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Münster (upm/kn)

Neue Epoche in der Lehrerausbildung

300 Studierenden beginnen Praxissemester
Start für das neue Praxissemester: Die Vertreter der Hochschulen, der Bezirksregierung und der Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung.<address>© WWU - Bastian Arnholdt</address>
Start für das neue Praxissemester: Die Vertreter der Hochschulen, der Bezirksregierung und der Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung.
© WWU - Bastian Arnholdt

Ein neues Kapitel der Lehrerausbildung wird aufgeschlagen: Mit dem ersten Praxissemester in der Ausbildungsregion Münster haben jetzt knapp 300 Studierende der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) die Möglichkeit, bereits während des Studiums mehr Praxiserfahrungen in Schule und Unterricht zu sammeln als bisher. "Das Praxissemester sichert eine stärkere Praxisorientierung in der Lehrerausbildung: Mit dem neuen Format eröffnen wir Lehramtsstudierenden die Möglichkeit, bereits im Studium intensiv den Schulalltag kennenzulernen. Forschendes Lernen soll angehenden Lehrerinnen und Lehrern helfen, analytische und forschungsmethodische Kompetenzen zu erlangen und sich mit der eigenen Schulpraxis kritisch auseinanderzusetzen", sagte Dr. Marianne Ravenstein, Prorektorin für Lehre und studentische Angelegenheiten der WWU.

Nach einer mehr als vierjährigen Vorbereitungsphase wird das neue Element der universitären Lehrerausbildung in die Praxis umgesetzt. Dorothee Feller, Regierungsvizepräsidentin der Bezirksregierung Münster, betonte: "Für die Schulen von Rheine bis Gelsenkirchen und von Beckum bis Bocholt beginnt mit dem Praxissemester eine neue Epoche in der Lehrerausbildung, die die Studierenden noch besser auf den schulischen Alltag und Ihre Tätigkeit als Unterrichtende und Erziehende vorbereiten wird."

Die Übergabe der Kooperationsvereinbarung zwischen der WWU, der Fachhochschule sowie der Kunstakademie Münster auf der Hochschulseite und der Bezirksregierung Münster zusammen mit den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) und den Schulen im Regierungsbezirk Münster auf der Schulseite erfolgte am Dienstag, 17. Februar, im Rahmen einer Festveranstaltung.

Die Einführung des Praxissemesters ist ein zentrales Element des seit 2009 geltenden Lehrerausbildungsgesetzes (LABG). Das Zentrum für Lehrerbildung (ZfL) der WWU führt das Praxissemester im ersten Durchgang in Kooperation mit 145 Schulen und den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung in Bocholt, Gelsenkirchen, Münster, Recklinghausen und Rheine durch.

Das Praxissemester

Das Praxissemester kommt dem vielfach formulierten Wunsch nach mehr Praxis in der Lehrerausbildung nach. Nordrhein-Westfalen gehört zu den ersten Bundesländern, die ein sogenanntes Langzeitpraktikum einführen. Jeweils zum 15. Februar und 15. September absolvieren Studierende fünf Monate lang ein Praktikum an einer Schule im Regierungsbezirk Münster. Dies findet im zweiten oder dritten Semester des Masters of Education statt und wird von Projektseminaren an der WWU begleitet. Die Studierenden werden mithilfe eines landesweiten Online-Verfahrens auf die Praktikumsplätze verteilt. Inhaltlich sollen Fragen aus der Praxis mit Methoden der fachdidaktischen und bildungswissenschaftlichen Forschung bearbeitet werden.

 

 

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