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In diesem Hauptseminar steht die Frage nach den Gesetzen und Tendenzen der Entwicklung des Spanischen aus dem Vulgärlatein der Iberischen Halbinsel unter Einwirkung verschiedener Sub- und Superstrate im Vordergrund. Die Phänomene des Sprachwandels, dessen Gründe und Formen, sind auf den unterschiedlichen Ebenen der spanischen Sprache zu klären (Phonetik, Morphologie, Syntax und Semantik).
Literatur: Berschin, H.; Fernandez-Sevilla, J.; Felixberger, J.: Die spanische Sprache. Verbreitung, Geschichte, Struktur. Hildesheim, Zürich, New York: Olms, 2005.
Bollee, A.; Neumann-Holzschuh, 1.: Spanische Sprachgeschichte. Stuttgart: Klett, 2007.
Cano Aguilar, R.: EI espaflol a traves de los tiempos. Mardrid, Arco, 2005. Lapesa, R.: Historia de la lengua espaflola. Madrid: Gredos, 1985.
Penny, R.: A history of the Spanish language. Cambridge: C.U.P., 2002.
Anmeldung: Die Anmeldung erfolgt über HISLSF
Voraussetzungen: Referat bzw. Hausarbeit
- Lehrende/r: Eske Prasuhn
"Der Hebräerbrief stellt innerhalb des Neuen Testaments einen sprachlich und thematisch einzigartigen, aber gewichtigen theologischen Entwurf dar. Mit seinem intensiven Bezug auf das alttestamentliche Zeugnis führt er seinen Leserinnen und Lesern damals wie heute die Bedeutung Jesu Christi eindrücklich als heilsgeschichtliches Erfüllungsgeschehen vor Augen und drängt sie zugleich dazu, im Bekenntnis zu Jesus Christus nicht glaubensmüde zu werden”, so schreibt Andreas-Christian Heidel im Wibilex-Artikel „Hebräerbrief” (https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/46871/, März 2020). Im Hauptseminar wollen wir dieser Einzigartigkeit auf die Spur kommen und versuchen, zur theologischen Botschaft des Hebräerbriefs durchzudringen.
- Lehrende/r: Cornelis de Vos
- Lehrende/r: Annette Kurschus
- Lehrende/r: Traugott Roser
- Lehrende/r: Rafael D. Marihart
„Witzig oder nicht witzig, das ist hier die Frage.” (Marc-Uwe Kling)
Humor als Kommunikationsmittel birgt großes Potenzial, ist jedoch ein noch relativ junges Forschungsfeld. Nachdem wir einen Überblick über die Forschungsfelder der Rezeption und Wirkung geschaffen haben, werden wir uns damit beschäftigen, welche Möglichkeiten Humor in verschiedenen Kommunikationsbereichen – wie beispielsweise in der Werbung, der Gesundheitskommunikation, der politischen Kommunikation oder der internen Kommunikation – bietet, welche Wirkungen er auf die Rezipientinnen und Rezipienten hat und mit welchen Methoden diese untersucht werden können.
Das Seminar ist klassisch aufgebaut:
Studienleistung:
Aktive Teilnahme und Referat; Regelmäßige Teilnahme ist erwünscht, da wir vor Ort einige Übungen durchführen werden, um das Gelernte in der Praxis umzusetzen.
Prüfungsleistung:
Hausarbeit (Schon während des Semesters beschäftigt ihr euch mit eurem Hausarbeitsthema. In den letzten Sitzungen werdet ihr die Möglichkeit haben, euer Thema zu präsentieren und Feedback zu erhalten.)
- Lehrende/r: Ketevan Gognelashvili
- Lehrende/r: Astrid Pohlmann
- Lehrende/r: Konrad Ulbrich
Johannes Eriugena, ein theologischer und philosophischer Gelehrter des 9. Jahrhunderts, der am Hofe des Karolingers Karl des Kahlen lebte und wirkte, kann als einer der großen spekulativen Denker des Christentums gelten, wenn er auch in seiner Zeit wegen seiner kühnen Lehren vielfach angefeindet wurde. Mit seinem Anspruch, eine logisch stringente und philosophischen Ansprüchen genügende Theologie zu entwickeln, war er seiner Zeit weit voraus.
Sein Denken wird im Rahmen des Seminars anhand ausgewählter Passagen seines Hauptwerkes Periphyseon in kirchengeschichtlicher wie systematisch-theologischer Perspektive erschlossen werden.
