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Dieses Mal beginnen wir unseren digitalen Rundgang unter dem Taschentuchbaum am Hauptweg. Normalerweise können wir Ihnen Mitte bis Ende Mai die Blüte des Taschentuchbaums (Davidia involucrata) präsentieren. Viele Fans des Taschentuchbaums fragen sich vielleicht, ob sie in diesem Jahr die Blüte verpasst haben. Das können wir mit einem klaren „Nein“ beantworten, denn der Baum hat so gut wie gar nicht geblüht. In diesem Jahr macht der Taschentuchbaum anscheinend eine Pause.

Vom Taschentuchbaum aus geht es zum Alpinum. Dort ist eine Pflanze mit einer speziellen Blüte zu sehen, die Kugelige Teufelskralle (Phyteuma orbiculare). Auch wenn man es auf den ersten Blick nicht vermuten mag, gehört diese Art zu den Glockenblumengewächsen (Campanulaceae). Die Kugelige Teufelskralle kommt auf kalkhaltigen Böden in Europa vor.

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Neben dem Carnivorenhaus fällt der Japanische Blumenhartriegel der Sorte „Venus“ (Cornus kousa „Venus“) auf. Diese ideale Solitärpflanze beeindruckt durch Blüten, die einen Durchmesser von ca. 10 cm bekommen können.

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Der Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) im Riech- und Tastgarten ist besonders schön mit den abperlenden Wassertropfen vom Gießen. Manchmal sieht man am Morgen auch auf trockenen Pflanzen an den Blatträndern kleine Wassertropfen. Das ist kein Tau, sondern Wasser welches aus kleinen Spalten an den Blattzipfeln ausgeschieden wird. Dies führt dazu, dass der Nährstofftransport aus der Wurzel weiter fortgeführt werden kann, obwohl eine Wassersättigung vorliegt. Schneidet man die Pflanze nach der Blüte zurück, blüht sie später ein zweites Mal.

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Im Arboretum steht der Blaue Scheinmohn der Sorte „Lingholm“ (Meconopsis x sheldonii „Lingholm“). Wunderschön ist die blaue Färbung der Blüten, die im Halbschatten des Arboretums toll zur Geltung kommen. Die Blüten erscheinen im späten Frühjahr bis in den Frühsommer hinein.

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Der Bachlauf ist fast nicht mehr zu erkennen. Der Grund dafür ist die Große Pestwurz (Petasites hybridus). Die Blätter der Pestwurz gehören mit einem Durchmesser von ca. 60 cm mit zu den größten Blättern der europäischen Pflanzenwelt. Früher hat man die Wurzeln bei der Behandlung der Pest eingesetzt, daher der deutsche Name. Die Art gehört, wie z.B. Löwenzahn oder Margeriten zu den Korbblütlern (Asteraceae).

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Dort in der Nähe findet sich die Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi). Gerne wächst sie auf feuchten Wiesen und Sümpfen. Im Frühjahr findet man häufiger weißen Schaum an der Pflanze. Der Schaum stammt von der Schaumzikade, die an den Pflanzensäften der Kuckucks-Lichtnelke saugt.

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Die Rote Spornblume (Centranthus ruber) taucht im Botanischen Garten an mehreren Stellen im Mittelmeergebiet auf. Sie wird gerne als Zierpflanze verwendet. Es werden reichlich Samen produziert, die sich mit dem Wind verbreiten, daher samt sich die Spornblume leicht aus und sorgt im Garten für einen attraktiven Farbaspekt. Optimal sind Standorte in der Sonne und auf gut durchlässigen Böden.

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Bei einem kurzen Abstecher in das System entdecken wir eine Pflanze über deren Schönheit sich streiten lässt, aber sie ist unbestritten interessant, der Eidechsenwurz (Sauromatum venosum). Die im Himalaya heimische Pflanzenart hat eine sehr interessante Blüte. Die Aronstab-ähnlichen Blüten, verströmen einen fauligen Geruch. Unterhalb des Kolbens erkennt man auf dem Foto einen gelben Bereich. Das sind die männlichen Blüten. Die weiblichen Blüten sind unterhalb von diesen und vom Hochblatt verdeckt. Das Blatt erscheint erst nach der Blüte.

