiten und ausführlichen Diskussionen die Relevanz verschiedener Lebensphasen für Individualisierung aus der Perspektive verschiedener Disziplinen.

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    Olena Orlova schließt sich InChangE als Postdoc an

    Olena Orlova
    © Olena Orlova

    Dr. Olena Orlova ist vor kurzem als Postdoc zum Forschungsverbund InChangE gestoßen. Sie wird sich mit mathematischen Modellierungen von Ursachen und Folgen der Individualisierung in sich verändernden Umwelten befassen. Ihr Forschungsziel ist es, die Rolle von Individualisierung in ökologischen und evolutionären Prozessen sowie in wirtschaftlichen Prozessen wie der digitalen Transformation der Märkte mit Hilfe individuenbasierter Modelle an der Schnittstelle von Biologie und Ökonomie zu untersuchen und die gegenseitige Bereicherung zwischen den beiden Disziplinen zu intensivieren.

    Olena promovierte an der Universität Paris 1 Pantheon-Sorbonne in Angewandter Mathematik und an der Universität Bielefeld in Wirtschaftswissenschaften und absolvierte außerdem eine Ausbildung in Systemanalyse und IT. Ihre bisherige Forschung konzentrierte sich auf die Untersuchung von Beziehungen zwischen individuellen Präferenzen, individuellen Interaktionen und spezifischen Interaktionsstrukturen. Insbesondere untersuchte sie, wie heterogene individuelle Präferenzen die Bildung von Interaktionsnetzwerken beeinflussen. Bevor sie sich InChangE anschloss, war Olena als Postdoc an der Universität Hagen tätig, wo sie sich mit dynamischen Modellen mit heterogenen Akteuren in der Umweltökonomik beschäftigte. Sie verfügt zudem über vier Jahre praktische Erfahrung außerhalb des akademischen Betriebs, die sie während der turbulenten Jahre der globalen Finanzkrise im Bereich Modellierung und Management in der Finanzbranche gesammelt hat.

    Persönliche Website von Dr. Olena Orlova [en]

    InChangE Workshop: Interdisziplinäres Verständnis von Umwelt

    Teilnhehmende des Workshops
    © JICE – Tobias Zimmermann

    Am 16. August 2022 trafen sich Mitglieder des Verbundprojekts InChangE zu einem Workshop über das Verständnis des Begriffs "Umwelt" innerhalb der beteiligten Fachrichtungen. Die Veranstaltung wurde als Teil des methodischen Querschnittsprojekts zur Weiterentwicklung interdisziplinärer Begriffsbildung und Synthese von den Projektbeteiligten Prof. Dr. Marie Kaiser, Anton Killin, PhD und Prof. Dr. Annette Malsch organisiert. Mittels Vorträgen aus verschiedenen Fachrichtungen – darunter Philosophie, Biologie, Geoinformatik, Soziologie, Ökonomik und Gesundheitswissenschaften – und eingehenden Diskussionen tauschten sich die Teilnehmenden über das jeweilige Begriffsverständnis der unterschiedlichen Disziplinen aus.

    InChangE Workshops

    Jakub Krukar schließt sich InChangE als Postdoc an

    Jakub Krukar
    © Jakub Krukar

    Dr. Jakub Krukar hat sich kürzlich dem Forschungsverbund InChangE als Postdoc angeschlossen. Er forscht und lehrt im Bereich der räumlichen Kognition – einem Teilgebiet der Kognitionswissenschaften, das untersucht, wie Menschen über, in und mit dem Raum denken.

    Krukars Hintergrund und seine Herangehensweise sind interdisziplinär: Er hat einen M.A. in Psychologie, einen Doktortitel in Architektur und als Postdoc im Bereich Geoinformatik gearbeitet. Er verwendet Methoden der kognitiven Psychologie in den Bereichen Geoinformatik, Architektur und Mensch-Computer-Interaktion. In seinen bisherigen Projekten befasste er sich mit der Untersuchung des Besucherverhaltens in Kunstgalerien, mit der Entwicklung von Wegweiser-Technologien zur Unterstützung der Navigation im Auto und mit der Verbesserung von Algorithmen für die Gestaltung nutzungsorientierter Gebäude.

