Suchergebnisse: 7308
In diesem Seminar soll die historische Entwicklung der Kunstgeschichte (Vasari, Warburg, Wölfflin, Panofsky, Imdahl, Held, Kemp, Belting, etc.), Methoden und Arbeitsweisen
(Ikonographie/Ikonologie, Formanalyse/Stilkritik, Rezeptionsästhetik, Künstlersozialgeschichte, etc.) vorgestellt, analysiert und anhand ausgewählter Bildbeispiele und Originalwerke
aus Architektur, Skulptur, Malerei, Graphik und Neuen Medien kritisch überprüft werden. Das Ziel des Seminars besteht darin, Forschungsmethoden in der Praxis anzuwenden sowie
kunsthistorische Fachliteratur einzuordnen zu können.
- Lehrende/r: Andrea Witte
Als Lehrkraft hat man die Aufgabe, den Unterricht so zu gestalten, dass alle Lernenden auf ihrem individuellen Niveau gefördert werden. Hierfür ist es von besonderer Bedeutung, gezielt diagnostizieren zu können, um darauf aufbauend passende Forder- und Fördermaßnahmen zu entwickeln.
In diesem Seminar werden Sie sich zunächst damit auseinandersetzen, welche Schwierigkeiten für Kinder beim Mathematiklernen auftreten können und wie Sie mathematische Kompetenzen von Grundschulkindern mündlich und/oder schriftlich diagnostizieren können. Im weiteren Verlauf werden wir uns mit dem verständnisbasierten Aufbau der Basiskompetenzen beschäftigen und Sie werden Fördermaßnahmen, die der Prävention von Rechenschwierigkeiten dienen, und Anregungen zur individuellen Förderung aller Lernenden im Klassenunterricht kennenlernen.
- Lehrende/r: Heike Buddenberg
Die Vorstellung von Dialog als idealtypische Kommunikationsform hält sich hartnäckig in der strategischen Kommunikation. Ihr wird in Zeiten von Krisen aber auch in der alltäglichen Organisation-Stakeholder-Kommunikation häufig eine besondere Wirkung zugeschrieben. Zugleich verbinden Stakeholder zahlreiche Erwartungen mit Dialog, z. B. jene eines Austauschs auf Augenhöhe. Was aber wird unter Dialog verstanden? Welche möglicherweise unterschiedlichen Erwartungen verbinden Stakeholder mit dialogischer Kommunikation? Was folgt, wenn solche Erwartungen erfüllt oder aber nicht erfüllt werden? Welche Konsequenzen lassen sich daraus für Wissenschaft und Praxis ableiten?
Das Seminar bietet eine Einführung in das Themenfeld und den Forschungsstand zu Dialog als spezifischer Ausprägung der strategischen Kommunikation von Organisationen. Darauf aufbauend werden wir gemeinsam eine Q-Sort-Befragung von Stakeholdern planen und durchführen. Ziel ist, sowohl neue Erkenntnisse für Forschung und Kommunikationspraxis zu erhalten als auch die Methodologie und Methodik kennenzulernen und zu reflektieren.
Studienleistungen:
Aktive Mitarbeit und Präsentation
Prüfungsleistung:
Projektbericht
Literaturempfehlungen:
- Müller, F. H., & Kals, E. (2004). Die Q-Methode: Ein innovatives Verfahren zur Erhebung subjektiver Einstellungen und Meinungen. Forum Qualitative Sozialforschung, 5(2), 1-22 (Art. 34). https://doi.org/10.17169/fqs-5.2.600
- Stehle, H., & Huck-Sandhu, S. (2016). Dialogue in Public Relations Roles: A Q Study Among Young Professionals. International Journal of Communication, 10, 4119-4140. https://ijoc.org/index.php/ijoc/article/view/4575/1760
- Thummes, K. (2024). Schlüsselbegriffe der Public Relations: Dialog und Verständigung. In P. Szyszka, R. Fröhlich & U. Röttger (Hrsg.), Handbuch der Public Relations (S. 477-496). 4. Aufl. Springer. https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-658-28034-5_26
Weitere Literatur und unterstützende Lernmaterialien werden im Rahmen des Projektseminars zur Verfügung gestellt.