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Etwas versteckt in der Australien und Neuseeland-Sammlung steht eine Pflanze mit einer sehr reizvollen Blüte. Sie gehört zum Roten Papageienschnabel oder Ruhmesblume (Clianthus puniceus var. maximus). Entdeckt wurde die Art im Jahr 1769 von den Botanikern Joseph Banks und Daniel Solander bei einer Expedition in Neuseeland. In Kultur ist diese Pflanze sehr beliebt, an ihren natürlichen Standorten ist die Art stark gefährdet

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Der Botanische Garten ist bis zum 31. Mai trotz der Lockerungen der Landesregierung aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen. Wir bitten Sie weiterhin um Ihr Verständnis für diese Maßnahme der Universität.
Sobald wir neue Informationen zur Öffnung bekommen, werden diese auf unserer Homepage veröffentlicht. Bleiben Sie gesund und bis bald.

Ihr Team des Botanischen Gartens

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Die Eisheiligen haben in diesem Jahr ihrem Namen alle Ehre gemacht, jetzt steigen die Temperaturen wieder. Diese Woche zeigen wir Ihnen Pflanzen, die vom Menschen genutzt werden oder wurden. Leider konnten unsere Wildkräuter-Führungen in diesem Jahr nicht stattfinden, daher finden hier einige der Wildkräuter Platz, die wir gerne bei den Führungen gezeigt hätten.
Auf der Wiese am Eingang stehen zahlreiche Margeriten (Leucanthemum vulgare). Ihre Blüten bestehen aus ca. 20 weißen Zungenblüten und mehreren hundert gelben Röhrenblüten. Die Pflanze ist nicht giftig, kann aber bei empfindlichen Menschen, wie alle Korbblütler (Asteraceae), eine Kontaktallergie auslösen. Da der Geschmack der Blüten eher streng ist, haben wir sie bei der Wildkräuter-Führung im letzten Jahr in Bierteig ausgebacken.

Im Moor findet sich der weißblühende Sumpfporst (Rhododendron tomentosum subsp. tomentosum). In früheren Zeiten hat man den Sumpfporst zum Bierbrauen verwendet. Natürlicherweise wächst der Sumpfporst in Mooren nördlicher Regionen.

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Der Beinwell (Symphytum officinale) steht an mehreren Stellen, u.a. in der Systematik. Früher hat man ihn als Heilpflanze bei Knochenbrüchen und zur Versorgung von Wunden genutzt. Von einer innerlichen Anwendung ist abzuraten. Heute findet man den Beinwell noch in Salben gegen Prellungen und Zerrungen.

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Im Arboretum steht der Waldmeister (Galium odoratum). Der Waldmeister hat quirlständige Blätter und ist verwandt mit dem Klebkraut (Galium aparine), das Kinder regelmäßig zu Späßen einlädt. Die Ernte von Waldmeister für z.B. Mai-Bowle, Desserts oder Ähnliches, muss vor der Blütezeit erfolgen. Den Waldmeister sollte man aufgrund seines Cumaringehaltes nur zum Aromatisieren benutzen.

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Wir streifen auf unserem digitalen Rundgang durch das immer bunter werdende Alpinum und gehen in das Viktoriahaus. Dort blüht und fruchtet eine Nutzpflanze, deren Produkte wir tagtäglich nutzen, die Baumwolle (Gossypium). Die weißen Blüten sehen Hibiscus-ähnlich aus. Beide Arten gehören zu den Malvengewächsen (Malvaceae). Die Samen sind in den Baumwollfasern eingebettet.

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Als Zimmerpflanze ist der Kletternde Losstrauch (Clerodendrum thomsoniae) bekannt. Auffallend sind die roten Blüten, die umgeben sind von weißen Kelchen. Die Farbkombination wird von anderen verwendeten Namen aufgegriffen, wie „Blutendes Herz“ oder „Liebe in Unschuld“.

