Podcast-Reihe "Zugehörig oder ausgegrenzt?"

Ein Beitrag zu "1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland"

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Die Erinnerung an die eigene Geschichte ist seit jeher Bestandteil jüdischen Lebens. Im Forschungspodcast „Zugehörig oder ausgegrenzt?“ werfen der Exzellenzcluster „Religion und Politik“ und das Institut für jüdische Studien der Uni Münster Schlaglichter auf 1.700 Jahre jüdisches Leben. Judaistinnen und Historiker erzählen jüdisches Leben von der Spätantike bis in die Gegenwart auf Basis ihrer Forschungen und ausgehend von vielfältigen Bildquellen: vom Gesetzerlass Kaisers Konstantins von 321 über reich verzierte Liturgiebücher des Mittelalters und antijüdische Karikaturen bis zu Fotos jüdischer Bäderkultur im frühen 20. Jahrhundert auf Norderney. Weiterlesen

© Bayerische StaatsBibliothek

Folge 5: Antisemitische Feindbilder im Katholizismus: Zum Verhältnis von Christen und Juden

Vor 150 Jahren begann in Deutschland der Kulturkampf – eine Auseinandersetzung des Deutschen Kaiserreiches mit der katholischen Kirche. Davon blieb auch das jüdische Leben in Deutschland nicht unberührt, denn auch antisemitische Feindbilder prägten diesen Streit, wie der Historiker Prof. Dr. Olaf Blaschke in der neuen Folge unserer Reihe „Zugehörig oder ausgegrenzt?“ anhand einer katholischen Karikatur von 1872 zeigt.

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Folge 4: In der Sommerfrische. Vielfalt Jüdischen Lebens im Nordseebad Norderney im 19. und frühen 20. Jahrhundert

Badeurlaub an der Nordsee – dafür reisen jedes Jahr Tausende auf die Insel Norderney. Im 19. Jahrhundert war die Insel auch bei deutschen Jüdinnen und Juden beliebt. Bis in die frühen 1930er Jahre wurde sie zu einem Zentrum jüdischen Lebens im Deutschen Reich – nicht nur zur Badesaison, wie Lisa Bachmann vom Institut für jüdische Studien der Uni Münster schildert. In der neuen Folge unserer Podcast-Reihe „Zugehörig oder ausgegrenzt?“ gibt sie anhand von Urlaubsschnappschüssen Einblick in eine wenig bekannte Episode aus 1.700 Jahren jüdischem Leben in Deutschland.

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© RothenburgMuseum

Folge 3: „Gedenke Oh Herr Deiner Heiligen Gemeinde“. Wie erinnerten sich Juden ihrer Toten und Märtyrer im mittelalterlichen Deutschland?

Im Mittelalter waren die Mitglieder jüdischer Gemeinden in Deutschland immer wieder mit dem gewaltsamen Tod ihrer Familienangehörigen und Freudinnen und Freunde durch ihre nichtjüdischen Nachbarn konfrontiert. In der neuen Folge unserer Podcast-Reihe „Zugehörig oder ausgegrenzt?“ zeigt der Judaist Dr. Rainer Josef Barzen vom Institut für Jüdische Studien der Universität Münster, wie sie ihrer Verstorbenen gedachten: in Gedenksteinen, Märtyrerlisten und Gebeten. Heute sind dies wichtige Zeugnisse jüdischen Lebens und des Totengedenkens in Deutschland.

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© Joods Historisch Museum, Amsterdam, und Landschaftsverband Rheinland

Folge 2: Religiöses Leben im Mittelalter – ein Feiertagsgebetbuch aus Köln

Wer etwas über jüdisches Leben in der Vergangenheit erfahren möchte, greift auf historische Quellen zurück. Neben Texten bieten sich auch Materialien an, also Bilder, Buchobjekte, Gebäude, Inschriften, Münzen oder Dinge des Alltags. Eine besondere Quelle dieser Art, ein Feiertagsgebetbuch – den Amsterdamer Mahsor, der vermutlich um 1240 in Köln entstand – stellt die Judaistin Katrin Kogman-Appel vor.

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© Biblioteca Apostolica Vaticana

Folge 1: Kaiser Konstantins Edikt von 321 und weitere spätantike Spuren

Den Anfang der Podcast-Reihe macht der Judaist und evangelische Theologe Lutz Doering vom Exzellenzcluster. Er forscht zum Judentum in der Antike und Spätantike und fragt: Was war denn genau vor 1.700 Jahren, und was wissen wir eigentlich über die ersten Jüdinnen und Juden in der Region, die wir heute Deutschland nennen?

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