Aktuelle Veranstaltungen

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Der Sonderforschungsbereich 1459 Intelligente Materie lädt zum 1. Münster Symposium on Intelligent Matter am Mittwoch, den 22. Juni 2022 ins Center for Soft Nanoscience (SoN) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Renommierte WissenschaftlerInnen werden ihre neuesten Entwicklungen zum Thema adaptive und intelligente Materie präsentieren. Weiterhin erwartet Sie die Präsentation unserer MüSIM 2022 Young Researcher Awardee für eine herausragende wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet. 

Check- In beginnt um 8:30 Uhr im Center for Soft Nanoscience.

Das Book of Abstract finden Sie hier!

Weitere Informationen finden Sie hier!

In den Nachrichten

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Die Themenseite in der aktuellen Ausgabe der Zeitung Wissen | Leben der WWU Münster gibt Einblicke in die Forschung unseres Sonderforschungsbereiches.

Darin geben Wissenschaftler unseres Team Einblicke, was für sie intelligente Materie bedeutet. Die Arbeit von Biochemikerin Seraphine Wegner wird näher beleuchtet und Wilfred van der Wiel erklärt, warum intelligente Materie auch für die Energieprobleme von morgen interessant ist.

Hier geht es zur vollen Ausgabe als E Paper oder als pdf!

SmartMatters4You

© MExLab Physik

Designed für naturwissenschaftlich interessierte  Studentinnen im ersten bzw. zweiten Semester und Schülerinnen der Oberstufe

Mehr Informationen zum Thema

Philosophische Aspekte intelligenter Materie

Antonio Bikić
© Antonio Bikic

Antonio Bikić ist seit Kurzem Mitglied des Sonderforschungsbereiches 1459 "Intelligente Materie" und setzt sich im Rahmen dessen mit philosophischen Aspekten von Intelligenz auseinander. Er geht zum einen der Frage nach, ob sich eine philosophische Wahrheitstheorie finden lässt, die zufriedenstellend das Agieren (gepulster) Neuronaler Netze darstellen kann. Zum anderen beschäftigt er sich mit dem Problem, ob sich teleonomische Prozesse prinzipiell in neuromorpher Hardware realisieren lassen.

In den Nachrichten

Auf der Suche nach Intelligenter Materie

Fotos

© NPO Radio 1
  • © NPO Radio 1

Professor Wilfred van der Wiel von der University of Twente spricht mit dem niederländischen öffentlich-rechtlichen Sender NPO Radio 1 über die Anwendungsmöglichkeiten intelligenter Materie und wie seine Forschung dazu beiträgt.

Hier geht es zum Video in voller Länge (auf Niederländisch)! 

News

Ernennung von Carsten Schuck zum W3 Professor

Carsten Schuck
© Niklas Arndt

Herzlichen Glückwunsch an Carsten Schuck, Projektleiter im Sonderforschungsbereich 1459, Mitglied des Aufsichtsrats der Münster Nanofabrication Facility sowie Mitglied des Center for NanoTechnology und des Center for Soft Nanoscience, nachdem er kürzlich von einer Juniorprofessur am Institut für Physik zum W3-Professor für Experimentalphysik ernannt wurde.
In seiner neuen Position ist er auch Gründungsmitglied eines neu etablierten"Institut für Quantentechnologien", das in naher Zukunft mehrere neue Professoren rekrutieren wird.

Im SFB1459 leitet er gemeinsam mit Jun-Prof. Benjamin Risse die Forschungsarbeiten des Teilprojekts C05.

News

Gerade veröffentlicht: "Der Aufstieg der intelligenten Materie"

© Corinna Kaspar

Interdisziplinäres Forscherteam gibt in "Nature" Einblicke in ein zukunftsträchtiges Forschungsgebiet

In einem aktuellen Beitrag in der Fachzeitschrift „Nature“ beschreiben Corinna Kaspar, Bart Jan Ravoo, Wilfred G. van der Wiel, Seraphine Wegener und Wolfram Pernice der Universitäten Münster und Twente stellvertretend für den SFB 1459, welche Möglichkeiten sich durch intelligente Materie auftun könnten. Auch in einem Gastbeitrag für die WWU geben CORINNA KASPAR (Physik-Doktorandin und Erstautorin des Nature-Artikels) sowie Physiker PROF. DR. WOLFRAM PERNICE aus diesem Anlass Einblicke in ihre Forschung und deren Bedeutung.

Originalveröffentlichung

Corinna Kaspar, Bart Jan Ravoo, Wilfred G. van der Wiel, Seraphine V. Wegner and Wolfram H. P. Pernice (2021): The Rise of Intelligent Matter. Nature 594, 345–355 (2021). DOI: 10.1038/s41586-021-03453-y

Link zur Originalveröffentlichung

Sonderforschungsbereich 1459

Intelligente Materie: Von responsiven zu adaptiven Nanosystemen

Intelligenz ist die Fähigkeit, Informationen wahrzunehmen und als Wissen zu behalten, das auf adaptives Verhalten in einer sich ändernden Umgebung angewendet werden kann. Dieser SFB ist inspiriert von der Frage, ob synthetische Materie künstliche Bausteine liefern kann, um intelligente Fähigkeiten zu ermöglichen. Eine solche intelligente Materie würde völlig neue Möglichkeiten bieten, beispielsweise für die Entwicklung künstlicher Haut, die Temperatur und Absorption selbst reguliert; weiche Robotik mit adaptiver Haptik; und gehirninspiriertes Rechnen mit reduziertem Energieverbrauch. Intelligente Materie erfordert ein integriertes System aus Materialien und nanoskaligen Komponenten. Die zentrale wissenschaftliche Fragestellung dieses SFB lautet daher: Wie entsteht intelligentes Verhalten in einem System nanoskaliger Bausteine, die zusammenarbeiten?

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In der ersten Förderperiode werden wir über responsive Materie hinaus zur adaptiven Materie übergehen. Responsive Materie enthält eingebettete responsive Bausteine, die bei Einwirkung eines externen Stimulus eine Änderung der Eigenschaften bewirken, während adaptive Materie die zusätzliche Fähigkeit besitzt, Rückkopplung zu verarbeiten, um ihre Eigenschaften zu regulieren. Langfristig werden wir intelligente Materie entwickeln, die mit ihrer Umgebung interagiert, ihre Eigenschaften selbst reguliert und aus Erfahrungen lernen kann. Intelligente Materie beruht auf der Fähigkeit i), Information aus der Umgebung zu empfangen; ii) mit Signalen an die Umgebung zu antworten; iii) Signale und Rückkopplungen in eingebetteten Netzwerken zu verteilen; und iv) Information zu speichern um zu lernen. Unser Ziel für die erste Förderperiode ist die Realisierung dieser Schlüsselfunktionselemente in drei Klassen adaptiver Materie (adaptive molekulare Systeme (A); adaptive weiche Materialien (B); adaptive Festkörper-Nanosysteme (C)) mit stark unterschiedlichen Graden der Dynamik, Organisation und Adressierbarkeit der nanoskaligen Komponenten. Durch die Implementierung der Schlüsselfunktionselemente in adaptiver Materie werden wir den Grundstein für die Entwicklung von Materie mit Lernfähigkeit (in der zweiten Förderperiode) und Prototypen intelligenter Materie (in der dritten Förderperiode) legen. Wir betonen, dass die Integration verschiedener Materialklassen und Schlüsselfunktionselemente eine phänomenale wissenschaftliche Herausforderung darstellt, die neue chemische und physikalische Konzepte erfordert, um nanoskalige Bausteine auf mehreren Längen- und Zeitskalen zusammenzusetzen.