Ziemlich beste Nachbarn − 25 Jahre Haus der Niederlande

Feiern Sie im digitalen Raum mit uns!
Banner 25 Jahre Haus der Niederlande
© ZNS

Im Mai 1995 wurde mitten in Münsters Innenstadt eine ziemlich einzigartige Institution eröffnet: das Haus der Niederlande.

In diesem Haus sind seither die drei Einrichtungen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster untergebracht, die sich mit dem niederländischen Sprach- und Kulturraum beschäftigen: das Institut für Niederländische Philologie (INP), das Zentrum für Niederlande-Studien (ZNS) und die Bibliothek im Haus der Niederlande (BHN). Gemeinsam haben diese drei Institute das Haus der Niederlande in den letzten 25 Jahren als einen Ort der universitären Lehre und Forschung sowie des grenzüberschreitenden Austauschs mit den Nachbarn im Westen etablieren können.

Aufgrund der aktuellen Situation rund um das Corona-Virus mussten leider alle geplanten Jubiläumsveranstaltungen abgesagt werden.

Darum laden wir Sie nun dazu ein, unser 25-jähriges Jubiläum im digitalen Raum mit uns zu feiern!

Grußworte von ziemlich besten Nachbar*innen

Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum!
Dirk Brengelmann, deutscher Botschafter in den Niederlanden
Foto Dirk Brengelmann
© Deutsche Botschaft

Bei meinem Antrittsbesuch in Münster vor vier Jahren führte mich der Weg unter anderem ins Haus der Niederlande. Ich erfuhr viel über die Hintergründe der engen deutsch-niederländischen Beziehungen, aber auch über das Haus selbst, seine Geschichte, Wissenschaft und Forschung und den großartigen Lehrbetrieb im gemeinsamen Studiengang mit der Universität Nijmegen.

Jede Beziehung zwischen Staaten, auch in Europa, braucht ein Fundament. Institutionen wie das Haus der Niederlande (und das Duitsland Instituut in Amsterdam) gehören an vorderster Stelle dazu. Die deutsch-niederländischen Beziehungen sind derzeit besonders eng, auf allen Ebenen. Dennoch muss man auch gute Beziehungen weiter pflegen und hegen. Das Haus der Niederlande ist ganz vorne dabei.

Een goede buur is beter dan een verre vriend – Ein guter Nachbar ist besser als ein ferner Freund.
Kris van de Poel, Generalsekreträrin der Taalunie
Foto Kris van de Poel
© DvCann

Dass dieses Sprichwort auch heute noch in beiden Sprachen seine Gültigkeit hat, beweist die erfolgreiche Wirkung des Hauses der Niederlande in den vergangenen 25 Jahren. Seine Arbeit im Bereich der Förderung der niederländischen Sprache, Literatur und Kultur hat wesentlich zum besseren Verständnis der Nachbarsprache und -kultur auf beiden Seiten der Grenze beigetragen.

Gute Nachbarschaft und gegenseitiges Verständnis sind von großer Bedeutung für das Leben, Arbeiten und Lernen in einem mehrsprachigen Kontext. Die Taalunie gratuliert dem Haus der Niederlande zu seinem 25. Jahrestag und hofft, dass es seine Arbeit auch in den nächsten Jahrzehnten erfolgreich fortsetzen kann.

Mit Blick auf die derzeitigen Aufgaben und Herausforderungen können wir gute Nachbarschaftspolitik gar nicht genug schätzen.
Wepke Kingma, niederländischer Botschafter in Deutschland
Foto Wepke Kingma
© Ministerie van Buitenlandse Zaken

Nachbarschaftsgeschichte kann sehr unterschiedlich verlaufen: Räumliche Nähe ist nicht automatsch ein Garant für gute Beziehungen. Am Anfang der 1990er-Jahre überwog vor allem unter Jugendlichen eine eher ablehnende Haltung. Dem Haus der Niederlande in Münster und vielen beidseitigen Initiativen ist es zu verdanken, dass ein gegenseitiges Interesse und Vertrauen entstand. In gerade einmal einem Vierteljahrhundert sind wir mehr als ziemlich beste Freunde geworden.

