

Prof. Dr. Jens Timmermann lehrt seit 2000 an der Universität St. Andrews in Schottland. Seit 2015 bekleidet er dort den Lehrstuhl für Moralphilosophie. Zuvor war er Research Fellow am Keble College, Oxford, und an der Universität Pavia (Italien).
Zunächst widmete er sich der antiken Philosophie; nun forscht er hauptsächlich zu Fragen der Moral- und Rechtsphilosophie aus Kantischer Perspektive. Zu seinen Veröffentlichungen zählen die Monographien Sittengesetz und Freiheit (De Gruyter, 2003), Kant’s Groundwork of the Metaphysics of Morals: A Commentary (Cambridge University Press, 2007), Kant’s Will at the Crossroads (Oxford University Press, 2022), Kant and the Supposed Right to Lie (Cambridge University Press, 2025) und Kant and the Supposed Right of Necessity (Cambridge University Press, erscheint 2026). Der Schwerpunkt seiner jüngeren Forschung liegt auf Kants Rechtsphilosophie. In Münster wird er sich mit der Ontologie von Kunstwerken sowie mit der Frage beschäftigen, wie die Digitalisierung unseren Zugang zur philosophischen Tradition verändert.
Jens Timmermann war Gastwissenschaftler an den Universitäten Göttingen, Zürich, Cambridge, Münster, Wien und Luxemburg, an der Keio-Universität in Tokio, an der Brandeis University, am NIAS und am Wissenschaftskolleg in Greifswald. Im Jahr 2010 erhielt er den internationalen Kant-Nachwuchspreis. 2023 wurde er in die Academia Europaea aufgenommen.