    Persönliche Website von Dr. Jakub Krukar [en]

    Niels Boissonnet verstärkt InChangE als Postdoc

    Niels Boissonnet
    © Niels Boissonnet

    Dr. Niels Boissonnet ist vor kurzem als Postdoc in den Forschungsverbund InChangE gestartet. Er studierte Wirtschaftswissenschaften, Mathematik, Philosophie und Psychologie, bevor er in Wirtschaftswissenschaften über das Konzept der Präferenzänderung promovierte. Dabei entwickelte er ein Modell, das bewusste Veränderungen von Präferenzen berücksichtigt. Nach seiner Promotion verfolgte er einen Ansatz der offenbarten Präferenz, um verschiedene psychologische Mechanismen abzubilden, die zu Präferenzumkehrungen führen. Sein Projekt im Rahmen von InChangE zielt darauf ab, moralische Belange besser in die Modellierung individueller Präferenzen zu integrieren und Modelle zu Wirtschaftsakteuren philosophisch zu hinterfragen.

     

    Zuwachs für InChangE: Marisol Herrera-Rivero startet als Postdoc

    Marisol Herrera-Rivero
    © Marisol Herrera-Rivero

    Dr. Marisol Herrera-Rivero hat sich in diesem Monat dem Forschungsverbund InChangE als Postdoc angeschlossen. In ihrem Projekt wird sie Moleküle und biologische Signalwege erforschen, die bei bedeutenden psychiatrischen Erkrankungen wie Schizophrenie, bipolaren Störungen und Depressionen entscheidende Rollen spielen. Ihre Arbeit zielt darauf ab, für ein besseres Verständnis der genetischen Grundlagen psychiatrischer Erkrankungen zu sorgen – von der Krankheitsanfälligkeit bis zum Ansprechen auf die Behandlung – und so dazu beizutragen, den Weg für personalisierte Medizin zu ebnen.

    Herrera-Rivero promovierte im Bereich Biomedical Sciences an der Universidad Veracruzana in Mexiko, und erforschte dabei periphere Biomarker der Alzheimer-Krankheit. In den folgenden Jahren spezialisierte sie sich auf molekularbiologische Techniken, Omics-Bioinformatik und statistische Datenanalysen, um damit verschiedene komplex vererbte Merkmale und polygene Krankheiten zu untersuchen. Sie erforscht insbesondere genetische Faktoren und Wechselwirkungen zwischen Genen und Umwelt, die zur Entstehung unterschiedlicher Anfälligkeiten, Krankheitsverläufe und Behandlungsergebnisse bei neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen beitragen. Darüber hinaus widmet sie sich anderen Krankheitsbildern mit gravierenden gesundheitlichen Auswirkungen, wie Herz- und Blutgefäßerkrankungen. Sie hat Literaturübersichten, Buchkapitel und Forschungsartikel in anerkannten wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht und mit verschiedenen renommierten nationalen und internationalen Forschungsgruppen zusammengearbeitet.

    ResearchGate-Profil von Dr. Marisol Herrera-Rivero

    Wie es kommt, dass Mensch und Tier sich individualisieren

    Artikel über die Forschung im Rahmen von JICE und InChangE
     
    Wie es kommt, dass Mensch und Tier sich individualisieren
    © Oliver Krüger

    Individuelle Unterschiede gibt es nicht nur bei Menschen, sondern bei allen Organismen. Welche Rolle Individualisierung unter wechselnden Bedingungen spielt – das untersucht das JICE der Universität Bielefeld und der Universität Münster. Seit Ende November 2021 wird unter dem Dach des Instituts der neue Forschungsverbund InChangE koordiniert. Gefördert wird der Verbund vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen über sein Programm zur Profilbildung. Er soll die Methoden und das Wissen von Natur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften kombinieren, um Individualisierung systematisch zu untersuchen. Was führt dazu, dass sich Mensch und Tier individualisieren? Das berichten vier Bielefelder Wissenschaftlerinnen aus Sicht ihrer Forschung.

