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Auf 50 Teilnehmer begrenzte Veranstaltung, Anmeldung erforderlich!
Ausgehend von Begriffen wie Werte, Normen und Erziehungsziele, sowie der Frage nach Legitimationsansätzen werden in diesem Seminar auch unterrichtspraktische Beispiele für soziales Lernen und Werteerziehung besprochen.
Hinweis: Die Studierenden erarbeiten die Inhalte u. a. durch Referate; Ergebnisse und Reflexionen sollen von den Teilnehmern in einem individuellen Lernportfolio (benotete Prüfungsleistung) oder im Rahmen eines Kurzexposés (unbenotete Leistung) dokumentiert werden. Nähere Informationen zu Einzelthemen, Literatur und Arbeit im Seminar werden in der ersten Sitzung thematisiert.
- Lehrende/r: Horst Zeinz
Inhalte:
Einführung in grundlegende wirtschaftliche und moralökonomische Konzepte und ihre Anwendung auf die Ethik der wirtschaftlichen Rahmenordnung und des Unternehmens anhand von spieltheoretischen Interaktionssituationen.
Studierende sollen nach dem Besuch der Veranstaltung in der Lage sein, typische Entscheidungskonflikte im Wirtschaftsleben und in Unternehmungen perspektivisch und ethisch zu beurteilen.
- Lehrende/r: Louis Griese
- Lehrende/r: Christian Müller
- Lehrende/r: Sebastian Panreck
- Lehrende/r: Anna Stahlschmidt
Wirtschaftskrisen sind ein wiederkehrendes Element des modernen Kapitalismus. In diesem Seminar untersuchen wir, wie sich das Wesen von Wirtschaftskrisen und im besonderen Finanzkrisen seit 1850 entwickelt hat. Wir stellen uns außerdem folgende Fragen: Wie haben sich die politischen Antworten auf die Krisen über die Zeit verändert? Welche Rolle spielen hierbei das Verhältnis von Demokratie, nationalstaatlicher Souveränität und Globalisierung? Folgen populistische Agitationen auf Wirtschaftskrisen? Im Rahmen des Seminars werden wir sowohl neuere Forschungen behandeln, die langfristige Zeiträume abdeckt, als auch einzelne Krisen als Fälle studieren.
- Lehrende/r: Lehre Albers
- Lehrende/r: Thilo Albers
- Lehrende/r: Julius Reiner Hinderfeld
- Lehrende/r: Alexia Ibrahim
"A Woman must have money and a room of one's own to write" (Virginia Woolf). In this seminar, we will study a wide range of writings from Aphra Behn to Mary Wollstonecraft (poems and letters as well as dramatic, narrative and philosophical texts, some of which have been rediscovered during the last decades). Thereby, we will not only pay attention to the many ways in which women from diverse backgrounds authorized themsleves as writers, but also reflect on constructions of gender and femininity, address questions of canon formation and revision, and try to explore the historical, social, literary, and cultural contexts in which they "attempted the pen."
- Lehrende/r: Kirsten Juhas
Wieso setzt sich AirBnB bei der Suche nach Urlaubsunterkünften durch? Warum vermeidet man es möglichst, sich am Automaten ein Bahnticket zu kaufen?
Sobald ein Unternehmen ein digitales Produkt entwickelt, ist auch die Beschäftigung mit User Experience (UX) Design essenziell. Wie effektiv können Nutzer:innen mit einer Webseite umgehen, wie fühlen sie sich dabei und wie können wir sie am besten dabei unterstützen, ihre Aufgaben zu erfüllen?
Wir lernen die Grundlagen von UX Design kennen, erfahren, welche Rolle UX Design in Unternehmen spielt. Wir diskutieren gute UX anhand von positiven und negativen Beispielen. Wir lernen, wie man Daten effektiv nutzt und durch Research wertvolle Erkenntnisse gewinnt.
In Kleingruppen suchen Sie sich ein digitales Beispiel aus, anhand dessen Sie eine eigene UX-Analyse durchführen werden - von der Untersuchung des Status Quo bis hin zu einem Konzept, was man verbessern könnte.
Im zweiten Teil des Blockseminars präsentieren Sie Ihre Analysen. Anschließend werden wir diese gemeinsam diskutieren - wie es auch im Design-Prozess in Unternehmen geschieht.
