Amsterdam Zufluchtsort. Friedrich Vordemberge-Gildewart und Ilse Leda, ihr Leben im Exil 1938-1950

Im Jahr 1938 verließ das Künstlerpaar Friedrich Vordemberge-Gildewart und Ilse Leda Deutschland und fand in Amsterdam einen Zufluchtsort. Seine konkret-konstruktive Kunst wurde von den Nationalsozialisten als „entartet“ diffamiert, was einem Berufsverbot gleichkam, während sie sich als Jüdin mit der antisemitischen Gesetzgebung des NS-Staates konfrontiert sah. Beide überlebten den Zweiten Weltkrieg in Amsterdam und erhielten 1950 die niederländische Staatsbürgerschaft.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Frage, wie Friedrich Vordemberge-Gildewart und Ilse Leda in Amsterdam unter der nationalsozialistischen Herrschaft zwischen 1940 und 1945 gelebt haben. Wie haben sie ihren Lebensunterhalt verdient? Wie konnte Ilse Leda als Jüdin überleben. Der Blick richtet sich auch auf Freunde und Weggefährten wie Max Beckmann, Willem Sandberg und Frans Duwaer und auf Themen wie Judenverfolgung und Widerstand in den Niederlanden.
Dr. Hans Peterse und eine Projektgruppe des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums Osnabrück haben das Konzept und die Ausführung der Ausstellung im Jahr 2022 gemeinsam erarbeitet. Nun wird die Ausstellung noch einmal im Zunftsaal im Haus der Niederlande zu sehen sein.