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Im Mittelmeergebiet blüht die Lack-Zistrose (Cistus ladanifer). Sie wächst aufrecht bis zu einer Höhe von ca. 2 m. Die Blüten können bis zu 10 cm im Durchmesser erreichen und gehören somit zu den größten Blüten der Gattung Cistus. Die Blätter sind dicht mit Drüsenhaaren besetzt, die würzig riechen. Aus diesen Drüsen wird eine harzige Masse, das Ladanum, ausgeschieden. Ladanum wird z.B. für Räucherwerk genutzt und das Ladanumöl in der Parfüm- und Seifenindustrie.

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Der Botanische Garten ist bis zum 31. Mai trotz der Lockerungen der Landesregierung aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen. Wir bitten Sie weiterhin um Ihr Verständnis für diese Maßnahme der Universität.

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Sobald wir neue Informationen zur Öffnung bekommen, werden diese auf unserer Homepage veröffentlicht. Bleiben Sie gesund und bis bald.

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Alte Bauernregeln besagen: „Pankraz, Servaz, Bonifaz und die kalte Sophie, vorher lach nie.“ oder „Vor Nachtfrost du nicht sicher bist, bis Sophie vorüber ist.“ Die Eisheiligen (11.5. bis 15.5.2020) zeigen die Tage an, an denen es der Erfahrung nach noch einmal zu Nachtfrösten kommen kann, bevor es dann insgesamt wärmer wird. Auf wärmeliebende Pflanzen haben niedrigen Temperaturen im Moment natürlich einen großen Einfluss, z.B. hinsichtlich des Wachstums. Daher muss man vor dem Ausräumen der Kübelpflanzen oder vor dem Aussäen die Temperaturen im Blick behalten.

Im Arboretum stehen derzeit die Rhododendren in voller Blüte. Das kurze Regen-Intermezzo hat den Pflanzen gutgetan, obwohl es nur ein Tropfen auf dem heißen Stein war.

Die Akeleien (Aquilegia vulgaris) mit ihren außergewöhnlichen Blüten bieten jedes Jahr aufs Neue einen bezaubernden Anblick. Diese in Europa heimische Staude versamt sich leicht und wächst gerne auf gutem Gartenboden in der Sonne oder im Halbschatten.

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Tritt man aus dem Arboretum heraus, am Mammutblatt vorbei, gelangt man zur Gruppe mit den Pflanzen aus Australien und Neuseeland. Die Töpfe und Kübel, die zur Überwinterung in der Orangerie waren, sind nun in das Beet eingesenkt worden. Neben Eukalyptus und Akazien findet man dort den Zylinderputzer (Callistemon montanus). Eine Besonderheit der im östlichen Australien vorkommenden Pflanze sind die Laubblätter, die am Ende der Blüte gebildet werden. In ihrer Heimat werden die nektarreichen Blüten von Vögeln bestäubt.

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In einem großen Kübel steht die Keulenlilie (Cordyline indivisa). Die Pflanzen können bis ca. 8 m hoch werden. Ihre kleinen weißen Blüten stehen in Dolden oben an der Spitze der Pflanze. Die Keulenlilie, die auch manchmal Kohlbaum genannt wird, stammt aus den küstennahen Gebirgsregionen Neuseelands.

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Geht man von der Australien- und Neuseeland-Gruppe hinüber zum Tast- und Riechgarten sieht man die gelungene Kombination zwischen der Orangenblüte (Choisya ternata „Aztec Pearl“) und Meyers Flieder (Syringia meyeri). Bei der Orangenblüte handelt es sich bei der Sorte „Aztec Pearl“ um eine Kreuzung einer nordamerikanischen winterharten Art und einer reichlich blühenden mexikanischen Art. Die Blüten duften angenehm. Daneben mit kleinen lilafarbenen Blüten Meyers Flieder, der ursprünglich aus China stammt. Der kleine Strauch wird nur 2 m hoch und geht dabei aber eher in die Breite. Im Herbst kommt es oft zu einer 2. Blüte.

