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- Lehrende/r: David Benedikt Wirthmüller
Die Übung im Grundlagenmodul dient der Vertiefung grammatischer Kenntnisse und der Einführung in linguistische Analysemethoden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den grammatischen Kernbereichen Wort und Satz, die jeweils anhand verschiedener praktischer Übungen erschlossen werden.
- Lehrende/r: Katharina König
Obwohl es allgemein als Banalität gelten kann, dass es keinen Unterschied macht, ob ein Mann, Frau o. Ä. den Müll aus der Mülltonne abholt, ist Geschlecht in unserer Gesellschaft eine so wichtige wie kontroverse soziale Kategorie. Sprache ist auf vielfältige Weise mit der Kategorie Geschlecht verbunden; Geschlechter durchdringen geradezu das Deutsche. Das Seminar zeigt die zentrale Rolle auf, die sprachliche Strukturen des Deutschen bei der Gestaltung unserer Vorstellungen von Geschlecht und umgekehrt spielen. Anhand von alltäglichen Fragen wie der, warum wir erkennen, ob wir mit einem Mann oder einer Frau telefonieren bis zur aktuellen Kontroverse um das Gendern und geschlechterneutrale Sprache gibt das Seminar einen Überblick über die Charakteristika, Zusammenhänge sowie Diskurse der in unserer sich rasch verändernden Welt zunehmend an sozialer Relevanz gewinnenden Beziehungen zwischen Sprache und Geschlecht und bietet Einblicke in linguistische Konzepte und Methoden ihrer Beschreibung und Erklärung. Dabei leitet das Seminar dezidiert dazu an, auf Grundlage reflektierter linguistischer Beobachtungen und Einschätzungen fundierte Meinungen mit Alltagsrelevanz auszubilden.
- Lehrende/r: Pepe Droste
Die Vorlesung stellt die Entwicklung der deutschen Wirtschaft seit der Mitte des 19. Jahrhunderts im Überblick dar. Die Vorlesung ist Grundlage für andere Lehrveranstaltungen im Bereich der Wirtschaftsgeschichte. Inhalt sind u. a.: Führungssektoren der Industrialisierung bis ca. 1870; Wirtschaftsentwicklung und ökonomische Institutionen im Kaiserreich; Wirtschaft im ersten Weltkrieg, Kriegsfolgen und Hyperinflation; Weltwirtschaftskrise; Wirtschaft im Nationalsozialismus und im Zweiten Weltkrieg; Die Goldenen Jahre der BRD bis 1975 und die Stagnation in Verbindung mit steigender Arbeitslosigkeit danach; Wirtschaftsentwicklung der DDR.
- Lehrende/r: Alexia Ibrahim
- Lehrende/r: Ulrich Pfister
- Lehrende/r: Nathalie Bauer
- Lehrende/r: Sabine Frilling
„Im Zusammenhang dieser Aufgaben berichtet die Deutsche Bischofskonferenz regelmäßig über die Maßnahmen zur Aufarbeitung und Aufklärung des sexuellen Missbrauchs in der Kirche, die damit verbundenen Maßnahmen zu dessen Prävention und Verhinderung in der Zukunft sowie die Schritte zur Einführung einer zeitgemäßen Straf- und Verwaltungsgerichtsbarkeit im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz.“
Ohne Zweifel ist das Kirchenrecht das geeignete Mittel zum Umgang mit sexualisierter Gewalt, hier insbesondere das kanonische Strafrecht, welches Papst Franziskus mit Geltung ab dem 8.12.2021 reformiert hat. In unterschiedlichen Medien wird eine Anpassung des Kirchenrechts an „rechtsstaatliche Standards“ gefordert und der sexualisierten Gewalt angemessen und zeitgemäß zu begegnen. Dies zeugt bisweilen von einer teilweisen Unkenntnis des kirchlichen Rechtssystems. Damit das Recht zur Geltung kommen kann, muss es auch vom Anwender appliziert werden. Rechtsstaatliche Standards entstammen fast gänzlich kirchlichen Rechtsprinzipien und seit 2001 ist der kirchliche Gesetzgeber bemüht die Regelungsdichte des Strafrechts zu erhöhen.
