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Eine Anmeldung in HISLSF dient der Organisation der Vorlesung und sollte nach Möglichkeit vorgenommen werden. Die Teilnahme an der Veranstaltung sowie die Verbuchung Ihrer Leistungen in QISPOS ist jedoch auch ohne vorherige Anmeldung via HISLSF möglich.
Die aktuellen globalen Herausforderungen (z.B. Demokratiegefährdung, Klimawandel) verdeutlichen, dass ein fundamentaler gesellschaftlicher Wandel dringend notwendig ist. Die aktive Gestaltung derartiger Transformationsprozesse erfordert verstärkt Akteur:innen mit analytisch-kritischem Engagement und ethischer Verantwortungsübernahme. Dies bestätigt die zunehmende Relevanz von Demokratie- und Nachhaltigkeitsbildung im schulischen Unterricht, wobei der potenzialorientierte Umgang mit der Heterogenität von Schüler:innen bedeutsam ist. In diesem Kontext behandelt die Ringvorlesung zunächst Grundlagen der diagnosebasierten individuellen Begabungsförderung mit Blick auf die diversitätssensiblen Unterrichtsentwicklung. Darüber hinaus werden Ansätze der transformativen Begabungsförderung und nachhaltigen Potenzialentwicklung erläutert, wobei neben didaktischen Grundlagen auch schulpraktische Realisierungen vorgestellt und diskutiert werden.
- Lehrende/r: Christian Fischer
- Lehrende/r: Julia Gilhaus-Schütz
If you are a MA BAPS student who is signed up for the module ”II.1.3 Historical and Social Perspectives: The Book” then you are required to participate in this research workshop to fulfill the module requirements. Other required courses in this module are Prof. Müller-Oberhäuser’s lecture "From Script to Print: Media Change, Books and Readers in Pre-Modern England" and for Dr. Ellen Barth’s seminar "The Book in 19th Century America."
In the lecture and the seminar, you will be learning about different phases in book trade, printing and reading history. For the research workshop, we would like to invite you to curate an exhibit on 19th-century British reading and readers. Delving into this history will complement the seminar (period) and the lecture (geographic location), but will offer you the chance to explore new tools and methods. Your main sources will be the Reading Experience Database (RED).
The research workshop is independent study time, but we will check in a few times during the semester, usually before or after the seminar (dates tbd).
- Lehrende/r: Ellen Barth
Ratgeber – Trainingsliteratur, Erfolgs-, Haushalts- oder Erziehungsratgeber – sind darauf angelegt, bestimmte Botschaften zu übermitteln und daher als Quellen interessant für das, was sie normativ aussagen und stützen. Abgesehen davon können Ratgeber Aufschluss geben darüber, welches Alltagswissen und welche (körperlichen) Verhaltensweisen als üblich vorausgesetzt werden. Letzteres trifft ebenfalls auf Koch- und Notizbücher zu. Allen drei Quellentypen ist gemein, dass sie bislang vergleichsweise selten zu einem grundlegenden Bestandteil geschichtswissenschaftlicher Studien geworden sind. Dabei bergen Ratgeber, Koch- und Notizbücher einen großen Mehrwert vor allem für Forschungen zu wissens-, körper-, alltags- und geschlechtergeschichtlichen Fragestellungen. Dies soll in der Übung herausgearbeitet werden, ohne Hürden und Probleme bei der Recherche und Erschließung dieser Quellen zu unterschlagen. Eine Exkursion in die Bibliothek des Deutschen Kochbuchmuseums in Dortmund ist in Planung.
- Lehrende/r: Caroline Rothauge
In der mittelalterlichen Literatur sind Raum und Zeit nicht nur physische und historische Kategorien, sondern tragen tiefe symbolische und religiöse Bedeutungen: Die Welt wird in einem christlichen Weltbild interpretiert, das zwischen dem irdischen Leben und dem Jenseits unterscheidet. Raum und Zeit spielen zudem eine zentrale Rolle in der Erzähltheorie. Sie stellen nicht nur Rahmenbedingungen dar, sondern sind wichtige narrative Elemente, die maßgeblich das Verständnis und die Wirkung einer Erzählung beeinflussen. Der Raum meint nicht nur den physischen Ort, an dem die Handlung stattfindet; er thematisiert auch auf die Art und Weise, wie die Erzählung strukturiert und symbolisch aufgeladen wird. Im Seminar werden wir verschiedene Raumkonzepte kennenlernen und ihre Funktionalität an mehreren mittelalterlichen Romanen überprüfen.
