Forschungsaufenthalt an der UCLA School of Law, Los Angeles, USA

Antragstellende: Lea Rabe
Fachbereich, Studienrichtung: FB 03, Promotion Rechtswissenschaften

Im Rahmen meines Promotionsstudiums im Bereich Verfassungsrecht/Feministische Rechtswissenschaft habe ich einen zweimonatigen Forschungsaufenthalt an der UCLA School of Law absolviert. Der Auslandsaufenthalt hat mich und mein Projekt in vielerlei Hinsicht bereichert. Die UCLA ist eine der sogenannten Top Tier Universitäten und belegt Platz 14 der besten Universitäten weltweit1. Das spiegelt sich in einem reichhalten Lehrplan sowie einem vielfältigen Angebot an extracurricularen Veranstaltungen, das heißt Vorträgen, Colloquien und Diskussionsrunden, wider. Auch an Ausgleich mangelt es angesichts des großen Sportangebots von UCLA Rec. auf dem Campus nicht.

Mir ist es an der UCLA gelungen, wertvolle fachliche Informationen einzuholen und wissenschaftliche Kontakte in einem internationalen Umfeld zu knüpfen. Der Besuch an der UCLA war für mich sehr intensiv – angesichts der vergleichsweise kurzen Zeit an der Universität – aber gerade deswegen sehr ertragreich für meine Promotionsschrift und mein wissenschaftliches Netzwerk. Promotionsstudierende nehmen am „Visiting Scholars, Jurists and Researchers Program“ teil. Die wöchentlichen Meetings mit den anderen Teilnehmenden und unserer Supervisorin Prof. Jess Peake, die im Bereich Menschenrechte arbeitet, haben es mir leicht gemacht, Kontakte zu knüpfen und mich vor Ort zurechtzufinden. Es war sehr interessant, sich mit internationalen Forschenden über ihre und meine Arbeit zu unterhalten. Zudem eröffnen sich hier weitere Chance für internationale Zusammenarbeit: Ich freue mich über eine Einladung für einen Vortrag an der University of Portsmouth, der im Februar stattfinden soll.

Mein Kapitel zu pluralistischer Demokratie und Diversifizierung von Repräsentation zum Beispiel hat von der Teilnahme am Seminar „Social Media and the Future of Democracy“ profitiert. Mein deliberations- und demokratietheoretisches Vorwissen konnte ich hier, quasi an einem aktuellen „Prüfstein“, anwenden und somit validieren. Die offene und wertschätzende Diskussionskultur im Seminar war sehr anregend und auch der Austausch mit dem Dozenten sehr bereichernd. Aufgrund des großen Kollegiums haben Professor:innen an der UCLA genügend Zeit für Einzelbetreuung und nehmen sich diese auch gern. Ein zusätzliches Highlight war eine vom Fachbereich Critical Race Studies organisierte, zweitägige Konferenz im Bereich Critical Race Studies. Die Teilnahme hat mein Wissen in diesem Bereich vertieft und mir in Bezug auf die entsprechenden Fragestellungen in meiner Dissertation weitergeholfen. Studierendenschaft, Forschungseinrichtungen und Campuskultur sind an der UCLA erfreulich divers. Mit dem Williams Institute beheimatet die UCLA einen der größten universitären Think Tanks im Bereich Legal Gender Studies. Hier konnte ich in den Austausch zu Kategorisierungen im Bereich geschlechtliche Identität und sexuelle Orientierung zu kommen, einem Thema das ich in der Dissertationsschrift unter anderem als Postkategorialität adressiere.

Ich kann einen Aufenthalt an der UCLA Law School sehr empfehlen und danke der Universität Münster für die Unterstützung aus dem Santander Mobilitätsfonds, ohne die die Reise nicht möglich gewesen wäre.

 

1 https://www.usnews.com/education/best-global-universities/rankings (27.9.2023).