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Überall auf dem Alpinum sieht man die blauen Blüten des Alpen-Leins (Linum alpinum). Die Blüten schwingen sanft im Wind hin und her. Bekannter ist der verwandte Gemeine Lein (Linum usitatissimum) aus dem z.B. Leinsamen, Leinöl und Fasern gewonnen werden.

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In einem feuchten Bereich des Alpinums steht die Blume des Jahres 2020, der Fieberklee (Menyanthes trifoliata). Der Fieberklee wächst auf der Nordhalbkugel in Moor- und Sumpfgebieten. Die Stängel und Blattstiele sind hohl, das sorgt für eine Durchlüftung am sauerstoffarmen Standort und für Auftrieb. Der deutsche Name Fieberklee kommt vermutlich daher, weil die Pflanze als fiebersenkendes Mittel eingesetzt worden ist.

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Auf dem Hauptweg steht die Zitrone (Citrus limon). Die Zitrone stammt ursprünglich aus Asien und ist nicht winterhart. Seit Jahrhunderten beschäftigt man sich mit der Züchtung der Zitrone, wegen der Früchte und wegen der Nutzung als Zierpflanze. Die weißen Blüten, die man zeitgleich zu den Früchten erkennen kann, besitzen einen fruchtigen Duft.

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Durchquert man den Mittelmeerbereich hat man einen schönen Blick auf den Teich und die Kleinblütigen Tamarisken (Tamarix parviflora), kleine winterharte Bäume. Gerade im Frühjahr fallen sie durch die winzigen hellrosa Blüten auf. Die Blüten sitzen an den Trieben des Vorjahres. Interessant ist diese Gehölz zudem im Herbst, wenn sich die Blätter orange verfärben.

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Der Botanische Garten ist bis zum 31. Mai trotz der Lockerungen der Landesregierung aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen. Wir bitten Sie weiterhin um Ihr Verständnis für diese Maßnahme der Universität.
Sobald wir neue Informationen zur Öffnung bekommen, werden diese auf unserer Homepage veröffentlicht. Bleiben Sie gesund und bis bald.

Ihr Team des Botanischen Gartens

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Normalerweise würde man sagen: „Was für ein mieses Wetter!“. Aber nach mehreren Wochen ohne Regen ist das obere Bild ein Anblick der Freude. Die Pflanzen atmen auf. Für die Kübelpflanzen ist dies ein optimales Wetter, damit sie sich draußen akklimatisieren können und die frisch ausgepflanzten Pflanzen können gut anwachsen.

Noch mit Regentropfen benetzt sind die Blüten der Pontischen oder Gelben Azalee (Rhododendron luteum). Diese sommergrüne Pflanze steht mit vielen anderen Rhododendren im Arboretum. An ihren natürlichen Standorten, wie der Schwarzmeerregion steht sie unter anderem an Waldrändern. Bevor man die Gelbe Azalee im Arboretum sieht, riecht man sie schon. Die Blüten verströmen einen angenehmen, starken Duft.

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Im Farn-Tal ist auch für die Farnsammlung des Botanischen Gartens der Regen wohltuend. Viele der dort gezeigten Farne bevorzugen feuchte und schattige Standorte. In diesem Bereich wird die Vielfalt der Farne gezeigt, hier wachsen z.B. der Hirschzungenfarn (Asplenium scolopendrium) oder der Kettenfarn (Woodwardia unigemmata), deren große Wedel man am linken Bildrand sieht. Am rechten Bildrand erkennt man hochstämmige Baumfarne, wie z.B. der Becherfarn (Cyathea) aus tropischen Klimaten. Den Winter verbringen diese Farne allerdings in der Regel im Haus.

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Scheint die Sonne durch eine Wolkenlücke, kommt besonders gut die Strauch-Pfingstrose (Paeonia rockii) zur Geltung. Ursprünglich stammt die Art aus China und besitzt sehr große weiße Blüten mit rötlich-braunen Flecken an der Basis.

