Gleichstellungskonzept

Der Exzellenzcluster „Religion und Politik“ hat sich die Gleichstellung von Menschen unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, ethnischer Zugehörigkeit, sexueller Orientierung, Krankheit und Behinderung zum Ziel gesetzt. Das Forschungsthema „Religion und Politik“ erfordert und befördert eine besondere Sensibilität für kulturelle Vielfalt und unterschiedliche religiöse und weltanschauliche Prägungen. Das Diversity Management des Exzellenzclusters dient dazu, ein wissenschaftliches Umfeld zu schaffen, das die soziale Vielfalt und Heterogenität der Forschenden würdigt und ihre unterschiedlichen Potenziale und Kompetenzen fördert.

Um allen Formen offener und verborgener sowie bewusster und unbewusster Diskriminierung entgegenzuwirken, hat der Exzellenzcluster die Funktion einer Gleichstellungsbeauftragten eingerichtet: Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Martina Wagner-Egelhaaf (martina.wagner@uni-muenster.de) ist zur Gleichstellungsbeauftragten gewählt worden. Sie ist Ansprechpartnerin für alle persönlichen Fragen sowie Anregungen zum Ausbau der Gleichstellungskultur am Exzellenzcluster.

Ein flexibles Mentoringprogramm und Workshops für unterschiedliche Zielgruppen zielen auf eine Gleichstellung der Mitglieder des Forschungsverbundes ab und sollen zum Abbau von Benachteiligungen in Beruf und Gesellschaft beitragen. Die Maßnahmen werden nach den Wünschen und Bedürfnissen der Mitglieder des Exzellenzclusters ausgerichtet.

Das Forschungsthema „Religion und Politik“ kann auch gesellschaftlich zur Verbesserung der Gleichstellung beitragen, indem es die Sensibilität für kulturelle Diversität und unterschiedliche religiöse und weltanschauliche Prägungen schärft. Durch den Transfer von Forschungsergebnissen zur Integration religiöser Vielfalt und zum Zusammenhang zwischen Religion, Politik und Geschlechterordnung leistet der Forschungsverbund einen Beitrag zu den aktuellen gesellschaftspolitischen Debatten.

Die WWU unterstützt den Exzellenzcluster im Diversity Management, indem es die Rahmenbedingungen akademischer Karrieremöglichkeiten zu optimieren sucht. Die Querschnittsthemen Gleichstellung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Gesundheitsmanagement und Internationalisierung nimmt die Universität übergreifend in den Blick.

Als familienfreundliche Hochschule hält die Universität Münster die Gleichstellung der Geschlechter für ein zentrales strategisches Anliegen. Langfristiges Ziel der WWU ist es, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in allen Statusgruppen durchzusetzen, strukturelle Benachteiligungen abzubauen und die vorhandenen Fähigkeiten und Begabungen gleichermaßen zu nutzen. Die Leitlinien der Universität orientieren sich eng an den strukturellen und personellen Gleichstellungstandards der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), die eine durchgängige, transparente, kompetente, wettbewerbsfähige und zukunftsorientierte Gleichstellungspolitik einfordern, um der Qualitätssicherung in der Forschung Rechnung zu tragen. Die Gleichstellungsmaßnahmen der WWU erfüllen seit mehreren Jahren die höchste Stufe der von der DFG festgelegten Standards. Sie konzentrieren sich vor allem auf zwei Ziele: auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und auf die Förderung der akademischen Karriere von Frauen.