- Lehrende/r: Heike Bismark
- Lehrende/r: Gernot Sydow
- Lehrende/r: Christiane Maibach
Der globale Aufstieg des Populismus stellt nicht nur für viele kritische Bürger*innen ein rätselhaftes Phänomen dar, sondern auch für Politikwissenschaftler*innen, die den Populismus lange Zeit als Randphänomen beschrieben. Spätestens mit der Wiederwahl Donald Trumps zum US-Präsidenten, aber auch schon durch die Brexit-Entscheidung und dem Einzug der AfD in den deutschen Bundestag wird zunehmend klarer, dass der Populismus in die Mitte der demokratischen Gesellschaften gerückt ist und die uns vertraute liberale Weltordnung herausfordert. Zudem wird bei näherer Beschäftigung deutlich, dass es sich beim Populismus um ein ambivalentes Phänomen handelt, dass sich einfachen Antworten entzieht. Das Seminar versucht, einen Überblick zu den aktuellen Erklärungsansätzen zu geben und diese anhand empirischer Fälle zu veranschaulichen. Mit den Studierenden werden zunächst unterschiedliche Begriffsverständnisse erarbeitet und beispielsweise der Unterschied zwischen Links- und Rechtspopulismus thematisiert. Danach wird der Rechtspopulismus in einem zweiten Teil in Bezug auf unterschiedliche Felder (transnationale Bewegung, Außenpolitik, Kooperationsformen, Ästhetik und Post-Truth) als globales Phänomen studiert. Schließlich werden in einem dritten Teil unterschiedliche Elemente und Eigenschaften des Rechtspopulismus (Emotionen, Gender, Social Media, Fantasie) identifiziert und anhand weiterer aktueller Beispiele studiert, etwa auch durch visuelle Analysen innerhalb des Seminars. Im Verlauf des gesamten Seminars werden wir auch über effektive Gegenstrategien diskutieren und Möglichkeiten erörtern, wie sich das gefährdete Modell der liberalen Demokratie schützen lässt. Das Ziel des Seminars besteht darin, Studierende zu ermuntern, sich selbst mit der rechtspopulistischen Regierungs- und Kommunikationspraxis auseinanderzusetzen und mit den erlernten Konzepten herauszufinden, wie und warum Populist*innen derzeit mit ihren politischen Botschaften so häufig erfolgreich sind.
Allgemeine Anforderungen:
• Die Kurssprache ist Deutsch. Die Fähigkeit zur Lektüre englischer Texte wird vorausgesetzt, zumal in diesem Forschungsfeld fast ausschließlich englischsprachig publiziert wird.
• Die intensive Lektüre der Seminarliteratur ist verpflichtend, da nur so eine produktive Diskussion im Seminar entstehen kann.
• Es wird eine regelmäßige, aktive mündliche Teilnahme erwartet.
Anforderungen für Studiennachweis:
Studierende, die einen Studiennachweis anstreben, müssen
4. regelmäßig und aktiv mitarbeiten
5. zu den jeweiligen Forum-Diskussionen zwei Mal beitragen (die Kommentare sind auch zum wechselseitigen Verständnis der Seminarlektüre hilfreich!)
6. bis zum Ende der Vorlesungszeit einen fünfseitigen Essay zu einer der thematischen Sitzungen aus den Blöcken II und III verfassen oder aktiv bei einer Gruppenpräsentation mitwirken (im Idealfall zwei Personen, max. 3 Personen)
Anforderungen für Leistungsnachweis:
Studierende, die einen Leistungsnachweis anstreben, müssen
5. regelmäßig und aktiv mitarbeiten
6. zu den jeweiligen Forum-Diskussionen zwei Mal beitragen (die Kommentare sind auch zum wechselseitigen Verständnis der Seminarlektüre hilfreich!)
