
Zum Weltfrauentag am 8. März 2026 haben wir ein kleines Quiz für Sie vorbereitet – mit spannenden Fragen rund um das Thema Frauen und Wissenschaft. Viel Spaß und viel Erfolg!

Zum Weltfrauentag am 8. März 2026 haben wir ein kleines Quiz für Sie vorbereitet – mit spannenden Fragen rund um das Thema Frauen und Wissenschaft. Viel Spaß und viel Erfolg!
1. Frage: In welchem Land bekamen Frauen zuerst das Wahlrecht?
a) Äthiopien
b) Kanada
c) Schweiz
d) Neuseeland
Antwort d): Neuseeland war 1893 das weltweit erste Land, in dem Frauen wählen durften. In Kanada wurde das Frauenwahlrecht 1917 eingeführt, in Äthiopien 1955 und in der Schweiz erst 1971. In Deutschland dürfen Frauen übrigens seit 1918 wählen.
2. Frage: In welchem Jahr konnten sich erstmals Frauen an der Universität Münster immatrikulieren?
a) 1918
b) 1945
c) 1887
d)1908
Antwort d): 1908
Die ersten sechs Studentinnen immatrikulieren sich in Münster zum Wintersemester 1908/09. In seiner Ansprache begrüßte der damalige Rektor Prof. H. Erman die „geehrten Kommilitonen beiderlei Geschlechts“ und wendete sich dann an die männlichen Studenten mit den mahnenden Worten: „Wenn also auch Ihr Männerprivileg noch nicht gefallen ist, so ist es doch von neuen, weitgehenden Durchlöcherungen ernstlich bedroht.“
3. Frage: Welche Physikerin war maßgeblich an der Entdeckung der Kernspaltung beteiligt, erhielt jedoch keinen Nobelpreis dafür?
a) Emmy Noether
b) Lise Meitner
c) Irène Joliot-Curie
d) Chien-Shiung Wu
Antwort b): Lise Meitner lieferte die physikalische Erklärung der Kernspaltung. Der Nobelpreis 1944 ging jedoch allein an Otto Hahn, was bis heute kritisch diskutiert wird. Insgesamt wurde Lise Meitner 49-mal für den Nobelpreis nominiert, darunter siebenmal von Max Planck, doch leider blieb sie erfolglos.
4. Frage: Welche dieser vier Naturwissenschaftlerinnen lieferte entscheidende experimentelle Hinweise zur Struktur der DNA-Doppelhelix, erhielt aber keinen Nobelpreis?
a) Barbara McClintock
b) Rosalind Franklin
c) Rita Levi-Montalcini
d) Gerty Cori
Antwort b): Rosalind Franklin
Ihr sogenanntes „Foto 51“ war ein zentraler Beleg für die Doppelhelix-Struktur der DNA. Der Nobelpreis „für die Entdeckung der Molekularstruktur der Nukleinsäuren und ihre Bedeutung für die Weitergabe von Information in Lebewesen“ ging 1962 jedoch an Watson, Crick und Wilkins. Rosalind Franklin verstarb vier Jahre zuvor und wurde von keinem der drei Wissenschaftler, trotz ihrer Schlüsselrolle bei der Aufklärung der DNA-Struktur, in ihrer Nobelpreisrede erwähnt.
5. Frage: Welche deutsche Stadt führte 2019 als erste den 8. März als gesetzlichen Feiertag ein?
a) Hamburg
b) München
c) Berlin
d) Leipzig
Antwort c): Berlin
Seit 2019 ist der 8. März in Berlin ein gesetzlicher Feiertag. In Mecklenburg-Vorpommern seit 2023. International ist der Frauentag in über 25 Ländern arbeitsfrei.
6. Frage: Im Jahr 1911 bekam erstmals eine Frau einen Nobelpreis. Wie lautete ihr Name?
a) Rosalind Franklin
b) Marie Curie
c) Lise Meitner
d) Ada Lovelace
Anwort b): Marie Curie
Marie Curie erhielt 1903 den Nobelpreis für Physik und 1911 den Nobelpreis für Chemie. Sie ist bis heute die einzige Person mit Nobelpreisen in zwei verschiedenen Naturwissenschaften.
7. Frage: Wann bekleidete erstmals eine Frau das Richter*innenamt am Bundesverfassungsgericht?
a) 1981
b) 1965
c) 1951
d) 1948
Antwort c): 1951
Die Juristin Erna Scheffler wurde 1951 an das Bundesverfassungsgericht berufen, das gleiche Jahr in dem das Gericht gegründet wurde. Sie bekleidete acht Jahre als einzige Frau das Richter*innenamt im Ersten Senat.
8. Frage: Was wurde Sally Ride, der ersten amerikanischen Astronautin 1983 für einen sechstägigen Trip ins All mitgegeben?
a) eine Schlafmaske
b) ein fünfteiliger Satz Haarbürsten
c) 100 Tampons
d) ein Lockenstab
Antwort c): Ein rein männliches Ingenieursteam hatte dies entschieden. Ein speziell konstruiertes Schminkset wollte man ihr ebenfalls mitgeben. Lange Zeit hatte man übrigens bei der NASA befürchtet, dass Frauen im Weltraum bei der Menstruation versterben würden.