- Lehrende/r: Helena Stehle
Die Inszenierung gesellschaftlicher Verständigung befindet sich in einem Wandel, in dem antagonistische Vorstellungen neben das zuletzt vorherrschende konsensorientierte Modell rücken. Damit wird eine schon länger anhaltende Verschiebung oder Klärung erkennbar, besonders greifbar in der verbreitet erhobenen Forderung, man solle „das Streiten lernen“.
In dieser Veranstaltung soll zunächst nachgezeichnet werden, von wo aus der – auch ethisch vorzugswürdig erscheinende – gesellschaftliche Konsens als Verfahrensmaxime unter Druck gerät; anschließend soll überlegt werden, welche praktischen Schlussfolgerungen daraus gezogen werden können.
- Lehrende/r: Axel Heinrich
- Lehrende/r: Alexander Pusch
- Lehrende/r: David Sievert
Alexander III. hinterließ seiner Nachwelt ein ungefestigtes Reich, das von Griechenland bis Indien reichte. Aufgrund seines überraschend eingetretenen Todes blieb die Thronfolge über Jahre hinweg unklar, so dass seine Generäle und Gefährten, die Diadochen, in zahlreichen Kriegen um Alexanders Erbe kämpften. In der Übung beschäftigen wir uns sowohl mit diesen Auseinandersetzungen als auch mit den diversen Versuchen, neue Herrschaften und Ordnungen langfristig zu stabilisieren. Dabei wird die Übung einen besonderen Fokus auf diejenigen Akteure legen, die im westlichen Mittelmeer ihr Glück suchten, von Alexander von Epirus bis zu Pyrrhos. Hierbei sind historische Zeugnisse verschiedener Gattungen einzubeziehen. Ziel der Veranstaltung ist es daher auch, mit Arbeitsmethoden und Hilfswissenschaften (Epigraphik, Numismatik, Papyrologie) der Alten Geschichte vertraut zu werden, mit deren Hilfe diese Quellen erschlossen werden können.
- Lehrende/r: Marian Helm
Aufgrund der Tatsache, dass Deutschland ein beliebtes Migrationsland darstellt und auf der Grundlage der UN-Beschlüsse (z. B. 2006) und der hieran anlehnenden KMK-Strategien (z. B. 2010), die der gesellschaftlichen Heterogenität eine systematische und didaktische Basis bieten, gilt es, für den Fremdsprachenunterricht mittels Differenzierungs- und Individualisierungsstrategien einen adäquaten Umgang mit der heterogenen Lernendenschaft zu finden. Darüber hinaus wirft ein weit ausgelegter Inklusionsbegriff einen Blick auf alle Schüler:innen als individuell unterschiedliche Fremdsprachenlernende.
In diesem Seminar gewinnen Sie einen Überblick über theoretische Modelle und Konzepte zur Differenzierung und Individualisierung. Außerdem gilt es, innerhalb praxisorientierter Phasen verschiedene Differenzierungsmöglichkeiten wie bspw. Scaffolding, interessengeleitete Differenzierung, Einbezug von Erstsprachen oder Aufgabenstellungen verschiedener Anforderungsniveaus selbst zu gestalten und ihren didaktisch-methodischen Einsatz zu reflektieren. Es sollen die Chancen und Herausforderungen von Heterogenität sichtbar gemacht und realisierbare Methoden erarbeitet werden, die Sie – als angehende Lehrkräfte – zwar fordern, jedoch nicht überfordern. Es ist das übergeordnete Ziel des Seminars, ein Verständnis von Heterogenität und Inklusion zu entwickeln, das die gewinnbringenden Möglichkeiten für den romanischen Fremdsprachenunterricht erkennt.
Sie halten im Laufe des Semesters ein Referat, welches in einer Ausarbeit verschriftlicht und mit „bestanden“ oder „nicht bestanden“ bewertet wird.
- Lehrende/r: Jasmin Garavello
- Lehrende/r: Cynthia Kohring
The course is focused on the improvement of the basic knowledge in the following subjects:
Defects and Diffusion in metallic elements and alloys. Both volume as well as short-circuit diffusion will be considered.
An overview of current understanding of tracer and interdiffusion will be given.