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Im System bildet die Leichtlins-Prärielilie (Camassia leichtlinii) einen wunderschönen hellblauen Farbtupfer. Vorzugsweise pflanzt man die Prärielilie an eine windgeschützte Ecke, da die Blütenstiele im Wind auch mal umknicken können. Ursprünglich stammt, die zu den Spargelgewächsen (Asparagaceae) zählende Camassia, aus dem Westen Nordamerikas. Benannt ist Leichtlins-Prärielilie nach Maximilian Leichtlin (1831-1910), einem deutschen Botaniker.

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Vor der Orangerie steht ein Yunnan-Steinapfel (Osteomeles schwerinae). Er ist über und über mit kleinen weißen Blüten besetzt. Wie der deutsche Name schon verrät, stammt dieser Strauch aus der Provinz Yunnan im Südwesten Chinas. Dieser Strauch kann zwischen 1 und ca. 3 m hoch werden und gehört zur Familie der Rosengwächse (Rosaceae). Nach der Blüte erschienen kleine blauschwarze Früchte.

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Lässt man den Blick über den Kalkmagerrasen und das Kalkflachmoor schweifen, sieht man den gelb blühenden Färberwaid (Isatis tinctoria). Der Färberwaid gehört zu den ältesten Färberpflanzen in Europa. Man gewann früher den Farbstoff Indigo aus dieser Pflanze, bevor er von dem intensiver färbenden Indischen Indigo (Indigofera tinctoria) verdrängt wurde. Diese zweijährige Pflanze eignet sich sehr gut für eine Hintergrundbepflanzung.

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Betritt man das Sukkulentenhaus, sieht man auf der linken Seite des Gewächshauses den Mexikanischen Tulpenmohn (Hunnemannia fumariifolia). Diese Pflanzenart ist endemisch für die Hochebenen Mexikos. Endemisch bedeutet, dass die Pflanzen nur in diesem räumlich begrenzten Areal vorkommen. Die Pflanzen enthalten einen gelblichen Milchsaft und können bis zu 60 cm hoch werden. Auch die blaugrünen, feinzerteilten Blätter sind dekorativ.

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Am hinteren Ende des Kaphauses blüht die Strelitzie oder Paradiesvogelblume (Stelitzia reginae). Ihre Blüte ähnelt nicht nur einem Vogelkopf, sondern die Blüte wird auch von Vögeln bestäubt. Zu Ehren der britischen Königin Sophie Charlotte geb. Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz wurde die Pflanze Strelitzie genannt. Ursprünglich stammt sie aus der Kapregion Südafrikas.

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Botanische Gärten dürfen ab diesem Montag unter Einhaltung von Auflagen wieder öffnen (CoronaSchVO §3, Punkt (2) 2). Die Westfälische Universität Münster (WWU) weist im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie offiziell darauf hin, dass der Botanischen Garten bis mindestens 31. Mai geschlossen bleibt. Bleiben Sie gesund und bis bald.

Ihr Team des Botanischen Gartens

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Diesmal starten wir unseren Rundgang an der Orangerie, die zurzeit durch die beiden Blauregen hervorragt. Dort gehen die Gärtner im Moment aus und ein. Die Kübelpflanzen, die den Winter in der Orangerie verbracht haben, werden ausgeräumt. Einige davon stehen schon auf dem Hauptweg. Bei vielen der anderen Pflanzen muss dies, bei den sonnigen Tagen im Augenblick, schrittweise geschehen. Zuerst werden die Pflanzen im Schatten langsam wieder an die Kultur im Freiland gewöhnt, damit sie keinen Sonnenbrand bekommen. Nach ein paar Tagen können die Kübel dann in das Mittelmeergebiet oder in den Australien- und Neuseeland-Bereich gebracht werden.

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Die beiden Blauregen oder Glyzinen (Wisteria sinensis) sind raschwachsende Kletter¬pflanzen und werden gerne zur Begrünung von Gittern oder Hauswänden gepflanzt. Auf der rechten Seite der Eingangstür wächst eine hellblühende Varietät der Glyzine (W. sinensis var. alba).

