Team
© AB Sportpsychologie

Über uns - Unsere laufenden Projekte

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen unsere Projekte und Forschungsprojekte, die wir mit zahlreichen Partnern des Arbeitsbereichs durchführen, vorstellen. Bei Interesse zögern Sie bitte nicht, uns anzusprechen!
 
Der Arbeitsbereich Sportpsychologie hat zahlreiche Erfahrungen im Forschungstransfer in die Praxis. Wir arbeiten eng mit Vereinen und Verbänden im Leistungssport zusammen (u.a. in der angewandten Sportpsychologie und Beratung) sowie mit Schulen, Kindergärten, Kommunen und Einrichtungen aus dem Gesundheitssystem. Wenn Sie Interesse an einer Kooperation, Beratung, Unterstützung oder konkreten Projekten in Ihrem Verein, Ihrer Mannschaft, Ihrer Schule oder Ihrer Einrichtung haben, können Sie uns gerne jederzeit kontaktieren. Ansprechpartner*innen sind:
 

Ihr Bernd Strauß (Leitung)

Pictorial Scale
© Kerstin Fielstedde / Bill Mezzitte

Selbstkonzept im Kindes- und Jugendalter


Seit mehr als 20 Jahren beschäftigen wir uns in der Forschung mit der Entwicklung des (physischen) Selbstkonzept im und durch Sport. Im Fokus steht dabei primär die Entwicklung im  Kindes- und Jugendalter. In diesem Rahmen sind einige Fragebögen entwickelt worden, die mittlerweile in mehrere Sprachen übersetzt worden sind. Im Konvolut ermöglichen diese die Entwicklung des Selbstkonzepts im Lebenslauf nachzuzeichnen als auch interkulturell zu beforschen. Verantwortlich hierfür zeichnen sich Prof. Dr. Maike Tietjens, Prof. Dennis Dreiskämper (TU Dortmund) und Dr. Lena Henning. Link zu den Fragebögen

© Minkusimages

Athletes' Transition Tools for Achieving Horizons (ATTACH-U)

Art des Projektes: EU-Projekt koordiniert außerhalb der Universität Münster
Laufzeit an der Universität Münster: 01.11.2025 - 31.10.2028

Beschreibung

Das Projekt „ATTACH-U – Athletes’ Transition Tools for Achieving Horizons“ widmet sich der dringenden Notwendigkeit, Sportler*innen beim Übergang in die Zeit nach dem Sport zu unterstützen. Spitzensportler*innen stehen nach ihrer aktiven Karriere oft vor großen Herausforderungen, darunter Identitätsverlust, psychischen Problemen und finanzieller Unsicherheit. Das Projekt zielt darauf ab, die Beschäftigungsfähigkeit und die Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für ehemalige Sportler*innen zu verbessern, ihre soziale Integration zu fördern und ihnen die Wiedereingliederung in Berufe außerhalb des Sports zu ermöglichen. Es baut auf bestehenden Unterstützungsstrukturen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auf und führt innovative Programme für den beruflichen Übergang ein.
Zu den wichtigsten Ergebnissen sollen die Entwicklung von drei maßgeschneiderten Karrierewegen – Unternehmertum, Coaching und B2B-Vertrieb – sowie deren Pilotierung und kontinuierliche Verbesserung zählen. Zusätzlich werden digitale Tools zur Unterstützung des beruflichen Übergangs entwickelt. Das Projekt fördert aktiv die transnationale Zusammenarbeit und die branchenübergreifende Kooperation zwischen Sportorganisationen, Bildungseinrichtungen und Unternehmen. Die wichtigsten Erkenntnisse werden in Handlungsempfehlungen für Sportverbände und Bildungsträger umgesetzt. Das ATTACH-U-Projekt hat vielfältige Auswirkungen. Es befähigt Sportler*innen, neue gesellschaftliche Rollen zu übernehmen und ihre persönliche und berufliche Entwicklung zu fördern. Durch die Auseinandersetzung mit verschiedenen wirtschaftsorientierten Themen ermöglicht das Projekt Sportler*innen, ihre im Sport erworbenen Fähigkeiten beruflich zu nutzen. Darüber hinaus fördert es das gesellschaftliche Engagement und setzt sich für Inklusion und Diversität ein, um sicherzustellen, dass Sportler*innen aller Herkunft Unterstützung beim Übergang in den Beruf erhalten. Insgesamt zielt das ATTACH-U-Projekt darauf ab, ein nachhaltiges Modell zur Unterstützung von Sportler*innen nach ihrer aktiven Karriere zu schaffen, das potenziell in allen EU-Mitgliedstaaten Anwendung finden kann. Dadurch wird die Qualität der Unterstützungssysteme für ehemalige Sportler*innen verbessert und ein Beitrag zu den übergeordneten gesellschaftlichen Zielen des lebenslangen Lernens, der Beschäftigungsfähigkeit und der sozialen Integration geleistet.