9. Frage: Warum wurden Frauen lange Zeit aus vielen klinischen Medikamentenstudien ausgeschlossen?
a) Wegen fehlender medizinischer Ausbildung
b) Wegen gesetzlicher Verbote
c) Wegen angenommener hormoneller „Komplexität“
d) Wegen geringerer Lebenserwartung
Anwort c): Wegen angenommener hormoneller „Komplexität“
Bis in die 1990er Jahre wurden Medikamente häufig überwiegend an Männern getestet. Frauen galten aufgrund schwankender Hormonspiegel, die sich deutlich von Männern unterscheideten, als teurere und kompliziertere klinische Versuchsobjekte. Dies führte teilweise zu unzureichend angepassten Dosierungen für Frauen.
10. Frage: Welcher Artikel des Grundgesetzes schützt vor Diskriminierung wegen des Geschlechts und fordert den Staat zur Durchsetzung der Gleichberechtigung von Männern und Frauen auf?
a) Art. 3
b) Art. 53
c) Art. 6
d) Art. 14
Antwort a): Artikel 3 Absatz 2 des Grundgesetzes besagt: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“
Hinweis: Artikel 6 schützt die Ehe und Familie vor staatlichen Eingriffen, daneben besagt er auch: „Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.“
11. Frage: Zur Präsidentschaftswahl im November 2016 ging Hillary Clinton als erste Frau in der Geschichte der USA für eine der großen Parteien ins finale Rennen um das Weiße Haus. Vor ihr haben es schon andere versucht. Wer war die erste Präsidentschaftskandidatin der USA?
a) Victoria Woodhull 1872?
b) Edith Wilson 1920?
c) Margaret Chase Smith 1964?
d) Shirley Chisholm 1972?
Antwort a): Victoria Woddhull (1838 – 1927) war eine US-amerikanische Journalistin, Zeitungsverlegerin, Finanzmaklerin, Spiritistin und bekannte Frauenrechtlerin. Außerdem setzte sie sich für soziale Reformen und die Gleichberechtigung der Afroamerikaner*innen ein. Sie war zudem die erste Frau, die für die US-Präsidentschaft kandidierte – bei der Präsidentschaftswahl 1872.
12. Frage: Die älteste Universität der Welt wurde von einer Frau gegründet. Wo wurde sie gegründet?
a) in Parma (Italien)?
b) in Istanbul (Türkei)?
c) in Avignon (Frankreich)?
d) in Fès (Marokko)?
Antwort d): In Fès 859 n. Chr. von Fatima al-Fihri (geb. um 800, gest. um 880). Sie wurde in Kairouan geboren und ihre Familie siedelte später nach Fès um. Ihr Vater war ein wohlhabender Kaufmann. Aus seinem Nachlass stiftete die Tochter 859 die Moschee al-Qarawiyi, aus der die Universität al-Qrarwiyin hervorgegangen ist. Die EU benannte das Erasmus-Programm „Fatima al-Fihri“ mit nordafrikanischen Universitäten nach ihr.
13. Frage: Wer gilt als die erste Actionheldin im Kinofilm?
a) Ellen Ripley in Alien?
b) Trinity in Matrix?
c) Sarah Connor in Terminator2?
d) Red Sonja in Red Sonja?
Antwort a): Alien ist eine bislang sechsteilige Science-Fiction-Filmreihe und Sigourny Weaver war die Hauptdarstellerin der ersten vier Filme. Zum ersten Mal schlüpfte sie 1979 in die Rolle der Ellen Ripley.
Red Sonja (Brigitte Nielsen) ist aus dem Jahr 1985, Terminator 2 (Linda Hamilton) aus dem Jahr 1991 und Matrix (Carrie-Anne Moss) aus dem Jahr 1999.
14. Frage: Ana Nzinga (1583 – 1663) war eine afrikanische Königin. Über welches Königreich herrschte sie
a) Ndongo
b) Wakanda
c) Azzaz
d) Kukuana
Antwort a): Ana Nzinga herrschte über das Königreich Ndongo und das benachbarte Königreich Matamba im heutigen Angola. Sie wurde vor allem durch ihre Auseinandersetzungen mit den sich an der Küste des heutigen Angolas niederlassenden portugiesischen Kolonisten berühmt.
Die anderen Königreiche sind fiktiv. Wakanda ist bekannt aus dem Marvel-Film „Black Panther“. In einem Comic von Roye Okupe (geb. in Nigeria) herrscht die Kriegerkönigin Malika über das fiktive Königreich Azzaz. In Kukuanaland erlebt die Romangestalt Allan Quatermain, erdacht von H. Rider Haggard, aufregende Abenteuer.
15. Frage: In welchem dieser Metiers gilt eine Frau als die Erste?
a) Schnaps brennen?
b) Silber schmieden?
c) Computer programmieren?
d) Hörgeräte machen?
Antwort c): Ada Lovelace (1815 – 1852) war eine britische Mathematikerin. Sie arbeitete mit Charles Babbage an der von ihm entwickelten Rechenmaschine. Sie wurde nie fertig gestellt. 1843 veröffentlichte sie einen umfangreichen Kommentar zur Programmierung der Maschine. Deshalb wird sie auch als „die erste Person, die als Programmierer*in bezeichnet werden kann“ angesehen.
Vielen Dank für Ihre Teilnahme!