Neue Methoden lernen

Bei einem externen Forschungsaufenthalt arbeitete sich Dr. Verena Hofschröer grundlegend in die konfokale Mikroskopie ein und untersuchte damit Krebszellverbände. Ein Train-Gain-Stipendium des Exzellenzclusters machte es möglich.
Dr. Verena Hofschröer
© CiM-Peter Grewer

Dr. Verena Hofschröer erforscht schwarzen Hautkrebs. Sie möchte herausfinden, wie sich die Zellen eines Primärtumors ablösen und Metastasen bilden. Mit einem Rasterkraftmikroskop untersuchte die Biomedizinerin zunächst, wie stark Einzelzellen aneinander kleben. „Ich wollte diese Erkenntnisse auf Zellverbände übertragen und dreidimensional arbeiten“, erklärt sie. Die Lösung lieferte ihr ein sechsmonatiger Forschungsaufenthalt an der Universität Nijmegen, finanziert durch ein Train-Gain-Stipendium. Mit diesem Programm fördert der Exzellenzcluster Forschungsaufenthalte von Nachwuchswissenschaftlern in externen Institutionen, die ihnen ermöglichen, neue Methoden zu erlernen.

Von Juni bis Dezember 2015 forschte Verena Hofschröer in Nijmegen mithilfe eines speziellen konfokalen Mikroskops, das eine dreidimensionale Darstellung fluoreszenzmarkierter Zellverbände ermöglicht. „In die Methode musste ich mich grundlegend einarbeiten“, berichtet sie. „Heute fühle ich mich darin so sicher, dass ich sie in Münster anwenden kann.“ In Zukunft möchte sie eine Kombination aus Konfokal- und Rasterkraftmikroskopie etablieren und damit dreidimensionale Tumorverbände untersuchen.