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- Lehrende/r: Ralf Gleser
- Lehrende/r: Marco Schöller
„Seit Thukydides seine Geschichte schrieb, steht es für immer fest, daß jeder Anspruch auf Zivilisation in den Kot getreten wird, sobald der Todesengel in die Trompete stößt.“ (George Bernard Shaw, Vorwort zu Haus Herzenstod)
Kriege können als kollektive Wundmale begriffen werden. Wundmale, die anzeigen, wie das gesellschaftliche Zusammenleben gewaltvoll zerrissen wurde. Sie stellen zudem eine Warnung dar an nachfolgende Generationen, den Gang in die Katastrophe nicht zu wiederholen. Obwohl der Preis, den die Menschen durch Kriege zu zahlen haben, immens hoch ist (Traumata, Ressourcenverschwendung, Umwelt- und kulturelle Zerstörung), scheinen selbst (oder gerade?) ‚moderne‘ Gesellschaften nur wenig aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und (meist) ungewollt immer wieder neue Gewaltspiralen zu erzeugen. Die Kriegsgefahr scheint immer gegenwärtig. Jede Friedenszeit sei eigentlich eine Vorkriegszeit, so heißt es.
Um diese Zusammenhänge der Irrationalität begreifen zu können, ist zu beachten, dass Gesellschaften selbst in Friedenszeiten nicht gewaltlos sind. Zu sprechen sein wird darum auch über die Frage, inwieweit die Gewalt als konstitutives Element zum Funktionieren bürgerlich-kapitalistischer Gesellschaften beitragen hilft. Unter dem Eindruck eines gesellschaftlich erzeugten Drucks, das Dahinsterben von Menschen und menschlichen Glückschancen (Brückner) zu forcieren, interessieren uns vor allem diejenigen ausfindig zu machenden Faktoren, die aus dieser Alltagsnormalität der Gewalt heraus eine allumfassende Gewaltsituation des Krieges entstehen lässt.
Aus ganz unterschiedlichen Perspektiven der Soziologie, Sozialpsychologie, Philosophie, Literatur und Pädagogik wollen wir uns in diesem Seminar u. a. mit den Begriffspaaren „Aggressivität und Industriegesellschaft“ (Herbert Marcuse), „Sozialisation und strukturelle Gewalt“ (Klaus Horn), „Unmenschlichkeit als menschliche Konstante“ (Helmut Plessner) sowie „Staatsgewalt und Kapitalismus“ (Peter Brückner) beschäftigen.
Fragen zum Scheinerwerb werden in der ersten Sitzung geklärt.
- Lehrende/r: Kevin Rick Doß
- Lehrende/r: Philip Ebeling
- Lehrende/r: Nicolas Legewie
Nicht erst seit der Legalisierung von Cannabis ist vor allem die Jugend eine Lebensphase, in der Menschen mit der Entwicklungsaufgabe konfrontiert sind sich zu verschiedenen psychoaktiven Substanzen zu verhalten und einen Umgang mit ihnen zu entwickeln. Die Bandbreite an gesellschaftlich verfügbaren (il)legalen Substanzen hat sich inzwischen auch über digitale Angebote im Internet geweitet. Wie verhalten sich Kinder und Jugendliche aber zu diesen Trends? Nimmt der Konsum von Drogen zu? Welche Substanzen werden auf der Grundlage welcher sozialen Prozesse vor allem genutzt? Wie wird gesellschaftlich und (schul)politisch auf Drogenkonsum in der Kindheit und Jugendalter reagiert? Im Seminar analysieren wir auf der Grundlage der Soziologie abweichenden Verhaltens und der sozialwissenschaftlichen Drogenforschung aktuelle Entwicklungen im Umgang von Kindern und Jugendlichen mit Drogen und mögliche gesellschaftliche und (schul)politische Umgangsweisen mit diesen sozialen Praktiken.
- Lehrende/r: Björn Wendt
Im Rahmen des Seminars soll der Einsatz des Koordinationstrainings in verschiedenen Anwendungsfeldern (z.B. Kinder- und Jugendliche, Patienten, Spitzensportler und ältere Menschen) bearbeitet werden. In der Veranstaltung werden theoretische und praktische Aspekte eng miteinander verbunden. Verschiedene Teilstudienleistungen müssen erbracht werden.