Welche strafrechtlichen Regelungen es von der Ahndung der Straftat in Bezug auf sexualisierte Gewalt, der Straftat der Nicht-Anwendung des Rechts, der Vertuschung, aber auch der notwendigen Prävention gibt, soll in diesem Seminar ausgehend von einer kirchlichen Strafrechtstheorie untersucht werden.
- Lehrende/r: Thomas Neumann
Die Römisch-katholische Kirche ist weltweit in einem Reformprozess. Papst Franziskus hat dazu eingeladen, zunächst auf nationaler, später auf kontinentaler und schließlich auf universaler Ebene einen Synodalen Prozess zu gestalten. In Deutschland ist die Bischofskonferenz zusammen mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken seit 2019 auf einem Synodalen Weg, der hohe Beachtung erfährt. In vier Foren werden die Themen Macht und Gewaltenteilung, Priesterliche Existenz, Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche sowie Liebe in gelingenden Beziehungen beraten.
Das Seminar vermittelt Einblicke in den Stand der Bemühungen um mehr Synodalität in der Römisch-katholischen Kirche. Bezüge zum 2. Vatikanischen Konzil (1962-65) und zur Würzburger Synode (1971-75) werden dargelegt. Als Vorsitzende des Frauen-Forums (zusammen mit Bischof Bode) kann ich authentisch Einblick in manche Vorgänge vermitteln.
Hinweis: www.synodalerweg.de eröffnet einen sehr guten Einblick in Anlass, Struktur und Inhalte der Beratungen auf dem Synodalen Weg
- Lehrende/r: Dorothea Sattler
Angesichts der steigenden Präsenz rechtspopulistischer Bewegungen und vermehrter Ausbrüche rassistischer Gewalt in Deutschland, in Europa und in der Welt, die jeweils auf historische Konzepte essentialisierter Ungleichheit zurückgreifen, um Forderungen nach ethnischer Homogenität zu erheben, wird das Master-Hauptseminar eine Globalgeschichte des Rassismus erarbeiten. Anhand der Achsen Wissen, Gewalt und Geschlecht zeigen wir auf, in welchen Formen sich Rassismus in globalem Kontext herausbildete, transformierte, radikalisierte und zur alltäglichen Praxis wurde. Dabei stehen die Betroffenen und Opfer rassistischer Ideologie und Gewalt besonders im Fokus der Analyse.
Dies erlaubt uns zum einen eine präzise Positionsbestimmung des Nationalsozialismus als zentralem Bestandteil der deutschen Zeitgeschichte – gerade im Vergleich mit anderen rassistischen Gewaltregimen und Gewaltpraxen des 20. Jahrhunderts. Zum anderen legen wir offen, in welchen Etappen der Rassismus im langen 20. Jahrhundert zur global wirksamen Legitimationsideologie von Ungleichheit avancieren konnte.
- Lehrende/r: Isabel Heinemann
Der konstruktive Journalismus ist ein recht junges Berichterstattungsmuster im Journalismus. Er ist vor allem aus der Kritik am herkömmlichen Journalismus entstanden, dem vorgeworfen wird, dass er durch den permanenten und allgegenwärtigen Negativismus in der Berichterstattung unerwünschte Folgen erzeugt: Das Publikum wird zynisch oder resigniert, statt sich gesellschaftlich zu engagieren. Der konstruktive Journalismus will deshalb nicht über nur Probleme berichten und sein Publikum damit allein lassen, sondern auch Lösungsansätze vorstellen, die wiederum konstruktiv diskutiert werden können.
Dem konstruktiven Journalismus liegt der Ansatz der positiven Psychologie zugrunde; demzufolge haben konstruktive Journalist*innen auch ein spezifisches Verständnis von ihrer professionellen Rolle. Die als Startups entstandenen Medienorgane verfolgen auch wirtschaftlich ein anderes Geschäftsmodell als große Teile des herkömmlichen Journalismus. Mittlerweile entwickelt sich das Berichterstattungsmuster so erfolgreich, dass es zu einem wichtigen Element der deutschen Medienlandschaft werden könnte.