- Lehrende/r: Sergii Divinskyi
- Lehrende/r: Sylvia Gurnik
- Lehrende/r: Simone Schültingkemper
Digitalisierungsprozesse durchziehen Bildungseinrichtungen auf allen Ebenen und erfordern somit auch die besondere Betrachtung des Schulunterrichts im Hinblick auf den Einsatz digitaler Medien. Das Seminar thematisiert sowohl Möglichkeiten wie auch Potentiale der didaktisch reflektierten Nutzung digitaler Technologien im Schulunterricht. Neben der theoretischen Reflexion des Themenbereichs liegt ein Schwerpunkt auf der praktischen Umsetzung von digital angereicherten beziehungsweise erweiterten Nutzungsszenarien für den Schulunterricht. Der praktische Teil der Veranstaltung besteht in der Erstellung einer Online-Unterrichtseinheit mit Hilfe verschiedener Lernplattformen und Tools (z.B. Moodle).
- Lehrende/r: Benjamin Brummernhenrich
Digitalisierungsprozesse durchziehen Bildungseinrichtungen auf allen Ebenen und erfordern somit auch die besondere Betrachtung des Schulunterrichts im Hinblick auf den Einsatz digitaler Medien. Das Seminar thematisiert sowohl Möglichkeiten wie auch Potentiale der didaktisch reflektierten Nutzung digitaler Technologien im Schulunterricht. Neben der theoretischen Reflexion des Themenbereichs liegt ein Schwerpunkt auf der praktischen Umsetzung von digital angereicherten beziehungsweise erweiterten Nutzungsszenarien für den Schulunterricht. Der praktische Teil der Veranstaltung besteht in der Erstellung einer Online-Unterrichtseinheit mit Hilfe verschiedener Lernplattformen und Tools (z.B. Moodle).
- Lehrende/r: Benjamin Brummernhenrich
Auf 35 Teilnehmer begrenzte Veranstaltung, Anmeldung über HISLSF erforderlich!
Im digitalen Zeitalter wird die Schule als zentrale Bildungs- und Sozialisationsinstanz stark durch Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) beeinflusst. Damit einhergehend entstehen neue Herausforderungen für das schulische Personal aber auch für die Lernenden selbst. Insbesondere Lehrkräfte benötigen fundierte medienerzieherische und -pädagogische Kompetenzen, um Schülerinnen umfassend auf ihre Rolle als Prosument*innen in der digitalen Gesellschaft vorzubereiten.
Dieses Seminar legt den Grundstein für die Entwicklung solcher Kompetenzen. Zu Beginn setzen wir uns mit grundlegenden Konzepten der Mediensozialisation und Medienerziehung auseinander und untersuchen, wie IKT individuelle und soziale Entwicklungsprozesse prägt. Darüber hinaus widmen wir uns aktuellen Herausforderungen der digitalen Gesellschaft, wie Fake News, Hatespeech und Cybermobbing. Dabei beleuchten wir sowohl deren Auswirkungen auf die Schule als Institution als auch die Verantwortung der Schule, Heranwachsende auf den kritischen Umgang mit diesen Phänomenen vorzubereiten.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Rolle der Lehrperson: Wir erarbeiten und diskutieren konkrete Handlungsmöglichkeiten, die sowohl präventiv als auch intervenierend im schulischen Kontext umgesetzt werden können. Praktische Übungen und Fallbeispiele unterstützen dabei den Transfer des Wissens in die Schulpraxis
- Lehrende/r: Maxime J. Kops
In diesem Seminar wird es darum gehen aus unterschiedlichen Perspektiven die Unterrichtssituation an deutschen Schulen zu diskutieren. Es wird darum gehen, die soziale Herstellung von schulischen Wirklichkeiten kritisch in den Blick zu nehmen. Dabei greifen auf das Angebot der soziologischen Bildungstheorie zurück. Weitere Schwerpunkte des Seminars werden Themen um inklusive Schule sein, sowie Aspekte der digitalisierten Schule. Diese beiden zuletzt genannten Themen werden nur in diesem Seminar aufgegriffen werden.
- Lehrende/r: Roland Schindler
Inhalt und Ziel: Für die editionsphilologische Erschließung und Aufbereitung von Texten stehen inzwischen erfreulich viele digitale Werkzeuge bereit, sei es für die Auffindung von Handschriften, für die Transkription und Kollationierung, Annotation und visuelle Darstellung. Diese Entwicklung im Zuge des Aufstiegs der Digital Humanities hat einerseits gezeigt, dass neue Kompetenzen im Rahmen des Studiums geisteswissenschaftlicher Fächer erforderlich sind. Andererseits ist die Entwicklung geeigneter digitaler Erschließungs- und Darstellungsformen nach wie vor fundamental von fachspezifischen Basiskompetenzen abhängig.