7. im Laufe des Semesters bei einer Gruppenpräsentation mitwirken (im Idealfall zwei Personen, max. 3 Personen)
8. bis zum Ende des Semesters eine Hausarbeit (ca. 4.500 Wörter) verfassen
- Lehrende/r: Frank Gadinger
- Lehrende/r: Sophia Marziana Reich
- Lehrende/r: Sabina Schroeter-Brauss
Auf 30 Studierende begrenzte Veranstaltung, Anmeldung erforderlich!
Das Seminar richtet sich an Studierende, denen eine bereits zurückliegende Tätigkeit in pädagogischen Handlungsfeldern als Berufsfeldpraktikum anerkannt wurde. In einer retrospektiven Auseinandersetzung mit den Praxiserfahrungen werden im Seminar Schlüsselszenen herausgearbeitet. Diese Szenen werden im Anschluss mit Bezug auf erziehungswissenschaftliche Theorieansätze reflektiert und auf die Bedeutung für die eigene berufsbiografische Entwicklung hin befragt. Die Ausarbeitung und Reflexion der Schlüsselszenen bilden den Kern für die schriftliche Prüfungsleistung im Modul.
- Lehrende/r: Jörg Holle
Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Das Seminar befasst sich mit der pädagogischen Reformbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum Ende der Weimarer Republik. In dieser Zeit rückten neue Problemstellungen in den Mittelpunkt reformpädagogischer Diskussionen, die im Seminar aus historisch-systematischer Perspektive beleuchtet werden, etwa das neue Verständnis von Natur, Kindheit und Gemeinschaft sowie die Neubestimmung des Generationenverhältnisses. Im Rahmen des Seminars werden ausgewählte Schulversuche und Reformkonzepte erarbeitet und gemeinsam reflektiert.
- Lehrende/r: Andreas Oberdorf
Auf 50 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Das Seminar befasst sich mit der Phase der „Bildungsexpansion” in den 60er und 70er Jahren und betrachtet aus einer historischen Perspektive das Zusammenspiel von staatlichen Schulreformen und reformpädagogischen Schulversuchen. Besondere Berücksichtigung finden ausgewählte reformpädagogische Initiativen der 70er Jahre, v.a. die sog. Kollegstufe NRW (H. Blankertz) sowie das Oberstufenkolleg und die Laborschule Bielefeld (H. v. Hentig).
- Lehrende/r: Andreas Oberdorf
Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Das Seminar thematisiert die Debatten um die Reformbedürftigkeit des Hochschulwesens und die Demokratisierung der Universitäten in den 1960/70er Jahren. Mit der Gründung prestigeträchtiger „Reformuniversitäten“ sollten neue Konzepte erprobt werden, von denen man sich eine schrittweise Erneuerung des gesamten Hochschulsystems erhoffte. Im Seminar werden Texte bedeutender Akteure gemeinsam diskutiert (z.B. Adorno, Dahrendorf, Schelsky) sowie ausgewählte Reformkonzepte (Bielefeld, Konstanz) kritisch betrachtet.
- Lehrende/r: Andreas Oberdorf
Aus dem Hochmittelalter sind zwei Berichte überliefert, die die Reisen des aschkenasischen Juden Petachja aus Regensburg und die seines spanischen (sephardischen) Glaubensbruders Benjamin aus Tudela überliefern. Beide Texte zeichnen den Weg des Reisenden aus Europa in den Nahen Osten nach, sie zeugen vom intellektuellen Horizont des jeweiligen Autors, von seinen Interessen und von den Wahrnehmungsmustern, die seine Perspektive auf ihm fremde Welten prägten. Wir lesen ausgewählte Passagen aus beiden Berichten in deutscher Übersetzung und lernen dabei das aschkenasische und das sephardische Judentum kennen, ebenso wie die sozialen und kulturellen Verhältnisse der Gemeinden, die die Reisenden besuchten, sowie ihre Schilderungen von mittelalterlichen Metropolen und Menschen anderer Religionen.
- Lehrende/r: Wolfram Drews
Inhalt
Ziel der Übung ist es, die Studierenden zur Lektüre und zum wissenschaftlichen Umgang mit Texten aus Koran und Hadith zu befähigen.