Prüfungsleistung:
Anwesenheit an den Blockterminen und aktive Mitarbeit
Durchführung einer UX-Analyse in Kleingruppen
Vorstellung der Analyse im Seminar
Einreichung einer ausformulierten Ergebnispräsentation mit individuellem Fokus der einzelnen Studierenden
- Lehrende/r: Marie Jeanne Kuth
Dieses Seminar fokussiert die Diskursanalyse als methodischem Zugang zur Untersuchung von Bildung. Anhand theoretischer Ansätze und empirischer Beispiele geht es dabei darum, wie Bildungsnarrative in Politik, Medien und Wissenschaft produziert, ausgehandelt und legitimiert werden. Und es geht darum zu erörtern, wie Diskurse (also das Sprechen über Bildung) sich auf Menschen (v.a. SuS und LuL in Bildungskontexten) auswirken, wie sie diese in ihrem Handeln formen und beeinflussen. Das Seminar vermittelt theoretische Konzepte und methodische Werkzeuge zur machtkritischen Analyse von Texten und lädt so zur kritischen Reflexion über die Rolle von Sprache in Bildungsdebatten ein.
- Lehrende/r: Paul Eisewicht
- Lehrende/r: Peter Oestmann
- Lehrende/r: Petra Scherbening
- Lehrende/r: Alexandra-Florentina Tudor
„Das Einzige, was Sie wirklich kennen müssen, ist der Standort der Bibliothek.” (Albert Einstein) Damit hat Einstein uns den entscheidenden Hinweis auf die Bibliothek gegeben – aber das Wissen um den Standort der Bibliothek allein reicht oft nicht. Wenn wir uns den Wissensschatz der Universitätsbibliothek erschließen wollen, müssen wir uns mit ihrem System bekannt machen: wie ist die ULB organisiert, wie finde ich mein Buch, wo kann ich arbeiten, wen kann ich fragen? Als Studierende im Alter richten wir unser Angebot an andere Studierende im Alter, seien sie neu oder schon länger dabei. Wir möchten Sie mit der ULB Münster bekannt machen, vermitteln, wie und wo Sie Literatur finden, die ULB als Wissens-, Arbeits- und Lernort vorstellen und mit Ihnen gemeinsam die ULB erkunden. Die Kooperation mit der ULB Münster ermöglicht es uns, das Auditorium mit seiner technischen Ausstattung inklusive PCs zu nutzen.
- Lehrende/r: Karin Gövert
- Lehrende/r: Willi Grewe
- Lehrende/r: Doris Scheer
- Lehrende/r: Marius Boeltzig
- Lehrende/r: Marc Daniel Paul Dührkop
- Lehrende/r: Florina Kronberg
- Lehrende/r: Nina Liedtke
- Lehrende/r: Ricarda Schubotz
- Lehrende/r: Marius Boeltzig
- Lehrende/r: Florina Kronberg
- Lehrende/r: Ricarda Schubotz
- Lehrende/r: Klaus-Holger Knorr
Wayfinding and navigation is a very central topic in geographic information science and spatial cognition. In this course we will discuss human wayfinding strategies in indoor/outdoor and real/virtual environments. We will look at different ways to communicate wayfinding instructions to the users. Furthermore, we will learn about different popular routing algorithms in existing route planners.
This seminar consists of (physical) lectures, student presentations, readings and discussions as well as e-learning units.
- Lehrende/r: Jakub Krukar
- Lehrende/r: Yousef Qamaz
- Lehrende/r: Angela Schwering
Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Im Seminar werden wir schwerpunktmäßig Gert Biestas ,The Rediscovery of Teaching‘ lesen und diskutieren. Biesta gilt mittlerweile als zentraler Vertreter der Bildungs- und Erziehungsphilosophie der Gegenwart. Zentrale Überlegung, die seinem Plädoyer für die Wiederentdeckung des Lehrens zugrunde liegt, ist eine kritische Abkher von einer rein technokratischen Sichtweise auf Bildung als bloße Wissensvermitltung sowie von einer Reduktion der Rolle von Lehrer*innen auf eine bloße Ermöglichung und Begleitung von Lernprozessen, wie sie vielerorts den Bildungsdiskurs zu dominieren scheint. Demgegenüber sucht Biesta in der für ihn typischen Verschränkung von Rekursen auf die englischsprachige Philosophy of Education und die deutschsprachige Pädagogiktradition nach Wegen die Aufgabe von Lehrer*innen bzw. allgemein Pädagog*innen konkret hinsichtlich der Subjektwerdung zu entwerfen.