Ich freue mich sehr, dass das Haus der Niederlande seit 25 Jahren beleuchtet, was wir in welcher Beziehung voneinander lernen und für die Zukunft weitergeben können. Ein Meilenstein, zu dem ich gratuliere!

Digitale Jubiläumsausstellung

Was macht gute Nachbarschaft aus? Mit Sicherheit, dass man sich miteinander beschäftigt, in der Nähe ist, sich umeinander kümmert.

Das Haus der Niederlande befasst sich seit dem 15. Mai 1995 mit dem niederländischen Sprach- und Kulturraum. Diese 25 Jahre gelebte Nachbarschaft möchten wir auf unserer Jubiläumsausstellung Revue passieren lassen. Gemeinsam blicken wir auf die lebhafte Geschichte des Hauses zurück und bieten Einblicke in die Arbeit der dort ansässigen Institutionen. Interaktive Ausstellungelemente bieten auch den Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit über ihre eigenen Erfahrungen mit den niederländischsprachigen Nachbar*innen zu berichten.

Diese Ausstellung sollte ursprünglich im Zunftsaal des Hauses der Niederlande stattfinden. Da Veranstaltungen dieser Art bis zumindest Ende Mai 2020 untersagt sind, haben wir verschiedene Elemente der Ausstellung nun in den digitalen Raum überführt.

Fest der Nachbarsprache

Wortwolke niederländische Lieblingswörter
© BHN/INP/ZNS

Teilen Sie Ihre niederländischen Lieblingswörter mit uns!

Die niederländische Sprache ist reich an interessanten Wörtern und Ausdrücken. Vielen fällt bestimmt sofort ein wohlklingender, kurioser oder lustiger Begriff ein, vielleicht auch eine Bezeichnung, die einen bestimmten Sachverhalt besonders gut ausdrückt oder einfach nur ein Wort, mit dem eine spezielle Geschichte verbunden ist.

Diesen Reichtum des Niederländischen möchten wir ebenfalls mit Ihnen feiern!

Dafür haben wir zwei Mini-Umfragen entwickelt, die im Nu ausgefüllt sind. Die erste Umfragerunde, in der individuelle Lieblingswörter gesammelt wurden, ist mittlerweile abgeschlossen. In der Entscheidungsrunde können Sie nun abstimmen über Ihren Favoriten aus den meistgenannten Wörtern der ersten Runde. 

zur Abstimmung

Die Ergebnisse der Umfragen werden auf dieser Website dokumentiert und unter sprachwissenschaftlichen Gesichtspunkten ausgewertet.

Musikalischer Ausklang

Musik verbindet – über alle Grenzen hinweg und das gerade auch in Zeiten von Corona!

Zur musikalischen Abrundung hat sich im historischen Kaminzimmer des Hauses der Niederlande spontan ein Quartett zusammengefunden, das uns zum Abschluss des digitalen Festprogramms mit einem kleinen Beitrag erfreut.

Und was wäre musikalisch besser geeignet für eine Einrichtung, in der das Thema „Nachbarn in Europa“ immer wieder eine zentrale Rolle spielt, als die Instrumentalfassung der „Ode an die Freude“ von Ludwig van Beethoven? An dieser Stelle möchten wir übrigens nicht vergessen zu erwähnen, dass van Beethovens Vorfahren aus der Stadt Mechelen in der niederländischsprachigen Region Flandern stammten.

Dieses Video ist das Ergebnis einer improvisierten Session, die anknüpft an die vielen Wohnzimmer- und Balkonkonzerte, die aktuell im Internet die Runde machen. Bild- und Tonqualität entsprechen daher nicht ganz den Standards, die wir unter normalen Umständen anlegen würden.

Grafik Sektgläser
© BHN/INP/ZNS

Vielen Dank für Ihren Besuch!

Unser herzlicher Dank gilt darüber hinaus auch den vielen Menschen und Institutionen, die die Arbeit des Hauses in den vergangenen Jahren begleitet und unterstützt haben.

Wir freuen uns schon jetzt auf viele spannende Projekte und Begegnungen in den nächsten 25 Jahren!