Im Seminar soll dieses neue Berichterstattungsmuster von vielen Perspektiven beleuchtet und anhand von praktischen Beispielen (z.B. Perspective Daily, enorm) diskutiert werden. Um den Blickwinkel zu erweitern und den konstruktiven Journalismus in der Medienlandschaft einzuordnen, werden auch ähnliche Berichterstattungsmuster behandelt, die zum Teil schon länger bestehen (z.B. Friedensjournalismus).
Studienleistung: Referat oder Fallstudie
Prüfungsleistung: Hausarbeit (theoretisch oder anwendungsbezogen)
- Lehrende/r: Armin Scholl
- Lehrende/r: Julia Steinigeweg
Die Lehrveranstaltung setzt es sich zum Ziel, die Relevanz der Kontrastiven Linguistik für die Zweitspracherwerbsforschung aufzuzeigen. So bietet die Veranstaltung zum einen Einblicke in Methoden des Sprachvergleichs, zum anderen beschäftigt sie sich mit Zweitspracherwerbsstudien, die aufbauend auf kontrastiven Sprachanalysen crosslinguistische Einflüsse im Zweitspracherwerbsprozess untersuchen. Im Fokus stehen Arbeiten, die sich mit dem Zweitspracherwerb des Deutschen beschäftigen. Nach einer Einführungsphase werden im Seminar Projektgruppen gebildet, die selbständig eine sprachvergleichende Darstellung eines sprachlichen Phänomens erarbeiten und anhand von authentischen L2-Lernerdaten, die von der Seminarleitung zur Verfügung gestellt werden, die Rolle der Erstsprache beim Zweitspracherwerb untersuchen. Während dieser Gruppenarbeitsphase organisieren die Studierenden ihren Arbeitsprozess weitgehend selbständig. Zum Abschluss des Seminars werden die Projektergebnisse vorgestellt.
Literatur:
Krifka, Manfred; Blaszczak, Joanna; Leßmöllmann, Annette; Meinunger, André; Stiebels, Barbara; Tracy, Rosemarie &Truckenbrodt, Hubert (Hrsg.): Das mehrsprachige Klassenzimmer. Über die Muttersprachen unserer Schüler. Heidelberg: Springer VS.
Tekin, Özlem (2012): Grundlagen der Kontrastiven Linguistik in Theorie und Praxis. Tübingen: Stauffenburg.
- Lehrende/r: Johannes Donnermeyer
- Lehrende/r: Verena Wecker
Die Lehrveranstaltung setzt es sich zum Ziel, die Relevanz der Kontrastiven Linguistik für die Zweitspracherwerbsforschung aufzuzeigen. So bietet die Veranstaltung zum einen Einblicke in Methoden des Sprachvergleichs, zum anderen beschäftigt sie sich mit Zweitspracherwerbsstudien, die aufbauend auf kontrastiven Sprachanalysen crosslinguistische Einflüsse im Zweitspracherwerbsprozess untersuchen. Im Fokus stehen Arbeiten, die sich mit dem Zweitspracherwerb des Deutschen beschäftigen. Nach einer Einführungsphase werden im Seminar Projektgruppen gebildet, die selbständig eine sprachvergleichende Darstellung eines sprachlichen Phänomens erarbeiten und anhand von authentischen L2-Lernerdaten, die von der Seminarleitung zur Verfügung gestellt werden, die Rolle der Erstsprache beim Zweitspracherwerb untersuchen. Während dieser Gruppenarbeitsphase organisieren die Studierenden ihren Arbeitsprozess weitgehend selbständig. Zum Abschluss des Seminars werden die Projektergebnisse vorgestellt.
Literatur:
Krifka, Manfred; Blaszczak, Joanna; Leßmöllmann, Annette; Meinunger, André; Stiebels, Barbara; Tracy, Rosemarie &Truckenbrodt, Hubert (Hrsg.): Das mehrsprachige Klassenzimmer. Über die Muttersprachen unserer Schüler. Heidelberg: Springer VS.
Tekin, Özlem (2012): Grundlagen der Kontrastiven Linguistik in Theorie und Praxis. Tübingen: Stauffenburg.