- Lehrende/r: Hanno Su
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Berichte von Hungerkatastrophen und Armut in der Welt rufen Empörung hervor. Inwiefern handelt es sich dabei um ein ethisches Problem? Inwiefern handelt es sich überhaupt um ein philosophisch zu bewältigendes Problem? Denn immerhin helfen nicht Konzepte und Theorien, sondern Essen und Geld, wenn es um Hunger und Armut geht. Hinzu kommt, dass Phänomene der Armut teil des nur umrisshaft erkennbaren "Globalisierungsprojektes" sind. Dessen Akteure entziehen sich der Fassbarkeit weitgehend. Andere Akteure sind internationale Institutionen und private Hilfsorganisationen – nicht zuletzt die Armen und die Reichen selbst. Das Seminar widmet sich Grenzfragen der Ethik, insofern sie Anwendung findet auf drängende Probleme. Es widmet sich ebenso der Grenze zwischen ethischen Fragestellungen und solchen der politischen Philosophie. Sodann geht es um ein angemessenes Verständnis von "Angewandter Philosophie". Die Veranstaltung ist vierstündig konzipiert (Teil 1 und Teil 2): Thematisch stellt sie eine Einheit dar, die wöchentlich in vier Stunden intensive Diskussionen erlaubt. Prüfungstechnisch kann sie für zwei Modulelemente angerechnet werden. |
- Lehrende/r: Andreas Vieth
Das Wintersemester beginnt und wir bereiten in diesem Seminar die traditionsreiche Weihnachtsrezitation der Studiobühne vor. Vieles ist möglich: Prosa, Lyrik, Drama, Musikalisches, Klassisches, Modernes usw. Gerne können Sie auch eigene Vorschläge einbringen.
In der gemeinsamen Arbeit lernen Sie einen kreativen Umgang mit Texten kennen, bei dem man durch die Erarbeitung einer eigenen Sprechfassung auch zu einer Interpretation des Textes findet. Das Interpretieren ist dabei nicht Selbstzweck, sondern wird in einen kreativen Zusammenhang eingebunden und bietet – auch im schulischen Zusammenhang – eine neue Chance für die Arbeit mit Texten. Der Auftritt auf der Bühne übt sprecherische Fähigkeiten, die auch in anderen Situationen von Studium und Beruf äußerst nützlich sind.
Zum Abschluss des Seminars können wir uns auf einen stimmungsvollen Abend mit reichlich Publikum und anschließendem Glühweintrinken freuen.
Literatur: Cornelia Ertmer: Gestaltendes Sprechen in der Schule. Münster 1996.
- Lehrende/r: Andrea Kresimon
Nicht erst seit Ende 2015 werden Fragen von Zuwanderung in der Bundesrepublik Deutschland deutlich kontrovers diskutiert. Die parteipolitischen Positionen sind dabei vielfältig: Integration, Assimilation oder auch Utopien einer kosmopolitischen Gesellschaft. Zielsetzung im Seminar ist das Studium von Forschungsergebnissen zu unterschiedlichen Konflikten, die im Kontext von Migration und Integration verhandelt werden. Leistungsformen und Punkte in Abhängigkeit von Studienordnungen. Schwerpunkt: Referat + Handout bzw. Ausarbeitung.