    Artikel der Universität Bielefeld

    Individualisation Symposium 2022

    Netzwerktreffen: JICE, InChangE & SFB-TRR 212
     
    Teilnehmende des Individualisation Symposium 2022
    © JICE

    Das JICE, das Verbundprojekt InChangE und der SFB-TRR 212 veranstalteten am 5. April gemeinsam das "Individualisation Symposium 2022" im Zentrum für Interdisziplinäre Forschung in Bielefeld. Dabei lag der Fokus auf dem interdisziplinären Diskurs von Natur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften über Individualisierung in sich ändernden UmWelten sowie der Vernetzung zwischen den Forschungsverbünden.

    Weitere Informationen

    "Auch in einem Ameisenstaat finden sich individuelle Unterschiede"

    Barbara Caspers und Jürgen Gadau über die Stärken und Ziele des JICE – Symposium am 5. April
     
    Ameisen-Arbeiterinnen einer Kolonie sind sehr eng miteinander verwandt und sehen häufig völlig gleich aus. Dennoch gibt es bei ihnen individuelle Besonderheiten.
    Ameisen-Arbeiterinnen einer Kolonie sind sehr eng miteinander verwandt und sehen häufig völlig gleich aus. Dennoch gibt es bei ihnen individuelle Besonderheiten.
    © WWU - Lukas Schrader

    Im Joint Institute for Individualisation in a Changing Environment (JICE) befassen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Natur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften mit dem Thema Individualisierung. Im Fokus steht dabei das Wechselspiel zwischen Individuum und Umwelt. Das JICE, das von den Universitäten Münster und Bielefeld getragen wird, baut auf dem Transregio-Sonderforschungsbereich SFB-TRR 212 auf. Christina Hoppenbrock fragte JICE-Direktorin Prof. Dr. Barbara Caspers (Universität Bielefeld) und JICE-Direktor Prof. Dr. Jürgen Gadau (Universität Münster) nach den Stärken und Zielen des neuen Verbunds, der am 5. April zu einem Auftaktsymposium an der Universität Bielefeld einlädt.

    Interview

    Postdoc-Stelle an der Klinik für Psychische Gesundheit ausgeschrieben

    Klinik für Psychische Gesundheit
    © UKM

    Wissenschaftlicher Mitarbeiter (gn*)
    (*gn=geschlechtsneutral)

    Wir suchen für die Klinik für Psychische Gesundheit zum nächstmöglichen Zeitpunkt projektbefristet bis zum 31.10.2024 Sie!

    Vollzeitbeschäftigt
    Verg. je nach Qualifikation und Aufgabenübertragung nach TV-L E13

    Die Universitäten Bielefeld und Münster haben sich zum Ziel gesetzt, das Thema Individualisierung in sich ändernden Umwelten empirisch und in einem interdisziplinären Diskurs zwischen Lebens-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften zu untersuchen (Projekt InChangE).

    Zu diesem Zweck arbeiten Forscher:innen aus der Biologie, den Gesundheitswissenschaften, der Philosophie, der Psychologie, der Medizin und Psychiatrie, der Ökonomie und der Soziologie zusammen und werden durch das Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Wir suchen kreative und neugierige Postdocs, die uns bei diesem sehr interdisziplinären Vorhaben unterstützen.

    Bewerbungen sind bis zum 16. April 2022 möglich.

