Workshop: "Aktualität akustischer Literaturformen: Gesellschaftliche und ästhetische Aspekte"
Interessierte herzlich willkommen
„Neue Formen, die als Sprachspiele, Schallspiele, Hörtexte, Hörkollagen, Hörobjekte oder Hörbeispiele bezeichnet werden, nehmen in wachsendem Maße neben den Handlungs- und Unterhaltungshörspielen traditioneller Art einen selbstverständlichen Platz im Programm der Rundfunkanstalten ein. Wahrscheinlich wird man eines Tages feststellen, daß […] die Hörspielabteilungen auf dem Gebiet der heute als experimentell bezeichneten Literatur eine entscheidende, wenn nicht die führende Rolle übernommen hatten. Die Revolution innerhalb des Hörspiels wird von einer Avantgarde, vor allem junger Autoren und Regisseure, vorangetrieben.“ Dies formulierte Hans Schmitthenner, Hörspielleiter des Bayerischen Rundfunks, im Jahr 1969. Das ist lange her. Zu dieser Zeit war die Remodellierung der subjekt- und gesellschaftskonstituierenden Realität von Sprache, von sprachlichem Handeln, Hörverhalten und Klangereignissen ein Ziel akustischer (und anderer) Literaturformen. Was ist der Stand der Diskussion heute? • Wo (in welchen Formaten) gibt es derzeit ästhetische Innovationen - nicht nur im Hörspiel, sondern überhaupt in akustischen Künsten resp. Formen von akustischer Literatur? • Wie setzen sich diese in Beziehungen zu gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen? • Wie schließen diese Entwicklungen an Neo-Avantgarden, z.B. Neues Hörspiel und Sound Poetry, an – oder eben nicht? • Welche Rolle spielt dabei (noch) der Rundfunk – und will er spielen? Im Gespräch mit Fachleuten aus Rundfunk, Wissenschaft und Kunst werden diese Fragen diskutiert und vertieft. Mit dabei sind u.a. Martina Müller-Wallraf (WDR), Ingo Kottkamp (DLR Kultur), Andreja Andris (Hörspielfestival Berlin), Andreas Bülhoff (Burg Hülshoff/Center for Literature), Tabea Nixdorff und Monique Ulrich.
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