- Lehrende/r: Katrin Späte
- Lehrende/r: Alexander Pusch
- Lehrende/r: Till-Hendrik Wende
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Bei der Herstellung nahezu aller heute verwendeten Materialien werden verschiedene Phasenumwandlungen durchlaufen. Dabei bestimmt oft die Frühphase dieser Phasenumwandlungen die nachfolgende Ausbildung der Mikrostruktur und somit der resultierenden Materialeigenschaften. Darüber hinaus sind die anwendungsrelevanten Eigenschaften beispielsweise von Formgedächtnislegierungen, von modernen TRIP-Stählen oder sog. "phase change" Speichermedien gerade durch das Auftreten und Ausnutzen von Phasenumwandlungen gegeben. In der Vorlesung werden Thermodynamik und Kinetik von Phasenumwandlungen in kondensierten Phasen grundlegend behandelt und anhand von Beispielen im Detail diskutiert. |
- Lehrende/r: Harald Rösner
- Lehrende/r: Marilena Tatiana Tomut
- Lehrende/r: Britta Weiguny
- Lehrende/r: Gerhard Wilde
Welche Rolle Werte in der Wissenschaft spielen, wird in der Wissenschaftsphilosophie seit mehr als 100 Jahren in unterschiedlichen Kontexten diskutiert. Das von Max Weber formulierte „Postulat der Wertfreiheit der Wissenschaft“ ist Ausgangspunkt für den sog. „Werturteilsstreit“, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts entfachte und in drei verschiedene Phasen aufgeteilt werden kann. Am Anfang steht der erste Werturteilsstreit (1913-17), der von Weber selbst angeführt wurde und die Verteidigung der These der Werturteilsfreiheit gegen seinen Widersacher und von ihm abwertend als „Kathedersoziologen“ bezeichneten Sozialökonomen Gustav Schmoller zum Gegenstand hatte. Ein zweiter Werturteilsstreit fand in den 1960er und 1970er Jahren im Zusammenhang mit dem sog. „Positivismusstreit“ statt und wurde hauptsächlich von den prominenten Vertretern der kritischen Theorie (Jürgen Habermas, Theodor W. Adorno) und des kritischen Rationalismus (Karl R. Popper, Hans Albert) ausgetragen. Als dritte Phase des Werturteilsstreit lässt sich schließlich die in jüngerer Zeit auflebende Debatte um die Rolle von Werten in den Wissenschaften bezeichnen, in der neuartige Perspektiven auf die Frage nach der Wertfreiheit versus der Wertgebundenheit der Wissenschaften entwickelt werden.
Im Seminar werden anhand ausgewählter Texte die zentralen Argumente innerhalb der drei Debattenstränge rekonstruiert und kritisch diskutiert.
Ein Seminarplan mit Angaben zur Seminarliteratur und zu den Anforderungen für Studien- und Prüfungsleistungen wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.
- Lehrende/r: Eva-Maria Jung
Mit den Malern tom Ring und den Bildhauern Heinrich und Johann lernen wir in diesem Proseminar einige Hauptvertreter der „westfälischen Renaissance“ kennen und beschäftigen uns gleichzeitig mit der (Kunst-)Geschichte Münsters im 16. Jahrhundert.
Die Geschichte der Künstler und ihrer Werke ist eng mit der Reformation und mit der Täuferherrschaft in den 1530er Jahren in Münster verknüpft. Die Familie Brabender verließ Münster 1534 (oder wurde vertrieben), viele Werke Heinrich Brabenders fielen dem Bildersturm zum Opfer. Allerdings florierte die Werkstatt, die ab 1537 sein Sohn Johann leitete, in den Jahren nach der Täuferherrschaft, als die Kirchen wieder neu ausgestattet werden mussten. Auch die Familie tom Ring, Luther-Anhänger, flohen vor den radikalen Täufern 1534 aus der Stadt. Wie die Brabender erhielten sie nach ihrer Rückkehr 1536 zahlreiche Aufträge zur Wiederherstellung des Bilderschmucks in den Kirchen. Sowohl diese Erschütterung durch die tiefgreifenden religiösen, sozialen und politischen Umbrüche, als auch die stilistischen und motivischen Anlehnungen an die neuen Errungenschaften der Renaissance lassen sich in den Werken nachverfolgen. Je nach Teilnehmer_innenzahl werden wir vor Ort in Museen und Kirchen Münsters arbeiten.
- Lehrende/r: Anne Bloemacher
1. Einordnung der Veranstaltung
- Veranstaltung im Bachelorstudium (PO 2018 und PO 2022, Modul Schlüsselqualifikation)
- Leistungsnachweis: Klausur (3 LP)
2. Lernziele, Inhalte und Methodik
Ziel der Veranstaltung ist die Vertiefung vorhandener Französischkenntnisse.