Die Übung bietet Gelegenheit,
- die im Sprachkurs erworbenen Arabischkenntnisse anzuwenden, auszubauen und die Lesefähigkeit weiter zu entwickeln
- grammatische Phänomene des koranischen Arabisch kennenzulernen
- Routine im Umgang mit unterschiedlichen Wörterbüchern zu gewinnen
- mit originalen Koranhandschriften aus dem 8. bis 19. Jahrhundert zu arbeiten
- Grundwissen über die Textgattungen und Hilfsmittel, die für die Erforschung der islamischen Religion relevant sind, zu erwerben
Methodik
Der größte Teil jeder Sitzung wird sich der Lektüre und sprachlichen Analyse arabischer Textpassagen widmen: teilweise werden die von den Studierenden vorbereiteten Übersetzungen besprochen, teilweise wird in der Übung gemeinsam oder in Partnerarbeit übersetzt. Der Umfang der zu lesenden Originaltexte wird dem Kenntnisstand der Teilnehmer*innen angepasst. Vokalbelhilfen und Hinweise zu syntaktischen Phänomenen werden bei Bedarf zur Textvorbereitung zur Verfügung gestellt.
Bei den koranischen Texten werden wir auch unterschiedliche Übersetzungen mit dem arabischen Korantext vergleichen. Texte und Materialien werden im Learnweb bereitgestellt.
Darüber hinaus werden wir uns die besprochenen Passagen in Koranhandschriften aus der Sammlung des Instituts anschauen und so Gliederungselemente des Textes und seine visuelle Gestaltung durch Illumination und die Verwendung unterschiedlicher Schriftarten kennenlernen.
Zielgruppe
Die Lektüreübung orientiert sich am Kenntnisstand von Studierenden des 4. Fachsemesters. Studierende anderer Fachsemester mit entsprechenden Arabischkenntnissen sind willkommen.
Teilnahmemodalitäten
Teilnahmevoraussetzungen: Erfolgreicher Abschluss der Module Arabisch 1, Arabisch 2 und Arabisch 3.
Für diese Übung besteht laut Studienordnung Anwesenheitspflicht.
Studienleistung: Dossier mit den im Rahmen der Lektüreübung angefertigten Übersetzungen und Aufgaben zur Grammatik.
- Lehrende/r: Monika Springberg
Der ethnografische Forschungsstil ist zu einem wichtigen Zugang der mit Religion und Religiosität befassten Wissenschaften avanciert. Auch in der Religionssoziologie haben ethnografische Forschungsanordnungen an Bedeutung gewonnen. Doch lassen sich überhaupt Glauben oder auch Spiritualität beobachten und soziologisch „fassbar” machen? Zwar werden religiöse und spirituelle Praktiken bereits schon länger auch „in der eigenen Gesellschaft” (Knoblauch 2003) unter Rückgriff auf ethnografische Erkenntnisstrategien untersucht, doch der jeweilige Stand der Forschung, methodische Expertisen und insbesondere die Theoriebezüge religionsethnografischer Zugänge variieren stark. Der ethnographische Blick richtet sich auf Formen gelebter Religion ebenso wie auf neue religiöse Bewegungen oder alternative spirituelle Kulturen, Praktiken in verschiedenen Konfessionskulturen, auf digitale Religion und auf die Grenzen dessen, was jeweils als Religion oder Spiritualität thematisiert wird. Was genau also bedeutet es, die spirituellen Aspekte kultureller Praktiken einer „ethnographic representation” (Atkinson et al. 2001) zuzuführen? Wie können die Gesellschaften der Gegenwart auf ihre religiösen Gegenstände, Funktionen oder Formen im Modus teilnehmender Beobachtung und damit verbundener Verfahren befragt werden? In dem Seminar werden erste Pionierstudien in der Ethnographie des Religiösen wie auch aktuelle Studien beispielsweise zu Megachurches oder Taufpraktiken (kritisch) diskutiert, in denen ethnographische Methoden in der soziologischen Untersuchung von Religion zur Anwendung kommen. Es werden vor dem Hintergrund der konkreten Forschungspraxis und sozialwissenschaftlicher Diskurse grundlegende Fragen der ethnographischen Beforschung von Religion identifiziert und gemeinsam diskutiert. Dabei sollen die Studierenden in Übungen selbst befähigt werden, den ethnographischen Blick auf Formen von Religion, auf Glaubenspraxis und Religiosität einzuüben und neue, innovative Wege einer Ethnografie des Religiösen und Spirituellen (beispielsweise im Internet) sondiert werden.