- Lehrende/r: Johannes Donnermeyer
- Lehrende/r: Verena Wecker
Im Rahmen der kontrastiven Linguistik werden synchrone Sprachenvergleiche vorgenommen. Das Ziel ist es, totale oder partielle Übereinstimmungen sowie Unterschiede zwischen Einzelsprachen festzustellen und zu beschreiben. Nicht selten hört man die Behauptung, das Spanische sei eine 'einfache' bzw. 'leicht zu erlernende' Sprache. Diese Aussage wollen wir überprüfen, indem wir das Spanische aus der Perspektive mehrerer sprachwissenschaftlicher Teildisziplinen betrachten und mit dem Deutschen (und gegebenenfalls auch mit anderen Sprachen) vergleichen.
Einführende Lektüre: Pöll, Bernhard (2012), "Vergleich ausgewählter Strukturen des Spanischen und des Deutschen", in: Born, Joachim/Folger, Robert/Laferl, Christopher F./Pöll, Bernhard (eds.), Handbuch Spanisch. Sprache, Literatur, Kultur, Geschichte in Spanien und Hispanoamerika. Für Studium, Lehre, Praxis, Berlin, Schmidt, 292-302. Das Passwort für das Learnweb erhalten Sie nach der Anmeldung.
Leistungsnachweis: Vertiefungsmodul (BA 2018 oder LABG 2009): Referat; Kompetenzmodul (BA 2018): Hausarbeit; Kompetenzmodul (LABG 2009): Referat und Hausarbeit. Für den Erwerb des Leistungsnachweises oder die Vorbereitung auf die MAP ist eine regelmäßige und aktive Teilnahme von Vorteil.
Anmeldung: nur per E-Mail (ablum@uni-muenster.de). Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, wie Sie das Seminar belegen wollen (vgl. oben).
- Lehrende/r: Andreas Blum
In diesem Seminar liegt der Fokus auf dem Bewegungsfeld Laufen, Springen, Werfen, das insbesondere in der Grundschule vielfältige Bewegungserfahrungen abseits einer klassischen, normorientierten Leichtathletik ermöglicht. Konkret geht es neben der Erarbeitung ausgewählter Disziplinen vor allem um die erfahrungsorientierte Erprobung von verschiedenen Themen im Rahmen eines differenzierten und motivierenden Konzepts, basierend auf der sogenannten Kinderleichtathletik des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV).
Nähere Informationen folgen per Mail bzw. über den Learnwebkurs, zu dem das Passwort zu gegebener Zeit noch mitgeteilt wird.
- Lehrende/r: Lorena Menze
Der Wortschatz ist in besonderer Weise vom sprachlichen Wandel betroffen. Dabei sind zwei verschiedene Perspektiven von Bedeutung: Zum einen entstehen ständig neue Wörter durch Wortbildung (z.B. Maskenpflicht) oder Entlehnung (z.B. Manager), zum anderen verändern Wörter im Laufe der Sprachgeschichte ihre Bedeutung (z.B. bedeutete schrecken im Mittelhochdeutschen noch 'springen'). Im Seminar sollen beide Perspektiven berücksichtigt werden. Im Anschluss an eine einführende Phase der theoretischen Fundierung und der Beschäftigung mit Einzelstudien zu verschiedenen Wortschatzbereichen sollen exemplarisch eigene Erkundungen vorgenommen werden.
- Lehrende/r: Christian Fischer-Bakker
Medien durchdringen überall unserer Gesellschaft, auch die Bereiche Politik, Wissenschaft und Sport. Das Seminar nimmt diese Entwicklung aus der Perspektive der Medialisierungsforschung auf und untersucht, wie sich Politik, Wissenschaft und Sport mit den Anforderungen der Medien auseinandersetzen. Dabei spielt auch die jeweilige strategische Kommunikation eine entscheidende Rolle. Das Seminar sucht nach Beispielen in Münster, insbesondere auch an der WWU, um mit die Medialisierung von Politik, Wirtschaft und Sport möglichst anschaulich analysieren zu können.
Literatur:
Birkner, T. (2021). Interaktion von Medien- und Politiksystem. In I. Borucki, K. Kleinen-von Königslöw, S. Marschall & T. Zerback (Hrsg.), Handbuch Politische Kommunikation. Wiesbaden: Springer VS. https://doi.org/10.1007/978-3-658-26242-6_7-1
Birkner, T. (2020). Mediatisierung und Medialisierung des Politischen als Rahmenbedingung der Unternehmenskommunikation. In P. Donges, U. Röttger & A. Zerfaß (Hrsg.), Handbuch Public Affairs. Wiesbaden: Springer Gabler. https://doi.org/10.1007/978-3-658-23391-4_10-1
Birkner, T. (2019). Medialisierung und Mediatisierung. 2., aktualisierte Auflage [Reihe Konzepte. Ansätze der Medien- und Kommunikationswissenschaft]. Baden-Baden: Nomos.