Inhalte
- Gemeinsprache und Wirtschaftsfachsprache
- Stellenanzeigen
- Bewerbungsschreiben
- Vorstellungsgespräche
- Geschäftsbriefe
- Telefongespräche
- Zeitungsartikel
- Auszüge aus Fachpublikationen
Methodik
- Vorlesung mit integrierten Übungseinheiten
3. Literatur
Nachfolgend finden Sie eine Liste von Veröffentlichungen, die Ihnen das Vor- und Nachbereiten der Veranstaltung erleichtern können:
- Boelke, Jürgen / Straub, Bernard / Thiele, Paul: Dictionnaire de l’allemand économique, commercial et financier. Paris: Presses Pocket.
- Gallagher, John D.: Cours de traduction allemand-français. Textes politiques et économiques. München/Wien: Oldenbourg.
- Klein, Hans-Wilhelm / Kleineidam, Hartmut: Grammatik des heutigen Französisch. Stuttgart: Klett.
- Potonnier, Georges E. / Potonnier, Brigitte: Wörterbuch für Wirtschaft, Recht und Handel. Französisch-Deutsch / Deutsch-Französisch. 2 Bde. Wiesbaden: Brandstetter.
- Rey-Debove, Josette / Rey, Alain: Le Nouveau Petit Robert de la langue française. Paris: Dictionnaires Le Robert.
4. Anmeldung
Für die Vorlesung Wirtschaftsfranzösisch ist keine Anmeldung am Institut für Marketing erforderlich. Es ist jedoch – wie bei allen Veranstaltungen - eine fristgerechte Anmeldung beim Prüfungsamt erforderlich.
5. Downloads
Die Unterlagen zu der Veranstaltung werden über den entsprechenden Learnweb-Kurs bereitgestellt. Eine Einschreibung in den Kurs ist kurz vor Semesterstart ohne Einschreibeschlüssel möglich.
6. Sonstiges
- Als Unterrichtssprache wird hauptsächlich Französisch verwendet.
- Eine regelmäßige Teilnahme wird empfohlen.
- Lehrende/r: Sertan Eravci
- Lehrende/r: John Desmond Gallagher
- Lehrende/r: Gabriel Alexander Küppenbender
Zusammenfassung
In vordemokratischen Gesellschaften soll Demokratisierung dazu beitragen, die willkürlichen Handlungen der Herrschenden einzuschränken und den von der Herrschaft Betroffenen ein freies Leben zu ermöglichen. Praktisch bedeutet Demokratie dann die Beteiligung der Beherrschten an der Herrschaft. Bürgerinnen wählen Repräsentanten, werden selbst Repräsentanten oder können die politische Organisation des Gemeinwesens als zivilgesellschaftliche Akteurinnen mitbestimmen. In der Regel beschränkt sich die Demokratie allerdings auf den Staat bzw. die öffentlichen politischen Beziehungen und Einrichtungen. Wirtschaft und Markt sind weitgehend ausgenommen von der Demokratie und die Politik soll einzig den Rahmen stecken, um Produktion und Warenaustausch organisieren zu können.
Nichtsdestotrotz werden Fragen einer demokratischen Organisation der Wirtschaft in der modernen politischen Theorie spätestens seit dem achtzehnten Jahrhundert auch immer mit verhandelt. Rousseau beispielsweise analysiert in seinem „Diskurs von der Ungleichheit“ (1755) das Verhältnis von sozialer und politischer Gleichheit. Und Karl Marx hat bekanntermaßen die autoritäre Natur des Kapitalismus zum Ausgangspunkt seiner Gesellschaftskritik gemacht und mit der Utopie des Sozialismus eine Lebensform entworfen, in der alle gesellschaftlichen Bereiche demokratisch organisiert werden. Aus der Perspektive dieser Autoren ist eine demokratische Organisation der Wirtschaft wünschenswert. Wie Wirtschaftsdemokratie funktionieren soll, wird allerdings weder bei Rousseau noch bei Marx erklärt.
Vor diesem Hintergrund versucht das Seminar eine politiktheoretische Annäherung an den Begriff der Wirtschaftsdemokratie. Wir wollen uns den Begriff aus der Perspektive verschiedener Autorinnen erschließen und grundlegende Texte zum Thema Wirtschaftsdemokratie lesen. Auf dieser Grundlage kann dann diskutiert werden, was genau eine demokratische wirtschaftliche Praxis ausmacht, wie eine solche Praxis institutionalisiert werden könnte und wo die Politik anzusetzen hätte, um eine demokratische Organisation der Wirtschaft ermöglichen zu können.
