

Am 15. Februar 2027 findet die Tagung „Das (post-)partizipative Museum – wissenschaftliche, kuratorische und digitale Perspektiven“ statt. Sie wird veranstaltet von der Kommission Materielle Kultur und Museum in der Deutschen Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft und der Kolleg-Forschungsgruppe „Zugang zu kulturellen Gütern im digitalen Wandel“ der Universität Münster.
Ort: Erbdrostenhof, Salzstraße 38, 48143 Münster.
Anmeldung: Ab Oktober 2026 im Geschäftszimmer des Instituts für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie (Frau Steens) unter kulturanthropologie@uni-muenster.de. Die Zahl der Plätze ist begrenzt.
Das Programm mit vier eingeladenen Fachvorträgen wird mit Kurzbeiträgen und Postern aus Wissenschaft und Museum ergänzt. Die Mitglieder der Kommission treffen sich anlässlich der Tagung turnusgemäß zu einer kurzen Sitzung.
Sprecherinnen der Kommission und wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Lioba Keller-Drescher (Institut für Kulturanthropologie und In-House Fellow der Kolleg-Forschungsgruppe, Universität Münster) und Dr. Kirsten Bernhardt (LWL-Museumsamt, Münster)
Partizipation hat sich als Konzept und Anspruch an zeitgemäße Museumsarbeit über alle Sparten hinweg etabliert. Die Reformulierung der Museumsdefinition (2022) und der Ethischen Richtlinien für Museen (2026) durch ICOM (International Council of Museums) spiegeln die seit längerer Zeit bestehenden Forderungen und Ansätze zu einer verstärkten Öffnung kultureller Institutionen und nach sozialer Inklusion.
Partizipation, verstanden als Zugangs- und Beitragsmöglichkeit zu kulturellen Gütern und Institutionen, leitet sich vom Grundrecht auf kulturelle Teilhabe ab und versucht dieses auszugestalten. Leitlinien und Rechte formulieren einen Anspruch, der in der Praxis umzusetzen ist und dabei auf durchaus widersprüchliche und konkurrierende Ansprüche im Bereich der musealen Arbeit stößt. Die Tagung möchte das Konzept Partizipation und diese Ansprüche konstruktiv-kritisch diskutieren. Dabei sollen insbesondere Aspekte der wissenschaftlichen, kuratorischen und digitalen Arbeit in Museen berücksichtigt werden.
Vorträge
Paradoxien kultureller Teilhabe – Normalisierung, Empowerment und Dekonstruktion im post-partizipativen Museum
Dr. Hauke Behrendt (Universität Ulm, Senior Fellow der Kolleg-Forschungsgruppe)
Counter Stories
Sophia Firgau, M.A. (Universität Münster, Junior Fellow der Kolleg-Forschungsgruppe)
Museen zwischen Digitalität, Partizipation und Projektlogiken
Nicolas Dittgen, M.A. (Deutsches Schifffahrtsmuseum – Leibniz-Institut für Maritime Geschichte / Universität Vechta)
Nach dem post oder Dinge in Bewegung
Prof. Dr. Stefanie Samida (Universität Oldenburg)
Posterpräsentationen
- Lehrforschungsprojekt „Ein imaginäres Museum – Perspektiven von Studierenden“
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Dis/Placement in the Collection – das Sammeln von Objekten zu Fluchtbewegungen des 21. Jahrhunderts in österreichischen Museen und Archiven
Konstantina Maria Serjannis (Universität Innsbruck)
Shortcuts
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Die VerSammlung – vom Schaudepot zur Mitforschungszentrale?
Esther von Kiedrowski und Sonja Riehn (KOLK 17 Figurentheater & Museum, Lübeck) -
Museum vor Ort. Begegnungen im Museum der Alltagskultur – Schloss Waldenbuch
Teresa Bauer und Raffaela Sulzner (Museum der Alltagskultur – Schloss Waldenbuch; LandesMuseum Württemberg) -
Bestimmt mit, was bleibt – Projektvorstellung
Maja Dreyer und Malte Kirchhof (Historisches Museum Bremerhaven)