Projektleitung: Prof. Dr. Maike Tietjens
Projektteam, Antragstellende: Dr. Sebastian Brückner, Dr. Barbara Halberschmidt

© Pixabay

Vereinbarkeit von Studium und Spitzensport

Im Rahmen dieses Projekts, das bis Dezember 2025 gefördert wurde, widmeten wir uns der zentralen Fragestellung: Was trägt dazu bei, dass Athlet*innen ihr Studium erfolgreich mit einer Karriere im Spitzensport vereinbaren können? Dabei untersuchten wir, welche Faktoren und Prädikatoren das Gelingen der Verbindung von Studium und Spitzensport der studentischen Spitzensportler*innen fördern.

Ziel des Projekts war es, die Bedingungen und Unterstützungsstrukturen für Athlet*innen an Hochschulen nachhaltig zu verbessern und ihnen eine erfolgreiche Vereinbarkeit von Studium und Spitzensport zu ermöglichen.

Das Projekt wurde von einem erfahrenen Team unter der Leitung von Dr. Barbara Halberschmidt und Prof. Bernd Strauß sowie Laura van de Loo und Claire Kaeding durchgeführt. Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern, dem adh, dem DOSB, den Olympiastützpunkten und Laufbahnberater*innen, arbeiteten wir an praxisorientierten Lösungen und Empfehlungen.

Gefördert wurde das Projekt durch das Bundesministerium des Innern (BMI) und den adh.

Leitung & Koordination: Dr. Barbara Halberschmidt & Laura van de Loo

Link zur Projektseite: https://www.uni-muenster.de/Spitzensport/DualeKarriere.html

CULTurn
© CULTurn

CULTurn


Das Projekt CULTurn wird im Zeitraum Juni 2022 bis Juni 2024 vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft gefördert und in Kooperation mit dem Deutschen Turnerbund durchgeführt. Ziel des Projektes ist,
(1) mithilfe eines reliablen und validen Instruments die Führungsdiagnostik im professionellen Kontext des Leistungssports im Deutschen Turner-Bund zu entwickeln und zu unterstützen;
(2) die Entwicklung eines wertschätzenden ressourcenorientierten Trainer:innen-Selbst- und Fremdbildes im Rahmen der Intervention;

(3) ein individualisiertes, flexibles Führungsverständnis im DTB im Leistungssport zu implementieren, das sich in weiteren Schritten in den Aus-, Fort- und Weiterbildungstools des DTB widerspiegelt,

... damit Trainer:innen und nachfolgend Athlet:innen ihr Potenzial voll ausschöpfen können.
Mit den 40 teilnehmenden Trainer:innen wird eine Veränderungsdiagnostik zur Führungskompetenz im Leistungssport durchgeführt. Diese basiert auf dem Competing Values Framework und bezieht auch das Thema charismatische Führung mit ein. Ausgehend davon werden dann individuelle Coaching-Interventionen auf der Trainer:innen-Ebene im Rahmen von stärken- und ressourcenorientierten Einzelcoachings sowie Trainer:innen- Gruppenworkshops durchgeführt. Auf der Verbandebene werden in aggregierter Form ebenfalls die Ergebnisse der Eingangsdiagnostik wie später der Veränderungsdiagnostik zurückgemeldet. Hier werden Handlungs-Impulse, Transfer-Möglichkeiten und Veränderungs-Prozesse diskutiert und ggf. operationalisiert. Verantwortlich für das Projekt sind Prof. Dr. Maike Tietjens, Prof. Dr. Ralf Lanwehr, Prof. Bernd Strauß, Dr. Sebastian Brückner und Jasper Guzmán.