Im diesem Projektseminar wollen wir anhand eines kürzeren lateinischen Texts (ein Traktat, er sich an Klosternovizen richtet) exemplarisch den Weg von der mittelalterlichen Handschrift über die Transkription, Übersetzung und Kontextualisierung zur digitalen Kodierung und Darstellung gehen. Die Veranstaltung ist zuvorderst auf die praktische Durchführung ausgelegt, soll aber zugleich die Möglichkeit bieten, den Einsatz digitaler Hilfsmittel für einzelne Arbeitsschritte kritisch zu diskutieren. Konkret erhalten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst einzelne Abschnitte einer Handschrift zur Bearbeitung. In einem weiteren Schritt werden wir die Transkriptionen gemeinsam im xml-basierten Dokumentenformat TEI (Text Encoding Initiative) kodieren. Die Veranstaltung umfasst eine Basiseinführung in TEI, allerdings werden Grundlagen der lateinischen Paläographie vorausgesetzt.
Anrechenbar für DH-Zertifikat.
- Lehrende/r: Lukas Reddemann
Enrolement Key:
BSc Geoinformatik: Geoinformatik
BSc Geographie: Geographie
BSc LÖK: Landschaftsökologie
2-Fach Bachelor: 2FachBachelor
MSc Humangeogr.: Humangeographie
Die Veranstaltung beschäftigt sich mit der Erstellung digitaler Karten. Nach einem kurzen Überblick über allgemeine kartographische Grundlagen, liegt der Fokus auf den digitalen Aspekten: digitale Datenquellen, Map Layers, Views, Einsatz kartographischer Gestaltungsmittel mittels digitaler Tools zur Kartenerstellung, Kartenproduktion von topographischen sowie thematischen Karten, Einbindung von dynamischen Datenquellen, Erstellen von Story Maps und anderen Karten im Web. In der Übung wird eine topographische und eine thematische Karte anhand eines GIS (typischerweise ESRI ArcGIS oder QGIS) erstellt. Neben einer Karte auf dem Desktop PC behandeln wir ebenfalls die Erstellung von online Karten. Der Fokus liegt auf Designaspekten sowie der technischen Umsetzung innerhalb des GIS.
Die Vorlesung findet in Präsenz statt, steht aber auch als Aufzeichnung digital zur Verfügung. Es gibt keine Anwesenheitspflicht. Jeder kann an der Veranstaltung teilnehmen (auch diejenigen, die es vergessen haben, sich in LSF anzumelden – eine gesonderte Email an die Dozenten ist nicht notwendig). Kurz vor Veranstaltungsbeginn wird es einen Learnweb Kurs geben.
Die Übungen beginnen grundsätzlich eine Woche nach der Vorlesung. Es kommen bitte alle (auch Geographen) in der ersten Woche zu der Vorlesung, denn dort erhalten Sie organisatorische Informationen auch zu der Übung (Fr 10:15 Geo1 Hörsaal). Jeder Studierende, der die Übung für sein Studium benötigt, erhält auch einen Platz (auch wenn Sie vergessen haben sollten, sich in LSF zu registrieren – Sie brauchen keine gesonderte Email an die Dozenten zu schicken). Falls Sie die Übung außercurricular belegen möchten, ist dies nur möglich, wenn es einen Platz in den CIP Pools gibt.
- Lehrende/r: Thomas Bartoschek
- Lehrende/r: Helen Müller
- Lehrende/r: Angela Schwering
- Lehrende/r: Jan Stenkamp
Aus raumtechnischen Gründen auf 44 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
- Lehrende/r: David Louis Bardiau
Die Heuristik historischen Quellenmaterials, jene traditionelle „Bergmannskunst, zu finden und ans Licht zu holen“ (J.G. Droysen), unterliegt ebenso wie die Einordnung und hermeneutische Deutung der zu Tage geförderten Texte und Artefakte einem technologischen Wandel. Historisches Arbeiten sieht sich daher im digitalen Zeitalter vor neue methodische Herausforderungen gestellt. Digitalisierung bedeutet dabei zunächst nichts anderes, als historisches Material in eine spezifische Anordnung von Nullen und Einsen zu überführen. Bereits hier setzen Prozesse der Selektion, Transformation und Rekontextualisierung ein, die auf den nachfolgenden Ebenen der Datenrepräsentation für menschliche Benutzer:innen und der Bearbeitung mit digitalen Forschungswerkzeugen ihre Fortsetzung finden. Wie jede andere Quellengattung bedürfen daher auch digital bereitgestellte Forschungsmaterialien einer kritischen Reflexion, welche die Bedingungen ihrer Genese und Gemachtheit ebenso berücksichtigt wie die Potentiale und Grenzen ihrer wissenschaftlichen Weiterverwertung.
