Den Horizont erweitern

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Exzellenzclusters „Cells in Motion“ überwinden die Grenzen des eigenen Fachgebiets und arbeiten in interdisziplinären Teams zusammen. Zahlreiche Veranstaltungen bieten die Möglichkeit, den Horizont zu erweitern und innovative Ideen zu entwickeln. Um diese Ideen umzusetzen, können interdisziplinäre Teams eine Projektförderung beantragen. Die Begeisterung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für den Input des Anderen zeigt sich auf allen Ebenen, vom Gruppenleiter bis zum Nachwuchsforscher.

Warum ist interdisziplinäre Zusammenarbeit so wertvoll?

Sieben CiM-Forscher erzählen darüber (von links nach rechts): Mathematiker Prof. Benedikt Wirth, Biologe Prof. Stefan Schulte-Merker, Chemikerin Reshma Vidyadharan, Informatiker Dimitri Berh, Physiker Prof. Timo Betz, Medizinerin Dr. Judith Alferink und Biologe Prof. Stefan Luschnig.
© CiM - Grewer / Kuhlmann
„Seit ich mich als Mathematiker auch mit biologischen Themen beschäftige, bin ich davon fasziniert und sehe vieles aus einem anderen Blickwinkel. Ich möchte dazu beitragen, biologische Organismen in ihrer Gänze zu verstehen. Die Mathematik ist ein gutes Werkzeug dafür.“
Prof. Benedikt Wirth
„Als Wissenschaftler arbeitet man mit internationalen Kollegen zusammen – was Forscher im Nachbarinstitut machen, ist manchmal erstaunlicherweise weniger offensichtlich. Die CiM-Treffen bieten uns Biologen eine hervorragende Basis, um mit Kollegen interdisziplinäre Forschungsfragen zu entwickeln.“
Prof. Stefan Schulte-Merker
„Durch die Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachdisziplinen habe ich ein tiefergehendes Verständnis davon erlangt, wie sehr die Grundlagenwissenschaften miteinander verknüpft sind. Das hat meinen Horizont als Chemikerin weit über die Grenzen der Chemie hinaus erweitert.”
Reshma Vidyadharan, Doktorandin
„In einem gemeinsamen Projekt arbeite ich als Informatiker mit Biologen zusammen. Nachdem man eine gemeinsame Sprache gefunden hat und die Arbeit des Anderen wirklich versteht, ergeben sich neue spannende Fragestellungen und Möglichkeiten.“
Dimitri Berh, Doktorand
„Ich bin sozusagen die personifizierte Schnittstelle zwischen der Biologie und der Physik. Als Physiker versuche ich, mit meinen Forschungsfragen mehr Physik in die Biologie zu bringen und dazu beizutragen, dass beide Disziplinen noch enger zusammenwachsen.“
Prof. Timo Betz
„Als Ärztin arbeite ich gemeinsam mit Biologen an komplexen Fragestellungen, die aus einem einzigen Blickwinkel heraus nicht beantwortet werden könnten. Das geht weit über das reine Zusammentragen von Wissen hinaus und bereichert sowohl unsere Forschung als auch meine klinische Arbeit ungemein.“
PD Dr. Judith Alferink
„Alle bahnbrechenden Erkenntnisse in den Lebenswissenschaften gehen zurück auf Neugier und den Drang etwas Grundlegendes zu verstehen. Ich als Biologe bin auch neugierig auf andere Betrachtungsweisen. Die gemeinsame Kreativität ist eine treibende Kraft in der Forschung.“
Prof. Stefan Luschnig