- Lehrende/r: Lena Dreier
In den Jahrzehnten vor und nach 1800, der von R. Koselleck so betitelten „Sattelzeit”, kommt es in den deutschsprachigen Ländern zur Formierung der Religionsphilosophie als eigener Disziplin. Kant und Hegel leisten dabei die offensichtlichsten Beiträge. Die Diskussionen reichen aber weiter und beschäftigen viele Interessierte in der sich aufklärenden Gesellschaft. Kristallisationspunkte sind u.a. die publizistisch ausgetragenen sogenannten „philosophisch-theologischen Streitsachen”, an denen F. H. Jacobi maßgeblich beteiligt ist, oder die Fragen einer explizit religiös-theologischen Rezeption des Kantianismus.
Der systematische Ertrag der Untersuchung dieser historischen Entwicklungen besteht in der Profilierung der Einsicht, dass ein entscheidendes Element bei der Frage nach Gott darin besteht, das glaubende (und auch zweifelnde) menschliche Subjekt des Gottesglaubens in die Reflexion einzubeziehen. Die Frage nach Gott ist keine abstrakt-theoretische, sondern eine existentielle – die es dann freilich philosophisch-theologisch zu durchdenken gilt. Dabei können sowohl theistische als auch nicht-theistische Optionen ausgelotet werden.
Dieser zweistündige Modulkurs verbindet Vorlesungs- und Seminarelemente miteinander. Die gemeinsame und individuelle Arbeit an Texten und Positionen aus der Philosophiegeschichte sowie das Formulieren eigener systematischer Überzeugungen sind Bausteine dieser Lehrveranstaltung.
- Lehrende/r: Daniel Iwan Erlewein
- Lehrende/r: Thomas Hanke
- Lehrende/r: Sarah Scotti
- Lehrende/r: Daniel Iwan Erlewein
- Lehrende/r: Thomas Hanke
- Lehrende/r: Sarah Scotti
Geht es um die religiöse Gegenwartslage, ist fast immer vom ‚religiösen Feld‘ die Rede – zumeist allerdings in metaphorischer Art. Das ‚religiöse Feld‘ ist aber mehr als eine Metapher: Es handelt sich um soziologisches Konzept mit hohem analytischem Potential für die Religionsforschung. Es geht zurück auf den französischen Soziologen Pierre Bourdieu (1930–2002), der seine Theorie sozialer Felder seit den 1960er Jahren entwickelt hat. Ein Ideengeber dabei war Max Weber. In kritischer Auseinandersetzung mit ihm hat Bourdieu ein konflikttheoretisches Konzept von Religion entwickelt..
Ziele des Seminars ist, durch eine intensive Lektüre einschlägiger Texte Bourdieus seinen feldtheoretischen Ansatz allgemein sowie seinen Entwurf des ‚religiösen Feldes‘ zu rekonstruieren und dessen religionswissenschaftliches Potential zu diskutieren.
- Lehrende/r: Hannah Geimer
- Lehrende/r: Astrid Reuter
Das Repetitorium dient als Unterstützung zur Vorbereitung für die Klausur am Ende der Basismodulvorlesung. Relevante Themen aus der Vorlesung werden wiederholt und offene Fragen geklärt.
Die Teilnahme am Repetitorium ist verbunden mit intensiver Lektüre, regelmäßiger Teilnahme, aktiver Beteiligung an den Sitzungen und Erstellung von Arbeitspapieren. Praktisches Prüfungscoaching ist Bestandteil der Teilnahme und nicht fakultativ. Ziel ist die Vorbereitung auf ein erfolgreich bestandenes Examen in Praktischer Theologie.
