Aktuelle Lehrveranstaltungen: Wintersemester 2026/2027
Prof.‘in Dr. Michelle Becka
Vorlesung: Solidarität und Diakonie
Di 14-16 Uhr
Diakonisches Handeln gehört zum Selbstverständnis des Christentums. Diakonie (Nächstenliebe) kann als Praxis der Solidarität verstanden werden – zugleich steht sie in engem Verhältnis zu Gerechtigkeitsfragen. Was heißt diakonisches Handeln in der spätmodernen Gesellschaft? Welche Strukturen ermöglichen caritatives Handeln – und was passiert mit diesen unter finanziellem Druck? Wer trägt welche Verantwortung? Die Veranstaltung reflektiert grundsätzlich das Verständnis von Diakonie, Solidarität und Gerechtigkeit und arbeitet in konkreten Praxisfeldern (wie Gefängnis, Integration, Inklusion, Pflege), Problemstellungen und Lösungsansätze heraus.
Di, 20.10.2026, 18-20 Uhr
Fr, 04.12. bis 05.12.2026 Münster: 14-20h und 8-12h (incl. Besuch der Villa tel Hompel)
Mo-Fr, 07.01.2027 bis 08.01.2027, Bemerkung: in Erfurt
Do, 21.01.2027, 18-20 Uhr (Abschlussrefelxion:online)
Autoritäre Tendenzen der Gegenwart konfrontieren Christ:innen mit fundamentalen Fragen. Sie stellen zugleich Grundannahmen christlicher Ethik auf den Prüfstand: Wann wird Gehorsam zur Komplizenschaft, wie verhält sich der Anspruch kirchlicher Autorität zu politischem Autoritarismus, und wie kann eine hierarchisch verfasste Kirche glaubwürdig gegen Autoritarismus Position beziehen? Vor allem aber: Welche theologischen Grundannahmen bergen selbst autoritäre Potenziale und welche Konzepte können gegen gegenwärtige autoritäre Dynamiken kritisch in Stellung gebracht werden?
Ausgangspunkt der Auseinandersetzung mit diesen und weiteren Fragen sind zwei konkrete Gedenkorte: Die Gedenkstätte Andreasstraße in Erfurt dokumentiert die autoritären Herrschaftspraktiken der DDR-Staatssicherheit und die Rolle der Kirche im SED-Staat. Die Villa ten Hompel in Münster zeigt als ehemaliger Sitz der Ordnungspolizei die Verstrickung staatlicher Institutionen und ihrer Mitarbeiter:innen – darunter viele Katholik:innen – in die NS-Verbrechen. Ausgehend von diesen beiden Erinnerungsorten wollen wir exemplarisch Strukturen autoritärer Herrschaft in ost- und westdeutscher Perspektive theologisch-ethisch reflektieren. Wie kann heutigen autoritären Tendenzen in Ost und West, in Politik und Kirche wirksam entgegen getreten werden und worin könnte ein Beitrag theologischer Ethik liegen.
Anmeldung bis 12. Oktober 2026 per Mail an: Katharina.Kloecker@uni-erfurt.de und m.becka@uni-muenster.de
Proseminar (Systematische Theologie):Ethik und Gesellschaft. Was geht mich das an?
Mo 16-18 Uhr
Die katholische Theologie umfasst zwei ethische Fächer: Moraltheologie und Sozialethik. Die Sozialethik beschäftigt sich mit der Gestaltung einer gerechten Gesellschaft und ihren Institutionen. Das scheint manchen weit weg von der eigenen Lebenswirklichkeit, ist es aber keineswegs. Strukturen bedingen unser Handeln – und Menschen gestalten Strukturen. Das Proseminar führt unter Anleitung von Michelle Becka und Martha Link in die (Sozial-)Ethik ein und behandelt dabei ihre Grundlagen, Gegenstände und Methoden. In der Beschäftigung mit konkreten Themen, wie Konsum, Lifestyle/Gesundheit und Generationengerechtigkeit, wird ethische Argumentation eingeübt und die Frage nach verschiedenen Handlungsebenen erörtert.
Mo 14-16 Uhr
Das Oberseminar findet als Forschungskolloquium statt. In wöchentlichen Treffen werden (eigene) wissenschaftliche Beiträge vorgestellt, kommentiert und diskutiert. Die Lehrveranstaltung richtet sich an Doktorand*innen.
Kolloquium: Forschungskolloquium Christliche Sozialethik
Im sozialethischen Prüfungskolloquium werden inhaltliche und formale Aspekte der anstehenden Prüfungsleistungen und Abschlussarbeiten besprochen. Die Veranstaltung bietet Raum zur Klärung offener Fragen, zur Erläuterung der Anforderungen sowie zur gezielten Vorbereitung auf Prüfungsleistungen. Zudem unterstützt das Kolloquium die Studierenden bei der Planung und Erstellung ihrer individuellen Prüfungs- und Abschlussarbeiten. m
Dr. Dr. Claudius Bachmann
Do 16 -18 Uhr
Unter welchen Bedingungen Menschen arbeiten, welche Güter wo und in welchen Mengen produziert werden und wie dabei mit der Umwelt umgegangen wird, sind nicht nur wichtige Fragen in der Wirtschaft. Sie sind auch für eine Christliche Sozialethik relevant, die es sich im Sinne der eigenen Welt- und Gesellschaftsverantwortung zur Aufgabe macht, Kriterien gerechter Praxis zu begründen, nach Verwirklichungschancen sozialer Gerechtigkeit zu suchen und so zu einer nachhaltigen, am Gemeinwohl orientierten Wirtschaft beizutragen. Wirtschaftliche und soziale Prozesse stehen dabei unter einem hohen ethischen Anspruch: Sie sollen sich an dem Leitbild ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit orientieren. Entsprechend werden in der Vorlesung Ansätze wirtschaftsethischer Theoriebildung vorgestellt und sozial- und wirtschaftsethische Anfragen und Problemanzeigen erschlossen.
