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Münster (upm/ja/nor)

"Preisträger zeigen große Forschungsvielfalt der WWU"

Universitätsgesellschaft vergibt Nachwuchsförderpreise
Die Preisträger Juniorprofessor Dr. Karsten Mause (3.v.l.) und Dr. Fabian Dielmann (4.v.l.) inmitten der Gratulanten (v.l.) Prof. Dr. Johannes Wessels, Prof. Dr. Hans-Michael Wolffgang, Dr. Paul-Josef Patt und Markus Schabel.<address>© WWU - Peter Grewer</address>
Die Preisträger Juniorprofessor Dr. Karsten Mause (3.v.l.) und Dr. Fabian Dielmann (4.v.l.) inmitten der Gratulanten (v.l.) Prof. Dr. Johannes Wessels, Prof. Dr. Hans-Michael Wolffgang, Dr. Paul-Josef Patt und Markus Schabel.
© WWU - Peter Grewer

Ihre Forschung deutet schon heute ihre außergewöhnliche wissenschaftliche Expertise an: Juniorprofessor Dr. Karsten Mause, Politikwissenschaftler mit Schwerpunkt Ökonomie, und Dr. Fabian Dielmann, Chemiker mit Kerngebiet Phosphane, haben am Dienstagabend (20. Juni) für ihre herausragenden Leistungen den diesjährigen "Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses" der Universitätsgesellschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) erhalten. Der Preis, der von der Sparkasse Münsterland Ost gestiftet wurde, ist mit jeweils 5000 Euro dotiert.

"Unsere beiden Preisträger zeigen die große Vielfalt der Forschung, die an der WWU betrieben wird. Die Leistungen des wissenschaftlichen Nachwuchses erfüllen auch uns als Förderer der Universität mit Stolz", sagte Dr. Paul-Josef Patt, Vorstandsvorsitzender der Universitätsgesellschaft. "Sie haben etwas geleistet, was vor ihnen noch niemand geschafft hat - dafür gebührt Ihnen höchste Anerkennung", lobte auch WWU-Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels die Preisträger.

Karsten Mause (41) lehrt und forscht am Institut für Politikwissenschaft. Der Politologe und Volkswirt hat das Verhalten von 800 britischen Parlamentariern in ihrer letzten Legislaturperiode untersucht. Die Forschungsergebnisse zeigen vor allem, dass Wahlen eine disziplinierende Wirkung auf Parlamentarier haben. Im Gegensatz zu vorherigen Studien werden auch die Gründe für das Ausscheiden aus dem Parlament sehr differenziert betrachtet.

In der mit einem Ko-Autor geschriebenen Arbeit gleicht er das Verhalten der Politiker in ihrer letzten Legislaturperiode mit den Vorurteilen vieler Wähler ab. Mit der Untersuchung unterzog Karsten Mause populäre Vorurteile gegenüber Politikern einer empirischen Überprüfung. Vorgeschlagen hatte ihn Prof. Dr. Christian Müller vom Centrum für Interdisziplinäre Wirtschaftsforschung der WWU.

Fabian Dielmann (37) wurde für seine Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Phosphane ausgezeichnet. Durch die Entwicklung eines neuen, besonders elektronenreichen Typs von Phosphanen mit bemerkenswerten Eigenschaften leistete er einen elementaren Beitrag auf dem Gebiet der Synthesechemie. Seine Forschungen eröffnen zahlreiche neue Anwendungsgebiete von Phosphanen.

Fabian Dielmann zeigt, dass Phosphane zur reversiblen Komplexierung von Kohlendioxid geeignet sind, was für die Eindämmung des Klimawandels von Bedeutung sein kann. Seine Forschungen sind auch für die Verwertung von Kohlendioxid in der Synthesechemie von besonderem Interesse. Vorgeschlagen hatte ihn Prof. Dr. F. Ekkehardt Hahn vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie der WWU.

Den seit 1980 jährlich ausgelobten Nachwuchsförderpreis hatte die Universitätsgesellschaft aus Anlass des 200-jährigen Bestehens der WWU ins Leben gerufen. Mit Karsten Mause und Fabian Dielmann zeichnete die Universitätsgesellschaft bislang insgesamt 52 Preisträger aus. Gastgeber der Feierstunde war erneut die Sparkasse Münsterland Ost. "Sowohl die Sparkasse Münsterland Ost als auch die Universität Münster fördern den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Region. Mit der Verleihung des Preises zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses unterstreichen sie die regionale Innovationskraft. Gemeinsam wollen sie dafür Sorge tragen, dass Münster auch künftig ein Standort der Wissenschaft, der Kultur und der Wirtschaft bleibt", sagte Markus Schabel, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Münsterland Ost.

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