Birkner, T. & Nölleke, D. (2016). Soccer Players and Their Media-related Behavior: A Contribution on the Mediatization of Sports. Communication & Sport, 4(4), 367-384.
Marcinkowski, F. (2014). Mediatisation of politics: Reflections on the state of the concept. Javnost—The public, 21, 5–22.
Mazzoleni, G. (2017). Changes in Contemporary Communication Ecosystems Ask for a ‘New Look’ at the Concept of Mediatisation. Javnost - The Public 24 (2): 136–145.
Meyen, M. (2014). Medialisierung des deutschen Spitzensports. Eine Fallstudie zur Anpassung von sozialen Funktionssystemen an die Handlungslogik der Massenmedien. Medien & Kommunikationswissenschaft, 62, 377–394.
Nölleke, D. & Birkner, T. (2019). Bypassing traditional media by social media? Why and how professional volleyball players use platforms such as Facebook, Twitter, and Instagram. Studies in Communication and Media (SCM), 8(3), 287-310.
Nölleke, D., Scheu, A. & Birkner, T. (2020). The other side of mediatization: Expanding the concept of mediatization towards defensive adaptations to news media. Communication Theory. https://doi.org/10.1093/ct/qtaa011
Schäfer, Mike S. (2014). The Media in the Labs, and the Labs in the Media: what we Know about the Mediatization of Science. In K. Lundby (Hrsg.), Mediatization of Communication (S. 571–593). Berlin/Boston: de Gruyter.
Scheu, A. M. (2019a). Between offensive and defensive mediatization. An exploration of mediatization strategies of German science-policy stakeholders. JCOM, 18(3).
Scheu, A. M., Volpers, A.-M., Summ, A., Blöbaum, B. (2014). Medialization of Research Policy: Anticipation of and Adaption to Journalistic Logic. Science Communication, 36(6), 706–734.
Studienleistungen:
Referate
Prüfungsleistung:
Mündliche Prüfung
- Lehrende/r: Thomas Birkner
Im Seminar soll die grundsätzliche Frage, wie sich Vorstellungen und Leitbilder von Erziehung zu tatsächlichen Erziehungspraktiken verhalten, am Beispiel der Epoche nationalsozialistischer Herrschaft in Deutschland zwischen 1933 und 1945 behandelt werden. Gerade bei wissenschaftlichen und lebensweltlichen Urteilen über nationalsozialistischer Erziehung dürfen die Absichten und Programme von nationalsozialistischer Ideologie oder Erziehungstheorie nicht mit der Alltagswirklichkeit von Lernen und pädagogischem Handeln unter dem NS-Regime gleichgesetzt und verwechselt werden.
Das NS-System verstand sich selbst als „Erziehungsstaat“, der in umfassender Weise viele gesellschaftliche Handlungsfelder und Institutionen seinem einheitlichen Erziehungsanspruch unterworfen hat. Deshalb werden in der Lehrveranstaltung sowohl schulische (z.B. Lehrpläne, Unterrichtsformen, Lehrer-Schüler-Beziehungen) als auch außerschulische Erziehungsinstitutionen (politische und militärische Organisationen, Hitlerjugend, Bund deutscher Mädel) in ihrem Verhältnis zueinander thematisiert. Ideengeschichtliche Voraussetzungen und Traditionen der NS-Erziehung sollen ebenso berücksichtigt werden wie ihre Folgen und Wirkungen.
Diese Fragestellungen werden in der Veranstaltung sowohl an Hand von ausgewählten Quellen als auch mit Hilfe von bildungsgeschichtlichen Analysen untersucht. Gerahmt wird das Seminarthema von Deutungen der Theorie und Praxis von NS-Erziehung als Weg zu einer aktuell verantwortbaren Urteilsbildung über die NS-Vergangenheit in der deutschen Nachkriegszeit. Es soll im Seminar immer wieder methodisch abgewogen werden, welche erziehungswissenschaftlichen Schlüsse aus den Quellen, aus biographischen Erinnerungen und aus den Deutungen der Geschichtsschreibung über nationalsozialistische Erziehung als Kontrastfolie zu einer verantwortbaren Pädagogik der Mündigkeit gezogen werden können und müssen.