Bitte beachten Sie:
Für die Seminare der Trainingswissenschaft existiert ein eigenes Wahlverfahren!
Eine alleinige Anmeldung in Quispos ist nicht ausreichend!
- Lehrende/r: Tanja Inga Janssen-Masmeier
Aus raumtechnischen Gründen auf 40 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl; Anmeldung erforderlich.
Dieses Seminar entspricht der LV 2 im Modul EW B9b der PO 21.
- Lehrende/r: Claudia Equit
- Lehrende/r: Luisa Röhrich
- Lehrende/r: Tomás Otero Casal
- Lehrende/r: Anna Siffert
- Lehrende/r: Erkan Binici
- Lehrende/r: Fahimah Ulfat
Kaum eine andere Branche hat in den letzten Jahren einen so großen Boom erlebt wie die Kreativ- und Kulturwirtschaft. Künstlerisch-kreative Berufe gelten als Spiegelbild sich vollziehender Transformationsprozesse von Erwerbsarbeit und werden doch in der soziologischen Arbeitsforschung nur unzureichend beleuchtet. In diesem Seminar möchten wir uns mit der Frage auseinandersetzen, welche Struktureigentümlichkeiten künstlerisch-kreativer Berufe zu dieser Vorreiterrolle führen. Wir sehen uns außerdem an, wie sich das besondere Spannungsfeld aus Kooperation und Konkurrenz in diesem Bereich zusammensetzt. Aus diesem Grund beschäftigen wir uns im ersten Teil des Seminars mit den Grundlagen der soziologischen Arbeitsforschung und gehen im zweiten Teil in eine exemplarische Analyse einzelner Teilsparten (Software/Games; Musikwirtschaft; Designwirtschaft u.a.) der Kreativ- und Kulturwirtschaft über.
- Lehrende/r: Tamara Schorge
- Lehrende/r: Janusz Wilden
Ur- und Frühgeschichte (Prähistorische Archäologie) ist die Wissenschaft über Kulturen der ältesten Vergangenheit. Sie zeigt Wege zum Verständnis von Gesellschaften auf, deren Traditionslinien zur Gegenwart nur noch schemenhaft zu rekonstruieren oder ganz abgerissen sind. Quellen dieser Wissenschaft sind die im Boden bei Ausgrabungen aufzufindenden materiellen Hinterlassenschaften der frühen Menschheit, die sie ordnet und deutet. Das Fach ist seit seinen Anfängen an der Schnittstelle von Natur- und Geisteswissenschaften positioniert. Dies verleiht seiner Methodologie, die Impulse der klassischen Naturwissenschaften, der empirischen Humanwissenschaften und der Historie zugleich empfängt, ein unverwechselbares Gepräge. Die Veranstaltung bietet eine prägnante Einführung in die Ur- und Frühgeschichtsforschung. Überblick: Allgemeine Annahmen und Ziele der Prähistorischen Archäologie; holistischer und partitiver Kulturbegriff; Archäologie und Geschichte; Erklären und Verstehen; Gegenstand, Raum und chronologischer Rahmen; Tendenzen der kulturgeschichtlichen Entwicklung; Forschungsgeschichte; Quellengewinnung: Prospektion, Ausgrabung, Dokumentation; Quellensystematik; Quellenkritik; Auswertung und Deutung; Klassifikation und Chorologie; Methoden der absoluten und relativen Chronologie; Geistes- und Naturwissenschaften in der Archäologie.
- Lehrende/r: Ralf Gleser
- Lehrende/r: Erkan Binici
- Lehrende/r: Fahimah Ulfat
In dieser Übung wird das Bewusstsein für die nonverbalen Anteile der Kommunikation geschärft. In praktischen Übungen wird die Wahrnehmung des Körpers und der Stimme trainiert und die eigene Körpersprache reflektiert. Darüber hinaus geht es um Themen wie Körpersprache und Status und den Einsatz der nonverbalen Signale in wichtigen Rede- und Gesprächssituationen. Literatur wird im Seminar bekannt gegeben.