- Lehrende/r: Monika Enning
- Lehrende/r: Ingo Klitzsch
- Lehrende/r: Holger Strutwolf
- Lehrende/r: Sabine Joy Ihben-Bahl
- Lehrende/r: Philipp Lenz
- Lehrende/r: Traugott Roser
- Lehrende/r: Eva Schönefeld
Moderne Gesellschaften sind geprägt von Pluralisierungsprozessen, welche immer wieder gesellschaftlichen Zusammenhalt herausfordern. Debatten um die Polarisierung und Spaltung der Gesellschaft zeugen von dieser Problematik. Und sie schlägt sich auch im Schulalltag nieder, wenn konkurrierende, unvereinbare, sich widersprechende Weltansichten von Lehrkräften, Eltern und Schüler*innen aufeinandertreffen. Das Seminar soll dazu dienen die gesellschaftlichen Bedingtheiten heterogener Lebenswelten nachzuzeichnen, sowie die Herausforderungen und Umgansweisen damit für den Schulalltag anhand konkreter ausgewählter (Konflikt-)Fälle zu diskutieren.
- Lehrende/r: Paul Eisewicht
Moderne Gesellschaften sind geprägt von Pluralisierungsprozessen, welche immer wieder gesellschaftlichen Zusammenhalt herausfordern. Debatten um die Polarisierung und Spaltung der Gesellschaft zeugen von dieser Problematik. Und sie schlägt sich auch im Schulalltag nieder, wenn konkurrierende, unvereinbare, sich widersprechende Weltansichten von Lehrkräften, Eltern und Schüler*innen aufeinandertreffen. Das Seminar soll dazu dienen die gesellschaftlichen Bedingtheiten heterogener Lebenswelten nachzuzeichnen, sowie die Herausforderungen und Umgansweisen damit für den Schulalltag anhand konkreter ausgewählter (Konflikt-)Fälle zu diskutieren.
- Lehrende/r: Paul Eisewicht
Luthers erst später so genannte „Schmalkaldische Artikel” waren ursprünglich ein Gutachten, welches der sächsische Kurfürst zur Verteidigung der evangelischen Sache auf dem für 1537 nach Mantua einberufenen Konzil in Auftrag gegeben hatte. Luther hielt darin letztwillig jene theologischen Positionen fest, die er in der Auseinandersetzung mit Rom für unaufgebbar hielt. Obwohl sich in Schmalkalden selbst zunächst Melanchthons „Tractatus de potestate et primatu papae” (1537) durchsetzte, galten Luthers Artikel v.a. unter den späteren Gnesiolutheranern als ein bzw. sogar das zentrale Zeugnis genuinen Luthertums. Sie gingen später in das Konkordienbuch (1580/1584) ein und wurden damit zur kirchenrechtlich verbindlichen Bekenntnisschrift.
Das Seminar arbeitet auf der Basis der neuen Edition der „Bekenntnisschriften der Evangelisch-Lutherischen Kirche” (BSELK 2014). Es bietet eine bekenntnisgeschichtliche Grundorientierung. Angestrebt wird eine Erweiterung der persönlichen Kenntnisse (auch im Blick auf sich nahende Examina) und, damit verbunden, eine Stärkung der eigenen Urteilsfähigkeit.
Das Seminar beginnt um 18 Uhr s.t.
- Lehrende/r: Kirchengeschichte Institut für Westf.
- Lehrende/r: Christian Peters
Dieses Seminar will auf das Praxissemester vorbereiten. Der Fokus liegt auf der Didaktisierung von Unterrichtsinhalten mithilfe des Elementarisierungsmodells. Auf dieser Grundlage sollen die Studierenden in Peer-Learning-Gruppen eine Unterrichtsreihe entwickeln, die in besonderer Weise das ganzheitliche Lernen in den Blick nimmt. Dabei sollen sie die Entwicklung und das Ergebnis ihrer Gruppenarbeit in einem Prozessportfolio dokumentieren (Studienleistung) und schließlich in einer Kolloquiumsprüfung (Prüfungsleistung/MAP) präsentieren.
Darüber wird die Religionslehrer:innenrolle und die damit zusammenhängende Professionalisierung kontinuierlich in den Blick genommen. Hieraus sollen die Studierenden eine persönliche Fragestellung ableiten und dieser in einem Essay (weitere Studienleistung) nachgehen.