Zur Vor- und Nachbereitung der einzelnen Vorlesungsthemen werden für die teilnehmenden Studierenden in einem Reader und im Learnweb Texte und Quellen zur Verfügung gestellt werden.
Studienleistung und Prüfungsleistung: Die Studien- und Prüfungsleistungen in dieser Veranstaltung werden PO-konform angeboten. Welche Leistungen genau zu erbringen sind, wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.
Prüfungsleistung: Als benotete Modulabschlussprüfung (MAP) wird in der Regel eine schriftliche Präsentation angefertigt; sie besteht aus einem Referat mit Folienunterstützung und einer zehnseitigen Ausarbeitung. Wenn alle Referatthemen für die einzelnen Sitzungen vergeben sind, können auch mündliche Prüfungen gewählt werden.
- Lehrende/r: Hans-Joachim von Olberg
Namen sind Geschichtsquellen. Sie sind in einer mehr oder weniger fernen Vergangenheit entstanden und haben daher eine historische Dimension. Vor allem die landesgeschichtliche Forschung baut in vielen Bereichen auf namenkundlichen Ergebnissen auf. Allerdings geben Namen ihre geschichtliche Information nicht unmittelbar preis, sondern bedürfen der fundierten historisch-sprachwissenschaftlichen Analyse. Da vielen Historiker*innen aber dieses sprachgeschichtliche Handwerkszeug fehlt, will diese Übung die grundlegenden Fähigkeiten zur Erklärung von Namen vermitteln. Der regionale Bezug soll dabei auf Westfalen und damit dem niederdeutschen Sprachraum liegen. Besondere Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt.
- Lehrende/r: Christof Spannhoff
Das Seminar ergründet die auffällige zeitliche Parallele zwischen dem Übergang Deutschlands zum modernen Wirtschaftswachstum um 1880 und dem Aufbau des ersten Nationalstaats (des deutschen Reichs) zwischen den 1860er und den 1880er Jahren. Zusätzlich nehmen wir die wirtschaftlichen Folgen des ersten Globalisierungsschubs in den Blick, der Deutschland in den 1860er und 1870er traf. Allgemein führt damit das Seminar in Forschungen zu den Zusammenhängen zwischen Staatsbildung, Globalisierung und wirtschaftlicher Entwicklung ein. Das Seminar richtet sich an Studierende, die bereits über Grundkenntnisse im Bereich der Wirtschaftsgeschichte verfügen, besonders an solche im Master-Studium.
- Lehrende/r: Alexia Ibrahim
- Lehrende/r: Ulrich Pfister
Die Vorlesung bietet einen Überblick über Theorie und Geschichte der Novelle und positioniert die Gattung als eine europäische Erzählform. Von den italienischen Anfängen im 13. und 14. Jahrhundert (II Novellino, Boccaccios II Decameron) über Novellenzyklen in England, Spanien und Frankreich bis hin zu deutschen Exempelerzählungen in Barock und Aufklärung werden die Voraussetzungen der Entstehung einer spezifisch deutschen Novellentradition und der sie begleitenden theoretischen Konzeptionen im beginnenden 19. Jahrhundert verfolgt. Insbesondere im deutschsprachigen Realismus des 19. Jahrhunderts avanciert die Novelle dabei zur dominanten Erzählform, doch auch im 20. Jahrhundert bleibt sie – bis hin zu ihrem gegenwärtigen Revival im 21. Jahrhundert – eine prägende Gattung. Die Vorlesung wechselt zwischen literaturgeschichtlichen Überblicksdarstellungen und vertieften Einzelinterpretationen, in denen die individuellen Poetiken der Novellen nachgezeichnet werden.
