Archiv der Kategorie: Allgemeines

Buchkritik: Andréa Belliger / David J. Krieger

Gesundheit 2.8„Gesundheit 2.0“ steht für die Möglichkeiten, die sich aus der Verbindung von Gesundheitsversorgung, E-Health und Web 2.0 ergeben. (Der Terminus Health 2.0 hat seinen Ursprung im Artikel von D. Giustini: How Web 2.0 is changing medicine: Editorial. In: British Medical Journal. 2006, 333:1283-1284, hier) Gesundheit 2.0 ist die Gesundheitsversorgung von morgen, in der Ärzte und Patienten die Behandlung gemeinsam und gleichberechtigt planen. Solcherart lässt sich Gesundheit 2.0 als „partizipative Gesundheitsversorgung“ verstehen.

Die Autoren – die das Institut für Kommunikation & Führung in Luzern leiten – stellen die Fragen: Wie sieht der Umgang mit Gesundheit und Krankheit in einer vernetzten Gesellschaft aus? Welche Veränderungen im Gesundheitswesen zeigen sich bereits?

Das Buch richtet sich an Patienten und ihre Angehörigen, an Ärzte und Pflegefachleute, an Praktiker/-innen in der Heim- und Krankenhausverwaltung, im Gesundheitsmanagement, in der Pharmaindustrie und in der Medizintechnik. Das Spektrum der Themen reicht von offener Kommunikation, Transparenz und Partizipation über elektronische Gesundheitsdossiers und medizinische Gesundheitsdaten bis hin zu Online-Patienten-Communities, Telemedizin oder eBeratung.

Das Buch Gesundheit 2.0 von Andréa Belliger und David J. Krieger findet sich in der ZB Medizin unter der Signatur W 84.7 14/7

Foto: © transcript Verlag

Tag des wissenschaftlichen Nachwuchses 2014

Am 02.07.2014 findet der Tag des wissenschaftlichen Nachwuchses statt, gemeinsam gestaltet vom Graduate Centre der WWU und smartNETWORK. Behandelt werden zwei wichtige Themen rund um die Promotion: vormittags finden Veranstaltungen und Workshops zum Thema „Internationalisierung der Promotion: Akademischer Modetrend oder wissenschaftliches Essential?“ statt. Nach einem Mittagsimbiss wird in einer Keynote die besondere Kommunikationssituation zwischen Promovierender/Promovierenden und BetreuerIn in den Blick genommen, und nachmittags finden weitere Workshops zum Thema „Belange, Bedürfnisse, Bedarfe – Meine Interessen als DoktorandIn an der WWU vertreten.“

Die Einladung und das ausführliche Programm finden Sie hier.

Buchkritik: Bernhard Albrecht

Patient meines LebensEs geht in diesem Buch um die ärztliche Kunst, also weit mehr als evidence-based medicine und Leitlinien auch nur im Ansatz vermögen. Bernhard Albrecht, der Autor, ausgebildeter Arzt, heuer eher journalistisch unterwegs, erzählt in seinem Buch neun Fallgeschichten, die alle durch ein besonderes Patienten–Arzt–Verhältnis sich kennzeichnen. Es sind keine schönen Geschichten.

Da ist der Inder, der versucht mittels Backofenreiniger sich zu suizidieren, die Speiseröhre nebst Luftröhre sich verätzt. Extrakorporal wird im Bioreaktor eine neue Luftröhre gezüchtet und implantiert, erstmalig in dieser Form. Der junge Mann suizidiert sich später. Da ist der junge Mann, der mit einer Körperkerntemperatur von 17° Grad gefunden wird, keinerlei vitale Reaktionen mehr aufweist, jedoch ins Leben zurückgeholt wird, doch durch auftretende Komplikationen Wochen später stirbt. Da ist die Frühgeburt in der 22. Schwangerschaftswoche von Zwillingen, von denen eines überlebt, als jüngstes Frühchen Europas. In der Schweiz oder den Niederlanden wären sie unter Spätabort verbucht worden … und da ist die Fallgeschichte ‚Schmerz‘.