- Lehrende/r: Carmen Edler
- Lehrende/r: James Fowkes
Die Migrations- und Integrationspolitik Deutschlands steht in den letzten Jahren im Zentrum intensiver politischer und gesellschaftlicher Debatten. Polarisierungspotenzial resultiert auch daraus, dass Themen wie die Aufnahme von Geflüchteten, die Benennung von sicheren Herkunftsstaaten, die Integration von Migrant*innen sowie die Rekrutierung von Fachkräften aus dem Ausland mit Identitätspolitik verbunden und zugleich anfällig für immer bedeutender werdende populistische Mobilisierung sind. Dabei Reformen – wie die GEAS-Reform, die Einführung des Chancenaufenthaltsrechts und Staatsangehörigkeitsreform – neue Weichen gestellt. Die Debatten sind dabei nicht nur liberale und progressive Positionen geprägt, sondern auch durch Rassismus und gesellschaftliche Spaltung.
In Rahmen des Seminars besuchen wir zu diesem Thema gemeinsam die vom Interdisziplinären Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung an der Universität Duisburg-Essen (InZentIM), vom Arbeitskreis „Migrationspolitik“ in der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW), vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKJFGFI), vom Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI), von der Akademie Franz-Hitze-Haus, von der Hochschule Fulda und vom IfPol ausgerichtete Tagung für junge Wissenschaftler*innen. Junge Expert*innen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum stellen hier im Rahmen thematischer Panels an zwei Tagen ihre Bachelor-, Master- oder Doktorarbeiten vor und treten in Diskussion mit unserem Seminar. Insofern dient die Tagung nicht nur der Auseinandersetzung mit aktuellen Entwicklungen der Migrations- und Integrationspolitik, sondern kann auch Anregung und Orientierung für bevorstehende Abschlussarbeiten bieten.
Die Tagung wird aktuelle Entwicklungen und Reformen der deutschen Migrations- und Integrationspolitik wissenschaftlich beleuchten, hinterfragen und Perspektiven für die zukünftige praktische Gestaltung dieses zentralen Politikfeldes diskutieren. Insbesondere die unterschiedlichen Facetten der gegenwärtigen Einwanderung nach Deutschland und die damit verbundenen politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen sollen Berücksichtigung finden.
Für die Erbringung einer Studienleistung müssen Teilnehmende eine kurze Zusammenfassung eines Veranstaltungspanels (ca. 2 Seiten) anfertigen.
Für die Erbringung einer Prüfungsleistung ist zusätzlich eine Hausarbeit einzureichen. Erste Themenvorschläge werden durch die Seminarleitung in der Vorbesprechung gemacht, können aber auch noch im weiteren Verlauf gemeinsam entwickelt werde.
- Lehrende/r: Dirk Halm
Bitte beachten: Die Sitzung am 3. Februar 2025, 9.30-13.00 Uhr findet per Zoom statt. Hier ist der Link:
https://uni-ms.zoom-x.de/j/62530670621?pwd=RlNva1R4YWdDY0w5OG9kMVBsVTA3UT09
Heiliger Geist – praktisch–theologische Perspektiven und Zugänge: Der Heilige Geist ist - obschon wichtiges Glied der Trinität - in der Religionspädagogik und -didaktik kaum präsent, in den Lehrplänen erscheint er als eine unbekannte Größe. Im Kloster Frenswegen möchten wir gemeinsam Zugänge erschließen, Umgangsweisen eröffnen und Wege erkunden, durch die sich die Bedeutung des Heiligen Geistes für den Religionsunterricht erschließt.
- Lehrende/r: Sabine Joy Ihben-Bahl
- Lehrende/r: Antje Roggenkamp
Religionsästhetik ist ein Thema, das seit den 1990er Jahren in der Religionspädagogik an Bedeutung gewonnen hat. Zunächst ganz praktisch, anschließend religionsdidaktisch und in den letzten Jahren auch theoretisch – nicht zuletzt unter der Überschrift „lived religion“. Im Seminar probieren wir verschiedene Umgangsweisen mit den für die drei Konfessionen bzw. Religionen typischen Religionsästhetiken in ihren jeweiligen praktischen Ausprägungen aus. Es kooperieren evangelische, katholische und muslimische Studierende unter Anleitung der Dozierenden, die aus den jeweiligen Konfessionen bzw. Religionen stammen. |
- Lehrende/r: Selma Durakovic
- Lehrende/r: Mouhanad Khorchide
- Lehrende/r: Carolin Müller
- Lehrende/r: Antje Roggenkamp
- Lehrende/r: Clauß Peter Sajak
- Lehrende/r: Esther Gierse
- Lehrende/r: Marco Antonio Simonelli
Filmmusik berührt, lenkt Emotionen und erzählt mit Tönen, was Worte oft nicht ausdrücken können. Doch wie prägt sie unsere Wahrnehmung religiöser Themen im Film? Welche theologischen Botschaften lassen sich in den Klangwelten des Kinos entdecken? All dies wollen wir in diesem Seminar, vor allem bei der Teilnahme an einer Fachtagung in Schwerte, erarbeiten.