- Lehrende/r: Sabine Joy Ihben-Bahl
Inhaltliche Schwerpunkte:
Der Stoff der Systematischen Theologie wird im Blick auf das theologische Examen wiederholt. Die Bereitschaft zu umfangreicher Textlektüre und zur Übernahme von Referaten wird vorausgesetzt.
- Lehrende/r: Hans-Peter Großhans
- Lehrende/r: Susanne Pinkernell-Kreidt
Learnweb-Kurs für das Repetitorium zur Vorlesung "Informatik-II: Algorithmen und Datenstrukturen" (Prof. Dr. Fabian Gieseke, SoSe 2025)
- Lehrende/r: Matthias Wolff
Los imaginarios del hábitat natural americano producidos en el marco de la colonización se transforman durante siglo XVIII, cuando la Ilustración europea redefine a América como su ‘otro’ inferior, estimulando, al mismo tiempo, las respuestas indignadas de intelectuales latinoamericanos. Más tarde, los movimientos independentistas debaten la naturaleza latinoamericana no solo como base de la prosperidad económica, sino también como posible fundamento de las futuras identidades nacionales. A lo largo del siglo XIX, los discursos dominantes de las jóvenes naciones reflejan percepciones e imaginarios del entorno natural basados sobre todo en la necesidad de modernización y progreso, redefiniendo la naturaleza como recurso explotable y fundamento económico de los estados nacionales. Esta noción se perpetúa durante el siglo XX, modificándose con el auge de conceptos neoliberales de gestión económica a partir de los años 80 con los cuales se sustituye la función del estado central como actor principal con la prevalencia del mercado libre y globalizado. Frente a este panorama, es justamente la literatura que ofrece un espacio para establecer y hacer visible un contradiscurso crítico. En el seminario leemos y analizamos juntos ejemplos representativos para comprender el desarrollo de las representaciones de la naturaleza americana, desde la Ilustración hasta el siglo XX.
- Lehrende/r: Elmar Schmidt
In diesem Seminar werden die beiden großen ‚Familien‘ der politischen Theorie und Ideengeschichte vorgestellt: die republikanische Tradition des politischen Denkens einerseits und das liberale Paradigma andererseits.
Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf den unterschiedlichen Antworten liegen, die beide Traditionen auf die Frage geben, wie politische Gemeinwesen dauerhaft stabil und funktionsfähig bleiben können. Denn hier lassen sich die beiden Paradigmen besonders deutlich voneinander abgrenzen. Etwas zugespitzt formuliert: Während der Republikanismus eher auf das tugendhafte Verhalten und Engagement der Bürger:innen setzt, die sich aktiv am politischen Leben beteiligen und im Zweifelsfall ihre Eigeninteressen dem Gemeinwohl unterordnen, setzt das liberale Denken den Akzent genau umgekehrt: Hier hat die Freiheit des Individuums, seine Interessen zu verfolgen, Vorrang vor der Gemeinschaft. Die Stabilität der politischen Ordnung wird im Liberalismus weniger von den sittlichen Dispositionen der Bürger:innen erhofft als vielmehr in einem staatlichen Institutionengefüge gesehen, das die „Spielregeln“ festlegt.
In der ersten Hälfte des Seminars werden anhand der Lektüre exemplarischer ideengeschichtlicher Texte die Grundpositionen der beiden Denktraditionen (Welt- und Menschenbild, Demokratieverständnis, politische Ordnungsvorstellung) erarbeitet. Wir lesen hierfür bspw. Texte von Aristoteles, Machiavelli, Montesquieu, Rousseau, Smith, Kant und Berlin.
In der zweiten Hälfte des Semesters werden wir dann einen Blick auf die Debatten des 20. und 21. Jahrhunderts werfen: Die Aktualisierung der Debatte durch den Streit zwischen Liberalismus und Kommunitarismus in den 1980er Jahren (z.B. Rawls, Taylor) wird hier ebenso Thema sein wie das neorömische „Republican Revival“ der 2000er Jahre (z.B. durch Pettit). Nicht zuletzt vor dem Hintergrund deliberativer Demokratietheorien, die den Anspruch erheben, beide Paradigmen miteinander zu vermitteln, und postmoderner Theorien, die gewissermaßen jenseits der Dichotomie angesiedelt sind, wird nicht zuletzt auch die Frage nach dem Nutzen und Nachteil der Aufrechterhaltung der Unterscheidung selbst gestellt.
