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Buch- und Bildkultur im Mittelalter

Audio Kogman Appel

Prof. Dr. Katrin Kogman-Appel

© ska

Über den Kulturaustausch zwischen Juden, Christen und Muslimen durch Buch und Bild im Mittelalter hat die Judaistin Prof. Dr. Katrin Kogman-Appel aus Israel in der öffentlichen Ringvorlesung „Transfer zwischen Religionen“ gesprochen. „Lange Zeit ging die Forschung der jüdischen Kultur davon aus, dass mitteleuropäische, also aschkenasische Juden im Mittelalter in kultureller Isolation lebten“, erläuterte die Wissenschaftlerin in der Veranstaltung des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ und des Centrums für religionsbezogene Studien (CRS). Solche Ansichten beruhten aber auf einer Reihe von Fehlschlüssen, sagte die Judaistin.

Vortrag „Buchkultur und Bildkultur in der mittelalterlichen jüdischen Gesellschaft: Kulturaustausch zwischen Christen, Juden und Muslimen“

Die Themen der öffentlichen Reihe, die der Exzellenzcluster und das Centrum für religionsbezogene Studien (CRS) im Sommersemester 2015 organisiert, reichen von multi-religiösen Identitäten in modernen pluralen Gesellschaften über den Transfer in der regulierten Religionsvielfalt Chinas bis zum christlich-muslimischen Dialog im Nahen Osten. Auf dem Programm stehen auch der Reliquientransfer zwischen dem östlichen und dem westlichen Christentum und das gemeinsame Erbe von Philosophie und Wissenschaft in Judentum, Christentum und Islam. Erörtert werden auch die christliche Kabbala, Wechselwirkungen zwischen dem Buddhismus und anderen indischen Religionen sowie die Rezeption hinduistischer Konzepte im Westen und umgekehrt. Vertreten sind die Fächer Religionswissenschaft, Byzantinistik, Indologie, Islamwissenschaft, Judaistik, Sinologie, Theologie und Philosophie. Am Exzellenzcluster werden Transfer-Phänomene seit 2012 im Forschungsfeld „Integration“ untersucht.

Mehr Informationen zum Vortrag vom 5. Mai 2015 finden sich auf der Website des Exzellenzclusters. Journalisten können sich bei Interesse an sendefähigen O-Tönen an das Zentrum für Wissenschaftskommunikation unter der Telefonnummer +49 251/83-23376 oder per E-Mail an religionundpolitik@uni-muenster.de wenden.