Das Seminar besteht aus einem Vorbereitungs- und einem Nachbereitungstermin, sowie der Teilnahme an der Exkursion. Dafür fallen Kosten von 100€ an. Darin enthalten sind die Unterkunft und Verpflegung vor Ort.
Bitte melden Sie sich möglichst zeitnah bei Gereon Terhorst g.terhorst@uni-muenster.de an. Die Anmeldung ist verbindlich.
Teilnehmende werden einen Bericht über einzelne Aspekte der Forschungstagung erstellen.
- Lehrende/r: Traugott Roser
- Lehrende/r: Gereon Terhorst
„Wenn der Relli-Lehrer mit dem Bibelkoffer um die Ecke kam, wusste ich schon: Das wird eine langweilige Stunde!”; „Ich soll später in der Schule mit der Bibel arbeiten, dabei fühle ich mich dafür gar nicht kompetent”; „In Relli machen wir dann irgendwas mit der Bibel…” – Was genau macht man im Religionsunterricht mit der Bibel? Welche Kompetenzen und welches Bibelwissen braucht es, um mit der Bibel auf interessante und erkenntniseröffnende Weise umzugehen? Was und wie lässt sich mit und über die Bibel und ihren Zeugnissen und Narrationen lernen? Und mit welchem Bibelverständnis kann man auf biblische Texte schauen?
Hinter den unterschiedlichen Umgangsweisen mit der Bibel, den Bibel-Praktiken, stehen (praktisch-)theologische und religionsdidaktische Modelle, (Vor-)Annahmen und Absichten, die es aufzudecken, zu reflektieren und verantwortungsvoll in der Praxis umzusetzen gilt.
Ziel des fachdidaktischen Hauptseminars ist es, in bibeldidaktischer und bibelhermeneutischer Perspektive die eigenen didaktischen Kompetenzen zu vertiefen. Dies geschieht ausgehend von den bisherigen Praxiserfahrungen mit der Bibelarbeit aus Praktika oder Praxissemester und anhand biblischer Texte, wie bspw. die Erzählung von der Arche Noah, und deren didaktischen Einsatzmöglichkeiten im Religionsunterricht.
Das Hauptseminar orientiert sich methodisch an dem hochschuldidaktischen Format eines kooperativen, projektorientierten Forschenden Lernens und fokussiert dabei das Prinzip der Elementarisierung in bibeldidaktischer Ausrichtung.
- Lehrende/r: Marc Heidkamp
- Lehrende/r: Verena Suchhart-Kroll
Gehorsam, so Max Weber, gründet bisweilen auf der „außeralltäglichen Hingabe an die Heiligkeit oder die Heldenkraft […] einer Person“. Aufruhend auf einem solchen „Charisma“ können die traditionellen Grenzen von ständischer Herkunft und althergebrachter Hierarchie überwunden und neue Ordnungsentwürfe realisiert werden. Die Geschichte des Mittelalters lässt immer wieder solch charismatische Persönlichkeiten hervortreten: Ordensgründer wie Norbert von Xanten oder Franziskus von Assisi, brillante Gelehrte wie Peter Abaelard, Eiferer und Umstürzler wie Girolamo Savonarola oder militärische Anführerinnen wie Jeanne d’Arc. Das Hauptseminar will die sozialen Hintergründe und kulturellen Ressourcen charismatischer Herrschaft ausloten und zugleich die Erklärungskraft des Konzepts für konkrete historische Konstellationen erproben.