Teilnahmevoraussetzungen:
Vorkenntnisse bzgl. der hier genannten Autor:innen sind ausdrücklich nicht erforderlich. Erste allgemeine Vorkenntnisse in politischer Theorie sind hilfreich, aber ebenfalls keine formale Voraussetzung. Auch Theorieanfänger:innen sind herzlich willkommen! Unabdingbare Voraussetzung ist jedoch die Bereitschaft zur intensiven und regelmäßigen Lektüre komplexer theoretischer Texte (und ein Mindestmaß an Ausdauer diesbezüglich).
Zur Einführung empfohlen:
Kapitel 5: „Republikanismus und Liberalismus“, in: Münkler, Herfried/Straßenberger, Grit (2020): Politische Theorie und Ideengeschichte. Eine Einführung. München: C.H. Beck
- Lehrende/r: Tobias Albrecht
Soziologie ist ein ‚locus theologicus‘, der die Zeiten der Zeit theologisch zu entziffern hilft. Das Hauptseminar arbeitet mit Theorien von zwei der aktuell bekanntesten und originellsten deutschsprachigen Soziologen, die einen faszinierenden Gesprächszusammenhang bilden. Hartmut Rosa und Andreas Reckwitz stehen für eine gegenwartskultursensiblen Resonanz- bzw. Praxistheorie, die einerseits den Beschleunigungszwang des heutigen Lebens und andererseits dessen Kreativitätsversprechen thematisiert. Existenzielle Unverfügbarkeit und demokratischer Religionsbedarf trifft auf instabile Subjektivierungsweisen und ökonomische Klassenkonflikte. Das Seminar macht mit zentralen Texten beider Autoren vertraut und befragt sie mit Blick auf ihre fundamental- und pastoraltheologische Relevanz in einer kontingenzoffenen und daher resonanzsehnsüchtigen Gesellschaft.
Ort: Der Kurs findet im Kloster Gerleve vom 02. bis 04. Mai 2025 statt.
Kosten: Es fallen Kosten für Übernachtung und Verpflegung an.
Anmeldung: Bis 21. März 2025 über das Sekretariat des Instituts für Religionspädagogik und Pastoraltheologie (IRpP) unter: schreibbuero.irpp@uni-muenster.de
Vorbesprechungstermin: Online am 27. März, 16.30-18.00 Uhr (mit Planung der Seminareinheiten) - den entsprechenden Link erhalten Sie rechtzeitig nach der Anmeldung.
- Lehrende/r: Christian Bauer
- Lehrende/r: Bernhard Nitsche
- Lehrende/r: Frederik Johannes Ferié
- Lehrende/r: Christina Okoutsidou
Mit der Februarrevolution von 1917 brach das jahrhundertealte Zarenreich und größte Kontinentalreich der Welt zusammen, es bildete sich die erste Demokratie auf russländischem und die erste ukrainische Regierung auf ukrainischem Boden. Nur wenige Monate später leitete die "Oktoberrevolution" zunächst die kommunistische Machtübernahme in Zentralrussland, die russländische Kapitulation im 1. Weltkrieg und schließlich den Bürgerkrieg auf dem gesamten Territorium des ehemaligen Zarenreiches ein.
In dem Hauptseminar wird mit Hilfe von Selbstzeugnissen das subjektive Erleben der revolutionären Epoche ins Zentrum gerückt und im Format des Forschenden Lernens versucht, unterschiedliche soziale, nationale und geschlechtliche Perspektiven von russischen und ukrainischen Akteuren herauszuarbeiten. Russische Sprachkenntnisse sind zwar hocherwünscht, bilden jedoch keine Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar.
Studienleistung: Regelmäßige Teilnahme (max. 2x Fehlen), umfangreiche wöchentliche Lektüre, selbständige Recherche im Sinne des Forschenden Lernens; Präsentation und Gestaltung einer Seminarsitzung; Prüfungsleistung: Hausarbeit oder MAP
- Lehrende/r: Ricarda Vulpius