Nach 14 Jahren trifft eine erkrankte Frau erstmalig auf einen Schmerztherapeuten. „Bis heute ist die Schmerztherapie ein Stiefkind der Medizin“. Der Arzt versucht einiges bis hin zu Morphin, und weiteren Opiaten, bis hin zu Fentanyl, dessen „schmerzstillende Potenz beträgt das 120-fache des Morphins“. Aber nichts hilft, bis er dann auf einem Kongreß vom Cannabis-Einsatz in der Schmerztherapie hört. Das erste in Deutschland hergestellte Cannabis-Präparat namens Dronabinol verordnete der Arzt daraufhin seiner Patientin. Sie wurde schmerzfrei. Allerdings bekam der Arzt in Folge Regressforderungen von seiner Krankenkasse, denn obwohl die Bundesopiumstelle bereits 1998 den Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol) der Hanfpflanze als „verschreibungsfähig“ erklärt hatte, also die Rezeptierung straffrei ist, so gibt es keine Krankheit, für die THC offiziell indiziert ist, keine Krankenkasse darob verpflichtet ist, die Kosten zu tragen.

Angesichts dieser kranken Geschichte wird klar, wie eigentlich bei all diesen auch medizinisch fundiert erzählten Geschichten der Sammlung, es braucht Ärzte mit Weitblick, die das individuelle Leid zum Abklingen bringen.

Das Buch Patient meines Lebens von Bernhard Albrecht findet sich in der ZB Medizin unter der Signatur W 21 13/2

Foto: © Droemer Knaur

Gerhard Domagk – Pathologe. Nobelpreisträger. Visionär.

"Domagk Bibliografie"2014 jährt sich Domagks Nobelpreisverleihung für Prontosil zum 75. Mal – Domagk ist bis heute der einzige Nobelpreispreisträger der WWU. Sein Todestag wiederholt sich in diesem Jahr zum 50. Mal und das Institut für Pathologie trägt seit nunmehr 30 Jahren seinen Namen.

In Zusammenarbeit mit der Medizinischen Fakultät der WWU, dem Gerhard-Domagk-Institut für Pathologie, unterstützt durch seinen Enkel Prof. Dirk Domagk und die Bayer AG, ist ihm eine Veranstaltungsreihe gewidmet.

1932 hatte Gerhard Domagk [1895-1964], der an der Universität Münster Professor war, das erste Antibiotikum entwickelt, wofür er 1939 den Nobelpreis für Medizin erhielt.

„Die Bibliografie Gerhard Domagks“ ist der Titel der Dauerausstellung (24.April bis 31.Oktober) in der Zweigbibliothek Medizin, die eine Auswahl von Werken von und über Gerhard Domagk, historischen Fotos als auch einen Walt Disney Comic des Jahres 1944, der sich mit der Entdeckung und Vermarktung der Sulfanamide beschäftigt, bietet.

Buchkritik: Fritz Zorn

Der Autor Fritz Zorn (ein Pseudonym) hinterliess ein Buch mit dem Titel ‚Mars‘, erschienen 1977. In seiner Einleitung schreibt Adolf Muschg, Krebs sei eine „Krankheit in Anführungsstrichen“ und „ein asozialer Prozess der biologischen Norm“. Der im Alter von 32 Jahren verstorbene Fritz Zorn schreibt, „dass die Schäden, die durch eine falsche Erziehung hervorgerufen worden sind, so gross werden können, dass sie in ihren extremsten Formen (wie das nun bei mir der Fall zu sein scheint), sich auch als neurotisch bedingte Krankheiten, zum Beispiel Krebs, manifestieren können.“

Den Tumor am Hals bezeichnet er als „verschluckte Tränen“, was an die Sprechweise des Es, wie Georg Groddeck es sah, gemahnt: „Es versteht sich von selbst, dass das Es, wenn es mit einfachen Mitteln seine Ziele nicht erreicht (…) zu Kehlkopfgeschwüren, zum Krebs greift.“ Die Diskrepanz zwischen Innen und Aussen und der Wahnsinn der Normalität. Und wenn der Krebs als „Granit der materiellen Vorgänge“ (Viktor von Weizsäcker) aufgelöst wird und wir beginnen dem Gedächtnis der Natur, den „morphischen Resonanzfeldern“ (Rupert Sheldrake), zu lauschen? Alexander Solschenizyn (Nobelpreis für Literatur 1970) auf die Frage, wie er so unheilbar erkrankt (‚Krebsstation‘) habe überleben können, gegenfragt, wer denn sonst die Bücher hätte schreiben sollen, die er noch schreiben hat müssen…

Fritz Zorn schliesst sein Buch mit dem Satz „Ich erkläre mich als im Zustand des totalen Krieges.“ Nur blanke Wut in Worte gegossen, verstehbar, und umso unerträglicher dieses Dokument eines Menschen, dem es nicht gelungen ist sich zu erreichen, wo alles Krankheit zum Tode ist. Was bleibt sind zwei anonyme Daten auf einem Stein und ein Buch. Fritz Zorn (eigentlich Fritz Angst) erfuhr einen Tag vor seinem Tod von der Annahme seiner Aufzeichnungen zur Veröffentlichung.

