FB 08: Teilnahme an der internationalen Konferenz ‚Queer Materiality: Becoming-Relations‘, Prag, Tschechien
Antragstellender: Kostadin Karavasilev
Fachbereich, Studienrichtung: FB 08, Promotion Ethnologie
Dank der finanziellen Förderung des Santander Mobilitätsfonds konnte ich an der Konferenz "Queer Materiality: Becoming‑Relations" teilnehmen, die vom Centre for Environmental and Technology Ethics‑Prague (CETE‑P), Centre français de recherche en sciences sociales (CEFRES), Prag, Charles Universität, Prag, und der Slowakischen Akademie der Wissenschaften, Slowakei, gemeinsam organisiert wurde. Auf der Veranstaltung präsentierten Forschende aus verschiedenen Universitäten – sowohl innerhalb als auch außerhalb Europas – und aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven, u. a. aus Philosophie, Ethnologie, Literaturwissenschaft, Geschichte und Soziologie, ihre Arbeiten zu konferenzrelevanten Themen. Die Keynote‑Speaker an den beiden Konferenztagen waren renommierte Experten der Queer Theory: Prof. Jack Halberstam (Columbia University, USA) und Assistenzprofessor Bogdan Popa (Transylvanian University, Rumänien).
Im Rahmen der Konferenz stellte ich mit dem Beitrag "Relating Across Queerness?: An Example from LGBTQIA+ Activism in Bulgaria" einen Teil meiner Doktorarbeitsforschung vor. Der Austausch über meine Präsentation half mir ein Konzept, das ich aus meinem Material entwickeln will, weiter präzisieren. Außerdem half mir der Austausch über die Präsentationen der anderen Vortragenden einen tieferen Zugang zur Queer‑Theorie sowie zu unterschiedlichen Konzepten von Relation und Materialität zu gewinnen und diese kritisch für meine eigene Forschung zu reflektieren. Zudem konnte ich mich mit Kolleg*innen, die ebenfalls Aktivismus‑Themen untersuchen, vernetzen, Kontakte knüpfen und über mögliche zukünftige Kooperationen sprechen.
Ich habe die informellen Begegnungen mit den Konferenzteilnehmer*innen sehr geschätzt. Nach dem ersten Konferenztag fand ein gemeinsames Abendessen statt, bei dem ich mich mit vielen Teilnehmenden austauschen konnte. Am letzten Tag wurde ein Film gezeigt, gefolgt von einer Diskussion mit den Keynote‑Speakern und einem kleinen Fest. Ohne die Unterstützung des Santander Mobilitätsfonds wäre es mir nicht möglich gewesen, die zusätzliche Zeit in Prag zu verbringen und an diesen informellen Veranstaltungen teilzunehmen.
Die Anregungen der Konferenz haben mich motiviert, wieder intensiver zu schreiben, um meine Dissertation zu bearbeiten, und die dort gewonnenen Impulse in meine Arbeit einfließen zu lassen. Der fachliche und persönliche Austausch war für mich äußerst nützlich und inspirierend. Konkret werde ich die neuen Ideen in das Kapitel meiner Dissertation über LGBTQIA+‑Aktivismus integrieren und dieses im Rahmen eines Kolloquiums für Doktorand*innen am Institut für Ethnologie im Sommer Semester 2026 vorstellen.
Des Weiteren stehe ich in Kontakt mit dem Social‑Anthropology‑Student‑Council (MA & PhD), um im Sommersemester 2026 eine Veranstaltung zu Fördermöglichkeiten für Studierende zu organisieren. Dort möchte ich gemeinsam mit anderen Kolleg*innen meine eigenen Erfahrungen präsentieren, um andere Studierende zu ermutigen, Konferenzen zu besuchen und entsprechende finanzielle Unterstützung zu beantragen.
Die Förderung durch den Santander Mobilitätsfonds hat nicht nur meine fachliche Weiterentwicklung ermöglicht, sondern auch wertvolle Netzwerke und informelle Lernmomente geschaffen, die meine Forschung nachhaltig bereichern werden. Ich möchte mich herzlich bei meiner Ansprechpartnerin für diese Förderung - Linda Dieks - bedanken!