- Lehrende/r: Jan Keupp
Auf den ersten Blick haben die Forschungsrichtungen Globalgeschichte einerseits und Landes- bzw. Regionalgeschichte andererseits nur wenig miteinander zu tun: Während im Feld der Globalgeschichte Prozesse der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Verflechtung in einer bestenfalls weltweiten Perspektive betrachtet werden, scheint die Landes- und Regionalgeschichte auf die rein regionale Perspektive – z.B. Westfalens – beschränkt. Das Seminar hat demgegenüber das Ziel, die Gemeinsamkeiten beider Richtungen zu verdeutlichen, Prozesse der Verflechtung zwischen Regionen aufzuzeigen sowie Globalisierungsprozesse aus einer regionalen Perspektive greifbar zu machen. Erarbeitet wird im Seminar zunächst ein Überblick über die beiden Forschungsrichtungen sowie theoretische Zugriffe v.a. aus dem Spektrum postkolonialer Ansätze. Anschließend werden bestimmte Querschnittsthemen (Revolutionen und Kriege, Migration und Wirtschaft, Selbst- und Fremdzuschreibungen, Kolonialismus und Rassismus) anhand regionaler Beispiele vertieft.
- Lehrende/r: Lena Krull
HS Jak und 1 Petr im Vergleich
Der Jak und der 1 Petr standen lange Zeit im Schatten der drei großen ntl. Corpora (Synoptiker; Corpus Johanneum; Corpus Paulinum). In der neueren exegetischen Forschung erfreuen sich beide jedoch einer wachsenden Aufmerksamkeit. Die Beschäftigungmit dem 1 Petr trat durch die zeitnahe Publizierung zweier wichtiger Kommentare von L. Goppelt und N. Brox zum Ende der 1970er Jahre ins Blickfeld exegetischen Bemühens. Der Jak zog insbesondere in den 1990er Jahren erhöhte Forschertätigkeit an sich, die zur Publikation maßgeblicher Werke führte (W. Popkes; Chr. Burchard; H. Frankemölle; M. Konradt). Die erhöhte Aufmerksamkeit genießen der 1 Petr und Jak völlig zu recht, denn beide nehmen eine spezifische kirchliche Krisensituation in den Blick und bringen die Konturen der christlichen Existenz in nicht-christlicher Umgebung eigenständig, charakteristisch, aber auch überaus handlungsorientiert zur Sprache. Befasst sich der 1 Petr mit dem christlichen Selbstverständnis und Weltverhältnis in einer die Christen ablehnenden Gesellschaft („Christen als Fremde”), so ist der Jak stärker der inneren Krise der christlichen Gemeinden gewidmet und befasst sich mit zahlreichen Fehlentwicklungen der christlichen Gemeinde (z.B. Missbrauch der Sprache). Beide frühchristlichen „Hirtenbriefe” geben trotz oder gerade wegen ihrer Unterschiedlichkeit wertvolle Impulse für den Vollzug christlicher Existenz in einer kirchlichen Schwellen- und Krisensituation.
- Lehrende/r: Matthias Geigenfeind
- Lehrende/r: Adrian Wypadlo
Wrestling, oder besser: la lucha libre, ist in Mexiko beliebter als Fußball. Der Sport hat Legenden hervorgebracht, wie beispielsweise Mexikos berühmtesten Wrestler, El Santo, der sogar auf seinem Grabstein nur mit seiner berühmten silbernen Maske zu sehen ist. Insbesondere in den 70er und 80er Jahren avancieren er und viele andere Wrestler:innen zu Filmstars und kämpfen in trashigen Produktionen gegen Vampire, Werwölfe oder Dr. Frankenstein. Und auch heute noch entstehen Produktionen, bei denen die Geschichte rund um die lucha libre aufgebaut ist, so z.B. die Netflixserie Contra las cuerdas. Was macht die Faszination eines Sports aus, der doch bekanntermaßen choreographiert ist und bei dem Sieg und Niederlage schon vorab festgelegt sind? Die lucha libre lädt zu vielseitigen Betrachtungen ein: Im Fokus stehen einerseits die Erzählungen und die erfundenen und zugleich verborgenen Identitäten rund um die einzelnen Sportler:innen (Darsteller:innen?), der ewige Kampf zwischen Gut und Böse, ihre Körper und natürlich ihre Masken, die eine Besonderheit des mexikanischen Wrestlings ausmachen. Das Seminar ist zugleich aber auch ein Experiment: Können wir mit literatur- und kulturwissenschaftlichen Techniken überhaupt genug aus dem Sport herausholen und größere Betrachtungen anstellen? Oder erschöpft sich das „Geheimnis” rund um die lucha libre bereits an den hier skizzierten Linien? Lassen Sie uns gemeinsam die lucha libre erforschen!
