Forschungsgruppe "Zivilgesellschaft"

  • Fokus

    Mit dem Begriff „Zivilgesellschaft“ wird der Rahmen bezeichnet, innerhalb dessen sich bürgerschaftliches Engagement, beispielsweise in Vereinen, Interessenverbänden oder Stiftungen, entfaltet. Er umfasst somit die Fähigkeit einer Gesellschaft zur Selbstorganisation jenseits staatlicher oder unternehmerischer Strukturen. Der Begriff der Zivilgesellschaft beinhaltet zudem eine normative Dimension, weil sich bürgerschaftliches Engagement mit dem Ziel eines als gut definierten Zusammenlebens entfaltet, und so auch eine kritisierende und kontrollierende Funktion gegenüber den politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträgern einnehmen kann.
    Die Arbeiten der Forschungsgruppe fokussieren sich auf zwei thematische Schwerpunkte. Ein Teil der Gruppe beschäftigt sich mit der Zivilgesellschaft Deutschlands, so beispielsweise mit bürgerschaftlichem Engagement an Hochschulen, mit dem Wandel der Zivilgesellschaft in Deutschland oder mit der „Erziehung zur Demokratie“ durch bürgerschaftliches Engagement.
    Ein anderer Teil der Forschungsgruppe beschäftigt sich mit Zivilgesellschaft in defekten Demokratien und autoritären Regimen, so beispielsweise mit der Rolle von Gewerkschaften in China oder der Zivilgesellschaft in Nicaragua.