Am Hauptweg steht der Rote Blumen-Hartriegel (Cornus florida „Rubra“). Heimisch ist die Art im östlichen Nordamerika und wird bei uns gerne als Zierpflanze genutzt. In seinem ursprünglichen Lebensraum kann der Blumen-Hartriegel sogar in eine Höhe von ca. 12 m wachsen. In Kultur werden sie in der Regel nicht erreicht. Beim Roten Blumenhartriegel, ebenso wie beim Chinesischen Blumenhartriegel, sind die Hochblätter am auffälligsten. Sie sind je nach Art oder Sorte rosa oder weiß. Die eigentlichen Blüten sind eher unscheinbar.

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Auch im System der Samenpflanzen werden in den nächsten Tagen die nichtwinterharten Kübelpflanzen in die Beete eingesenkt. Von dort hat man den unverwechselbaren Blick auf die Rückseite des Münsteraner Schlosses.

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Im Arboretum wird der Bärlauch (Allium ursinum) langsam optisch vom Straußfarn (Matteuccia struthiopteris) verdrängt. Der Straußfarn verträgt sich hervorragend mit den Frühjahrsblühern. Diese können in Ruhe fruchten und einziehen. Das hat den Vorteil, dass es unter den Bäumen dann trotzdem schön grün ist, auch wenn die Frühjahrsblüher nicht mehr zu sehen sind. Es gibt allerdings einen Haken: Der Straußfarn hat starke Ausläufer.

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Ein besonderes Obstgehölz steht am Verwaltungsgebäude. Die Quitte (Cydonia oblonga) wird zwar bei uns seit Jahrhunderten gepflanzt, ist jedoch leider in den letzten Jahrzehnten etwas in Vergessenheit geraten. Die Früchte haben eine wachsige Haut. Man kann sie aber gut z. B. zu Quittensaft oder Gelee verarbeiten. Wie auf dem Foto zu sehen, ist die Quitte auch aufgrund seiner schönen Blüte ein Hingucker.

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Auf dem Alpinum gibt es mittlerweile viele kleine bunte Farbtupfer. Das genaue Hinsehen lohnt sich, z.B. beim Alpen-Leinkraut (Linaria alpina). Speziell ist die Farbkombination der Blüte. Die lilafarbenen Blütenkronen besitzen einen orangenen Gaumen. Die Pflanze wird nur ca. 10 cm hoch. Typischerweise wächst das Alpen-Leinkraut auf Felsschutt, Flussschotter und auf Geröll.

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Der Alpen-Seidelbast (Daphne alpina) ist ein wunderschöner Kleinstrauch. Die dezenten weißen Blüten duften angenehm. Wie alle Seidelbast-Arten ist auch der Alpen-Seidelbast giftig.

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Werfen wir zum Schluss einen Blick in das Viktoriahaus. Im Vordergrund erkennt man mit großen Blättern den Taro (Colocasia esculenta). Diese Pflanze wird in den gesamten Tropen wegen ihrer essbaren Knolle angebaut. Die kohlenhydratreiche Knolle wird gekocht und kann ähnlich, wie unsere Kartoffel gegessen werden. Man sollte das Kochwasser aber einmal austauschen, da sich dort viele Oxalatkristalle befinden.

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Die zu den Osterluzeigewächsen (Aristolochiaceae) gehöhrende Riesen-Pfeifenwinde (Aristolochia gigantea) hat nun ihre Blüten im Viktoriahaus geöffnet. Ursprünglich aus den Tropenwäldern Panamas, wird sie gerne wegen der großen Blüten kultiviert. Durch den Duft der Blüten, sog. Kesselfallenblumen, werden Insekten angelockt. Die Insekten werden von der Blüte „gefangen gehalten“ bis die Blüte bestäubt ist. Die Insekten kommen jedoch wieder frei. Mit dem Pollen, der nun an ihnen klebt, können weitere Blüten bestäubt werden.

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Weitere Informationen zum Botanischen Garten finden sie auf unserer Homepage. Bis der Garten wieder öffnet, versorgen wir sie regelmäßig auf diesem Wege mit Neuigkeiten. Bleiben Sie gesund und bis bald.