Zur einführenden Lektüre empfohlen:
- Aust, Hugo: Novelle, 5. Aufl. Stuttgart/Weimar 2012,
- Füllmann, Rolf: Einführung in die Novelle, Darmstadt 2010,
- Rath, Wolfgang: Die Novelle. Konzept und Geschichte, 2. Aufl. Göttingen 2008,
- Wehle, Winfried/Thomé, Horst: „Novelle“, in: Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft, Bd. 2, hrsg. von Harald Fricke, Berlin/New York 2000, S. 725-731.
- Lehrende/r: Andreas Blödorn
- Lehrende/r: Niklas Lotz
Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Das Seminar 'Organisations- und Sozialisationsprozesse in Schule und Unterricht: Anforderungen, Wahrnehmungen und Grenzen' beleuchtet Aspekte der Schul- und Unterrichtsorganisation, der Professionalisierung und Professionalität von Lehrkraften sowie der Sozialisation in schulischen Kontexten. Aktuelle Problemstellen im deutschen Schulsystem dienen als Anker, um zum einen Bezüge zur erziehungswissenschaftlichen Forschung und zum anderen zur Mikroebene des Unterrichts herzustellen.
Eine Festlegung auf thematische Schwerpunkte erfolgt in der ersten Sitzung. Sie sind herzlich eingeladen, in der ersten Sitzung Themenvorschläge und -wünsche vorzustellen, denen wir uns zusätzlich und ergänzend widmen sollten. Eine intensive Auseinandersetzung mit der Grundlagenliteratur wird erwartet!
- Lehrende/r: Patrick Gollub
In diesem Seminar werden ausgehend vom Wissen der Studierenden über das orthographische System des Deutschen Aspekte des Erwerbs dieses Systems thematisiert. Der Fokus liegt dabei auf der Diagnose orthographischer Fähigkeiten. Nach der gemeinsamen Besprechung grundlegender Aspekte werden die Studierenden in Gruppen eigenständig Diagnosematerial zu verschiedenen orthographischen Phänomenen entwickeln und an einer kleinen Gruppe ausprobieren. Wesentliche Lernziele dieses Seminars sind, über grundlegendes Wissen über Prozesse des Schriftspracherwerbs zu verfügen, gängige Diagnoseinstrumente kritisch diskutieren zu können und nach bestimmten Prinzipien selbst Diagnosematerial erstellen zu können.
Literatur:
Bredel, U., Fuhrhop, N. & Noack, C. (2017): Wie Kinder lesen und schreiben lernen. 2., überarb. Aufl. Tübingen: Narr Francke Attempto.
- Lehrende/r: Johannes Donnermeyer
- Lehrende/r: Verena Wecker
In diesem Seminar werden ausgehend vom Wissen der Studierenden über das orthographische System des Deutschen Aspekte des Erwerbs dieses Systems thematisiert. Der Fokus liegt dabei auf der Diagnose orthographischer Fähigkeiten. Nach der gemeinsamen Besprechung grundlegender Aspekte werden die Studierenden in Gruppen eigenständig Diagnosematerial zu verschiedenen orthographischen Phänomenen entwickeln und an einer kleinen Gruppe ausprobieren. Wesentliche Lernziele dieses Seminars sind, über grundlegendes Wissen über Prozesse des Schriftspracherwerbs zu verfügen, gängige Diagnoseinstrumente kritisch diskutieren zu können und nach bestimmten Prinzipien selbst Diagnosematerial erstellen zu können.
Literatur:
Bredel, U., Fuhrhop, N. & Noack, C. (2017): Wie Kinder lesen und schreiben lernen. 2., überarb. Aufl. Tübingen: Narr Francke Attempto.
- Lehrende/r: Johannes Donnermeyer
- Lehrende/r: Verena Wecker
Die Frage nach der Entstehung Deutschlands auf der einen und dem Werden Frankreichs auf der auf der anderen Seite wird seit jeher von der Historiographie und ihrem Publikum mit besonderer Aufmerksamkeit bedacht. Im Zuge des anhaltenden intensiven geschichtswissenschaftlichen Interesses an diesem Prozess sind in den letzten Jahren vielfach neue Fragestellungen und Methoden erprobt und dadurch auch bislang stumme Quellen zum Sprechen gebracht worden. Am Beispiel der Herrschaftsausübung durch die frühmittelalterlichen Königsdynastien der Karolinger, Robertiner/Kapetinger und Ottonen soll mit Hilfe von urkundlichen, historiographischen, bildlichen und liturgischen Quellen sowohl in zentrale Themenbereiche der mittelalterlichen Geschichte als auch in grundlegende Arbeitstechniken, Methoden und Hilfsmittel der Mediävistik eingeführt werden.