    Anton Killin verstärkt InChangE als Postdoc

    Anton Killin
    © Anton Killin

    Anton Killin, PhD ist in diesem Monat als Postdoc im Querschnittsprojekt "Begriffsbildung und Synthese" des Forschungsverbunds InChangE gestartet. Er wird sich in diesem Projekt dem Ziel widmen, die begrifflichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Bezug auf Individualisierung zwischen den beteiligten Disziplinen zu identifizieren und ein gemeinsames Vokabular für das interdisziplinäre Forschungsfeld zu entwickeln.

    Killin ist Wissenschaftsphilosoph und Evolutionstheoretiker. Er hat Arbeiten zu Evolution von Musik und Sprache, zu kognitiver und kultureller Evolution sowie zu den Themenfeldern Musikphilosophie, Philosophie der Biologie und Philosophie der Archäologie veröffentlicht. Der Neuzugang von InChangE promovierte an der Victoria University of Wellington, Neuseeland, und absolvierte Postdoc Fellowships an der Australian National University, der Florida International University und der Mount Allison University. Er war außerdem ein Research Fellow an der National Library of New Zealand und hielt Kurse an der Victoria University of Wellington und der Massey University. Er ist, zusammen mit Sean Allen-Hermanson, Mitherausgeber von Explorations in Archaeology and Philosophy (Springer 2021) und, zusammen mit Adrian Currie, von der thematischen Sammlung "Creativity in Art, Science, and Mind" für das European Journal for Philosophy of Science.

    Persönliche Webseite von Anton Killin [en]
     

    Postdoc-Stelle am Institut für Geoinformatik ausgeschrieben

    Das Institut für Geoinformatik der Universität Münster sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine:n

    Postdoctoral Research Associate
    Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in
    (Entgeltgruppe TV-L E 13, 100%)

    für das Drittmittelprojekt Individualisation in Changing Environments (InChangE). Die Stelle ist befristet bis zum 31. Oktober 2024 zu besetzen.

    Das Projekt InChangE erforscht die Ursachen und Mechanismen von Individualisierung. Wie führen Persönlichkeit und Erfahrungen zu individuellem Verhalten oder sogar zu einer sozialen Nische von Menschen oder Tieren? Wir analysieren georäumliche Bewegungsdaten sowie Zeitreihendaten zu Verhalten und Persönlichkeit, um Muster zu erkennen, Variationen zu identifizieren und Heterogenität zu erklären.

    Bewerbungen sind bis zum 18. Februar 2022 möglich.

    Stellenausschreibung der Universität Münster

    InChangE-Workshop: Interdisziplinäres Verständnis von Individualisierung

    Teilnhehmende des Workshops
    © JICE – Kilian Topp

    Beteiligte des Verbundprojekts InChangE trafen sich am Donnerstag, 13. Januar 2022, zu einem gemeinsamen Workshop, in dem sie sich darüber austauschten, wie „Individualisierung“ in verschiedenen Fachrichtungen verstanden und interpretiert wird.

    Die Veranstaltung wurde von den Projektbeteiligten Prof. Dr. Marie Kaiser und Prof. Dr. Annette Malsch organisiert und fand im hybriden Format statt: Einige Teilnehmende kamen unter Einhaltung der aktuellen Sicherheitsregeln im Gebäude X der Universität Bielefeld zusammen, während sich weitere virtuell zuschalteten.

    Während des Workshops gewährten Vortragende aus verschiedenen Disziplinen aufschlussreiche Einblicke in die Bedeutung des Begriffs „Individualisierung“ in ihrer jeweiligen Fachrichtung – darunter Biologie, Philosophie, Psychologie, Gesundheitswissenschaften, Soziologie, Ökonomie, Medizin und Psychiatrie. Zudem standen in ausführlichen Diskussionen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Begriffsverständnis zwischen den unterschiedlichen Disziplinen im Fokus.