Ihr Team des Botanischen Gartens

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Der Botanische Garten bleibt weiterhin geschlossen, daher bekommen Sie wieder über unseren Newsletter die Highlights des Botanischen Gartens digital „nach Hause“. Diesmal stehen hauptsächlich die heimischen Arten im Vordergrund, allerdings können wir Ihnen auch einige Exoten nicht vorenthalten.

Im Eingangsbereich des Gartens blüht der Judasbaum (Cercis siliquastrum). Der gerne als Ziergehölz gepflanzte Judasbaum ist ursprünglich im Mittelmeergebiet und in Vorderasien beheimatet. Eine Besonderheit ist seine Blüte. Die Blüten sitzen direkt am mehrjährigen Holz. Dieses Phänomen nennt man Stammblütigkeit oder Kauliflorie.

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Im Heidebereich sticht im wahrsten Sinne des Wortes der Stechginster (Ulex europaeus) hervor. Er wächst gerne auf kargen Sandböden und auch windiges, salziges Küstenklima atlantischer Regionen macht ihm nichts aus. Die stark stechenden Dornen, die bis zu 2 cm lang werden können, dienen der Pflanze als Fraßschutz.

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Überall im Arboretum trifft man derzeit auf den Gefleckten Aronstab (Arum maculatum). Er ist eine der außergewöhnlichsten Pflanzen in unseren Wäldern. Auf dem Foto sieht man ein weißlich-grünes Hochblatt (Spatha) und den dunklen Kolben (Spadix). Die männlichen und weiblichen Blüten befinden sich unterhalb des Kolbens und sind auf dem Foto verdeckt. Der Bestäubungsmechanismus ist sehr komplex. Insekten werden durch den harnähnlichen Geruch des Kolbens angelockt und bestäuben die Blüten im Inneren.

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Der Bärlauch (Allium ursinum) ist mittlerweile aus der Küche nicht mehr wegzudenken, egal ob im Pesto, als Brotaufstrich, in Suppen oder im Käse. Diese Pflanze gehört zur Familie der Lauchgewächse (Alliaceae), besitzt eine Zwiebel und ist einer der bekanntesten Frühjahrgeophyten. Es besteht Verwechselungsgefahr mit ähnlichen giftigen Pflanzen, z.B. Maiglöckchen und Herbstzeitlose.

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Etwas unscheinbar, aber trotzdem ganz besonders, ist die Schachbrettblume (Fritillaria meleagris). Sie steht direkt am Ufer des Teiches. In Deutschland gilt die Schachbrettblume als stark gefährdet. Nass- und Feuchtwiesen und auch Auwälder werden immer seltener, ebenso besteht für die Pflanzen eine Gefahr durch die Eutrophierung der Böden.

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Der Kuchenbaum (Cercidiphyllum japonicum) erschient nun auch in einen zarten grün. Die ersten Blätter sind zu erkennen. Auf den typischen Kuchenduft müssen wir allerdings bis zum Herbst warten. Im Unterwuchs sieht man die Mandelblättrige Wolfsmilch (Euphorbia amygdaloides).

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Im und am Bachlauf in der Nähe des Kalkmagerrasens findet sich die Sumpfdotterblume (Caltha palustris). In Europa und Nordamerika wächst sie an Bächen, Gräben und auf Feuchtwiesen. Obwohl die Sumpfdotterblume giftig ist, wurde sie in früheren Zeiten gegessen, z. B. hat man die Blütenknospen als Kapernersatz benutzt. Auch hat man mit den gelben Blüten Butter gefärbt. Von dem Verzehr der Sumpfdotterblume ist nach heutigen Erkenntnissen aufgrund der Giftigkeit abzuraten.

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Am Verwaltungsgebäude steht eine Dreiblättrige Bitterorange (Poncirus trifoliata). Das winterharte Zitrusgewächs hat lange kräftige Dornen und wunderschöne weiße Blüten, die zum Teil auch schon vor dem Blattaustrieb zu sehen sind. Die gelben Früchte, die später erscheinen, riechen angenehm, sind aber nicht essbar. Die Art stammt aus China und Japan.