Studienleistung: Review Essay
Prüfungsleistung: Hausarbeit
Ausgewählte Literatur
Sidney and Beatrice Webb. 1897 (1902). Industrial Democracy. London: Longmans, Green and Co.
Emile Durkheim. 1999. Physik der Sitten und des Rechts. Frankfurt/Main: Suhrkamp.
Fritz Naftali. 1928. Wirtschaftsdemokratie: Ihr Wesen, Weg und Ziel. Berlin: Verlagsgesellschaft des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes.
Robert A. Dahl. 1986. A Preface to Economic Democracy. Berkeley: University of California Press.
Elizabeth Anderson. 2017. Private Government: How Employers Rule Our Lives (and Why We Don't Talk about It). Princeton: Princeton University Press.
James Muldoon. 2022. Platform Socialism. How to Reclaim our Digital Future from Big Tech. London. Pluto Press.
- Lehrende/r: Felix Petersen
1. Einordnung der Veranstaltung
- Veranstaltung im Bachelorstudium (PO 2018/PO 2022, Modul Schlüsselqualifikation, 2. Studienjahr)
- Leistungsnachweis: Klausur (3 LP)
2. Lernziele, Inhalte und Methodik
Ziel der Veranstaltung ist die Vertiefung vorhandener Englischkenntnisse
Inhalte
- Wörterbuchbenutzung
- Übungen zur Verbesserung des Leseverständnisses
- Modale Hilfszeitwörter
- Tempus, Genus verbi und Aspekt
- Formwörter
- Nebensätze
- Praktika und Bewerbungen
Methodik
- Vorlesung
3. Literatur
Nachfolgend finden Sie eine Liste von Veröffentlichungen, die Ihnen das Vor- und Nachbereiten der Veranstaltung erleichtern können:
- Gallagher, John D.: German-English Translation: Texts on Politics and Economics. München: Oldenbourg.
- Oxford Advanced Learner's Dictionary. Berlin: Cornelsen. (CD-ROM).
- Schäfer, Wilhelm: Wirtschaftswörterbuch. 2 Bände. München: Vahlen.
- Sinclair, John et al. (eds.): Collins COBUILD Dictionary of Phrasal Verbs. London: Collins.
- Spears, Richard A. & Kirkpatrick, Betty: English Idioms Dictionary. Stuttgart: Klett.
- Terrell, Peter et al. (eds.): Langenscheidt-Collins Großwörterbuch Englisch. Berlin: Langenscheidt.
- Thomson, A. J. & Martinet, A. V.: A Practical English Grammar. Oxford: Oxford University Press.
- Tuck, Allene (ed.): Oxford Dictionary of Business English. Oxford: Oxford University Press.
4. Anmeldung
Für die Vorlesung Wirtschaftsenglisch ist keine Anmeldung am Institut für Marketing erforderlich. Es ist jedoch – wie bei allen Veranstaltungen - eine fristgerechte Anmeldung beim Prüfungsamt erforderlich.
5. Downloads
Die Unterlagen zu der Veranstaltung werden über den entsprechenden Learnweb-Kurs bereitgestellt. Eine Einschreibung in den Kurs ist kurz vor Semesterstart ohne Einschreibeschlüssel möglich.
6. Sonstiges
- Als Unterrichtssprache wird hauptsächlich Englisch verwendet.
- Eine regelmäßige Teilnahme wird empfohlen.
- Lehrende/r: John Desmond Gallagher
- Lehrende/r: Gabriel Alexander Küppenbender
1. Einordnung der Veranstaltung
- Veranstaltung im Bachelorstudium (PO 2018/PO 2022, Modul Schlüsselqualifikation, 2. Studienjahr)
- Leistungsnachweis: Klausur (3 LP)
2. Lernziele, Inhalte und Methodik
Ziel der Veranstaltung ist die Vertiefung vorhandener Französischkenntnisse.