Den Bestimmungen der Prüfungsordnung gemäß werden nur diejenigen Studierenden zur Teilnahme zugelassen, die die beiden literaturwissenschaftlichen Proseminare des Aufbaumoduls erfolgreich absolviert haben. Der entsprechende Nachweis muss in der Regel spätestens zur dritten Sitzung vorgelegt werden.
- Lehrende/r: Anne Rolfes
- Lehrende/r: Oliver Dyma
- Lehrende/r: Christophe Nihan
Die Studienordnungen sehen für das Fach „Neutestamentliche Exegese” vor, Lehrveranstaltungen zu den synoptischen Evangelien, dem Johannes-Evangelien und wichtigen protopaulinischen Briefen anzubieten, was wiederum bedeutet, dass das Studium auf diese „Hauptzeugen" fokussiert und i.d.R. auch beschränkt bleibt. Dabei bieten auch gewichtige Schriften jenseits der eben genannten Corpora innerhalb des neutestamentlichen Kanons aufschlussreiche und nicht zu unterschätzende Aspekte neutestamentlicher Theologie. Solchen sog. „Nebenzeugen” hat sich diese Lehrveranstaltung verschrieben. Texte wie der Jakobusbrief (Jak), der eine Krise innerhalb der Gemeinde thematisiert, aber auch der Erste Petrusbrief (1 Petr), der seinerseits auf eine von außen kommende Bedrohung, mit der sich die Gemeinde konfrontiert sieht, reagiert, geben ebenso Einblicke in das (Glaubens)Leben der frühen Kirche wie diejenigen Briefe, die als sog. „Deutero-” bzw. „Tritopaulinen” Paulinisches Gedankengut aufgreifen und es für ihre jeweilige Situation anpassen. Die Johannesapokalypse (Apk/Offb) des Neuen Testaments, die bekanntlich die zwei-eine christliche Bibel abschließt, soll ebenfalls genauer betrachtet werden, nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund der Tatsache, dass in der alten und mittelalterlichen Kirche die Bedeutung dieser „apokalyptischen” Schrift, die einem ganzen Genre zu seinem Namen verhalf, bei weitem die der Paulusbriefe, ja selbst des Matthäusvangeliums übertraf. Die Lehrveranstaltung verfolgt also insgesamt das wichtige Ziel, auf die Vielfalt „theologischer Angebote”, wie sie das Neue Testament bietet, einzugehen, um so den Studierenden das „Wort Gottes und das Zeugnis Jesu Christi” (Offb 1,2) näher zu bringen. Hierbei kommt sie zugleich auch dem Auftrag der Katholisch-Theologischen Fakultät nach, die Studierenden zu befähigen, „jedem Rede und Antwort zu stehen, der (…) Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die euch erfüllt” (1 Petr 3,15).
- Lehrende/r: Matthias Geigenfeind
- Lehrende/r: Adrian Wypadlo
- Lehrende/r: Justus Cappel
- Lehrende/r: Sandro Franzoi
- Lehrende/r: Jan vom Brocke
- Lehrende/r: Tobias Zimmermann
Ob Halle, Berlin oder Gaza. Antisemitismus oder antisemitische Verschwörungsmythen prägen das Denken und Handeln von immer mehr Menschen nicht nur national, sondern auch global. Das wandelbare Chamäleon des Antisemitismus kann durch seine anpassungsfähigen Codierungstechniken in TikTok-Trends über die Kunst- & Kulturwelt bis in kirchliche Gremien und Hilfsorganisationen nachverfolgt werden.
Dieses Hauptseminar im Sommersemester 2025 untersucht die historischen und gegenwärtigen Erscheinungsformen des Antisemitismus aus theologischer, ethischer und religionspädagogischer Perspektive. Dabei werden die theologischen und ideologischen Wurzeln des Antisemitismus in Vergangenheit und Gegenwart, die gesellschaftlichen Bedingungen antisemitischer Einstellungen sowie religionspädagogische Ansätze zur Prävention und Bearbeitung thematisiert. Angesichts des wiederauflebenden Antisemitismus seit dem 7. Oktober 2023 leistet das Seminar einen wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit dieser drängenden gesellschaftlichen und globalen Herausforderung. Studierende erwerben die Fähigkeit, antisemitische Argumentations- und Deutungsmuster zu erkennen, kritisch zu reflektieren und konstruktive Handlungsstrategien für Bildungs- und Gemeindekontexte zu entwickeln. Ziel ist es, Studierende für Pfarramt oder Lehramt für die Bekämpfung von Antisemitismus und zum Schutz jüdischen Lebens zu sensibilisieren und zu befähigen.