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Auf dem Alpinum strahlen die blauen Blüten des Stängellosen Enzians (Gentiana acaulis). Anthocyane sorgen für die spektakuläre Blaufärbung der Blüten. Hummeln und Schmetterlinge sind die Bestäuber des Enzians.

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Das Team des Botanischen Gartens hofft, dass Ihnen die Bilder aus dem Garten Freude bereiten, wir freuen uns natürlich darauf, Sie hoffentlich bald live und in Farbe wieder bei uns zu sehen. Weitere Informationen zum Botanischen Garten finden sie auf unserer Homepage. Bis der Garten wieder öffnet, versorgen wir sie regelmäßig auf diesem Wege mit Neuigkeiten. Bleiben Sie gesund und bis bald.

Ihr Team des Botanischen Gartens

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Nach den Ostertagen, die Sie hoffentlich alle gut verlebt haben, senden wir ihnen den nächsten Gruß aus dem Botanischen Garten. Durch die warmen Temperaturen der letzten Tage, haben die Pflanzen im Freiland einen richtigen Schub bekommen und viele haben ihre Blüten geöffnet. Auch an den Bäumen ist nun das erste Grün zu erkennen.

Diese Woche starten wir unseren Rundgang am Alpinum. An verschiedenen Stellen findet man dort die Kuhschelle oder auch Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris). Ihre Blütenhüllblätter sind zottig behaart, um Wasserverlust zu verhindern. Auch die schönen Samenstände sind später ein Hingucker.

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Die gelben Blüten des Frühlings-Adonisröschens (Adonis vernalis) strahlen mit der Sonne um die Wette. Die Pflanze gehört zu den Hahnenfußgewächsen (Ranunculaceae)

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Neben dem Alpinum unter dem Taschentuchbaum stehen die Dichternarzissen (Narcissus poeticus). Die aus Südeuropa stammende Art duftet stark und soll Dichter mit ihrem Duft inspiriert haben. Ein roter Ring ziert die gelbe Nebenkrone.

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Etwas versteckt an der Verwaltung des Botanischen Gartens hinter dem Bromelienhaus blüht eine Sorte der Nelken-Kirsche (Prunus serrulata „Kanzan“). Der Baum kann zwischen 8 und 12 m hoch werden. Häufig wird die Nelken-Kirsche in Parkanlagen aufgrund der dichtgefüllten rosa Blüten gepflanzt.

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Im Arboretum zeigt sich als Farbtupfer die Kamelien-Gruppe. Auf dem Foto sieht man die Blüte einer Japanischen Kamelie (Camellia japonica). Man nennt die Kamelien auch die „Rosen des Winters“, allerdings reagieren sie empfindlich auf Frost. Man sollte sie daher vor Wintersonne und austrocknenden Ostwinden schützen.

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Nicht nur das Getreidebeet und das Färberpflanzenbeet sind mit neuen Pflanzen bestückt worden, sondern auch der Bauerngarten. Erbsen, Salat, Radieschen, Zwiebeln und noch vieles mehr sind in der Erde. Zu jedem Bauerngarten gehören auch die verschiedensten Zierpflanzen. Wunderschön steht dort die Kaiserkrone (Fritillaria imperialis). Sie hatte in diesem Jahr mit dem Frost zu kämpfen, hat sich aber davon wieder gut erholt.

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In Kübeln im Kaphaus steht zurzeit die Kalla (Zantedeschia odorata). Die zu den Aronstabgewächsen (Araceae) gehörende Art blüht im Winter und braucht danach eine Ruhepause. Ursprünglich kommt sie aus Sumpfgebieten der Kapregion Südafrikas.

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Die Kinderstube im Anzuchtbereich ist voll besetzt. Hier werden gerade Pflanzen für den Mittelmeerbereich herangezogen, z.B. das Himmelsröschen (Eudianthe coeli-rosa) oder das Blaue Halskraut (Trachelium coeruleum).

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Weitere Informationen zum Botanischen Garten finden sie auf unserer Homepage. Bis der Garten wieder öffnet, versorgen wir sie regelmäßig auf diesem Wege mit Neuigkeiten. Bleiben Sie gesund und bis bald.

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