- Lehrende/r: Wolfgang Wagner
Eine gute Aussprache ist eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Kommunikation. Im Mittelpunkt des Aussprachetrainings stehen daher die besonderen Ausspracheschwierigkeiten von Deutschlernern beim Erwerb des Deutschen. Es werden phonetische Regeln vermittelt, die dann in Hör- und Sprechübungen ihre Anwendung finden. Übungen im „Freien Sprechen“ sowie das Lesen und Vortragen von Texten bilden dabei den zentralen Aspekt des Sprechtrainings.
- Lehrende/r: Ulrich Wannagat
Das Forschungsfeld Queer History ist international längst etabliert, wird aber von der deutschen Geschichtswissenschaft kaum wahrgenommen. Queer History umfasst Studien, die den Wandel sexueller Subjektivitäten, Praktiken und Diskurse seit 1945 bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts untersuchen und die Bedeutung nicht-normativer Sexualitäten und Geschlechter für die Produktion sexueller Normen herausstellen. Im Mittelpunkt steht damit die Geschichte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transpersonen und intersexuellen Menschen (LSBTI) und darüber hinaus von nicht-normativen Sexualitäten und Geschlechtern. Im Seminar wird zudem ein besonderes Jubiläum zum Anlass genommen, um zeithistorische Debatten zu thematisieren. Denn lange vor dem ersten offiziellen CSD in Deutschland fand im April 1972 in Münster die erste lesbisch-schwule Demonstration statt. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, Queer History mit Lokal- und Regionalgeschichte zu verbinden und zu diskutieren.
Studienleistungen sind regelmäßige aktive Mitarbeit (mündlich in der Veranstaltung oder in Arbeitsgruppen bzw. schriftlich in unterschiedlichen Formaten auf der Grundlage von Forschungsliteratur, die während des Seminars gelesen wird) und (ab 3 CP) die Abfassung einer schriftlichen Hausarbeit.
- Lehrende/r: Claudia Kemper
- Lehrende/r: Julia Paulus
Ziel der Lektüreübung ist es, ausgewählte Quellentexte zum Themenkomplex „deutsch-polnische Nachbarschaft in der frühen Neuzeit“ im jeweiligen (lateinischen, deutschen, polnischen) Original zu lesen und zu interpretieren und auf diese Weise den Umgang mit frühneuzeitlichen Quellentexten exemplarisch einzuüben. Die konkrete Arbeit erfolgt in hybrider Form, d.h. in einer Mischung aus gemeinsamer Lektüre- und Interpretationsarbeit in Präsenz und intensiver schriftlicher online-Arbeit an den Quellentexten.
- Lehrende/r: Eduard Mühle
In diesem Seminar wird es darum gehen aus unterschiedlichen Perspektiven die Unterrichtssituation an deutschen Schulen zu diskutieren. Es wird darum gehen, die soziale Herstellung von schulischen Wirklichkeiten kritisch in den Blick zu nehmen. Das Verhältnis von Peerkultur und Unterricht, schulaversives Verhalten, doing-gender im Unterricht, Integration von Jugendlichen mit Migrati-onshintergründen, Gelingen und Scheitern der Inklusion sind mögliche Themen. Methodische Aspekte gelingenden Unterrichtens werden auch erarbeitet werden.
- Lehrende/r: Roland Schindler
In diesem Seminar wird es darum gehen aus unterschiedlichen Perspektiven die Unterrichtssituation an deutschen Schulen zu diskutieren. Es wird darum gehen, die soziale Herstellung von schulischen Wirklichkeiten kritisch in den Blick zu nehmen. Das Verhältnis von Peerkultur und Unterricht, schulaversives Verhalten, doing-gender im Unterricht, Integration von Jugendlichen mit Migrati-onshintergründen, Gelingen und Scheitern der Inklusion sind mögliche Themen. Methodische Aspekte gelingenden Unterrichtens werden auch erarbeitet werden.
- Lehrende/r: Roland Schindler