Das Buch Mars von Fritz Zorn finden Sie unter der Signatur WZ 305.R/33 in der Zweigbibliothek Medizin.

Foto: © Fischer Verlag

Ventilatoren eingetroffen!

Nun könnte der Sommer kommen! Wenn er nicht schon so massiv da wäre… Die ZB Med hat keine Kosten und Mühen gescheut, um unseren Benutzern vor Ort das Lernen und Arbeiten so angenehm wie möglich zu machen, und 10 neue Ventilatoren angeschafft (eine – wenigstens – teilweise Klimatisierung wurde ja leider nicht genehmigt). Diese sind heute in der Bibliothek eingetroffen und befinden sich auf dem Weg in den Benutzungsbereich, nachdem sie von fleissigen Bibliothekarshänden flink zusammengebaut wurden.

Wir danken Südkorea für die preiswerte Produktion und der Beschaffungsstelle des UKM für die schnelle Lieferung…

Deutschlandweite Umfrage zu Informationsbedürfnissen von Wissenschaftlern

Die ZB MED – Deutsche Zentralbibliothek für Medizin. Gesundheit. Ernährung. Umwelt. Agrar. bittet um Verbreitung der folgenden deutschlandweiten Umfrage:

Um unserem Auftrag besser gerecht zu werden – der bundesweiten Versorgung mit Literatur und Informationen in unseren Fachgebieten – führen wir eine Befragung unter den aktuellen und potenziellen Nutzerinnen und Nutzern unserer Dienstleistungsangebote durch. Dazu gehören vor allem die in diesen Fachgebieten forschenden Institutionen und Einrichtungen, die für den Forschungsprozess Informationen bereitstellen. Zu diesem Zweck haben wir einen Online-Fragebogen bereitgestellt.

https://www.soscisurvey.de/ZB2013/

Diese Befragung wird selbstverständlich anonym durchgeführt.


Die „ZB MED – Deutsche Zentralbibliothek für Medizin. Gesundheit. Ernährung. Umwelt. Agrar.“ ist eine Einrichtung der Forschungsinfrastruktur. Unser Ziel ist es, unsere Dienstleistungen an den Bedürfnissen unserer Nutzerinnen und Nutzer auszurichten, insbesondere im Bereich der Unterstützung von Forschungsprozessen.

Die Umfrage wird vom Bundesministerium für Gesundheit und vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen mit initiiert und bitten, diese zu unterstützen.

Blog Aktuelles: Wir stellen gerade auf UTF-8 um

Bitte nicht über fremde Zeichen, falsch umgesetzte Umlaute oder fehlende Tags wundern, wir stellen den Blog gerade von ISO-8859-1 auf UTF-8 um. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

# aktuelles_posts Tabelle manuell mit Editor geändert
# mit phpmyadmin auf UTF8_general umgestellt
# Blog/Settings/reading -> UTF-8
# wp-config.php -> UTF-8

und: voila, es funktioniert!

* Tag-Anzeige und Related Posts mit Plugin Simple Tags funktioniert nicht mehr, kann aber auch an Upgrade auf 2.2 liegen (bekannte Probleme mit WP 3.4.1)

Neues Online-Lehrbuch: Speckmann Physiologie

Physiologie

Autoren: Speckmann, E.-J., Hescheler, J., Köhling, R.
5. Auflage 2008
ISBN 9783437413186
Seiten 924
Elsevier-Verlag

Physiologie – ein abstraktes und praxisfernes Fach? Wer mit der neuen Auflage des “Speckmann“ (vormals Deetjen) lernt, versteht sofort, wozu man Physiologie lernt: Für die Patienten und die Klinik! Die 5. Auflage enthält das komplette Physiologie-Wissen über den GK hinaus und ist auf die Anforderungen der aktuellen AO ausgerichtet:

Patientenfälle am Anfang jedes Kapitels, zahlreiche Klinik-Kästen in den Kapiteln
Fragen am Ende jedes Kapitels
inkl. fächerübergreifender Randbereiche (Psychophysiologie, Ernährungswissenschaften)


Ihnen stehen ab sofort 5 Lehrbücher von Elsevier, Urban & Fischer zur Verfügung. Nach (kostenloser) Registrierung kann man Lesezeichen setzen, Notizen einfügen, per Copy&Paste Teile herauskopieren oder Seiten ausdrucken. Im OPAC, dem Buchkatalog der Universitätsbibliothek, kann gezielt nach Online-Büchern gesucht werden. Zugänglich sind diese Bücher nur im Hochschulnetz der Universität.„>Hochschulnetz der Universität.

Neues Online-Buch: Autoimmunerkrankungen in der Neurologie

Autoimmunerkrankungen in der Neurologie: Diagnostik und Therapie

Martin Stangel, Mathias Mäurer
277 Seiten, Springer 2012
ISBN-10: 3642204767

Kaum ein Gebiet der klinischen Neurologie entwickelt sich so dynamisch wie die Neuroimmunologie. Neue, effiziente Immunmodulatoren und immunsuppressive Medikamente wurden entwickelt, die viele neuroimmunologische Erkrankungen heute gut therapierbar machen.

Dieses Praxisbuch vermittelt zum einen die Kenntnis der aktuellen diagnostischen und therapeutischen Strategien primärer neuroimmunologischer Krankheitsbilder, die vor allem für den klinisch tätigen Neurologen von Bedeutung sind. Zum anderen gehen die Autoren ausführlich auf die neurologischen Manifestationen internistischer autoimmuner Systemerkrankungen ein.

Das Hauptaugenmerk des Werks liegt auf den Diagnose- und Therapieanweisungen, die unmittelbar umsetzbar sind. Das interdisziplinäre Autorenteam unter der Federführung von zwei Neuroimmunologen berücksichtigt die maßgeblichen Studien zum Thema und bietet neuroimmunologisches Hintergrundwissen dort, wo es für die praktische Anwendung aufgerufen werden muss.


Alle 1.100+ medizinischen Springer e-Books finden Sie unter dieser Adresse. Im OPAC, dem Buchkatalog der Universitätsbibliothek, kann man gezielt nach Online-Büchern suchen. Die Bibliothek hat die Lehrbücher unter den obigen Titeln der Liste aller Online-Lehrbücher hinzugefügt. Zugänglich sind diese Bücher nur im Hochschulnetz der Universität.

Neues Online-Buch: Handbuch der Psychopharmakotherapie

Handbuch der Psychopharmakotherapie

Gerhard Gründer, Otto Benkert
1260 Seiten, Springer 2. Auflage 2011
ISBN-10: 3642198430

DAS Handbuch für die Psychopharmakotherapie in Neuauflage. Nach dem großen Erfolg der ersten Auflage präsentieren Herausgeber und Autoren eine komplett überarbeitete und aktualisierte Neuauflage. In diesem Grundlagenwerk sind wieder die pharmakologischen, neurobiologischen und klinischen Grundlagen übersichtlich verzahnt, denn die medikamentöse Behandlung psychiatrischer Erkrankungen erfordert heute nicht nur Kenntnisse zu Wechselwirkungen, Nebenwirkungen und Kontraindikationen der eingesetzten Arzneimittel. Für eine erfolgreiche Psychopharmakotherapie ist ebenso grundlegendes Wissen zur Neurobiologie der zugrundeliegenden Funktionsstörungen sowie ein Verständnis der Wirkmechanismen der Medikamente unerlässlich. Jeder Interessierte der Psychopharmakotherapie kann seinen „Einstieg“ finden, jeder Experte kann sein Wissen abgleichen und vertiefen.


Alle 1.100+ medizinischen Springer e-Books finden Sie unter dieser Adresse. Im OPAC, dem Buchkatalog der Universitätsbibliothek, kann man gezielt nach Online-Büchern suchen. Die Bibliothek hat die Lehrbücher unter den obigen Titeln der Liste aller Online-Lehrbücher hinzugefügt. Zugänglich sind diese Bücher nur im Hochschulnetz der Universität.