Die Übung ist größtenteils als digitaler Kurs angelegt. Ausgehend von einer Einführungsphase in Präsenz erhalten die Teilnehmer:innen die Möglichkeit, eigenständig eine Abfolge von Lerneinheiten zu absolvieren, die ihnen Kompetenzen des fachwissenschaftlichen Arbeitens mit digitalem Quellenmaterial unterschiedlicher historischer Teilepochen vermitteln. Die Kurselemente sind dabei mehrheitlich interaktiv in Form von explorativen Webquests, Rechercheaufgaben und Reflexionseinheiten angelegt. Am Semesterende wird es zudem erneut eine Reflexionsrunde im Präsenz geben. Erwartet wird die explizite Bereitschaft, sich aktiv auf dieses hybride Lernexperiment einzulassen.
- Lehrende/r: Thilo Albers
- Lehrende/r: Jan Keupp
- Lehrende/r: Daniels Testnutzer
Die bildungspolitischen Initiativen zur Digitalisierung im Schulwesen reichen weit zurück. Wichtige Impulse kamen im nationalstaatlichen Rahmen mit der Strategie der Kultusministerkonferenz "Bildung in der digitalen Welt" und nicht zuletzt durch den "DigitalPakt Schule" im Jahr 2018 seitens der Bundesregierung. Die Entwicklung und der Einsatz digitaler Tools in der Schule in Form von Unterrichtsmedien oder Learning analytics und kollaborativen Plattformen wurde durch die Corona Pandemie stark vorangetrieben. Im Seminar geht es darum, sich mit den geschaffenen Infrastrukturen in den Bundesländern auseinanderzusetzen und danach zu fragen inwiefern sich zum einen Lehren und Lernen im schulischen Bildungskontext verändert und zum anderen was das für das alltägliche Wirken von Lehrkräften und für die Beziehungen zwischen Lehrenden und Lernenden bedeutet. Nicht zuletzt soll auch die Vielfalt der digitalen Angebote im Bereich schulischer Verwaltung wie das digitale Klassenbuch oder die Unterrichtsmaterialien der zahlreichen Schulverlage, ihre Finanzierung sowie entstehende Hegemonien in den Blick genommen werden.
- Lehrende/r: Katrin Späte
Das Seminar am Urbane, Regionale Innovation und Internet (URii) diskutiert die Implementation und Evaluation im Bereich der Demokratischen Innovation und Elektronischen Innovation. Dabei werden Forschungsprojekte zum Thema Internet und Politik. Neben hybride Partizipationsformen mit der Verknüpfung direkter und deliberativer Demokratie (DDD) stehen vor allem die Verknüpfung von Offline- und Online Partizipation (blended participation)aber auch andere lokalpolitische Themen im Vordergrund.
Eine Registrierung im Learnweb (bis 10.04.) ist obligatorisch. Aus dem Learnweb gibt es Zugang zur virtuellen Gathertown, and zum Quiz PlaceM etc.
Die eigenständige Nutzung der Pflichtlektüre im Learnweb und der Online Tools (Gathertown, PlacM, webinars) ab Semesterbeginn! ist verpflichtend.
Zentral ist ein Block 26.06. und 27.06. im Rahmen des Deutschen Digitaltages geplant. Vorbereitungs- und Nachbereitungstreffen sind bislang für Fr 11.04. 10:00 Uhr (erste Sitzung) und dem 06.06. 10:00 Uhr vorgesehen.
Alle organisatorischen Fragen werden in der ersten Sitzung am 11.04. 10:00 Uhr beantwortet. Nur sehr wichtige Fragen werden über E-Mail (nur an Werktagen) nur über l.lrp@uni-muenster.de gelöst.