- Lehrende/r: Heike Appel
Inhalt der Vorlesung (3 SWS):
Eigenschaften von Atomkernen, Kernmodelle, Radioaktiver Zerfall, Streuexperimente und Kernreaktionen, Beschleuniger, Wechselwirkung von Strahlung und Teilchen mit Materie, Detektoren, Symmetrien, Quantenzahlen und Erhaltunssätze, Quarkmodell und starke Wechselwirkung, schwache Wechselwirkung, Kernspaltung und -fusion, bildgebende Verfahren in der Medizin
Am 14.11.2024 findet die Vorlesung im Rahmen des Hochschultags 2024 statt.
Contents:
Properties of nuclei, nuclear models, radioactive decays, scattering experiments and nuclear reactions, accelerators, interaction of radiation an particles with matter, detectors, symmetries, quantum numbers and conservation laws, constituent quark model and strong interaction, nuclear fission and fusion, imaging methods in medical science.
- Lehrende/r: Alexander Kappes
Inhalt:
Bausteine des Standardmodells, Bedeutung von Symmetrien, schwache und starke Wechselwirkung: Lokale Eichinvarianz, Feynman-Regeln, schwache Wechselwirkung, Entdeckung der W- und Z-Bosonen, Vereinheitlichung der elektromagnetischen und schwachen Wechselwirkung, CP-Verletzung, Higgs-Mechanismus und Entdeckung eines Higgs-Bosons. Starke Wechselwirkung, Quark-Gluon-Plasma, moderne Detektoren und Elektronik in der Kern- und (Astro)Teilchenphysik.
Description:
Building blocks of the Standard Model, Importance of symmetries, weak and strong interaction: local gauge invariance, Feynman rules, weak interaction, discovery of W and Z bosons, unification of electromagnetism and weak interaction, CP violation, Higgs mechanism and discovery of a Higgs boson. Strong interaction, quark gluon plasma, modern detectors and electronics in nuclear and (astro)particle physics.
- Lehrende/r: Anton Andronic
- Lehrende/r: Denise Aparecida Moreira de Godoy
- Lehrende/r: Johannes Branahl
- Lehrende/r: Katharina Sichma
- Lehrende/r: Markus Lappe
- Lehrende/r: Lisa Birk
- Lehrende/r: Daniel Frischemeier
Die Vorlesung führt historisch und systematisch in die Kulturphilosophie und die philosophische Ästhetik ein. Dabei geht es u.a. um die folgenden Themen:
- Begriffe der Kultur; Artefakte und Mentefakte; Kultur und Technik; Theorien der Kulturentstehung.
- Zum Verstehen von Artefakten, Zeichen und anderen Sinngebilden.
- Aufgaben einer Philosophie der Kultur; Kulturphilosophie und Kulturwissenschaften.
- Entstehung der philosophischen Ästhetik: Konkurrierende Theorien.
Ästhetische Begriffe, Urteile und Argumentationen.
- Lehrende/r: Oliver Robert Scholz
- Lehrende/r: Tanja Uekötter
- Lehrende/r: Recep Aktas
- Lehrende/r: David Fastlabend
- Lehrende/r: Mouhanad Khorchide
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen
• motorische Tests kennenlernen und kritisch hinterfragen, ihre eigenen motorischen Fähigkeiten einschätzen und einen motorischen Test erfolgreich absolvieren.
• ihren eigenen und fremde Körper bewusst wahrnehmen.
• physikalischen, biologischen und kulturellen Grundlagen und Ausdrucksformen des Körpers verstehen.
• in ausgewählten sportmotorischen Fähigkeiten Komponenten sportlicher Leistung kennenlernen.
• grundlegende sportliche Bewegungsformen und deren Vermittlungswege erfahren und reflektieren.
• Formen eines gesundheitsförderlichen Umgangs mit dem Körper kennenlernen.
Literatur: Güllich, A. & Krüger, M. (Hrsg.). (2013). Sport. Das Lehrbuch für das Sportstudium. Berlin: Springer.
- Lehrende/r: André Schwarze
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen
• motorische Tests kennenlernen und kritisch hinterfragen, ihre eigenen motorischen Fähigkeiten einschätzen und einen motorischen Test erfolgreich absolvieren.
• ihren eigenen und fremde Körper bewusst wahrnehmen.
• physikalischen, biologischen und kulturellen Grundlagen und Ausdrucksformen des Körpers verstehen.
• in ausgewählten sportmotorischen Fähigkeiten Komponenten sportlicher Leistung kennenlernen.
• grundlegende sportliche Bewegungsformen und deren Vermittlungswege erfahren und reflektieren.