Link zur Projekthomepage

Link zum Angebot

Move4health
© BMFSFJ und dsj

Move4health


Im Rahmen des vom BMFSFJ geförderten dsj-Verbundprojekts move4health werden in Kooperation mit Prof.in Ulrike Burrmann (HU Berlin), Prof.in Jessica Süßenbach (Leuphana Universität Lüneburg), Prof. Nils Neuber (Universität Münster), Prof.in Miriam Kehne (Universität Paderborn), Prof.in Bettina Rulofs (DSHS Köln) und Prof.in Gunda Voigts (HAW Hamburg) drei zentrale Themenfelder untersucht.

(1) das Potential von Bewegung, Spiel und Sport für die psycho-soziale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen
(2) die Attraktivität des Sportvereins für Kinder und Jugendliche
(3) förderliche und hinderliche Bedingungen zum Zugang und Verbleib im Sport von Kindern und Jugendlichen, insbesondere mit Fokus auf sozial benachteiligte und sportferne Zielgruppen.

Diese drei Themenbereiche werden im Rahmen von quantitativen (repräsentative Befragung) als auch qualitativen (Vertiefungsstudien in spezifischen Bereichen) Studien untersucht und in mixed-method Ansätzen miteinander verknüpft. Alle drei Themen werden in der quantitativen Befragung, die in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Kantar public durchgeführt wird (N = 4000), abgedeckt. Die qualitativen Schwerpunkte liegen a) im Ganztag, b) in der offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) und c) in sozial benachteiligten Familien.
Die Universität Münster / Arbeitsbereich Sportpsychologie leitet und koordiniert das Verbundprojekt und ist darüber hinaus insbesondere im Rahmen des Themenfeldes (1) das Potential von Bewegung, Spiel und Sport für die psycho-soziale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen (Prof. Dr. Dennis Dreiskämper & Dr.in Lena Henning) sowie in die Vertiefungsstudie zum Thema Ganztag (Prof. Nils Neuber) involviert.

Leitung & Koordination: Prof. Dr. Dennis Dreiskämper (TU Dortmund) & Dr.in Lena Henning

Laufzeit: 01/2023 – 12/2023

Link zur Projektseite

Sportpaten
Sportpaten
© Marie Gahnbari

Sportpaten


Ziel des Sportpat*innenprojekts ist es, Kinder mit ungünstigen Entwicklungschancen durch Sportpat*innen mit Hilfe sportlicher Aktivitäten in ihren motorischen, sozialen, emotionalen,  kognitiven und körperlichen Fähigkeiten zu fördern und zu stärken, um allen Kindern die gleiche Chance in der Entwicklung zu geben. Der besondere Wert des seit 2012 durchgeführten Projektes liegt darin, dass Schule und Universität, Schüler*innen und angehende Lehrer*innen gleichermaßen davon profitieren. Studierende des Instituts für Sportwissenschaft, des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften und des Fachbereichs Medizin der Universität Münster unterstützen als Sportpat*innen die Kinder über 1 (Schul-)Jahr (ggf. länger) und treffen diese wöchentlich. Während des gesamten Zeitraumes werden die Sportpat*innen im Rahmen des Sportpatenseminars der Universität Münster, das seit einigen Jahren von Seiten des Arbeitsbereichs Sportpsychologie unterstützt und gefördert wird, begleitet. Die gesammelten Beobachtungen und Erfahrungen der wöchentlichen Treffen werden mittels Supervision reflektiert und in einen pädagogisch sinnvollen Zusammenhang zur Ausbildung gebracht. So lernen die Sportpat*innen praxisnah und in engmaschiger Betreuung Schlüsselkompetenzen im Bereich der Selbst- und Sozialkompetenz und späterer beruflicher Handlungsfähigkeit. Auch außerhalb der Universität Münster und von Münster hat das Sportpat*innenprojekt viel Anerkennung gefunden u.a. durch das Cusanuswerk, die britische Stiftung Varkey Foundation als auch durch den damaligen Außenminister Sigmar Gabriel, der sich vor Ort eine Bild von dem Sportpat*innenprojekt machte und Schirmherr des Sportpatenprojektes ist. Homepage: www.sportpaten.com

Das Projekt wurde am 9.1.2026 mit dem Lehrpreis der Universität Münster ausgezeichnet. Hier ist das Video zu diesem ausgezeichneten Projekt.