Pflichtlektüre:
Kersting, Norbert 2019: Online Partizipation. Evaluation und Entwicklung- Status Quo und Zukunft. in: Hofmann, Jeanette et al. (eds) 2019: Politik in der digitalen Gesellschaft: Zentrale Problemfelder und Forschungsperspektiven. Bielefeld: Transcript: 105-122
- Lehrende/r: Norbert Kersting
Im Sinne des inter- bzw. transkulturellen Lernens sowie der language awareness ist der Umgang mit verschiedenen Sprachen und der kulturellen Vielfalt ihrer Sprechenden eines der Hauptziele des Fremdsprachenunterrichts. In der globalisierten Welt und insbesondere in der Migrationsgesellschaft Deutschlands ist sprachlich-kulturelle Diversität zur greifbaren Realität aller Lerngruppen geworden. Vor diesem Hintergrund hat der Fremdsprachenunterricht den besonderen, inklusiven Auftrag, zur Identitätsentwicklung der Lernenden beizutragen, indem homogene Kulturverständnisse und dichotome Diskurse dekonstruiert werden.
In diesem Seminar erarbeiten wir die Relevanz, Ziele und Methoden der Förderung von inter- und transkultureller Kompetenz sowie der sogenannten Mehrsprachigkeitsdidaktik anhand fremdsprachendidaktischer Literatur. Auf der Praxisebene planen wir Unterrichtsstunden und Projekte zu verschiedenen Dimensionen der Pluralen Ansätze zu Sprachen und Kulturen, die diesen Herausforderungen gerecht werden. Schwerpunkte sind hier z. B. der Interkomprehensionansatz, Texte der Migration und Werke von auteur·e·s translingues, interlinguale Kommunikation durch Sprachmittlung sowie außerschulische Lernorte und Austauschbegegnungen.
Für Textanalysen, Arbeitsanweisungen, Erwartungshorizonte und Unterrichtssimulationen werden wir Französisch als Unterrichtssprache verwenden; der didaktische Diskurs hingegen wird i. d. R. auf Deutsch erfolgen.
- Lehrende/r: Yseult Roch
Alle Religionen und Weltsichten haben Vorstellungen davon ausgebildet, was Menschen nach dem Tod geschieht. Diese Vorstellungen sind Teil ihrer jeweiligen Kosmologie, Anthropologie, Eschatologie und Ethik. Immer wieder kommt es jedoch zu Erfahrungen von oder zum Nachdenken über Störungen dieser Ordnung. Solche Störungen können als Spuk bezeichnet werden. Im Rahmen des Seminars wird sich kultur- und religionsvergleichend über Geschichten von solchen Störfällen dem genähert, was Gespenster, Ahnen, Zombies und andere lebende Tote uns über die Kulturen verraten kann, die von ihnen erzählen.
- Lehrende/r: Stefanie Burkhardt
Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl; Anmeldung erforderlich!
Das Seminar entspricht der Lehrveranstaltung 1 im Modul M1-UP der Studiengänge MEd GymGes und MEd BK gem. LABG nach neuer Fachprüfungsordnung.
In dieser Veranstaltung werden die Begriffe Inklusion, adaptive Lehrkompetenz und Diversity sowie ihre Bedeutung für den Pädagogikunterricht thematisiert. Anhand eines historischen Aufrisses werden die verschiedenen Strömungen inklusiver (integrativer) Erziehungswissenschaft und daraus resultierende aktuelle Perspektiven dargestellt. Es werden integrative, inklusive und interkulturelle Ansätze betrachtet. Im Anschluss daran werden Fragestellungen zu Diagnostik, individueller Förderung und Leistungsbewertung im Pädagogikunterricht bearbeitet und unter den vorhergehenden Aspekten kritisch reflektiert.
Die Studierenden erhalten durch die Literatur dieses Seminars Einblicke in Forschungserkenntnisse zu Diversity, Inklusion und adaptiver Lehrkompetenz vor allem im Rahmen des Pädagogikunterrichts. Sie erkennen außerdem die Verknüpfungen innerhalb dieser Thematik mit der Bezugsdisziplin Erziehungswissenschaft und erschließen daraus resultierende Forderungen an die Fachdidaktik Pädagogik. Zusätzlich sollen die Studierenden die Möglichkeit bekommen, exemplarisch pädagogische Praxis und Professionalisierung in Bezug zu den Themen zu ergründen.