Inhalte
- Gemeinsprache und Wirtschaftsfachsprache
- Stellenanzeigen
- Bewerbungsschreiben
- Vorstellungsgespräche
- Geschäftsbriefe
- Telefongespräche
- Zeitungsartikel
- Auszüge aus Fachpublikationen
Methodik
- Vorlesung mit integrierten Übungseinheiten
3. Literatur
Nachfolgend finden Sie eine Liste von Veröffentlichungen, die Ihnen das Vor- und Nachbereiten der Veranstaltung erleichtern können:
- Boelke, Jürgen / Straub, Bernard / Thiele, Paul: Dictionnaire de l’allemand économique, commercial et financier. Paris: Presses Pocket.
- Gallagher, John D.: Cours de traduction allemand-français. Textes politiques et économiques. München/Wien: Oldenbourg.
- Klein, Hans-Wilhelm / Kleineidam, Hartmut: Grammatik des heutigen Französisch. Stuttgart: Klett.
- Potonnier, Georges E. / Potonnier, Brigitte: Wörterbuch für Wirtschaft, Recht und Handel. Französisch-Deutsch / Deutsch-Französisch. 2 Bde. Wiesbaden: Brandstetter.
- Rey-Debove, Josette / Rey, Alain: Le Nouveau Petit Robert de la langue française. Paris: Dictionnaires Le Robert.
4. Anmeldung
Für die Vorlesung Wirtschaftsfranzösisch ist keine Anmeldung am Institut für Marketing erforderlich. Es ist jedoch – wie bei allen Veranstaltungen - eine fristgerechte Anmeldung beim Prüfungsamt erforderlich.
5. Downloads
Die Unterlagen zu der Veranstaltung werden über den entsprechenden Learnweb-Kurs bereitgestellt. Eine Einschreibung in den Kurs ist kurz vor Semesterstart ohne Einschreibeschlüssel möglich.
6. Sonstiges
- Als Unterrichtssprache wird hauptsächlich Französisch verwendet.
- Eine regelmäßige Teilnahme wird empfohlen.
Wissenschaftliche Themen sind regelmäßig Gegenstand medialer Berichterstattung – von neuen, teils kontrovers diskutierten Technologien wie Künstlicher Intelligenz, Apps oder Nanotechnologie über ökologische Herausforderungen wie den Klimawandel bis hin zu Debatten um Atomkraft, Aktionen von Greenpeace oder PR-Maßnahmen von Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Diese Berichterstattung findet nicht nur auf nationaler Ebene statt, sondern auch im lokalen Raum. Auch Lokalzeitungen, lokale Radiosender oder regionale Social-Media-Gruppen greifen wissenschaftsbezogene Inhalte auf und tragen sie in die öffentliche Diskussion vor Ort.
Das forschungspraktische Seminar widmet sich den Inhalten lokaler Wissenschaftskommunikation. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie werden Wissenschaftsthemen in lokalen öffentlichen Diskursen dargestellt? Die Studierenden führen im Rahmen des Seminars eine eigene empirische Inhaltsanalyse durch – von der Entwicklung einer Forschungsfrage und ihrer theoretischen Fundierung über die Erhebung und Auswertung der Daten bis hin zur Interpretation der Ergebnisse. Ziel ist es, ein vertieftes Verständnis lokaler Wissenschaftsberichterstattung zu gewinnen und methodische Kompetenzen im Bereich empirischer Medienforschung zu erwerben.
Studienleistung: aktive Teilnahme, Hausaufgaben, Kurzpräsentationen.
Prüfungsleistung: Forschungsbericht (Gruppenarbeit)
- Lehrende/r: Julia Metag
Wissenschaftskommunikation findet nicht nur auf nationalen oder internationalen Bühnen statt, sondern auch im lokalen Raum – dort, wo Hochschulen angesiedelt sind, Forschungseinrichtungen aktiv sind, Museen Angebote machen oder einzelne Wissenschaftlerinnen in die Öffentlichkeit treten. Auch im Lokalen wird über wissenschaftliche Themen gesprochen, diskutiert, informiert – ob durch Universitäten, lokale Forschungseinrichtungen, Akteurinnen aus der Zivilgesellschaft oder über Einzelinitiativen auf Social Media. Dabei stellen sich Fragen wie: Welche Themen werden im Lokalen kommuniziert, über welche Kanäle, mit welchen Zielgruppen? Und welche Herausforderungen begegnen ihnen im lokalen Kontext? Welche Erwartungen hat das Publikum an lokale Akteure der Wissenschaftskommunikation?