    InChangE Workshops

    Forschungsinitiative der Universitäten Bielefeld und Münster wird gefördert

    Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft (MKW) des Landes Nordrhein-Westfalen fördert mit dem Programm „Profilbildung“ den Ausbau innovativer Forschungsgebiete, um diese sichtbar und wettbewerbsfähig zu machen. Wie das MKW jetzt bekanntgegeben hat, wurden für die erste Förderrunde neun Forschungsinitiativen ausgewählt – darunter der neue Forschungsverbund „Individualisiation in Changing Environments“ (InChangE) der Universitäten Münster und Bielefeld.

    Individuelle Unterschiede gibt es nicht nur bei Menschen, sondern bei allen Organismen. Individualisierung wurde allerdings bislang vorwiegend innerhalb einzelner Fachdisziplinen erforscht. Der neue Verbund InChangE soll die Methoden und das Wissen von Natur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften kombinieren, um dieses Thema systematisch und experimentell zu untersuchen.

    Die Forschung von InChangE wird getragen vom Joint Institute for Individualisation in a Changing Environment (JICE), das im März 2021 von den Universitäten Bielefeld und Münster gegründet wurde.

    Pressemitteilung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW

    Pressemitteilung der Universität Münster

    Pressemitteilung der Universität Bielefeld

    Mehr über InChangE

    Das JICE forscht zu Individualisierung in sich wandelnden Umwelten

    Selbst über die eigene Lebensführung bestimmen, sich von Vorgaben der Gemeinschaft lösen und die Freiheit haben, aus diversen Verhaltensoptionen auszuwählen: All das gehört zur Individualisierung. Nicht nur Menschen können und müssen in ihrem Leben vielfach selbstständig entscheiden und handeln. Auch Tiere verhalten sich individuell und prägen zum Beispiel Verhaltensvorlieben aus. Welche Rolle die Individualisierung unter wechselnden Bedingungen spielt – das untersucht das neue Joint Institute for Individualisation in a Changing Environment (JICE), gegründet von der Universität Bielefeld und der Universität Münster. Wissenschaftler:innen aus acht Disziplinen erforschen, welche Ursachen und Konsequenzen mit Individualisierung verbunden sind.

    Bereits seit 2018 kooperieren die Universitäten Bielefeld und Münster, um Individualisierung zu erforschen. Der Transregio-Sonderforschungsbereich NC³ (SFB-TRR 212) untersucht, wie Tiere individuell ihre eigene, unverwechselbare Nische schaffen und sich an ihre Umwelt anpassen. Biolog:innen und Philosoph:innen arbeiten in dem Verbund an einem fächerübergreifenden Verständnis der Individualisierung. Das JICE knüpft an die Arbeit des Sonderforschungsbereichs an und beschäftigt sich damit, was Individualisierung generell für Lebewesen bedeutet – sowohl für Menschen als auch für Tiere. Dabei kooperieren Wissenschaftler:innen aus Biologie, Psychologie, Soziologie, Gesundheitswissenschaften, Medizin, Philosophie, Ökonomie und Geowissenschaften.

    Das JICE wird von beiden Universitäten gemeinsam getragen. Zum Leitungsteam gehören die Professor:innen Dr. Oliver Krüger (Verhaltensforschung), Dr. Barbara Caspers (Verhaltensökologie) und Dr. Caroline Müller (Chemische Ökologie) von der Universität Bielefeld und die Professor:innen Dr. Joachim Kurtz  (Evolutionsbiologie), Dr. Helene Richter (Verhaltensbiologie und Tierschutz) und Dr. Jürgen Gadau (Evolutionsbiologie) von der Universität Münster. Das neue Institut soll die Forschung zur Individualisierung unter wechselnden Bedingungen stärken: zum Beispiel mit gemeinsamen Konferenzen und Seminaren und durch Stipendien für Nachwuchswissenschaftler:innen, die sich auf die Forschung zu Individualisierung spezialisieren. Zudem soll das JICE genutzt werden, um gemeinsame Verbundprojekte zu initiieren.

    Pressemitteilung der Universität Bielefeld

    Mehr über das JICE