- Lehrende/r: Carolin Jungenblut
- Lehrende/r: Federica Kirchner
Auf 50 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Trainings zur Erlangung von Diversitätskompetenzen sind aus der Weiterbildungslandschaft nicht mehr wegzudenken. Gleichzeitig werden mit entsprechenden Trainings jedoch sehr unterschiedliche Ansätze, Ziele, Zielgruppen und Erwartungen verbunden. Das Seminar gibt einen einführenden Überblick in das Themenfeld Diversitätskompetenzen im Kontext von Migration und vertieft Fragen der damit verbundenen Diskurse und Ansätze sowie der konzeptionellen und inhaltlichen Ausgestaltung entsprechender Kompetenztrainings. Dabei stehen neben einer Auseinandersetzung mit theoretischen Grundfragen insbesondere auch die Methoden von Diversitätskompetenz-Trainings im Fokus des Seminars. Gemeinsam werden diese besprochen, erprobt und kritisch reflektiert. Das Seminar findet jeweils 4-stündig in einem 2-wöchigen Rhythmus statt.
- Lehrende/r: Vera Lüneberg
„,Diversität‘ ist zu einem neuen Kontext für […] theologisches Arbeiten geworden“ (Margit Eckholt). Dies gilt nicht nur im Blick auf Schule und Pastoral als theologische Praxisfelder, sondern auch für die christliche Glaubenslehre, die unter diversitätssensiblen Gesichtspunkten zu befragen ist.
Nach einer ersten Auseinandersetzung mit grundlegenden Begrifflichkeiten werden wir exemplarisch einzelne Themen der Religionspädagogik und der Dogmatik in den Blick nehmen: Welche Bedeutung kommt welchen Diversitätsdimensionen in unserem Alltag zu und inwiefern prägt dies unseren Blick auf die Welt? Welche Rolle spielt Diversität für unsere eigene Theologie und berufliche Praxis? Was tragen Gendertheorien zur Reflexion von Gottes- und Kirchenbildern bei? Inwiefern kommt Diversität in Schulbüchern eine Bedeutung zu? Wie lässt sich im Unterrichtsalltag produktiv mit Diversität umgehen?
Neben intersektionalen Perspektiven wird der Fokus vor allem auf der Auseinandersetzung mit gendertheoretischen Ansätzen liegen, wobei aktuelle gesellschaftliche und kirchenpolitische Debatten und deren Argumentationslogiken aufgegriffen werden. Das Seminar verfolgt dabei eine interdisziplinäre Herangehensweise an die behandelten Themen mit Bezügen zur Soziologie, Psychologie, Pädagogik und (selbstverständlich) Theologie.
- Lehrende/r: Theresa Focke
- Lehrende/r: Yannick Selke
Dantes Divina Commedia ist ein Universum. Wir werden uns zunächst dem ersten Jenseitsbereich, dem Inferno, anhand der Lektüre weniger Canti widmen, um dann in konzentriert exemplarischer Weise die Canti des Läuterungsbergs, der den Zugang des sündigen Menschen und Büßers zum Paradiso möglich macht, zu behandeln.
Der Kommentar und die Diskussion ausgewählter Textpassagen, die von den TeilnehmerInnen mit Hilfe der einschlägigen Ausgaben (vgl. Chiavacci Leonardi, Gmelin) jeweils vorzustellen sind, stehen im Vordergrund. Auf diese Weise werden wir uns in die Sprache Dantes, die Eckdaten der Geschichte Italiens, die von Dante hervorgehobenen historischen Gestalten im Due- und Trecento und die literarischen Vorbilder der Commedia einarbeiten.