Übung: Schreiben in der Theologie
Do 14-16 Uhr
Mit der Immatrikulation werden Studierende automatisch Teil der wissenschaftlichen Gemeinschaft (Scientific Community) des jeweiligen Fachs bzw. der jeweiligen Fächer. Die eigenen theologischen Fragen können nun in die wissenschaftliche Forschungsgemeinschaft hineingetragen werden. Gemeinsam mit anderen (Nachwuchs-)Theologinnen und Theologen wird über die methodische Bearbeitung und theologische Argumente gesprochen, um tragfähige Antworten und Lösungen zu erarbeiten.
Damit theologischen Forschungen von Beginn an anschlussfähig sind, müssen sie den Standards der wissenschaftlichen Gemeinschaft entsprechen sowie formal adäquat gestaltet sein. Die Übung dient daher der Einführung und dem Training der grundlegenden formalen Regeln der wissenschaftlichen Gemeinschaft und flankiert die Erstellung einer ersten kleineren Forschungsarbeit (wiss. Hausarbeit) mit Blick auf den Entstehungs- und formalen Gestaltungsprozess.
Die Übung besteht aus Phasen der Präsenzlehre (Einführung in Standards der wiss. Gemeinschaft, Grundlegung zu Zitation, Bibliografieren etc.), des E-Learnings (ULB-Webquest, Audio-Tour) und enthält Elemente einer Schreibwerkstatt. Als zentrales Hilfsmittel dient das Formalia-Handbuch des FB 02.
Praxiskurs: Vor- und Nachbereitung zum Berufsfeldpraktikum
Mi, 17.03.2027, 9-18 Uhr
Do, 18.03.2027, 9-17 Uhr
Das Praktikum verbindet das wissenschaftliche Theologiestudium, die bislang erworbenen Kenntnisse und auch die kritische Reflexion christlicher Glaubensüberzeugungen mit konkreten Orten kirchlichen und gesellschaftlichen Lebens. In diesem Praxiskurs zur Nachbereitung des Praktikums erkunden, skizzieren und reflektieren die Studierenden die eigenen Interessen und ihre persönlichen Kompetenzen als Theolog:innen auf ihre Berufsorientierung. Es wird in einem te. Die Veranstaltung wird unterstützt durch die Bundesagentur für Arbeit.
Prof.'in i.R. Dr. Marianne Heimbach-Steins
Fr, 27.11.2026, 14-20 Uhr
Promotionsstudium
Das Seminar für Doktorand*innen und Postdoktorand*innen dient der Reflexion methodischer, hermeneutischer und normativer Fragen sozialethischer Forschung anhand konkreter Projekte der Teilnehmenden.
Martha Linck
Proseminar (Systematische Theologie):Ethik und Gesellschaft. Was geht mich das an?
Mo 16-18 Uhr
Die katholische Theologie umfasst zwei ethische Fächer: Moraltheologie und Sozialethik. Die Sozialethik beschäftigt sich mit der Gestaltung einer gerechten Gesellschaft und ihren Institutionen. Das scheint manchen weit weg von der eigenen Lebenswirklichkeit, ist es aber keineswegs. Strukturen bedingen unser Handeln – und Menschen gestalten Strukturen. Das Proseminar führt unter Anleitung von Michelle Becka und Martha Link in die (Sozial-)Ethik ein und behandelt dabei ihre Grundlagen, Gegenstände und Methoden. In der Beschäftigung mit konkreten Themen, wie Konsum, Lifestyle/Gesundheit und Generationengerechtigkeit, wird ethische Argumentation eingeübt und die Frage nach verschiedenen Handlungsebenen erörtert.
Christina Bartholome
Mi, 14-16 Uhr
Die Übung richtet sich alle Studierende (Vollstudium, Lehramtsstudiengänge) des ersten Fachsemesters und unterstützt auf verschiedenen Ebenen den Einstieg ins Theologiestudium. Im Austausch mit anderen Studienanfängern werden Studienziele und -motivationen erhoben und die Relevanz der Theologie erörtert. Es gilt - auch mit Blick auf die eigene Berufs- und Glaubensbiografie - zu formulieren, inwiefern theologische Studien von Bedeutung sind. Ziele der Übung sind die Bekräftigung einer tragfähigen Grundhaltung für theologische Studien (Eigenverantwortlichkeit, Klärung der Motivationsfrage) sowie die Bereitschaft, einen theologischen Standpunkt zu entwickeln. Gleichzeitig werden Leseskills für das Studium theologischer Texte trainiert und verschiedene Lesestrategien und -techniken vorgestellt.
Stand: 15.07.2026
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