• Formen eines gesundheitsförderlichen Umgangs mit dem Körper kennenlernen.
Literatur: Güllich, A. & Krüger, M. (Hrsg.). (2013). Sport. Das Lehrbuch für das Sportstudium. Berlin: Springer.
- Lehrende/r: Markus Jürgens
- Lehrende/r: Dina El Omari
- Lehrende/r: Jan David Schmidt
Was haben Menschen im 19. Jahrhundert gelesen, die sich keine Bücher leisten konnten und keinen Zugang zu Buchhandlungen hatten? Hatten Menschen, die nicht oder kaum lesen konnten, dennoch Berührungspunkte mit Literatur? Wie sehen populäre Literaturformen im 19. Jahrhundert aus? Erzählt populäre Literatur andere Geschichten als die Literatur, die als ‚hohe Kunst‘ anerkannt wurde und in den Literaturkanon eingegangen ist? Welche Rolle spielen die Distribution und die Medialität der Gegenstände für die Rezeption? Welche Unterschiede und Überschneidungen gibt es zwischen Kanon und Kolportage?
Diesen und weiteren Fragen werden wir im Seminar anhand von ausgewählten Textbeispielen nachgehen. Lesen und diskutieren werden wir Kleindrucke aus dem 19. Jahrhundert, die manchmal auch als ‚Groschenheftchen‘ bezeichnet werden und die zum Beispiel Liebes-, Mord- und Kriminalgeschichten enthalten. Diese Beispiele populärer Literatur werden wir – ausgehend von stofflichen und thematischen Überschneidungen - mit Beispielen der sogenannten ‚Höhenkamm-Literatur‘ zusammenführen, um die Spezifik der Erzählformen sowie mögliche Schnittmengen und Unterschiede zu erarbeiten.
Die Arbeitsweise im Seminar wird sich am Konzept des Forschenden Lernens orientieren. Die Teilnahme erfordert daher die Bereitschaft zum eigenständigen und kooperativen Arbeiten mit literarischen Texten und historischen Drucken (im Digitalisat). Mit historischen Drucken zu arbeiten, bedeutet auch, dass Sie sich – sofern Sie damit bisher noch nicht vertraut sind – in das Lesen von Frakturschrift einarbeiten müssen. (Keine Sorge: Es gibt Lesehilfen und es ist gut möglich, sich rasch ‚einzulesen‘.)
Content Note: Viele der historischen Texte, die in diesem Seminar gelesen werden, enthalten explizite Darstellungen von unterschiedlichen Gewaltformen.
- Lehrende/r: Katharina Grabbe
„Alle wollen Frieden; nur eben nicht unter allen Bedingungen.“ – Wer so spricht, der suggeriert, das Ziel des Friedens sei von allen erstrebt und für alle dasselbe, nur die Mittel, um Frieden zu erreichen, seien umstritten. Aber ist das wirklich so? Was ist denn eigentlich Frieden? Häufig wird Frieden mit dem Gegenbegriff Krieg komplementiert. Demnach wäre Frieden die Abwesenheit von Krieg. Aber ist das plausibel? Ist der Gegenbegriff zum Krieg nicht vielmehr der Waffenstillstand, aber kein Frieden? Was genau Frieden ist, scheint auf den zweiten Blick alles andere als klar zu sein. Es lohnt also nach wie vor, die philosophische Frage „Was ist Frieden?“ zu stellen. Das wollen wir in diesem Seminar im Ausgang von Kants berühmter Schrift tun.
Immanuel Kant (1724-1804) wählt für sein Spätwerk Zum ewigen Frieden. Ein philosophischer Entwurf (zunächst 1795, in 2., erweiterter Auflage 1796 publiziert) eine literarische Darstellung: In der Form eines fiktiven Friedensvertrages erläutert er in Präliminarartikeln, Definitivartikeln und einem geheimen Zusatzartikel die Vorbedingungen eines Friedens, der (ewige) Dauer haben kann. Wir werden anhand dieser Schrift die wichtigen Vorbedingungen eines erstrebenswerten Friedens diskutieren und mit geeigneten Zusatztexten zentrale Fragen und Probleme von Kants Schrift vertieft weiterverfolgen.
- Lehrende/r: Martin Hoffmann
- Lehrende/r: Matthias Casper
- Lehrende/r: Bernharde Herbert