- Lehrende/r: Hilfskräfte Frau Prof. Westerwelle
- Lehrende/r: Karin Westerwelle
Das Motiv des Doppelgängers, das sich seit der Antike durch die Literatur zieht (vgl. Narziss und Echo in Ovids Metamorphosen), wird seit der Romantik zunehmend im Zusammenhang mit Ich-Findung und Ich-Spaltung thematisiert, der Diskurs des Unheimlichen und später des Unbewussten werden vielfach in Doppelgänger-Erzählungen verhandelt. Klassische Beispiele der romantischen Literatur sind Erzählungen E.T.A. Hoffmanns wie Prinzessin Brambilla oder Die Abenteuer der Silversternacht oder Nikolaj Gogol’s wie Vij (Der Wij) oder Nos (Die Nase). Auch Fedor Dostoevskij gestaltete das Motiv noch einmal eindrücklich in seinem Dvojnik (Der Doppelgänger). Adaptionen des Motivs im 20. Jh. wie Vladimir Nabokovs in russischer und englischer Sprache verfasster Roman Otcajanie / Despair (Verzweiflung) oder Richard Weiners Prázdná zidle (Der leere Stuhl) greifen auf diese Vorläufer zurück und modifizieren die Thematik. In dem komparatistisch angelegten Seminar soll den Abwandlungen und Veränderungen des Doppelgängermotivs in der deutschen Literatur des 19. und 20. Jh.s mit Ausblicken auf die russische und tschechische nachgegangen werden. Außerdem wird der Niederschlag des Phänomens in theoretischen Ansätzen etwa bei Bachtin, aber auch bei Freud und Lacan behandelt.
- Lehrende/r: Irina Wutsdorff
Auf 50 Teilnehmer begrenzte Veranstaltung, Anmeldung erforderlich!
Die Aufgabe, allen Schülerinnen und Schülern einer Lerngruppe gerecht zu werden, ist seit jeher eine der größten Herausforderungen der Berufspraxis von Lehrerinnen und Lehrern. Offene Unterrichtsformen wurden und werden häufig als Antwort auf die Fragen nach einem angemessenen Umgang mit der Heterogenität der Schüler/-innen sowie nach wirksamen Formen der (inneren) Differenzierung und individuellen Förderung vorgeschlagen. Vergleichsweise nachdrücklich geschah dies beispielsweise in der Reformpädagogik um 1900 oder auch zu Beginn der 2000er-Jahre im Kontext der Veröffentlichung der ersten PISA-Ergebnisse. Demgegenüber gilt vielen die Idee des offenen Unterrichts – insbesondere mit Blick auf den Sekundarstufenbereich – jedoch auch als wenig praxis- bzw. alltagstauglich. Eine wissenschaftlich fundierte Auseinandersetzung mit Formen offenen Unterrichts soll vor diesem Hintergrund ebenso Gegenstand des Seminars sein, wie die Entwicklung, Erprobung (zumindest in Ansätzen) und Reflexion eigener Ideen für offene Lernangebote.
- Lehrende/r: Marius Diekmann
Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Weder die Diskussion über schulische Leistungsbeurteilung noch die Suche nach verbesserten und alternativen Formen des Umgangs mit Leistungen in der Schule ist neu. Spätestens seit Aufkommen der Reformpädagogik um 1900 erscheint die Praxis schulischer Leistungsbeurteilung als Baustelle, auf der es mal mehr, mal weniger betriebsam zugeht. Sowohl die Intensität als auch der inhaltliche Schwerpunkt der Diskussion um schulische Leistungsbeurteilung verändert sich immer wieder. So wurde über einen längeren Zeitraum ausgiebig über verschiedene Zeugnisformate diskutiert - allerdings weitgehend losgelöst von Fragen der Unterrichtsgestaltung und -entwicklung. In der aktuellen Auseinandersetzung mit dem Thema fallen zwei Dinge auf: Erstens rückt der alltägliche Umgang mit Schulleistungen in den Fokus, zweitens wird der Frage nach der Passung von Unterrichtsgestaltung und Leistungsbeurteilung mittlerweile als "Gretchenfrage" (Winter 2000) wirksamer Schul- und Unterrichtsentwicklung betrachtet. Mit der Zunahme offener, schüleraktiver und kooperativer Unterrichtsformen entsteht ein Spannungsverhältnis zwischen neuer Lern- und Förderkultur auf der einen und traditioneller Leistungskultur auf der anderen Seite. Vor diesem Hintergrund sollen im Seminar grundlegende und aktuelle Argumentationslinien sowie mögliche Perspektiven im Zusammenhang mit einer Weiterentwicklung schulischer Leistungsbeurteilung ebenso in den Blick genommen und kritisch hinterfragt werden wie traditionelle und sogenannte alternative/neue Instrumente der pädagogischen Diagnostik.
- Lehrende/r: Marius Diekmann