Das forschungspraktische Seminar widmet sich der lokalen Wissenschaftskommunikation aus der Perspektive der Kommunikatorinnen und des Publikums. Im Zentrum steht die empirische Untersuchung mittels qualitativer Leitfadeninterviews. Gemeinsam erarbeiten wir Forschungsperspektiven, formulieren Forschungsfragen und entwickeln Interviewleitfäden. Die Auswertung erfolgt auf Basis qualitativer Methoden.
Studienleistung: aktive Teilnahme, Hausaufgaben, Kurzpräsentationen.
Prüfungsleistung: Forschungsbericht (Gruppenarbeit)
- Lehrende/r: Julia Metag
Was hat die Soziologie zum Thema Wirtschaft zu sagen? Schauen wir bei den „Klassikern“ unserer Disziplin nach, kommen wir zu dem Schluss, dass die Soziologie ziemlich viel zum Thema Wirtschaft (oder besser: Wirtschaft und Gesellschaft) zu sagen hat. In den 1980er Jahren hat, mit Ursprüngen in den USA, eine sogenannte „Wirtschaftssoziologie“ eine Renaissance erfahren. Seitdem ist das Label „Wirtschaftssoziologie“ in unserer Disziplin fest etabliert.
Doch was ist nun eigentlich „Wirtschaftssoziologie“, was möchte sie und worin unterscheidet sie sich von der Ökonomie bzw. den Wirtschaftswissenschaften? Dieser Kurs gibt Ihnen einen Überblick über die Wurzeln einer soziologischen Teildisziplin, die sich bis zu den soziologischen Klassikern zurückverfolgen lässt. In diesem Kurs beschäftigen wir uns mit den grundlegenden Konzepten der Wirtschaftssoziologie – v.a. der sogenannten „Einbettung“ wirtschaftlichen Handelns in sozialen Netzwerken, Institutionen und moralischen Überzeugungen. Neben einigen „klassischen“ Positionen zu Märkten, Preisen, Rationalität und Vertrauen, werden wir uns v.a. mit aktuellen und virulenten Phänomenen im Wirtschaftssystem, wie Finanzialisierung, digitalem Geld, moralischen Märkten und illegalen Märkten beschäftigen.
Hinweis: Der Kurs richtet sich an alle, die bereit sind, sich näher mit wirtschaftssoziologischen Fragen auseinanderzusetzen, auch mal Spaß an englischsprachigen Fachartikeln haben und durchaus daran interessiert sind, selbst Mini-Forschungen durchzuführen und dann im Kurs vorzustellen.
- Lehrende/r: Luigi Droste
- Lehrende/r: Lena Clever
- Lehrende/r: Stefan Schellhammer
Brauchen Historiker:innen überhaupt Theorien? Der Zeitgeist scheint diese Frage eher mit einem Nein zu beantworten. Denn weshalb sich mit schwer verständlichen Theorien auseinandersetzen, wenn sie doch bloß von dem schnellen, handfesten Ertrag ablenken? Doch Reinhart Kosellecks bereits 1972 untermauerte These von der „Theoriebedürftigkeit der Geschichtswissenschaft“ hat nichts an ihrer Gültigkeit verloren: Die Quellen schützen uns zwar „vor Irrtümern, nicht aber sagen sie uns, was wir sagen sollen“. Das Seminar nimmt unterschiedlichste – etwa von Bourdieu und Butler über Foucault und Said bis zu Kittler, Latour und Haraway reichende – Theorien in Augenschein, denen die Geschichtswissenschaft bedeutende Impulse verdankt. Vor allem aber sucht es, jene Lust und Freude an der Theorie wiederaufleben zu lassen, die im „langen Sommer der Theorie“ vorherrschte. Denn es ist höchste Zeit, dass wir uns wieder, wie Ulrich Raulff 2014 schrieb, auf alles stürzen „was nach Theorie“ aussieht und wieder „nervös, flüchtig, querbeet und nicht, wie wir soll[ ]en, aber mit heißen Ohren“ lesen.
- Lehrende/r: Fernando Esposito