- Lehrende/r: Daniel Carl Freitag
- Lehrende/r: Arnulf von Scheliha
Christliche Judenfeindschaft hat viele Formen und viele Ursachen. Bereits von den Kirchenvätern wurden zentrale Texte und Konzepte aus dem Alten Testament, also aus dem gemeinsamen Textkorpus, das doch eigentlich Juden und Christen miteinander verbinden sollte, so gedeutet, dass das Judentum abgewertet wird oder gar als verworfen erscheint. Was das Judentum theologisch immer prägte und bis heute trägt – die Erwählung Israels, der Bund und Gottes Verheißungen – wurde seit dem zweiten nachchristlichen Jahrhundert im Rahmen einer Substitutionstheologie exklusiv auf das Christentum. Diese Theologie bildet zusammen mit der These vom Gottesmord den Kern des christlichen Antijudaismus.
Das Seminar möchte typische antijüdische Muster in Auslegungen seit der frühen Kirche bis in die Gegenwart aufzeigen und auch für subtilere Spielarten sensibilisieren. Umgekehrt stellt sich die große Frage, wie eine christliche Exegese aussehen muss, wenn sie mit dem Konzil „das Christen und Juden gemeinsame geistliche Erbe“ (NA 4) fördern soll.
- Lehrende/r: Ludger Hiepel
- Lehrende/r: Johannes Schnocks
Mit der Frage nach der Deutung, dem Bestehen und dem Umgang mit Leid sind Erfahrungen verbunden, die alle Schüler:innen betreffen und herausfordern. Gleichzeitig geht es in der geistesgeschichtlich hoch bedeutsamen Theodizeefrage auch darum, Gottesbilder zu überdenken, weiterzuentwickeln und angesichts des Leidens zu einer rational tragfähigen und leidsensiblen Gottesrede zu gelangen. In diesem Seminar möchten wir mit Ihnen gemeinsam aus exegetischer, systematischer und didaktischer Sicht auf das Thema Gott und Leid schauen. Dabei werden wir uns mit den dahinterliegenden systematisch-theologischen und philosophischen Begründungsmodellen beschäftigen und aus biblischer Sicht vor allem das Buch Ijob, das sich zentral mit dem Leid einer gerechten Person beschäftigt, in den Fokus rücken. Welche „Antwortmodelle” bietet die Theologie und welche bietet der biblische Text hinsichtlich der Frage nach Gott angesichts des Leids? Wie deuten sie Leiderfahrungen? Welches Gottesbild liegt ihnen zugrunde? Die Erkenntnisse der beiden theologischen Blickwinkel werden auf ihre Chancen und Grenzen für den Religionsunterricht hin befragt. Entlang des Elementarisierungs-Modells wird die Theodizeefrage als Thema der Sekundarstufe II inhaltlich diskutiert, im Blick auf eine didaktisch begründete Umsetzung unter den Lernvoraussetzungen von Schüler:innen analysiert und anhand von konkretem Unterrichtsmaterial theologiedidaktisch reflektiert. Ziel des Seminars ist es, zu erkunden, zu reflektieren und selbst zu erproben, wie sich schulische Lernprozesse entlang der Theodizeefrage fachdidaktisch verantwortbar im Horizont von theologisch-fachwissenschaftlicher Diskussion und heutigen Schüler:innen gestalten lassen.
- Lehrende/r: Franziska Kolodziej
- Lehrende/r: Yannick Selke
Das Seminar wird sich mit Pentateuchtexten beschäftigen, die in ihrer Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte mit Kult und Ritualen im Alten Israel, im Judentum und im Christentum verbunden sind. Die Texte sollen einerseits exegetisch analysiert und kontextualisiert werden und andererseits soll ein Blick in ihre Nachgeschichte geworfen werden. Das Ziel ist, Grundvollzüge des Christentums wie z.B. Elemente der Liturgie der Osternacht von ihren Wurzeln in jüdischen und alttestamentlichen Traditionen her besser zu verstehen.
- Lehrende/r: Clemens Leonhard
- Lehrende/r: Johannes Schnocks